Mit Informationen der ARD-Korrespondentinnen und -Korrespondenten sowie der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters. Zum Teil lassen sich die Angaben nicht unabhängig überprüfen.
21.34 Uhr: Großbritannien will neue Raketen für die Ukraine entwickeln
Großbritannien will nach eigenen Angaben für die Ukraine eine neue ballistische Rakete für Angriffe auf weit entfernte Ziele entwickeln. Die Regierung in London schreibt dazu für das Projekt "Nightfall" einen Wettbewerb zur schnellen Entwicklung von bodengestützten Raketen aus. Diese sollen einen200 Kilogramm schweren Sprengkopf mehr als 500 Kilometer weit tragen.
19.12 Uhr: Von der Leyen: Russland muss nun Friedenswillen zeigen
Russland muss EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zufolge nun zeigen, dass es an einem Frieden interessiert ist. Die Regierung in Kiew und ihre Verbündeten hätten sich auf einen Friedensplan und Sicherheitsgarantien geeinigt, die nach einem Waffenstillstand in Kraft treten würden, sagte von der Leyen vor Journalisten. Bei dem Plan handele es sich um den 20-Punkte-Vorschlag, den der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj mit seinem US-Amtskollegen Donald Trump besprochen habe. Zudem gebe es umfangreiche Sicherheitsgarantien der USA und Europas für die Ukraine.
15.02 Uhr: Kiew - Drei russische Ölplattformen getroffen
Das ukrainische Militär meldet Treffer an drei Bohrplattformen des russischen Ölkonzerns Lukoil im Kaspischen Meer. Es handle sich um die Anlagen W. Filanowski, Juri Kortschagin und Waleri Graifer, so das Militär. "Diese Anlagen dienen der Unterstützung der russischen Besatzungsarmee. Es wurden direkte Treffer registriert. Das Ausmaß der Schäden wird derzeit ermittelt."
14.20 Uhr: Selenskyj - Russland schickte 1.100 Drohnen in einer Woche
Der ukrainische Präsident Selenskyj beschuldigt Russland, die Ukraine in der vergangenen Woche mit 1.100 Drohnen angegriffen zu haben. Außerdem habe Moskau mehr als 890 gelenkte Luftbomben und über 50 Raketen - darunter ballistische Raketen, Marschflugkörper und Mittelstreckenraketen - in sein Land geschickt. In einem aktuellen Post auf X unterstellt Selenskyj Russland außerdem, es habe absichtlich auf den Kälteeinbruch gewartet, um die Lage für die ukrainische Bevölkerung zu verschlimmern. Dies sei "ein zynischer russischer Terrorakt, der sich gezielt gegen Zivilisten richtet". Aus Moskau gibt es zunächst keine Stellungnahme.
13.18 Uhr: Wadephul - "Gemeinsame Verantwortung für Frieden"
Vor seinem Besuch in Washington ruft Außenminister Johann Wadephul den USA die gemeinsame Verantwortung für Freiheit, Selbstbestimmung und Sicherheit in der Nato in Erinnerung. Trotz unterschiedlicher Sichtweisen zwischen engen Partnern sollten sie "diese Unterschiede im Dialog bearbeiten, um unserer gemeinsamen Verantwortung für Frieden und Sicherheit gerecht zu werden", sagte der CDU-Politiker vor einem Treffen mit seinem US-Kollegen Marco Rubio am Montag in Washington.
12.12 Uhr: Über 1.000 Wohnhäuser in Kiew nach Angriff weiter ohne Heizung
In der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind nach dem schweren russischen Angriff am Freitag mehr als 1.000 Wohngebäude weiterhin ohne Heizung. "Die Lage bei der Energieversorgung in der Hauptstadt bleibt sehr schwierig", teilte Bürgermeister Vitali Klitschko auf Telegram mit. Ein Raketenangriff hatte am Freitag bei starkem Frost praktisch die gesamte Stadt von der Strom- und Wärmeversorgung abgeschnitten. Zwar konnten die Behörden die Wasserversorgung wiederherstellen und die Strom- und Wärmeversorgung teilweise wiederaufnehmen, die Reparaturarbeiten dauern jedoch an.
11.32 Uhr: Selenskyj wirft Kreml gezielten Terror gegen Bevölkerung vor
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach den schweren Luftangriffen in dieser Woche Russland gezielten Terror gegen die Menschen seines Landes vorgeworfen. Das russische Militär habe innerhalb der vergangenen Woche rund 1.100 Drohnen, 890 gelenkte Fliegerbomben und 50 Raketen und Marschflugkörper, darunter die Mittelstreckenrakete Oreschnik, gegen die Ukraine eingesetzt, schrieb er in sozialen Netzwerken. "Auf Ziele, die keine militärische Bedeutung haben: Energieanlagen und Wohnhäuser."
Moskau habe extra das frostige Wetter abgewartet, um den einfachen Ukrainern das Leben so hart wie möglich zu machen. "Das ist bewusster, zynischer russischer Terror gegen die Menschen", argumentierte Selenskyj. Seine Worte illustrierte er mit Videoausschnitten von Drohnenschäden ziviler Objekte in Kiew und Umland sowie in den Regionen Charkiw, Cherson, Dnipropetrowsk, Donezk, Odessa, Saporischschja und Tschernihiw.
10.06 Uhr: Totaler Blackout in Region Saporischschja behoben
Der von schweren russischen Drohnenangriffen in der Nacht verursachte vollständige Stromausfall in der südostukrainischen Region Saporischschja ist nach Behördenangaben weitgehend behoben. "Stand 07.00 Uhr (06.00 Uhr MEZ) ist die Stromversorgung in der Region Saporischschja – und das betrifft 382.500 Familien und Firmen – vollständig wiederhergestellt", sagte der Direktor des örtlichen Energieversorgers Saporischschjaoblenergo, Andrij Stasewskyj, laut einem Telegrameintrag des Unternehmens.
Demnach ist die Stromversorgung in der Region gegen 2 Uhr nachts völlig zusammengebrochen. "In dieser Nacht um 02:11 Uhr kam es in der Region Saporischschja zu einem Stromausfall; die Region war komplett ohne Strom", heißt es. Die schnellen Reparaturarbeiten hätten die Wiederaufnahme des Betriebs ermöglicht", lobte Stasewskyj seine Mitarbeiter.
08.01 Uhr: Eine Tote nach nächtlichen Drohnenangriffen in Russland
In der westrussischen Region Woronesch ist eine Frau nach Angaben der Behörden an den Folgen eines nächtlichen ukrainischen Drohnenangriffs gestorben. "Zu unserem großen Bedauern ist in der Nacht eine junge Frau auf der Intensivstation gestorben, die Verletzungen durch auf ein Wohnhaus gefallene Drohnentrümmer erlitten hat", teilte Gouverneur Alexander Gussew auf Telegram mit. Eine weitere Frau liege noch im Krankenhaus, zwei weitere Verletzte seien nach ambulanter Behandlung entlassen worden.
04.03 Uhr: Außenminister Wadephul reist zu Ukraine-Gesprächen nach Washington
Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) bricht am Sonntag zu einer Reise nach Washington auf und legt dabei einen Zwischenstopp in Island ein. Am Montag kommt Wadephul dann in Washington mit seinem US-Kollegen Marco Rubio zu Gesprächen über die Bemühungen zur Beendigung des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine und über transatlantische Sicherheits- und Verteidigungspolitik zusammen. Bei dem Treffen wird es nach Angaben von Außenamtssprecherin Kathrin Deschauer auch um die bilateralen Beziehungen gehen.
Im Audio: Außenminister Wadephul reist zu Ukraine-Gesprächen nach Washington
Außenminister Wadephul reist zu Ukraine-Gesprächen nach Washington
Sonntag, 11. Januar 2026
22.57 Uhr: Russland meldet vier Verletzte bei ukrainischem Drohnenangriff
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die südrussische Stadt Woronesch wurden nach Angaben des dortigen Gouverneurs mindestens vier Menschen verletzt. Ein Gebäude des Rettungsdienstes, sieben Mehrfamilienhäuser und sechs Einfamilienhäuser seien beschädigt, schrieb Gouverneur Alexander Gussew auf dem Kurznachrichtendienst Telegram. Eine unabhängige Überprüfung der Angaben war zunächst nicht möglich, eine ukrainische Stellungnahme liegt nicht vor.
17.03 Uhr: Ukraine – UN-Sicherheitsrat tagt Montag zu russischem Oreschnik-Angriff
Der UN-Sicherheitsrat wird sich nach ukrainischen Angaben am Montag in einer Dringlichkeitssitzung mit dem jüngsten russischen Großangriff befassen. Dabei sei auch eine ballistische Mittelstreckenrakete vom Typ Oreschnik eingesetzt worden, teilt Außenminister Andrij Sybiha auf der Plattform X mit. "Bei dem Treffen wird es um die eklatanten Verstöße Russlands gegen die UN-Charta gehen", schreibt er. Eine Stellungnahme der Regierung in Moskau liegt zunächst nicht vor. Russland gehört zu den Veto-Mächten im Sicherheitsrat.
16.43 Uhr: Selenskyj – Verhandeln mit USA über Rahmen für Kriegsende
Die Ukraine und die USA verhandeln nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj über die Bedingungen für eine Beendigung des Krieges. Chefunterhändler Rustem Umjerow habe heute mit US-Vertretern gesprochen, schreibt Selenskyj auf Telegram. "Wir tauschen uns fast jeden Tag mit der amerikanischen Seite aus."
14.56 Uhr: Ukraine – Haben russisches Öllager in Wolgograd getroffen
Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben bei einem Angriff in der Nacht zum Samstag das Öllager Schutowskaja in der südrussischen Oblast Wolgograd getroffen. Das Gebiet grenzt nicht an die Ukraine, sondern liegt weiter im russischen Hinterland.
12.36 Uhr: Strom und Heizung in Kiew zur Reparatur trotz Kälte abgeschaltet
Das Stromnetz in der ukrainischen Hauptstadt Kiew ist der Stadtverwaltung zufolge für Reparaturarbeiten abgeschaltet worden. Daher seien Wasser- und Wärmeversorgung sowie der elektrisch betriebene öffentliche Nahverkehr ebenfalls ausgefallen, heißt es auf Telegram. Wie lange die Reparaturarbeiten andauerten, ist unklar. Nach dem jüngsten russischen Angriff am Freitag war die Hälfte der Wohnblocks in Kiew ohne Heizung. In Kiew herrscht derzeit eisige Kälte mit Temperaturen von minus zehn Grad und weniger.
11.46 Uhr: Russischer Gouverneur – 600.000 nach ukrainischem Angriff ohne Strom
Nach einem ukrainischen Drohnenangriff sind in der russischen Oblast Belgorod nach Angaben des Gouverneurs Wjatscheslaw Gladkow 600.000 Menschen ohne Strom. An der Wiederherstellung werde gearbeitet, die Lage sei jedoch äußerst schwierig, schrieb er auf Telegram. Aufnahmen von Reuters in der Stadt Belgorod zeigten, dass die Straßenbeleuchtung ausgeschaltet war und die Anwohner sich mit Taschenlampen und Autoscheinwerfern den Weg suchten. Die an die Ukraine grenzende Oblast wird regelmäßig von der Ukraine angegriffen.
08.43 Uhr: Verletzte in der Ukraine, brennendes Öldepot in Russland
Bei erneuten gegenseitigen Drohnenangriffen zwischen Russland und der Ukraine hat es in der Nacht Verletzte und schwere Schäden gegeben. In der südostukrainischen Region Dnipropetrowsk wurden nach Angaben von Gouverneur Olexandr Hanscha drei Menschen verletzt – ein Mann in der Gebietshauptstadt Dnipro sowie ein Mann und eine Frau in der Großstadt Krywyj Rih. Dort seien wegen der Attacke Brände ausgebrochen, schrieb er bei Telegram. "Die Infrastruktur wurde beschädigt. Es gab Stromabschaltungen".
Auch in Dnipro selbst gebe es Schäden an Energieanlagen und dementsprechend Probleme mit der Stromversorgung. 27 Drohnen habe die Flugabwehr dabei abfangen können, schrieb Hanscha.
Das russische Verteidigungsministerium meldete seinerseits den Abschuss von 59 ukrainischen Drohnen. Elf Flugapparate seien dabei noch über dem Schwarzen Meer, zehn weitere über der südrussischen Region Krasnodar abgefangen worden.
Allerdings gab es auch auf russischer Seite Schäden. So wurde nach Angaben des Gouverneurs von Wolgograd in der städtischen Siedlung Oktjabrski ein Öldepot von Drohnentrümmern getroffen. Dort sei ein Brand ausgebrochen, die Löscharbeiten hielten an. Wegen der Flammen mussten die Anwohner in Sicherheit gebracht werden.
05.48 Uhr: Ex-Nato-Generalsekretär Stoltenberg – Erhalt der Allianz mit den USA hat Priorität für Europa
Der frühere Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat angesichts einer möglichen US-Intervention in Grönland vor einer Eskalation gewarnt und den Fortbestand der transatlantischen Allianz mit den USA als oberstes Ziel bezeichnet. "Unsere Priorität muss sein, die Nato in ihrer aktuellen Form zu erhalten", sagte Stoltenberg dem Tagesspiegel vom Samstag. Eine Nato ohne die USA wäre "eine völlig andere Allianz".
Zugleich warnte er Europa, sich nicht blind auf die Bündnistreue Washingtons zu verlassen. "Das transatlantische Bündnis ist nicht in Stein gemeißelt", sagte der norwegische Finanzminister und designierte Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz. "Wir müssen in Europa prüfen, was wir tun können, um in der bestmöglichen Position zu sein, falls der unwahrscheinliche Fall eintreten sollte, dass die USA nicht mehr an ihren Bündnispflichten festhalten."
04.55 Uhr: Ohne Strom und Heizung - Lage in Kiew schwierig
Bei bis zu 17 Grad unter Null wird die Lage in Kiew und anderen ukrainischen Städten wegen der Ausfälle von Heizung, Strom und Wasser noch schwieriger. In der Dreimillionenstadt Kiew waren nach einem Luftangriff in der Nacht zu Freitag zunächst 6.000 Wohnblocks und damit etwa die Hälfte der Wohnhäuser ohne Heizung. Bürgermeister Vitali Klitschko sagte, dass es die schlimmsten Schäden an der Infrastruktur in den fast vier Jahren Krieg gegeben habe. Er riet den Bürgern, die Stadt vorübergehend zu verlassen, wenn sich anderswo ein warmer Platz und Strom finden lasse.
Krankenhäuser in Kiew werden nach Angaben der Stadtverwaltungen mit mobilen Heizkesseln mit Wärme versorgt. Außerdem gebe es verteilt über die Stadt 1.200 Anlaufstellen, an denen man sich aufwärmen, Wasser holen und Handys aufladen könne.
00.30 Uhr: Großbritannien plant 200 Mio Pfund für mögliche Truppenentsendung in der Ukraine ein
Großbritannien hat 200 Millionen Pfund (rund 230 Millionen Euro) zur Vorbereitung eines Einsatzes britischer Truppen in der Ukraine im Falle einer Waffenruhe bereitgestellt. Mit dem Geld sollten die britischen Streitkräfte mit neuer Ausrüstung ausgestattet werden, damit sie im Rahmen einer multinationalen Truppe für die Ukraine einsatzbereit seien, erklärte das britische Verteidigungsministerium am Freitag. Dazu gehörten die Aufrüstung von Fahrzeugen, Kommunikationssysteme und Schutz vor Drohnen.
Großbritannien, Frankreich und die Ukraine hatten in dieser Woche eine Absichtserklärung unterzeichnet, die die Entsendung von Truppen auf ukrainischem Territorium nach einer Waffenruhe vorsieht.
Samstag, 10. Januar 2026
20.04 Uhr: Selenskyj - Russland will unsere Städte ausschalten
Nach Einschätzung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj versucht Russland, mit schweren Luftangriffen mitten im Winter die großen Städte der Ukraine unbewohnbar zu machen. "Die Russen nutzen das Wetter – die Kältewelle – und versuchen, so viele unserer Energieanlagen wie möglich zu treffen", sagte er in seiner abendlichen Videobotschaft aus Kiew. Zuletzt habe es die Hauptstadt Kiew getroffen, davor Dnipro, Saporischschja und Krywyj Rih, wiederum davor Odessa.
"Die Haupttaktik Russlands besteht darin, zu versuchen, Städte vollständig auszuschalten", sagte Selenskyj. Er verlangte von allen Stadtverwaltungen, vorbereitet zu sein und die Bürger zu schützen. In den angegriffenen Städten ist die Versorgung mit Strom, Wasser, Heizung zum großen Teil ausgefallen.
19.22 Uhr: Lettland will Sitzung des UN-Sicherheitsrats
Lettland will als Reaktion auf den jüngsten schweren russischen Angriffe auf die Ukraine eine außerordentliche Sitzung des UN-Sicherheitsrats beantragen. Dies kündigte Außenministerin Baiba Braze auf der Plattform X an. Russland hatte zuvor die Ukraine erneut mit massiven Schlägen aus der Luft überzogen. Dabei setzte Russland nach eigenen Angaben zum zweiten Mal seit Kriegsbeginn auch seine neue Mittelstreckenrakete Oreschnik ein.
18.37 Uhr: Kiew meldet russische Angriffe auf zwei Frachtschiffe im Schwarzen Meer
Die russischen Streitkräfte haben nach Angaben aus Kiew zwei Frachtschiffe im Schwarzen Meer angegriffen. Ein Schiff sei auf dem Weg zum südukrainischen Hafen Tschornomorsk gewesen, während das andere nahe des Hafens von Odessa getroffen worden sei, erklärte der ukrainische Wiederaufbauminister Oleksij Kuleba auf Telegram. Bei dem Angriff sei ein syrisches Besatzungsmitglied getötet worden. "Dies ist ein weiteres Beispiel dafür, dass Russland bewusst zivile Objekte, internationale Schifffahrt und Lebensmittellogistik ins Visier nimmt", fügte Kuleba hinzu. Das eine Schiff sei für eine Getreideladung vorgesehen gewesen, das andere sei beim Transport von Sojabohnen getroffen worden.
Russland hatte in den vergangenen Wochen seine Angriffe auf Odessa verstärkt. Die russische Armee nahm insbesondere Einrichtungen der Logistik und der Energieinfrastruktur ins Visier. Zuletzt waren in der Region Odessa auch unter ausländischer Flagge fahrende zivile Schiffe angegriffen worden.
17.57 Uhr: IAEA verhandelt über Feuerpause am AKW Saporischschja
Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA verhandelt mit Russland und der Ukraine über eine begrenzte Feuerpause am AKW Saporischschja zur Reparatur einer Stromleitung. Bei Kämpfen am 2. Januar sei die letzte 330-Kilovolt-Notfallleitung beschädigt worden, teilte IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi in Wien mit. Das von russischen Truppen besetzte Kernkraftwerk im Süden der Ukraine werde derzeit nur über die 750-Kilovolt-Hauptleitung versorgt.
Nötig sei eine Kampfpause, damit ukrainische Techniker die Leitung reparieren könnten, sagte Grossi. Die IAEA habe schon drei Mal solche Feuerpausen ausgehandelt. Die sechs Reaktoren des größten Atomkraftwerks in Europa sind abgeschaltet, sie müssen aber weiter gekühlt werden. In der Nähe des Werks hätten IAEA-Beobachter in den vergangenen Wochen verstärkte Kämpfe wahrgenommen, teilte Grossi mit.
16.39 Uhr: Meloni - Europa sollte wieder mit Russland sprechen
Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat sich angesichts internationaler Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Kriegs für Gespräche zwischen Europa und Russland ausgesprochen. "Ich glaube, es ist der Moment gekommen, in dem auch Europa mit Russland sprechen sollte", sagte die Regierungschefin auf ihrer jährlichen Pressekonferenz in Rom. "Denn wenn Europa beschließt, an dieser Verhandlungsphase teilzunehmen, dabei aber nur mit einer der Konfliktparteien spricht, fürchte ich, dass der positive Beitrag, den es leisten könnte, am Ende begrenzt sein wird", sagte sie.
Frankreichs Präsident Macron hatte bereits vor wenigen Wochen gesagt, dass es sinnvoll sein könne, wieder mit Kremlchef Putin zu sprechen, um direkt an der Diskussion beteiligt zu sein. Meloni bezog sich darauf und erklärte, Macron habe in dieser Sache recht. Die EU müsse aber klären, wer solche Gespräche führen solle. "Wir haben dieses Problem seit Beginn der Verhandlungen. Es gibt viele Stimmen, die sich äußern, und viele Formate", sagte Meloni. Sie sei deshalb für die Ernennung eines europäischen Ukraine-Sondergesandten, damit die EU "mit einer Stimme sprechen" könne.
16.03 Uhr: Bundesregierung verurteilt Angriff mit Hyperschallrakete Oreschnik
Die Bundesregierung hat den russischen Angriff auf die Ukraine mit der neuen Mittelstreckenrakete Oreschnik auf das Schärfste verurteilt. "Russland hat mit seinem Einsatz der Mittelstreckenrakete gegen zivile ukrainische Energieinfrastruktur in Lwiw nochmals eskaliert", sagte der stellvertretende Regierungssprecher Steffen Meyer in Berlin. "Es sind symbolische Drohgebärden, die Angst machen sollen, aber nicht wirken. Dafür ist das russische Verhalten an dieser Stelle zu durchsichtig", sagte Meyer weiter.
Dass Russland als Begründung anführe, die Ukraine habe eine Residenz des russischen Präsidenten Wladimir Putins angegriffen, entlarve den Vorgang "als reines Manöver". Der Vorwurf eines Angriffs sei bereits entkräftet. "Russland eskaliert hier unprovoziert weiter", sagte Meyer. Der Angriff ändere nichts an der Entschlossenheit, weiter eng an der Seite der Ukraine zu stehen und umfassende Unterstützung fortzusetzen.
15.32 Uhr: Sybiha - Putin reagiert mit Hyperschallrakete auf "eigene Halluzinationen"
Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha hat es als abwegig bezeichnet, dass Russland den Angriff auf sein Land mit einer Oreschnik-Überschallrakete mit der angeblichen Attacke auf eine Residenz von Wladimir Putin zu begründen versuche. "Es ist absurd, dass Russland diesen Angriff mit dem gefälschten 'Angriff auf die Putin-Residenz' zu rechtfertigen versucht, der nie stattgefunden hat", erklärte Sybiha: "Putin setzt eine Mittelstreckenrakete nahe der EU- und Nato-Grenze als Reaktion auf seine eigenen Halluzinationen ein – das ist wirklich eine globale Bedrohung."
14.50 Uhr: Europäische Regierungschefs verurteilen russischen Angriff mit Oreschnik-Rakete
Die Staats- und Regierungschefs aus Großbritannien, Frankreich und Deutschland haben den Angriff Russlands auf die Ukraine mit der modernen Mittelstreckenrakete Oreschnik als "eskalierend und inakzeptabel" verurteilt. Dies gab eine Sprecherin der britischen Regierung nach einem Telefonat zwischen Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und dem britischen Premierminister Keir Starmer bekannt. Russland habe "erfundene Vorwürfe" benutzt, um den Angriff zu rechtfertigen, erklärte demnach Starmer.
14.28 Uhr: Berlin will von Indien Reduzierung der Energiekäufe in Russland
Kurz vor der Indien-Reise von Kanzler Friedrich Merz hat die Bundesregierung das südasiatische Land aufgefordert, die Käufe von Gas und Öl aus Russland zurückzuschrauben. "Die Bundesregierung wirkt ebenso wie die EU darauf hin, dass die indische Regierung die Umgehung von gegen Russland gerichteten Sanktionen durch indische Unternehmen unterbindet, sowie die Energieimporte aus Russland nach Indien auch reduziert werden", sagte der stellvertretende Regierungssprecher Steffen Meyer. Dazu führe die Bundesregierung auf verschiedenen Ebenen Gespräche. Dies gelte auch für die bevorstehende Reise. Auch die USA fordern von Indien, den Kauf von Öl aus Russland zu beschränken.
14.20 Uhr: Ukraine stuft russischen Raketenangriff als Kriegsverbrechen ein
Der ukrainische Inlandsgeheimdienst SBU stuft den nächtlichen russischen Angriff mit einer Hyperschallrakete auf die westliche Region Lwiw als Kriegsverbrechen ein. Mit dem Angriff auf zivile Ziele nahe der EU-Grenze "versucht der Kreml, die lebenswichtige Infrastruktur der Region inmitten sich drastisch verschlechternder Wetterbedingungen zu zerstören", erklärte der SBU. Zudem veröffentlichte der Inlandsgeheimdienst Bilder von Raketentrümmern, darunter Triebwerkteile, Düsen und die Lenkeinheit.
13.33 Uhr: Papst kritisiert Militärgewalt: "Krieg ist wieder in Mode"
Papst Leo XIV. hat militärische Übergriffe auf Territorien anderer Staaten so deutlich wie noch nie angeprangert. Weltweit setzten Staaten Militärgewalt ein, um ihre Herrschaftsgebiete zu sichern, kritisierte der Papst beim Neujahrsempfang des Vatikans für die dort akkreditierten Diplomaten. Das untergrabe die internationale Rechtsordnung, die sich nach dem Zweiten Weltkrieg gebildet habe.
"Der Krieg ist wieder in Mode und die Kriegsbegeisterung breitet sich aus", beklagte der Papst. Einzelne Staaten nannte er nicht, doch hielt er seine Ansprache vor dem Hintergrund der Gefangennahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro und des anhaltenden Kriegs Russlands in der Ukraine sowie anderer Konflikte.
13:18 Uhr: Wadephul und Klingbeil reisen nach Washington
Außenminister Johann Wadephul reist vor dem Hintergrund der laufenden Beratungen über einen Waffenstillstand in der Ukraine und der US-Drohungen mit einer Annexion Grönlands nach Washington. Nach Angaben der Sprecherin des Auswärtigen Amts will der CDU-Politiker dort am Montag seinen US-Kollegen Marco Rubio zu Beratungen treffen. Zentrale Themen seien die bilateralen Beziehungen, die weitere Unterstützung der Ukraine sowie die transatlantische Sicherheits- und Verteidigungspolitik.
Nach Angaben der Sprecherin will Wadephul auf dem Flug in die USA einen Zwischenstopp auf Island einlegen und dort seine Kollegin Thorgerdur Katrín Gunnarsdóttir treffen. Der Außenminister war bereits Anfang Dezember in Berlin mit Gunnarsdóttir zusammengekommen. Einen Zwischenstopp auf Grönland kündigte die Sprecherin nicht an. Die Reise sei ein starkes Zeichen der engen bilateralen Beziehungen zu den USA, aber auch für die Bedeutung der europäischen Nato-Partner, sagte sie.
12.09 Uhr: Klitschko - 6.000 Wohnblöcke in Kiew ohne Heizung, wer kann, soll Stadt verlassen
In Kiew sind nach einem russischen Luftangriff Bürgermeister Vitali Klitschko zufolge in etwa der Hälfte aller Wohnblöcke die Heizungen ausgefallen. Betroffen seien rund 6.000 Gebäude, teilte Klitschko unter Verweis auf den Luftangriff in der Nacht mit. Zudem gebe es Probleme bei der Wasserversorgung. Klitschko rief die Bewohner dazu auf, die ukrainische Hauptstadt vorläufig zu verlassen, wenn sie außerhalb von Kiew über andere Möglichkeiten zum Bezug von Strom und eine warme Unterbringung verfügen sollten.
11.01 Uhr: Medwedew vergleicht Raketeneinsatz mit Beruhigungsspritze
Russlands Ex-Präsident Dmitri Medwedew hat den Einsatz der neuen Mittelstreckenrakete Oreschnik gegen die Ukraine als Beruhigungsmittel gerechtfertigt. "Gefährliche Psychopathen brauchen eine Zwangsjacke oder eine Rettungsspritze mit Haloperidol", schrieb der als Vizechef des nationalen Sicherheitsrats in Moskau immer noch einflussreiche Politiker. So sei es in der vergangenen Nacht im Westen der Ukraine passiert. Haloperidol ist ein Medikament zur Behandlung von Schizophrenie.
Medwedew, der einst als Hoffnungsträger für eine Liberalisierung des Landes galt, hat sich seit Kriegsbeginn als Hardliner in Moskau profiliert mit harten rhetorischen Attacken nicht nur gegen die Ukraine, sondern den gesamten Westen. So drohte er unter anderem mit Atombombenabwürfen auf London, Paris oder Berlin.
10.13 Uhr: Selenskyj fordert nach neuen russischen Angriffen "klare Reaktion der Welt"
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach den neuen massiven russischen Angriffen auf sein Land eine "klare" internationale Reaktion verlangt. "Es bedarf einer klaren Reaktion der Weltgemeinschaft", erklärte Selenskyj im Onlinedienst X. Dies gelte vor allem für eine Reaktion seitens der USA, "deren Signalen Russland wirklich Beachtung schenkt", fügte er hinzu.
Russland müsse signalisiert werden, "dass es seine Pflicht ist, sich auf die Diplomatie zu konzentrieren", fügte der ukrainische Staatschef hinzu. Moskau müsse "jedes Mal Konsequenzen spüren, wenn es sich erneut auf Tötungen und die Zerstörung von Infrastruktur konzentriert".
Im Audio: Selenskyj hofft auf eine klare Antwort aus Washington
Wolodymyr Selenskyj (Archiv)
09.40 Uhr: Selenskyj - Russische Drohne beschädigt Botschaft von Katar in Kiew
Eine russische Drohne hat bei nächtlichen Angriffen auf die Ukraine nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj das Botschaftsgebäude von Katar in Kiew beschädigt. Katar helfe bei der Vermittlung von Gesprächen mit Russland über den Austausch von Kriegsgefangenen, teilt Selenskyj über den Kurznachrichtendienst Telegram weiter mit.
08.04 Uhr: Hunderttausende nach ukrainischem Angriff in Russland ohne Strom und Heizung
Nach einem ukrainischen Angriff in der russischen Grenzregion Belgorod sind russischen Angaben zufolge bei hunderttausenden Menschen Strom und Heizung ausgefallen. Als Ergebnis des "nächtlichen Angriffs des Feindes auf die Versorgungsinfrastruktur" der Region Belgorod seien seit Donnerstagmorgen 556.000 Menschen in sechs Gemeinden ohne Strom, erklärte Regionalgouverneur Wjatscheslaw Gladkow am Freitag.
07.17 Uhr: Russland hat Ukraine mit Mittelstreckenrakete Oreschnik angegriffen
Russland hat nach eigenen Angaben die Hyperschall-Mittelstreckenrakete Oreschnik auf die Ukraine abgefeuert. In der Nacht zu Freitag hätten die russischen Streitkräfte mit Hilfe der Oreschnik "strategische Ziele" in der Ukraine angegriffen, erklärte das russische Verteidigungsministerium. Nähere Einzelheiten zu den Angriffen nannte das Ministerium nicht, erklärte jedoch, sie seien "als Reaktion auf den Terroranschlag des Kiewer Regimes" auf eine Residenz von Kreml-Chef Wladimir Putin Ende Dezember erfolgt - ein Vorwurf, den die Ukraine als "Lüge" zurückgewiesen hat.
07.16 Uhr: Zahl der Todesopfer in Kiew steigt auf vier
Bei neuen russischen Drohnen- und Raketenangriffen sind in Kiew in der Nacht zum Freitag nach ukrainischen Angaben mindestens vier Menschen getötet worden. Mindestens 22 weitere seien verletzt worden, teilten die örtlichen Behörden mit. Mehrere Stadtteile Kiews seien getroffen worden, erklärte Tymur Tkatschenko, Leiter der Militärverwaltung der Stadt.
06.22 Uhr: Trump stellt neue Russland-Sanktionen in Aussicht
US-Präsident Donald Trump hat Unterstützung für ein neues Sanktionspaket gegen Russland wegen des andauernden Ukraine-Kriegs signalisiert. "Ich hoffe, dass wir es nicht verwenden müssen." Man habe bereits "große Sanktionen gegen Russland" verhängt, die russische Wirtschaft sei "sehr schlecht", sagte Trump in einem Interview des US-Senders Foxnews. Weiter sagte er aber, Russland sei jedoch größer als die Ukraine und ein einflussreicheres Land.
In den vergangenen Monaten hatte Trump wegen des seit fast vier Jahren andauernden Krieges in der Ukraine mehrere Maßnahmen gegen die russische Wirtschaft verhängt, darunter Strafmaßnahmen gegen die beiden größten russischen Öl-Firmen sowie Strafzölle gegen Indien wegen dessen Handelsbeziehungen mit Russland.
04.48 Uhr: Klitschko - Drei Tote bei russischen Angriffen auf Kiew
Bei russischen Angriffen auf die ukrainische Hauptstadt und ihre Vororte Kiew sind nach den Worten von Bürgermeister Vitali Klitschko drei Menschen getötet worden. 13 weitere Menschen seien verletzt worden, erklärte Klitschko am Freitagmorgen. Die ukrainische Luftwaffe warnte in der gesamten Ukraine vor Raketenbeschuss. Im westukrainischen Lwiw habe eine ballistische Rakete Infrastruktureinrichtungen getroffen, hieß es von der Armee.
00.01 Uhr: Raketeneinschläge bei Lwiw verzeichnet
Inmitten eines landesweiten Raketenalarms in der Ukraine sind nahe der Stadt Lwiw im Westen mehrere Einschläge verzeichnet worden. Im Gebiet Lwiw sei ein Objekt der kritischen Infrastruktur angegriffen worden, schrieb Gouverneur Maksym Kosyzkyj auf Telegram. Nähere Informationen sollten folgen. Die ukrainische Luftwaffe, die vor einem Angriff mit ballistischen Raketen gewarnt hatte, hob nach dem Einschlag den Alarm wieder auf.
Freitag, 9. Januar 2026
23.57 Uhr: Raketenalarm für gesamte Ukraine ausgelöst
In der gesamten Ukraine ist wegen eines möglichen russischen Raketenangriffs Luftalarm ausgelöst worden. "Drohende Gefahr durch den Einsatz ballistischer Waffen", schrieb die ukrainische Luftwaffe auf ihrem Telegram-Kanal.
Auch Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte in seiner abendlichen Videobotschaft, es gebe Anzeichen für einen massiven russischen Luftangriff in der Nacht zum Freitag. "Es ist sehr wichtig, heute und morgen auf Luftalarme zu achten und sich ständig in Schutzräume zu begeben", sagte er.
20.20 Uhr: Selenskyj warnt vor russischen Angriffen in Frostperiode
Die Ukraine richtet sich nach Worten von Präsident Wolodymyr Selenskyj auf noch heftigere russische Luftangriffe in der gegenwärtigen Frostperiode ein. "Es gibt Informationen, dass es heute Nacht einen neuen massiven russischen Angriff geben könnte", warnte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft aus Kiew. Die Bürger sollten unbedingt auf Luftalarm achten und sich in Schutzräume flüchten. "Russland setzt derzeit mehr auf den Winter als auf Diplomatie, auf ballistische Raketen gegen unsere Energieversorgung und nicht auf Arbeit mit Amerika und Vereinbarungen mit Präsident Trump", sagte Selenskyj.
Die Temperaturen sollen in der Ukraine ab Freitag fast überall unter den Gefrierpunkt sinken. In Kiew und im nördlichen Teil des Landes werden auf Tage zehn Grad Frost und mehr herrschen. Damit wächst der Druck auf die ohnehin schwer angeschlagene Versorgung mit Strom, Wärme und Wasser. Das Gebiet Dnipropetrowsk durchlebt nach einem Angriff in der Nacht zum Donnerstag bereits den schlimmsten Blackout in fast vier Jahren Krieg.
Der Präsident sagte, er habe mit Regierungschefin Julija Swyrydenko besprochen, dass Schulen, Büros und nicht überlebenswichtige Einrichtungen den Betrieb in den kommenden zwei Wochen einschränken könnten.
18.00 Uhr: Selenskyj - Sicherheitsdokument "im Grunde fertig"
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte derweil im Onlinedienst X, das mit den USA vereinbarte Dokument zu Sicherheitsgarantien für die Ukraine sei "jetzt im Grunde fertig zur Fertigstellung auf höchster Ebene".
Bundeskanzler Merz hingegen dämpfte die Erwartungen. Es werde alles getan, damit dieser Krieg beendet werde, sagte der Kanzler im oberbayerischen Kloster Seeon. "Aber wir sprechen in diesem Zusammenhang nur über eine militärische Absicherung eines Friedens, eines Waffenstillstandsabkommens." Von einer Zustimmung Russlands zu solch einem Abkommen "sind wir vermutlich immer noch ziemlich weit entfernt".
16.12 Uhr: Tote in der Ukraine nach russischen Angriffen
Im Süden der Ukraine sind vier Zivilisten nach Behördenangaben durch russische Angriffe getötet worden. Bei einem Drohnenangriff bei der Gemeinde Beryslaw im Gebiet Cherson kam demnach ein Mann ums Leben, schrieb Gebietsgouverneur Olexander Prokudin bei Telegram. Ein weiterer sei verletzt worden.
Drei Menschen wurden demnach bei einem Angriff auf einen zentralen Teil der Stadt Cherson getötet, einer von ihnen sei im Krankenhaus seinen Verletzungen erlegen. Demnach wurden dort noch zwei weitere Personen verletzt.
13.50 Uhr: Merz – Müssen Druck auf Russland erhöhen
Bundeskanzler Friedrich Merz forderte, den Druck auf Russland zu erhöhen, um zu einem Kriegsende in der Ukraine zu kommen. Ein Waffenstillstand stehe nach wie vor nicht auf der Tagesordnung, sagte Merz auf der Klausurtagung der CSU-Landesgruppe im Bundestag in Kloster Seeon. Russland wolle ihn offenbar nicht. "Wir werden deshalb den Preis für diesen Krieg weiter erhöhen müssen. Russland muss erkennen, dass es keinen Sinn hat, ihn fortzusetzen", sagte Merz. Dafür zähle er auf die Solidarität der Europäer und der US-Regierung.
13.43 Uhr: Miersch schließt deutsche Beteiligung an Sicherheitsgarantie nicht aus
Der SPD-Fraktionsvorsitzende Matthias Miersch schließt eine militärische Beteiligung Deutschlands an Sicherheitsgarantien für die Ukraine nicht aus. Augenblicklich seien die Dinge "noch viel zu abstrakt, dass man darüber entscheiden kann", sagte Miersch vor einer zweitägigen Klausur seiner Fraktion in Berlin. Er gehe davon aus, dass dies auch Thema der Zusammenkunft sein werde.
Er forderte, nicht über den zweiten Schritt zu reden, bevor der erste gegangen sei. Und ergänzte: "Aber generell sind wir zu einem Zweitschritt bereit." Eine große Aufgabe sei auch weiterhin die Hilfe für die Ukraine. Miersch sagte: "Die ukrainische Armee muss unterstützt werden, nach allen Kräften." Dann müssten die USA und die europäischen Partner die Sicherheitsgarantien hinbekommen.
12.13 Uhr: Russland: Westliche Truppen in der Ukraine wären legitime Ziele
Russland betrachtet alle Truppen, die von westlichen Regierungen in die Ukraine entsendet würden, als "legitime Kampfziele". Die Warnung folgt auf Pläne Großbritanniens und Frankreichs, im Falle eines Waffenstillstands eine multinationale Truppe dort zu stationieren.
Das russische Außenministerium bezeichnet die "militaristischen Erklärungen" der Ukraine-Unterstützer-Staaten der sogenannten Koalition der Willigen in einer Erklärung als zunehmend gefährlich. Sie werden als "Kriegsachse" und "militaristisch" kritisiert.
08.45 Uhr: SPD-Politiker Stegner hält Debatte über deutsche Ukraine-Mandate für verfrüht
Der SPD-Außenexperte Ralf Stegner hält eine Debatte über Bundeswehrmandate zur Absicherung eines möglichen Waffenstillstands im Ukraine-Krieg für verfrüht. "Man darf den vierten Schritt nicht vor dem ersten tun", sagte er dem Sender Phoenix. "Und der erste Schritt muss sein, einen Waffenstillstand herbeizuführen, denn ohne den gibt es keine Vereinbarung."
"Deswegen sollten wir jetzt nicht über deutsche Mandate reden, sondern darüber, was wir dazu beitragen können, damit es zu einem Waffenstillstand kommt", fuhr der SPD-Außenpolitiker fort. Ein solcher Einsatz der Bundeswehr müsse außerdem vom Bundestag beschlossen werden. "Und das sehe ich im Augenblick in die Richtung von Beteiligung von deutschen Truppen noch überhaupt nicht."
08.36 Uhr: Zwei ukrainische Regionen nach russischen Angriffen ohne Strom
Durch die jüngsten russischen Angriffe sind die ukrainischen Regionen Dnipropetrowsk und Saporischschja von der Stromversorgung abgeschnitten worden. Russland habe einen "gewaltigen Drohnenangriff auf die Energieinfrastruktur mehrerer Regionen" ausgeführt, erklärte der staatliche Netzbetreiber Ukrenergo in der Nacht zum Donnerstag. In der Folge seien hunderttausende Verbraucher in den Regionen Dnipropetrowsk und Saporischschja, darunter regionale Zentren, ohne Strom.
Der Chef der Militärverwaltung von Dnipropetrowsk, Wladyslaw Gaiwanenko, teilte mit, dass bei dem Angriff kritische Infrastruktur der Region beschädigt worden sei. "Die Situation ist schwierig". Jedoch würden die Reparaturarbeiten beginnen, "sobald die Sicherheitslage es erlaubt", erklärte er im Onlinedienst Telegram.
Donnerstag, 8. Januar 2026
23.01 Uhr: Stromausfälle nach russischen Angriffen
Russische Angriffe haben in Teilen der Südost-Ukraine zu weitreichenden Strom- und Wasserausfällen geführt. Das berichten örtliche Behörden und Medien. In der Stadt Dnipro sei der Strom ausgefallen und die U-Bahn habe ihren Betrieb eingestellt, meldete der öffentlich-rechtliche Sender Suspilne. Der Energieversorger DTEK teilte mit, dass auch Teile der Region Saporischschja von den Stromausfällen betroffen seien.
20.51 Uhr: Selenskyj - Kriegsende bis Mitte 2026 möglich
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj schließt angesichts von Fortschritten bei Friedensgesprächen ein Ende des Krieges in der ersten Jahreshälfte 2026 nicht aus. "Wir stellen fest, dass die Verhandlungen mit unseren europäischen Partnern und natürlich mit den USA und allen Mitgliedern der Koalition der Willigen einen neuen Meilenstein erreicht haben", sagte Selenskyj bei einem Besuch in Zypern.
20.25 Uhr: Tote nach Angriff auf Häfen bei Odessa
Durch einen russischen Luftangriff auf Häfen bei Odessa sind am Schwarzen Meer nach ukrainischen Behördenangaben mindestens zwei Menschen getötet worden. Die russische Armee habe Drohnen und Raketen eingesetzt, teilte der Gouverneur des Gebietes Odessa, Oleh Kiper, auf Telegram mit. Es gebe außerdem acht Verletzte. Es habe Schäden an der Infrastruktur der Häfen Piwdennyj und Tschornomorsk gegeben.
18.13 Uhr: Pistorius - Konkrete Beiträge zur Sicherung der Ukraine nötig
Verteidigungsminister Boris Pistorius hält weitere Planungen zum militärischen Schutz bei einer Friedenslösung in der Ukraine für nötig. "Mir ist wichtig, dass die Unterstützerländer der Ukraine konkrete Beiträge für die Absicherung einer möglichen politischen Beendigung des russischen Angriffskriegs in der Ukraine erarbeiten", sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.
17.10 Uhr: Selenskyj - Hoffe auf baldiges weiteres Treffen mit Trump
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hofft nach eigenen Angaben auf ein baldiges weiteres Treffen mit US-Präsident Donald Trump. Als möglichen Ort nannte er vor Journalisten Washington. Gleichzeitig erklärte er, bislang von seinen Verbündeten keine klare Antwort erhalten zu haben, ob sie die Ukraine im Falle weiterer russischer Aggression beschützen würden. Er sehe dafür zwar einen politischen Willen. Eine rechtlich bindende Verpflichtung sei aber nötig. Sicherheitsgarantien sind einer der Knackpunkte bei den Bemühungen, den Krieg zu beenden.
17.08 Uhr: Finnlands Außenministerin - Russische Bedrohung wird andauern
Finnlands Außenministerin Elina Valtonen rechnet mit einer dauerhaften Bedrohung ganz Europas durch die Politik Russlands und fordert Europa zur Geschlossenheit auf. "Es muss gesagt sein, dass in dem jetzigen Augenblick es vielleicht deutlicher denn je wird, dass die russische Bedrohung leider für absehbare Zeit da sein wird", sagte Valtonen als Gast der Klausurtagung der CSU-Bundestagsabgeordneten im bayerischen Kloster Seeon.
13.05 Uhr: USA und Ukraine beraten in Paris weiter über Waffenruhe
Einen Tag nach dem Gipfeltreffen zur Ukraine in Paris haben ukrainische und US-Berater ihre Gespräche über Bedingungen für einen Waffenstillstand fortgesetzt. "Wir gehen davon aus, dass die schwierigsten Punkte eines Rahmen zur Beendigung des Krieges erörtert werden, insbesondere zum Atomkraftwerk Saporischschja und zu den Gebieten", erklärte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Mittwoch im Onlinedienst X. Es sei bereits die dritte Gesprächsrunde mit US-Vertretern innerhalb von zwei Tagen, fügte Selenskyj hinzu, ohne deren Namen zu nennen.
09.52 Uhr: Tschechien will Granaten-Initiative nun doch weiterführen
Im Streit um die Fortsetzung der tschechischen Granaten-Initiative für die Ukraine zeichnet sich ein Kompromiss ab. Der neue Regierungschef Andrej Babis teilte mit, er werde das Rüstungsprogramm nun doch nicht beenden. "Das Projekt wird fortgeführt, und Tschechien wird in der Rolle des Koordinators sein", gab der 71-Jährige bekannt. Doch werde man keine Steuergelder tschechischer Bürger mehr in das Vorhaben investieren. Zu den Hauptgeldgebern zählten bisher ohnehin Länder wie Deutschland, Dänemark und die Niederlande. Prag stellte nur einen Bruchteil der Mittel bereit.
Im Zuge der Granaten-Initiative wurden der Ukraine im vorigen Jahr nach offiziellen Angaben mehr als 1,8 Millionen Schuss großkalibriger Munition geliefert. Seit Beginn waren es bereits mehr als vier Millionen Schuss. Die Granaten stammen aus Drittstaaten. Welche Länder das sind, unterliegt der Geheimhaltung.
08.55 Uhr: CDU-Generalsekretär Linnemann gibt keine Zusage zu deutschen Soldaten in Ukraine
Nach der Einigung über Sicherheitsgarantien für die Ukraine im Fall eines Waffenstillstands hat CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann keine Zusagen zu Bundeswehrsoldaten für einen Einsatz direkt in der Ukraine gemacht. Deutschland sei natürlich dazu bereit, Frieden abzusichern, sagte Linnemann am Mittwoch den Sendern RTL und ntv. Es gehe aber primär um Nato-Gebiet. Kanzler Friedrich Merz (CDU) hatte am Dienstag in Paris eine militärische Beteiligung Deutschlands an der Absicherung eines möglichen Waffenstillstands in Aussicht gestellt - dies jedoch nicht auf ukrainischem Boden.
08.12 Uhr: Putin zieht Parallelen zwischen russischen Soldaten und Jesus
Russlands Soldaten erfüllen nach den Worten von Staatschef Wladimir Putin eine "heilige Mission" im Auftrag Gottes. Das sagte Putin in der Nacht zu Mittwoch bei einer orthodoxen Weihnachtsfeier in .einer kleinen Kirche in der Region Moskau zu Militärangehörigen und ihren Familien. In dem vom Kreml veröffentlichten Video wandte er sich zwei Minuten an die etwa zwei Dutzend Anwesenden und erinnerte daran, dass Jesus oft als Erlöser bezeichnet werde.
Weihnachten feiern russisch-orthodoxe Christen in der Nacht vom 6. auf den 7. Januar. Putin gratuliert dabei regelmäßig den Gläubigen zu dem hohen Kirchenfest.
Mittwoch, 7. Januar 2026
21.20 Uhr: Kushner - Paris ist "wichtiger Meilenstein"
Der US-Gesandte Jared Kushner nannte das Pariser Treffen einen "wichtigen Meilenstein". Es gebe nun "echte Schutzmechanismen", um sicherzustellen, dass die Ukraine nicht erneut angegriffen würde.
US-Präsident Donald Trump sei mit den Sicherheitsgarantien einverstanden, weil er nach seinen Gesprächen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin davon ausgehe, dass bei einem Abkommen beide Seiten auf Deeskalation setzen würden, sagte Kushner.
20.50 Uhr: US-Sonderbeauftragter Witkoff - Sicherheitspläne "weitestgehend abgeschlossen"
Nach dem Ukraine-Gipfel der "Koalition der Willigen" in Paris sagte der US-Sonderbeauftragte für die Ukraine, Steve Witkoff, dass die Sicherheitspläne für die Ukraine "weitestgehend abgeschlossen" seien. Wenn der Krieg eines Tages zuende sei, müssten die Menschen in der Ukraine wissen, "dass es dann für immer ist". Allerdings gab Witkoff zu, dass noch ungeklärt sei, ob und wo die Ukraine bei einem Friedensschluss Gebiete an Russland abtreten muss. Dies sei "ein besonders kritisches Thema".
20.41 Uhr: Selenskyj – Trotz Fortschritten bleibt Territorialstreit
Trotz Fortschritten bei Gesprächen über einen Frieden für die Ukraine gibt es nach Worten von Präsident Wolodymyr Selenskyj noch ungeklärte Punkte. Territorialfragen seien nicht zu 100 Prozent gelöst, sagte Selenskyj nach einem Treffen der Ukraine-Unterstützer in Paris. Ukrainische Unterhändler sollten deshalb vor Ort bleiben und die Gespräche fortsetzen.
Bei dem Streit um Territorium geht es darum, ob die Ukraine - wie von Moskau gefordert - ihre Truppen vollständig aus den Gebieten Donezk und Luhansk im Osten abzieht. Die USA drängen Kiew dazu, weil sonst ein Frieden mit Russland nicht zu erreichen sei. Die Ukraine lehnt dies ab. Moskau hat zuletzt erklärt, man werde diese Territorien ohnehin militärisch erobern.
20.11 Uhr: USA sehen Notwendigkeit von starken Sicherheitsgarantien
Der US-Sonderbeauftragte für die Ukraine, Steve Witkoff, sagt, die Ukraine benötige künftig sehr starke Sicherheitsgarantien - "so stark wie noch nie". Wichtig sei aber auch der Wiederaufbau nach dem Krieg, fügt Witkoff in Paris hinzu. Deshalb seien auch Unternehmen wie der US-Vermögensverwalter Blackrock eingebunden.
20.03 Uhr: Merz will ebenfalls Sicherheitsgarantien geben
Bundeskanzler Friedrich Merz hat eine militärische Beteiligung Deutschlands an der Absicherung eines möglichen Waffenstillstands in der Ukraine in Aussicht gestellt. "Dazu kann zum Beispiel gehören, dass wir nach einem Waffenstillstand Kräfte für die Ukraine auf benachbartem Nato-Gebiet einmelden", sagte Merz nach einem Treffen der Verbündeten der Ukraine in Paris.
Im Audio: Bundeskanzler Friedrich Merz zu deutschem Beitrag bei Absicherung eines Waffenstillstands in Ukraine
Bundeskanzler Friedrich Merz zu deutschem Beitrag bei Absicherung eines Waffenstillstands in Ukraine
19.55 Uhr: Frankreich und Großbritannien zu Soldaten für internationale Truppe bereit
Frankreich und Großbritannien wollen nach einem Waffenstillstand Soldaten für eine multinationale Truppe in die Ukraine schicken. Das besagt eine entsprechende Absichtserklärung. Dies soll eine Sicherheitsgarantie für die Ukraine sein, sagt Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. Außerdem planen beide Länder dann Stützpunkte in der Ukraine.
19.27 Uhr: EU sagt Kiew Sicherheitsgarantien zu
Jetzt ist es amtlich: Sobald es einen Waffenstillstand mit Russland gibt, wird die EU der Ukraine politisch und rechtlich bindende Sicherheitsgarantien geben und das Land mit Personal vor Ort und Geld unterstützen. Das sagte EU-Ratspräsident Antonio Costa nach einem Treffen der Koalition der Willigen in Paris. Die USA wollen die Überwachung eines eventuellen Waffenstillstandes überwachen.
19.17 Uhr: Tusk - USA und Europa ziehen an einem Strang
Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk gibt sich zuversichtlich, dass die Einheit zwischen den USA und Europa im Ukraine-Krieg nun erst einmal gesichert ist. Nach dem Treffen der sogenannten Koalition der Willigen in Paris sagte Tusk, die Ukraine-Unterstützer beidseits des Atlantiks müssten nun vollkommen solidarisch bleiben.
15.40 Uhr: USA wollen einen Frieden in der Ukraine leitend überwachen
Falls es zu einem Waffenstillstand kommt, wollen die USA dessen Überwachung unter Beteiligung der Europäer leiten. So steht es in dem Entwurf für eine Abschlusserklärung des Ukrainegipfels in Paris. Im Falle eines russischen Angriffs wollen die Europäer eine internationale Truppe in der Ukraine demnach anführen und sollen von den USA Unterstützung bekommen.
Im Video: Koalition der Willigen plant Sicherheitsgarantien
Ukraine-Ticker: Koalition der Willigen für Sicherheitsgarantien
14.50 Uhr: Selenskyj will mehr Luftverteidigung
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat mit seinem französischen Amtskollegen Emmanuel Macron über eine bessere Verteidigung seines Landes gesprochen. Auf X schrieb er: "Diplomatie und echte Hilfe müssen Hand in Hand gehen. Russland stellt seine Angriffe auf unser Land nicht ein, und wir müssen jetzt die Luftverteidigung verstärken, um unsere Bevölkerung, unsere Gemeinden und die kritische Infrastruktur zu schützen."
14.05 Uhr: "Koalition der Willigen" für Sicherheitsgarantien
Die sogenannte "Koalition der Willigen" will der Ukraine nach einem Frieden mit Russland verbindliche Sicherheitszusagen geben, falls Russland die Ukraine ein weiteres Mal angreift. So steht es in einem Entwurf für eine Erklärung des Gipfeltreffens der besagten Staaten in Paris. Die Unterstützung soll militärischer, nachrichtendienstlicher und logistischer Art sein und auch diplomatische Initiativen sowie die Verhängung zusätzlicher Sanktionen beinhalten. Die Erklärung soll noch auf dem Gipfeltreffen im Laufe des Tages beschlossen werden.
Im Audio: USA zu Ukraine-Sicherheitsgarantien bereit
Wolodymyr Selenskyj mit dem bisherigen SBU-Chef Wassyl Maljuk
11.00 Uhr: Kiesewetter - "Russland sieht uns als Kriegsziel"
Roderich Kiesewetter (CDU), der Mitglied im Auswärtigen Ausschuss ist, fordert im phoenix-Interview die Bedrohung durch Russland noch ernster zu nehmen und die Ukraine weiter uneingeschränkt zu unterstützen. "Wir müssen uns bewusst sein, dass Russland uns als Kriegsziel sieht. Und wenn Deutschland diesen Sprung macht und dies klar versteht, dann, glaube ich, wird auch unsere Bevölkerung dahinter stehen." Man müsse alles dafür tun, dass der Krieg sich nicht ausweite.
Die "Koalition der Willigen" ist seiner Ansicht nach nicht stark genug. Statt weiter auf die USA zu warten, solle sie sich lieber an den nordischen und baltischen Staaten orientieren. "Hier ist viel zu tun und Deutschland kommt jetzt eine Scharnierfunktion zu. Wir werden viel stärker koordinieren müssen, aber auch stärker in Vorleistung gehen müssen, damit die anderen Staaten mitmachen."
08.18 Uhr: Ukrainischer Drohnenangriff stört Zugverkehr in russischer Region
Ein ukrainischer Drohnenangriff hat nach Angaben der örtlichen Behörden den Zugverkehr in der russischen Region Woronesch gestört und eine Infrastrukturanlage leicht beschädigt. Verletzte gab es demnach nicht. Der Zugverkehr sei nach kurzer Unterbrechung wieder aufgenommen worden, teilte der Gouverneur der Region, Alexander Gussew, über den Kurznachrichtendienst Telegram mit.
06.32 Uhr: "Koalition der Willigen" trifft sich heute in Paris
Die Verhandlungen über ein Ende des Kriegs in der Ukraine gehen weiter. In Paris gibt es heute Beratungen der sogenannten Koalition der Willigen. An dem Gipfeltreffen nehmen europäische Staats- und Regierungschefs, Vertreter der EU, Nato, Ukraine und aus den USA teil. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz ist dabei.
05.40 Uhr: Ein Toter bei ukrainischem Drohnenangriff in Region Twer
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff in der russischen Region Twer wird nach offiziellen Angaben ein Mensch getötet. Zwei weitere Menschen werden verletzt, teilte das Büro des Gouverneurs mit. Trümmerteile der Drohne schlugen demnach in einer Wohnung im neunten Stock eines Gebäudes in der Stadt Twer ein und lösten ein Feuer aus. Anwohner wurden evakuiert.
Dienstag, 6. Januar 2026
18.00 Uhr: Ukraine befindet sich laut Merz am Rande einer Energiekrise
Die Ukraine befindet sich nach Angaben von Kanzler Friedrich Merz "am Rand einer humanitären Energiekrise". Das geht aus einem der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden Schreiben des Kanzlers an die Regierungsfraktionen von CDU/CSU und SPD hervor. Russlands Präsident Wladimir Putin strebe im vierten Kriegswinter keinen Waffenstillstand an, sondern habe die bisher schwersten Angriffe auf die zivile Infrastruktur in der Ukraine befohlen. Merz wirft der russischen Führung deshalb Kriegsverbrechen vor. Die Bundesregierung strebe ein Ende des Krieges an. Das sei aber nur möglich, wenn es für die Ukraine diesmal wirklich Sicherheitsgarantien der USA und Europas gebe.
13.53 Uhr: Schwere Schäden an Energieanlagen in Charkiw durch russischen Angriff
Die russischen Streitkräfte haben nach ukrainischen Angaben Charkiw im Nordosten mit Raketen angegriffen. Die Energieinfrastruktur in der nach Kiew zweitgrößten Stadt der Ukraine sei "sehr schwer" beschädigt worden, teilt Bürgermeister Ihor Terechow mit. Russland führt in diesem Winter eine breit angelegte Angriffskampagne auf das ukrainische Energiesystem.
13.02 Uhr: Selenskyj tauscht auch Chef des Geheimdienstes SBU aus
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj baut den Verteidigungs- und Sicherheitsapparat der Ukraine weiter um. Nachdem er kürzlich den bisherigen Chef des Militärgeheimdienstes HUR, Budanow, zum neuen Chef seiner Präsidialkanzlei machte, will Selenskyj nun auch den Chef des Inlandsgeheimdienstes SBU, Wassyl Maljuk, ersetzen. Dies sei Teil einer umfassenderen Regierungsumbildung, erklärte Selenskyj auf X. Er habe Maljuk gebeten, sich stärker auf Kampfeinsätze zu konzentrieren. "Es muss mehr ukrainische asymmetrische Operationen gegen den Besatzer und den russischen Staat geben und solidere Ergebnisse bei der Ausschaltung des Feindes", fügte der Präsident hinzu.
Maljuk bestätigte bei Telegram, dass er zurücktrete und gab an, im SBU-System zu bleiben, um "asymmetrische Spezialoperationen von Weltniveau" umzusetzen. Maljuk hatte die Leitung des SBU im Jahr 2023 übernommen. Unter seiner Führung führte der Dienst eine Reihe aufsehenerregender Einsatze aus, darunter Angriffe auf die Krim-Brücke und auf Stützpunkte russischer strategischer Bomber.
12.10 Uhr: Merz am Dienstag bei Gipfel der Koalition der Willigen in Paris
Zur Abstimmung des weiteren Vorgehens im Ukraine-Konflikt nimmt Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Dienstag am Treffen der sogenannten Koalition der Willigen in Paris teil. Im Vordergrund würden "die anhaltende Unterstützung für die Ukraine und die Fragen nach einem Erreichen des Waffenstillstandes" stehen, sagte der stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille in Berlin. Dies erfolge "in enger Zusammenarbeit im Dreieck Ukraine, USA Europa".
Hille zufolge werden an den Beratungen am Dienstagnachmittag "weitere Staats- und Regierungschefs aus Europa sowie die Vertreter der EU und der Nato sowie der USA und der Ukraine teilnehmen". Einige würden wie Merz in Paris sein, andere würden online zugeschaltet. Nach Angaben der ukrainischen Regierung hatten die nationalen Sicherheitsberater der Koalition der Willigen sowie Vertreter von EU und Nato am Samstag in Kiew über Sicherheitsgarantien und "Ansätze für den Friedensplan" beraten. Der US-Sondergesandte Steve Witkoff nahm per Videoschalte teil.
11.38 Uhr: Selenskyj ernennt kanadische Ex-Vizeregierungschefin zu Wirtschaftsberaterin
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die frühere kanadische Vize-Regierungschefin Chrystia Freeland zu seiner Wirtschaftsberaterin ernannt. Er begründete dies mit ihrer Erfahrung bei der Anwerbung von Investitionen. "Die Ukraine muss jetzt ihre innere Widerstandsfähigkeit stärken", schrieb Selenskyj auf der Online-Plattform X. Dies sei sowohl für den Wiederaufbau des Landes nötig, falls die Diplomatie rasch Ergebnisse liefere, als auch zur Stärkung der Verteidigung, falls die Beendigung des Krieges länger dauere.
Freeland, die ukrainische Vorfahren hat, war von 2019 bis 2024 stellvertretende Ministerpräsidentin Kanadas. Sie ist Abgeordnete im kanadischen Parlament und zudem Sondergesandte der Regierung in Ottawa für die Ukraine.
10.36 Uhr: Trump droht Indien im Streit über russisches Öl mit höheren Zöllen
US-Präsident Donald Trump droht Indien wegen des Kaufs russischen Öls erneut mit massiven Zöllen. Die USA könnten die Abgaben auf Produkte aus Indien erhöhen, wenn das Land nicht die Käufe von russischem Öl beschränke, sagte Trump. Er erhöhte damit den Druck auf die Regierung in Neu-Delhi, während die Handelsgespräche Der USA mit Indien ergebnislos verlaufen. Auf eine Frage zu Indiens russischen Ölkäufen sagte Trumpan Bord der Air Force One: "Sie treiben Handel, und wir können die Zölle sehr schnell erhöhen."
Die USA hatten im vergangenen Jahr die Einfuhrzölle auf indische Waren als Strafe für die hohen Käufe von russischem Öl auf 50 Prozent verdoppelt. Der republikanische US-Senator Lindsey Graham, der den Präsidenten begleitete, unterstützt Gesetze, die Zölle von bis zu 500 Prozent auf Länder wie Indien vorsehen, die weiter russisches Öl beziehen. "Wer billiges russisches Öl kauft, hält Putins Kriegsmaschinerie am Laufen", sagte er.
09.18 Uhr: Selenskyj betont nach Angriffen Notwendigkeit internationaler Hilfe
Nach den jüngsten russischen Luftangriffen hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj betont, sie wichtig für sein Land an "jedem Tag" die Luftverteidigung sei. dies dürften die "Partner" nie vergessen, ebenso wie die nötigen Mittel zur Produktion von Abfangdrohnen und Material für den Energiesektor, schrieb Selenskyj auf X. Diese Woche werde man mit Europäern und Amerikanern daran arbeiten, dass die Ukraine die nötige Unterstützung erhält.
08.31 Uhr: Angriffe lösen Luftalarm in ganzer Ukraine aus
In der Nacht gab es wegen heftiger russischer Angriffe in der fast der gesamten Ukraine Luftalarm. Nach Angaben der Luftstreitkräfte setzte Moskau 9 ballistische Raketen und umfunktionierte Flugabwehrraketen sowie 165 Kampfdrohnen ein. Davon seien 137 Drohnen abgewehrt worden, hieß es.
In der Hauptstadt Kiew wurde Bürgermeister Vitali Klitschko zufolge eine medizinische Einrichtung getroffen, vier Menschen seien dadurch verletzt worden. Ein Mann, der zur Behandlung in der Einrichtung war, kam demnach ums Leben. Auch im Kiewer Umland hatten die Schläge schwere Folgen. Ein Mann sei im Kreis Fastow in der Region Kiew getötet worden, teilte die regionale Polizei mit. An mehreren Orten des Gebiets seien Wohnhäuser, Autos und Garagen beschädigt worden.
07.48 Uhr: Wadephul - Starke Ukraine und wehrhaftes Europa müssen Frieden sichern
Außenminister Johann Wadephul (CDU) hat die Bedeutung einer eigenständigen Verteidigungsbereitschaft Europas betont. "Es gilt, der Bedrohung durch Russland durch einen starken europäischen Zusammenhalt zu begegnen", sagte er vor dem Abflug nach Litauen. In der Hauptstadt Vilnius will Wadephul mit Regierungschefin Inga Ruginiene und Außenminister Kestutis Budrys über eine Vertiefung der Zusammenarbeit beraten.
Deutschland und Litauen seien sich einig, dass nur entschlossenes Handeln helfe, um Russland von einer weiteren Eskalation abzubringen, so Wadephul. Beide Länder eine auch, "dass wir entschieden an der Seite der Ukraine stehen – gerade jetzt in dieser möglicherweise entscheidenden Phase der internationalen Bemühungen, den russischen Angriffskrieg zu beenden", sagte der Minister. Nur eine starke Ukraine und ein wehrhaftes Europa könnten den Frieden auf dem Kontinent dauerhaft sichern.
Im Audio: Unterseekabel in der Ostsee vor Lettland beschädigt
Lettlands Ministerpräsidentin Evika Silina
05.10 Uhr: Lettland meldet Beschädigung an Kabel in der Ostsee
Erneut ist ein Unterseekabel in der Ostsee beschädigt worden - diesmal vor Lettland. "In der Ostsee nahe Liepaja wurde ein Schaden an einem Glasfaserkabel eines privaten Unternehmens entdeckt", teilte Ministerpräsidentin Evika Silina auf X mit. Nach Angaben der lettischen Polizei handelt es sich bei dem mutmaßlichen Verursacher des Schadens um ein Schiff. Die genauen Umstände des Vorfalls, der sich am 2. Januar in lettischen Hoheitsgewässern ereignet habe, seien noch unklar.
Nach Auswertung von Informationen der lettischen Marine soll das Schiff zunächst über ein inaktives Kabel gefahren sein und anschließend seinen Kurs auf das nun beschädigte Kabel geändert haben, teilte die Polizei mit. Nach Identifizierung des Schiffs sei eine Untersuchung eingeleitet und die Besatzungsmitglieder seien befragt worden. Dazu seien Ermittler an Bord des Schiffs gegangen, das gegenwärtig im Hafen von Liepaja liege. Das Schiff und seine Besatzung, die mit der Polizei kooperiere, wurden bislang nicht festgesetzt, hieß es weiter.
Im Video: Zwei Tote nach nächtlichen Angriffen auf Kiew
Zwei Menschen sind durch nächtliche Angriffe auf Kiew getötet worden.
04.22 Uhr: Mindestens zwei Tote bei russischen Angriffen auf Kiew
Bei russischen Angriffen auf die ukrainische Hauptstadtregion Kiew sind nach dortigen Angaben in der Nacht zum Montag mindestens zwei Menschen getötet worden. Ein Mensch wurde in der Hauptstadt selbst getötet, erklärte der Leiter der Kiewer Militärverwaltung, Tymur Tkatschenko, im Onlinedienst Telegram. Nach Behördenangaben wurde zudem eine medizinische Einrichtung getroffen und mehrere Wohnhäuser sowie kritische Infrastruktur in Vororten von Kiew beschädigt.
In der Stadt Fastiw rund 70 Kilometer südwestlich von Kiew wurde ein 70-jähriger Mann getötet, erklärte der Kiewer Gouverneur Mykola Kalaschnyk.
02.42 Uhr: Trump zweifelt russische Angaben zu Angriff auf Putin-Residenz an
US-Präsident Donald Trump zweifelt die russischen Angaben zu einem angeblichen ukrainischen Angriff auf eine Residenz des Präsidenten Wladimir Putin an. "Ich glaube nicht, dass dieser Angriff stattgefunden hat", sagte Trump am Sonntag. Es sei zwar etwas in der Nähe passiert, dies habe aber nichts damit zu tun. Moskau wirft Kiew vor, am vergangenen Montag (29.12.2025) versucht zu haben, mit 91 Langstreckendrohnen eine Residenz Putins in der nordrussischen Region Nowgorod anzugreifen. Die Ukraine und westliche Staaten bestreiten die russische Darstellung.
00.36 Uhr: Brand nach ukrainischem Drohnenangriff in russischer Region Lipezk
Ein ukrainischer Drohnenangriff löst in der Stadt Jelez in der russischen Region Lipezk einen Brand in einem Industriegebiet aus. Das teilt der Gouverneur der Region, Igor Artamonow, mit. Verletzte gebe es nicht. In Jelez befindet sich das Batteriewerk Energija, ein wichtiger Hersteller für die russische Rüstungsindustrie. Die Ukraine hat das Werk nach eigenen Angaben bereits früher angegriffen.
Montag, 5. Januar 2026
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