03.10.2026, Polen, Przemysl: Schwer bewaffnete Polizisten eines Sondereinsatzkommandos der polnischen Polizei sichern in Przemysl die Abfahrt des Zuges mit dem Bundeskanzler für die Fahrt nach Kiew. Foto: Kay Nietfeld/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
03.10.2026, Polen, Przemysl: Schwer bewaffnete Polizisten eines Sondereinsatzkommandos der polnischen Polizei sichern in Przemysl die Abfahrt des Zuges mit dem Bundeskanzler für die Fahrt nach Kiew. Foto: Kay Nietfeld/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
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Bundeskanzler Merz reist in die Ukraine
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Bundeskanzler Merz reist in die Ukraine

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Ereignisse im Russland-Ukraine-Krieg aus KW 40 im Rückblick

Ereignisse im Russland-Ukraine-Krieg aus KW 40 im Rückblick

Entwicklungen, Reaktionen und Nachrichten zum Russland-Ukraine-Krieg vom 28. September bis 4. Oktober im Rückblick. 

Über dieses Thema berichtet: BAYERN 3-Nachrichten am .

Mit Informationen der ARD-Korrespondentinnen und -Korrespondenten sowie der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters. Zum Teil lassen sich die Angaben nicht unabhängig überprüfen.

19.19 Uhr: Ukrainische Drohnen versorgen besetztes Oleschky

Die Ukraine versorgt nach eigenen Angaben die russisch besetzte Stadt Oleschky im Süden des Landes erneut per Drohne mit Hilfsgütern. In knapp 400 Paketen habe das Militär fast vier Tonnen Lebensmittel und Medikamente geliefert, teilt Außenminister Andrij Sybiha auf der Plattform X mit. Die Frontstadt am Dnipro ist seit 2022 von Russland besetzt. Der Kreml räumt Versorgungsengpässe in Oleschky ein, an deren Lösung das russische Militär arbeite.

16.12 Uhr: Selenskyj - Washington plant neue trilaterale Gespräche mit Kiew und Moskau im Oktober

Die USA planen nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj neue trilaterale Gespräche der Vereinigten Staaten, Russlands und der Ukraine über ein Ende des Ukraine-Krieges. Die von Washington vermittelten Gespräche sollten bis Ende Oktober stattfinden, sagte Selenskyj am Sonntag vor Journalisten in Kiew. Die USA stünden dafür mit der Ukraine und Russland in Kontakt. 

Selenskyj sagte, er habe am Samstag mit US-Vertretern gesprochen und ihnen bestätigt, "dass unsere Seite bereit ist, diesen Zeitplan zu unterstützen". Es gehe um ein Treffen auf Experten-Ebene, fügte er hinzu. Der ukrainische Präsident machte keine Angaben zum Ort der geplanten Gespräche. Die Ukraine sei allerdings offen für die Vereinigten Arabischen Emirate "oder ein anderes Land, das die US-Seite vorschlägt", sagte Selenskyj.

12.57 Uhr: Russland kündigt noch härtere Schläge gegen Ukraine an

Das russische Verteidigungsministerium hat eine noch weitere Verschärfung seiner Schläge gegen Kiew und andere Gebiete der Ukraine angekündigt. Damit reagiere Moskau auf Drohungen des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, weitere militärische Objekte und Rüstungsbetriebe in Russland anzugreifen, teilte das Ministerium mit. Für die Eskalation trage allein Selenskyj die "volle persönliche und politische Verantwortung", hieß es. Den Krieg begonnen hatte Russland.

09.54 Uhr: Drohnenalarm in Kiew bei Merz-Besuch

In Kiew hat nach der Ankunft von Kanzler Friedrich Merz (CDU) ein russischer Angriff Drohnenalarm ausgelöst. Bürgermeister Vitali Klitschko informierte am Morgen bei Telegram über einen Einschlag auf der Fahrbahn der Nordbrücke der ukrainischen Hauptstadt. Er hatte bereits am frühen Morgen von einem Drohnenalarm berichtet. Trümmer eines abgeschossenen Flugobjekts seien auf das Dach eines Wohnhauses gefallen.

Auch andere Teile der Ukraine lösten Luftalarm wegen russischer Angriffe aus. In der Region Sumy im Nordosten der Ukraine meldeten die Behörden fünf Verletzte nach einer Attacke mit einer russischen Gleitbombe. Sie sei in ein Wohnhaus eingeschlagen.

06.34 Uhr: Pro-europäische Partei gewinnt Wahl in Lettland deutlich

Bei der Parlamentswahl im EU- und Nato-Land Lettland hat sich das Wahlbündnis Vereinigte Liste von Ministerpräsident Andris Kulbergs überraschend klar durchgesetzt. Mit 35,4 Prozent der Stimmen geht die Mitte-Rechts-Gruppierung als haushoher Sieger aus der Abstimmung hervor, wie die Daten der Wahlkommission in Riga nach Auszählung der Angaben von 94 Prozent aller Wahllokale zeigten. Damit konnte die Partei ihr Ergebnis im Vergleich zur vorigen Wahl mehr als verdreifachen.

Starke Zugewinne bei der von Sorgen über die nationale Sicherheit und sozialpolitischen Problemen dominierten Wahl verzeichneten auch populistische Kräfte. Zweistärkste Kraft wird die Partei Lettland an erster Stelle (13,2 Prozent) vor Souveräne Macht (11,8 Prozent). Beiden dürften besonders bei Wählerinnen und Wählern aus der russischstämmigen Minderheit gepunktet haben. Dahinter folgen die linksgerichteten Progressiven (7,4 Prozent). Die Wahlbeteiligung lag nach bisherigen Angaben bei 51,8 Prozent.

Zentrale Themen im Wahlkampf des an Russland und dessen Verbündeten Belarus grenzenden Baltenstaats waren Sicherheit und Verteidigung.

06.13 Uhr: Merz zu Solidaritätsbesuch in der Ukraine

Bundeskanzler Friedrich Merz ist zu einem Solidaritätsbesuch in der Ukraine eingetroffen, um dem Land weitere konkrete Hilfe für den Abwehrkampf gegen Russland zuzusagen - vor allem Abfangdrohnen und weitreichende Waffen. "Wenn Russland nicht gestoppt wird, richtet sich seine Kriegsmaschinerie früher oder später gegen uns", sagte der CDU-Chef bei seiner Ankunft mit einem Sonderzug in Kiew. Er wird von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche und einer Wirtschaftsdelegation begleitet.

Merz hatte erst am Donnerstag in einer Grundsatzrede angekündigt, dass Deutschland trotz steigender hybrider Angriffe Russlands auf europäische Staaten nicht in der Unterstützung der Ukraine nachlassen werde.

Die russische Führung hatte am Samstag eine Mitteilung veröffentlicht, in der sie ausländische Staatsbürger und diplomatisches Personal davor warnte, sich in der Ukraine aufzuhalten oder dorthin zu reisen. "Die Verantwortung für jegliche nachteiligen Folgen liegt voll und ganz bei denjenigen, die diese Warnung ignorieren", hieß es in der Erklärung.

01.22 Uhr: US-Denkfabrik - Geländeverlust für Putin in Ukraine

Russland hat laut einer Analyse des US-Instituts für Kriegsstudien (ISW) im September mehr Gelände in der Ukraine verloren als gewonnen. Der Verlust betrage rund 81 Quadratkilometer, teilte das Institut auf der Plattform X mit. Die Behauptungen von Kremlchef Wladimir Putin über russische Geländegewinne an der Front im September seien so weit von der Realität entfernt, "dass sie wie Halluzinationen anmuten".

Das ISW könne nicht beurteilen, ob Putin wisse, dass die von ihm präsentierten Zahlen falsch seien, hieß es weiter. Es könne auch sein, dass er "fiktive Angaben zur Lage an der Front" übernehme. Die "Kultur des Lügens" sei in der russischen Militärführung tief verwurzelt. Putin behauptete demnach, die russischen Streitkräfte hätten im September mehr als 1.300 Quadratkilometer erobert.

Vor wenigen Tagen hatte Putin die komplette Eroberung des ukrainischen Donbass-Gebiets in weniger als anderthalb Jahren angekündigt. Er gehe davon aus, dass dies angesichts des Vormarsches der russischen Truppen viel früher geschehen werde. Die Frontlinie ist allerdings an vielen Abschnitten seit mehreren Monaten weitgehend unverändert.

Sonntag, 4. Oktober 2026

18.30 Uhr: Lettland wählt neues Parlament unter dem Eindruck russischer Bedrohung

In Lettland haben die Bürger am Samstag unter dem Eindruck der russischen Bedrohung und wachsender wirtschaftlicher Sorgen ein neues Parlament gewählt. Die Mitte-Rechts-Gruppierung könne mit 35,6 Prozent der Stimmen rechnen und stärkste Kraft im neuen Parlament in Riga werden, meldeten der lettische Rundfunk und die Nachrichtenagentur Leta nach Schließung der Wahllokale.

In den Umfragen vor der Wahl lag die Mitte-rechts-Partei Vereinte Liste von Ministerpräsident Andris Kulbergs mit gut 14 Prozent vorn. Deutlich schwieriger war die Lage für seine bisherigen Koalitionspartner: Die gemäßigte Neue Einheit kam in der jüngsten Umfrage der Forschungseinrichtung SKDS auf 4,3 Prozent, die rechtskonservative Nationale Allianz auf 5,6 Prozent und der Bauern- und Grünenbund auf 4,8 Prozent. Für den Einzug in das Parlament in Riga gilt eine Fünf-Prozent-Hürde.

Parlamentswahl in Lettland unter dem Eindruck russischer Bedrohung

Wählerin oder Wähler in einer Wahlkabine in Lettland
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Wählerin oder Wähler in einer Wahlkabine in Lettland

17.30 Uhr: Ukraine und Russland melden neun Tote bei Drohnenangriffen

Bei russischen Angriffen sind nach ukrainischen Angaben sechs Menschen getötet worden. Drohnen und Gleitbomben hätten in Charkiw und Umgebung fünf Menschen getötet und mehr als 40 verletzt, teilte Regionalgouverneur Oleh Synjehubow am Samstag mit. Im nahe gelegenen Isjum verletzten russische Drohnenangriffe nach Angaben der Militärverwaltung drei Menschen. Eine Drohne sei in ein Industrielager eingeschlagen, hieß es. Eine weitere habe Wohnhäuser beschädigt.

15.54 Uhr: Moskau fordert Ausländer auf, Kiew zu verlassen

Russland hat weitere gezielte Vergeltungsangriffe auf Kiew und andere ukrainische Städte angekündigt. Ausländer sowie Diplomaten wurden daher aufgefordert, die Hauptstadt zu verlassen. Die Androhung versteht Moskau als Reaktion auf "terroristische Akte" der ukrainischen Streitkräfte gegen die Zivilbevölkerung und zivile Infrastruktur. Daher setze die russische Armee ihresystematischen Angriffe auf militärische Einrichtungen fort, teilte das Außenministerium in Moskau am Samstag mit. Das Ministerium warnte ausländische Staatsbürger und diplomatisches Personal davor, sich in der Ukraine aufzuhalten oder dorthin zu reisen. "Die Verantwortung für jegliche nachteiligen Folgen liegt voll und ganz bei denjenigen, die diese Warnung ignorieren", hieß es in der Erklärung. Russland hatte zuletzt seine Angriffe auf die Infrastruktur in der ukrainischen Hauptstadt verstärkt.

13.50 Uhr: Russland hat laut Ukraine Schiff getroffen - Ein Toter

Russland hat nach ukrainischen Angaben ein unter liberianischer Flagge fahrendes Frachtschiff in einem ukrainischen Schwarzmeerhafen in der Region Odessa angegriffen. Dabei sei ein Mensch getötet worden, drei weitere seien verletzt worden, teilte die ukrainische Hafenverwaltung mit. 13 weitere Besatzungsmitglieder seien in Sicherheit gebracht worden.

Russland hat seit dem Sommer seine Blockade der ukrainischen Schwarzmeerhäfen faktisch wieder aufgenommen. Dadurch wurden Handelswege unterbrochen, Getreide- und Stahlexporte eingeschränkt und die ukrainische Wirtschaft schwer belastet.

12.52 Uhr: Ukraine-Friedensgespräche angeblich an großen Öl-Deal geknüpft

Die Gespräche der US-Regierung mit Russland über ein Ende des Krieges in der Ukraine haben sich einem Zeitungsbericht zufolge auf milliardenschwere Ölgeschäfte ausgeweitet. Von diesen würden Geschäftsleute mit Verbindungen zu den US-Verhandlungsführern Steve Witkoff und Jared Kushner profitieren, berichtete die "New York Times". Bei dem möglichen Deal, der von der Zustimmung der US-Regierung und des Kremls abhänge, gehe es um ein weltweites Netz aus Ölfeldern, Raffinerien und Tankstellen des russischen Energiekonzerns Lukoil.

Zu der Gruppe, die das Geschäft anstrebe, gehören neben dem US-Milliardär Todd Boehly zwei Konzerne aus dem Nahen Osten, die bereits mit Kushner oder Witkoffs Familie Geschäfte getätigt hätten, so die Zeitung. Das Weiße Haus, das US-Finanzministerium und Lukoil reagierten nicht auf Anfragen bezüglich einer Stellungnahme dazu.

07.57 Uhr: Russland – ein Toter bei ukrainischem Angriff auf Belgorod

Bei einem ukrainischen Angriff auf die an die angrenzende russische Oblast Belgorod ist russischen Angaben zufolge eine Person ums Leben gekommen. Zwei weitere Menschen wurden verletzt, wie die staatliche Nachrichtenagentur TASS berichtet.

Samstag, 3. Oktober 2026

22.15 Uhr: Südbrücke in Kiew erneut von Drohne getroffen

Die bereits beschädigte Südbrücke in der ukrainischen Hauptstadt Kiew ist erneut von einer russischen Kampfdrohne getroffen worden. Das teilte Bürgermeister Vitali Klitschko auf Telegram mit. Er wies darauf hin, dass die Brücke nach mehreren Angriffen sowohl für den Autoverkehr als auch für U-Bahnen gesperrt bleibe. Die Südbrücke war bereits am Donnerstag von drei Drohnen getroffen worden.

18.00 Uhr: Putin beobachtet Ural-Manöver mit China, Belarus und Pakistan

Der russische Präsident Wladimir Putin hat der Agentur Interfax zufolge ein Militärmanöver in der Ural-Region beobachtet, bei dem auch Truppen aus China, Belarus und Pakistan beteiligt gewesen seien. Bei der Übung seien zudem russische strategische Bomber im Einsatz gewesen. Der Kreml bezeichnete das Manöver der Agentur Tass zufolge als routinemäßig.

17.14 Uhr: Bericht - Schröder in Aufsichtsrat von russischer Supermarktkette berufen

Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) ist in den Aufsichtsrat der russischen Supermarktkette Hyperglobus berufen worden. Die russische Zeitung "RBK" berichtete auf ihrer Website unter Berufung auf das Unternehmen, der 82-jährige solle das Unternehmen, das zuvor zur deutschen Globus-Gruppe gehörte, strategisch beraten.

Schröder, der von 1998 bis 2005 Bundeskanzler war, ist wegen seiner Nähe zu Russlands Präsident Wladimir Putin umstritten. Er hatte die engen Verbindungen auch aufrechterhalten, nachdem der Kreml die Militäroffensive gegen die Ukraine gestartet hatte. Im Mai hatte sich Putin für Schröder als Vermittler in dem Krieg ausgesprochen, was die 27 EU-Staaten umgehend zurückgewiesen hatten. 

17.07 Uhr: Tote und Verletzte bei russischem Luftangriff auf Charkiw

Bei einem russischen Luftangriff auf die ostukrainische Stadt Charkiw sind nach offiziellen Angaben mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Weitere 28 Menschen seien durch Gleitbomben verletzt worden, teilte der regionale Militärverwalter Oleh Synjehubow auf Telegram mit. Möglicherweise befänden sich noch weitere Opfer unter den Trümmern getroffener Wohnhäuser.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warf dem russischen Militär vor, auf Anordnung von Kremlchef Wladimir Putin die Städte der Ukraine zu zerstören. "Aus Geheimdienstinformationen und von einigen Personen aus Putins Umfeld wissen wir, dass Putin Anfang September gesagt hat: 'Jetzt gibt es keine Regeln mehr'", schrieb Selenskyj auf der Plattform X. Russland habe die Ukraine nicht besetzen können: "Deshalb führen sie nun massive Angriffe durch und töten in großem Umfang."

16.01 Uhr: Bericht - Bund leitet Reprivatisierung des Gaskonzerns Sefe ein

Die Bundesregierung treibt laut einem Medienbericht die Reprivatisierung des verstaatlichten Gaskonzerns Sefe voran. Das Bundeswirtschaftsministerium habe Kanzleien aufgerufen, sich für die rechtliche Beratung des Vorhabens zu bewerben, berichtet die "Börsen-Zeitung". Der Zuschlag solle bis zum 1. November erteilt werden. Zugleich bewerben sich dem Bericht zufolge Investmentbanken bei der staatlichen Förderbank KfW um Mandate für die Privatisierung.

Der Bund hatte die ehemalige Gazprom-Tochter nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine mit rund sechs Milliarden Euro gerettet und verstaatlicht. Auf diesen Betrag werde der Wert des Unternehmens mit Sitz in Berlin nun geschätzt. Dass Sefe wieder privatisiert werden solle, war in der Regierungskoalition vereinbart. Geplant ist den Angaben zufolge ein zweigleisiges Verfahren, das entweder in einen Verkauf oder in einen Börsengang mündet.

15.33 Uhr: Ukrainischer Minister - Russland hat Vorrat an ballistischen Raketen

Russland hat nach Angaben des ukrainischen Außenministeriums einen Vorrat an ballistischen Raketen gegen die Ukraine angelegt. Die Ukraine beantrage rund 300 Patriot-Raketen von Partnerländern, weil die Geheimdienste davon ausgingen, dass Russland 600 ballistische Raketen vorrätig habe und pro Monat bis zu 140 weitere produzieren könne, teilte Minister Andrij Sybiha mit.

Die in den USA hergestellten Patriot-Luftabwehrsysteme können schnell fliegende ballistische Raketen effektiv stoppen, doch gibt es wegen des Iran-Kriegs einen Mangel an den Systemen.

15.06 Uhr: Ukrainische Agrarexporte durch Seeblockade halbiert

Aufgrund der Blockade der Schwarzmeerhäfen durch Russland haben sich die ukrainischen Agrarexporte mehr als halbiert. "Das bedeutet, dass wir im laufenden Wirtschaftsjahr (2026/2027) etwa 30 Millionen Tonnen landwirtschaftlicher Erzeugnisse im Wert von rund 30 Milliarden US-Dollar (rund 26 Milliarden Euro) nicht exportieren können", sagte Landwirtschaftsminister Taras Wyssozkyj laut einer Meldung von Interfax-Ukraine. Im September seien die Exporte auf 2,4 Millionen Tonnen oder 46 Prozent der geplanten Ausfuhren gefallen. Davon waren 1,4 Millionen Tonnen Getreide. 

Anfang Juli begann das ukrainische Militär Schiffe im Schwarzen und Asowschen Meer, die russisch kontrollierte Häfen anliefen, mit Drohnen anzugreifen. Mehr als 300 Tanker und Frachter hat Kiew eigenen Angaben nach seitdem beschädigt. Im Gegenzug intensivierte Russland seine Angriffe auf ukrainische Häfen am Schwarzen Meer und an der Donau und ebenso auf Schiffe. Dies brachte den Schiffsverkehr weitgehend zum Erliegen. 

15.00 Uhr: EU zahlt Ukraine weitere Milliardensumme aus

Die Ukraine bekommt von der EU weitere Finanzhilfen in Höhe von rund 2,9 Milliarden Euro. "Mit der heutigen Auszahlung tragen wir dazu bei, die finanzielle Stabilität der Ukraine zu sichern und Investitionen zu unterstützen, die die Grundlage für ihren künftigen Wiederaufbau schaffen werden", teilte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen mit. Das Land setze trotz des andauernden russischen Angriffskriegs weiter umfassende Reformen um. Vonseiten der EU stehen der Ukraine für den Rest des Jahres 2026 nun noch Finanzhilfen in Höhe von 33,7 Milliarden Euro zur Verfügung, wie die Kommission mitteilte.

Zuletzt hatten in Brüssel Angaben des ukrainischen Präsidenten Selenskyj für Aufregung gesorgt, wonach es für dieses Jahr eine neue Finanzierungslücke in der Ukraine von 27 Milliarden US-Dollar gebe. Nach Gesprächen teilte die EU dann am Donnerstag gemeinsam mit der Ukraine mit, dass Mittel identifiziert worden seien, um den Bedarf des Landes für 2026 zu decken. Neben der EU müssen demnach auch andere Partner ihren finanziellen Verpflichtungen nachkommen und ihre Anstrengungen verstärken.

14.54 Uhr: Blockierte Getreideexporte: Wadephul drängt auf Waffenruhe im Schwarzen Meer

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat weitere diplomatische Initiativen zur Aufhebung der Blockade von Getreideexporten über das Schwarze Meer angemahnt. "Wir dürfen eben nicht immer noch mehr Hunger, Not und Konflikt in der Welt riskieren, nur durch diesen schrecklichen Krieg Russlands gegen die Ukraine", sagte Wadephul im Vatikan nach einem Gespräch mit dem Chef-Diplomaten des Heiligen Stuhls, Paul Richard Gallagher, Europa müsse hier "lauter werden".

Zumindest für das Schwarze Meer müsse jetzt ein Waffenstillstand erreicht werden, um wieder zivile Schiffstransporte zu ermöglichen, forderte der Bundesaußenminister. "Die Zeit drängt, der Hunger naht", sagte Wadephul: "Und es droht natürlich, dass dieses Getreide verfällt, dass es verdirbt." Falls dies geschehe, wäre dies "eine weitere völlig unnötige Katastrophe". 

14.49 Uhr: Ukraine - Haben vier Vorschläge für Teil-Waffenruhe bekommen

Vier Länder haben der Ukraine nach Angaben von Außenminister Andrij Sybiha Vorschläge für eine Teil-Waffenruhe mit Russland gemacht. Diese stammten von den USA, Indien, der Türkei und Ägypten, und sähen einen Stopp von Angriffen auf Energieinfrastruktur und auf den Gütertransport per Schiff im Schwarzen Meer vor, teilte Sybiha mit.

Sybiha sagte, die ukrainische Regierung sei bereit, sich auf eine "Energie- und Schwarzmeer-Waffenruhe" einzulassen, die einen Stopp von russischen Angriffen auf das ukrainische Stromnetz und einen Stopp ukrainischer Angriffe auf russische Ölraffinerien sowie einen Stopp von Angriffen auf Getreide-Frachter im Schwarzen Meer vorsehe. Der Außenminister erneuerte auch das Angebot, eine bedingungslose Waffenruhe an der Front zu beschließen. Moskau hatte diesen Vorschlag abgelehnt und fordert ein umfassendes Friedensabkommen.

14.21 Uhr: Ukraine dementiert Wartungsprobleme bei F-16-Kampfjets

Die Ukraine hat einen Bericht über Probleme bei ihrer Flotte von Kampfflugzeugen des Typs F-16 zurückgewiesen. Die ukrainische Luftwaffe nutze die Jets "intensiv und unter anspruchsvollen Bedingungen", erklärte ein Sprecher des Außenministeriums auf X. Spekulationen über eine "katastrophal niedrige" Verfügbarkeit der Flugzeuge und "übermäßig lange" Wartungszeiten seien schlichtweg falsch.

Der Ministeriumssprecher räumte allerdings ein, dass die Wartung der Flugzeuge aus US-Produktion "eine Herausforderung" darstelle. Bestimmte Ersatzteile für diese frühe F-16-Variante seien inzwischen schwer zu beschaffen. Das "Wall Street Journal" hatte berichtet, Verzögerungen bei der Wartung und ein Mangel an Ersatzteilen hätten dazu geführt, dass mehr als die Hälfte der ukrainischen F-16-Flotte nicht einsatzbereit sei.

13.46 Uhr: Albaniens Regierungschef - EU belügt die Ukraine hinsichtlich EU-Beitritt

Albaniens Regierungschef Edi Rama hat das Vorgehen der EU in den Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine scharf kritisiert. "Schauen Sie die Ukraine an. Was man ihr verspricht, ist eine Lüge", sagte Rama der "Welt am Sonntag" in einem vorab verbreiteten Interview. "Auf dem regulären Beitrittsweg, mit allen Kriterien, wird sie nie aufgenommen. Das wissen alle." Realistisch wäre es nach Auffassung des albanischen Ministerpräsidenten, "die Ukraine jetzt an den Tisch zu holen und ihr durch einen leistungsorientierten Prozess die Vollmitgliedschaft zu gewähren".

Die Ukraine hat seit 2022 den offiziellen Status als EU-Beitrittskandidatin. Konkrete Verhandlungen wurden nach langem Widerstand Ungarns aber erst im Juni aufgenommen. Dabei geht es um einen ersten Themenblock zu den Bereichen um Justiz, Grundrechte sowie Finanzkontrolle. EU-Beitrittsverhandlungen dauern üblicherweise mehrere Jahre, zum Teil sogar Jahrzehnte. 

13.31 Uhr: Verkehrschaos in Kiew nach russischen Drohnenangriffen auf wichtige Brücke

Russische Drohnenangriffe haben zur Sperrung einer der wichtigsten Brücken in Kiew geführt und den Verkehr in der ukrainischen Hauptstadt zum Erliegen gebracht. Auf den Hauptstraßen der ukrainischen Hauptstadt stauten sich die Fahrzeuge, auch weil Verkehrsteilnehmer angesichts der Sperrung der Südbrücke Ausweichrouten suchten. Diese ist eine von acht Brücken, die den Osten und Westen Kiews über den Dnipro verbinden, sie wurde in beide Richtungen voll gesperrt.

Die weiter nördlich gelegene Paton-Brücke war nur in eine Richtung befahrbar, wie Bürgermeister Vitali Klitschko mitteilte. Es gab jedoch keine Berichte darüber, dass sie ebenfalls getroffen wurde. Auch auf der Metrobrücke und weiteren Übergängen gab es Einschränkungen. Es war zeitweise nahezu unmöglich, von einer Seite des Dnipro auf die andere zu gelangen.

Bildrechte: Reuters/Valentyn Ogirenko
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Verkehrschaos in Kiew

12.46 Uhr: Litauen testet ukrainisches System zum Schutz vor Drohnen

Litauen testet zum Schutz vor Drohnen ein in der Ukraine entwickeltes Luftraumüberwachungssystem. Das System "Sky Fortress" dient der Erkennung tieffliegender Objekte. "Bedrohungen aus der Luft verändern sich rasant, daher passen wir unsere Lösungen entsprechend an. Statt alles von Grund auf neu zu entwickeln, adaptieren wir Systeme, die bereits in der Ukraine im Einsatz sind", sagte Verteidigungsminister Robertas Kaunas. Die Ukraine gilt im fünften Kriegsjahr als ein weltweit führendes Land im Drohnenkampf. 

Nach litauischen Angaben nutzt "Sky Fortress" künstliche Intelligenz, um tieffliegende Drohnen und Marschflugkörper zu erkennen und zu verfolgen. Das System könne erkannte Objekte in Echtzeit klassifizieren, hieß es in der Mitteilung des Verteidigungsministeriums in Vilnius. Im Zuge des Ukraine-Krieges hat es bereits mehrere Vorfälle mit Drohnen in Litauen und den beiden anderen Baltenstaaten Estland und Lettland gegeben.

11.56 Uhr: Brücken-Sperrung betrifft hunderttausende Einwohner Kiews

Die Sperrung von zwei Brücken in Kiew infolge russischer Luftangriffe trifft Hunderttausende Einwohner, vor allem jene auf dem östlichen Dnipro-Ufer. Auf diesem sogenannten "linken Ufer" der Dreimillionenstadt befinden sich überwiegend Wohnhochhäuser aus der Sowjetzeit und den 1990er Jahren. Vor der russischen Invasion im Februar 2022 lebte dort mehr als ein Drittel der Bevölkerung, obwohl auf dieser Seite nur 18 Prozent der Arbeitsplätze angesiedelt waren. Dem Wirtschaftsanalysten Andrij Schewtschyschyn zufolge pendeln täglich rund 500.000 Menschen vom östlichen auf das westliche Ufer, wo die meisten Regierungsbehörden und Unternehmen ihren Sitz haben.

09.50 Uhr: Klitschko – Verkehr auf Brücke in Kiew nach russischen Drohnenangriffen eingestellt

Nach russischen Drohnenangriffen auf Kiew ist der Verkehr auf einer wichtigen Brücke in der ukrainischen Hauptstadt nach Behördenangaben vollständig eingestellt worden. Auf einer weiteren Brücke sei der Verkehr eingeschränkt worden, erklärte Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko. Die Südbrücke, die den Osten und Westen Kiews über den Dnipro verbindet, sei vollständig für den Verkehr gesperrt worden. Die weiter nördlich gelegene Paton-Brücke sei nur in eine Richtung befahrbar, sagte Klitschko. Es gab jedoch keine Berichte darüber, dass sie getroffen wurde.

Die Südbrücke in Kiew
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Die Südbrücke in Kiew

07.54 Uhr: Russland greift ukrainische Infrastruktur mit Drohnen an

Russland hat in der Nacht mit Drohnen Infrastruktur und Militärlogistik in der Ukraine angegriffen. Das Verteidigungsministerium in Moskau erklärte, zu den Zielen gehörten eine Straßen- und Eisenbahnbrücke über den Fluss Dnipro in Kiew, ein Umspannwerk in der Hauptstadtregion sowie ein Industriekomplex am Hafen von Ismajil im Gebiet Odessa. Die Brücke in Kiew sei für den Transport von Truppen und militärischer Ausrüstung in den Donbass genutzt worden. Die Anlage in Ismajil habe der Versorgung der ukrainischen Armee mit militärischen Gütern und Treibstoff gedient. Zudem sei im Schwarzen Meer ein Frachtschiff getroffen worden, das Rüstungsgüter und zivil wie militärisch nutzbare Waren in den Hafen von Odessa transportiert habe.

Nach ukrainischen Angaben wurde in Kiew ein Wohnhaus getroffen. Bei dem Angriff auf die Hauptstadt gab es den dortigen Behörden zufolge einen Toten und zwei Verletzte.

07.02 Uhr: Behörden – ein Toter nach russischem Angriff auf Kiew

Bei einem russischen Luftangriff auf Kiew ist nach Angaben der ukrainischen Behörden ein Mensch getötet worden. Wie Vertreter der Hauptstadt auf Telegram weiter mitteilen, wurden zudem zwei Personen verletzt. Ein Wohnhaus sei bei dem Angriff getroffen worden, heißt es.

04.47 Uhr: Bürgermeister – Russische Luftangriffe treffen erneut Brücke in Kiew

Russische Luftangriffe haben nach ukrainischen Angaben erneut die Südbrücke in Kiew getroffen. Dies teilt der Bürgermeister Witali Klitschko auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Bereits am Vortag hatten russische Drohnenangriffe auf eine Schule und die Brücke über den Fluss Dnipro Brände in der Hauptstadt ausgelöst.

03.21 Uhr: Russland – Ukraine greift Industrieanlagen in Wolgograd an

Die Ukraine hat nach russischen Angaben Industrieanlagen in der Stadt Wolgograd mit Drohnen angegriffen. Dabei ist ein Feuer in einem Wohnhaus ausgebrochen und eine Person wurde verletzt, teilt Gouverneur Andrej Botscharow auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Der Brand sei inzwischen gelöscht. Welche Anlagen genau Ziel des Angriffs waren, ließ der Gouverneur offen. In Wolgograd befindet sich eine große Ölraffinerie.

02.35 Uhr: Ukraine bemüht sich um Beilegung des Streits mit Südkorea

Die Ukraine arbeitet ukrainischen Medienberichten zufolge an der Beilegung eines diplomatischen Streits mit Südkorea. Der Auslöser für die Unstimmigkeiten zwischen den Ländern war die öffentliche Bekanntgabe der Übergabe von zwei kriegsgefangenen nordkoreanischen Soldaten an Südkorea durch den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Das südkoreanische Präsidialamt fordert eine Entschuldigung und pocht auf eine vereinbarte Geheimhaltung der Aktion. "Ich möchte dies nicht als Zwischenfall bezeichnen. Sagen wir, es ist ein diplomatisches Missverständnis", sagt Außenminister Andrij Sybiha einem Bericht des Nachrichtenportals nv.ua zufolge. Er hoffe, dass die Situation in naher Zukunft gelöst werde. Nordkorea unterstützt Russland im Krieg gegen die Ukraine mit Tausenden Soldaten.

Freitag, 2. Oktober 2026

22.26 Uhr: Putin will Donbass in weniger als anderthalb Jahren erobern

Kremlchef Wladimir Putin hat die komplette Eroberung des ukrainischen Donbass-Gebiets in weniger als anderthalb Jahren angekündigt. Zugleich gehe er davon aus, "dass dies angesichts des Vormarsches unserer Truppen viel früher geschehen wird", sagte Putin beim internationalen Waldai-Diskussionsforum in Moskau. Demnach verbleiben aktuell etwa elf Prozent der Region unter ukrainischer Kontrolle. 

20.09 Uhr: Kiew verkündet ersten Einsatz eigener ballistischer Rakete

Die Ukraine hat nach eigenen Angaben erstmals eine selbst entwickelte taktische ballistische Rakete des Typs FP-7 im Krieg mit Russland eingesetzt. "Der erste Kampfeinsatz. Ich danke für das Ergebnis", teilte Präsident Wolodymyr Selenskyj auf sozialen Netzwerken mit. Die nächste Aufgabe sei die Ausweitung der Raketenproduktion. Zum Ziel machte der Staatschef keine Angaben, veröffentlichte aber ein Video eines nächtlichen Raketenstarts.

19.39 Uhr: Putin - Keine Angriffe auf Kiews Waffenlieferanten im Westen

Russland plant nach den Worten von Kremlchef Wladimir Putin keine Angriffe auf westliche Waffenlieferanten, die Rüstungsgüter für die Ukraine produzieren. Die Lage sei zwar eine Bedrohung, aber bisher behalte Russland das lediglich im Blick, sagte Putin in Moskau beim politischen Waldai-Diskussionsforum vor internationalen Experten. Eine größere Bedrohung sei, dass westliche Staaten der Ukraine Satellitendaten für Angriffe auf Russland zur Verfügung stellten, sagte er.

19.33 Uhr: Putin droht bei Angriff auf Kaliningrad mit Einsatz "aller Arten von Waffen"

Russlands Präsident Wladimir Putin hat für den Fall eines Angriffs von Nato-Streitkräften auf die russische Exklave Kaliningrad mit dem möglichen Einsatz "aller Arten von Waffen" einschließlich Atomwaffen gewarnt. "Wenn es zu einem direkten Angriff auf Russland kommt, in diesem Fall auf Kaliningrad, wird die Frage des Einsatzes aller Arten von Waffen, über die wir verfügen, auf der Tagesordnung stehen", sagte Putin beim jährlichen Waldai-Diskussionsforum in Moskau.

19.31 Uhr: Putin - Ukrainische Angriffe kosten Russland ein Prozent des BIP

Die ukrainischen Angriffe auf Ölraffinerien kosten Russland nach den Worten von Präsident Wladimir Putin ein Prozent seines Bruttoinlandsprodukts (BIP). Die Ukraine habe mit diesen Angriffen "ihre Ziele teilweise erreicht", sagte Putin auf dem Waldai-Forum in Moskau. Russland reagiere nun entsprechend. Putin zufolge hat die Ukraine zudem mehr als 100 russische Schiffe im Schwarzen Meer beschädigt. Vorschläge, die Angriffe dort einzustellen, lehnt er ab.

18.57 Uhr: Nato-Generalsekretär - Müssen sicherstellen, dass wir stark genug sind

Nato-Generalsekretär Mark Rutte hat die Bedeutung des Militärbündnisses für die Sicherung des Friedens hervorgehoben. Um in Sicherheit zu bleiben, müsse die Nato stark genug sein, damit niemand sie angreife, sagte Rutte nach der Verleihung des Westfälischen Friedenspreises in Münster im WDR-Interview. Der Preis bedeute für das Bündnis "sehr viel". Mit Blick auf russische Drohungen mit Atomwaffen verwies Rutte außerdem darauf, wie wichtig es sei, weiter in die Verteidigung zu investieren und die Unterstützung für die Ukraine aufrechtzuerhalten.

18.30 Uhr: Merz erwartet "schwere" hybride Angriffe Russlands

Bundeskanzler Friedrich Merz hat vor einer wachsenden Gefahr durch Russland für Deutschland und Europa gewarnt. "Wir stellen uns auf weitere hybride Angriffe ein, auch auf schwere", sagte Merz in einer außenpolitischen Grundsatzrede in Münster. Die Bundesregierung würde darauf wie nach dem versuchten Anschlag auf den Flughafen Leipzig "schnell und sehr klar antworten".

18.28 Uhr: Bundeswehr reagiert mit erstem Drohnenregiment auf Ukraine-Krieg

Die Bundeswehr stellt als Konsequenz aus dem Ukraine-Krieg erstmals ein eigenes Drohnenregiment auf. "Wir werden im Laufe des Jahres 2027 das erste Drohnenregiment der Bundeswehr aufbauen", sagte Verteidigungsminister Boris Pistorius bei einem Besuch des Truppenübungsplatzes im niedersächsischen Bergen. Die Bundeswehr ziehe damit ihre Schlüsse aus den Beobachtungen auf dem Gefechtsfeld.

17.49 Uhr: Merz - Europa muss an Ukraine-Verhandlungen beteiligt sein

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat bei möglichen Verhandlungen über eine Friedenslösung für die Ukraine eine Beteiligung der Europäer gefordert. Friedensverhandlungen müssten "in einem angemessenen Format" stattfinden, sagte Merz bei der Verleihung des Westfälischen Friedenspreises an die Nato. "Einen Frieden über die Köpfe der Ukrainer hinweg kann es jedenfalls nicht geben. Ebenso wenig kann es einen Frieden ohne Europa geben."

17.48 Uhr: Merz warnt vor nachlassender Ukraine-Hilfe

Bundeskanzler Friedrich Merz hat eindringlich vor nachlassender Hilfe für den Abwehrkampf der Ukraine gegen Russland gewarnt. "Wanken wir in Deutschland, dann wankt Europa. Wankt Europa, dann wankt auch die Ukraine", mahnte er bei der Verleihung des Westfälischen Friedenspreises an die Nato in Münster. 

17.46 Uhr: Russland schießt ukrainische MiG-29 ab

Die ukrainische Luftwaffe hat ein weiteres Kampfflugzeug im Krieg mit Russland verloren. Die MiG-29 sei während eines Kampfeinsatzes durch eine russische Rakete abgeschossen worden, teilte das ukrainische Militär auf Telegram mit. Der Pilot habe noch den Schleudersitz ausgelöst, den Absturz jedoch nicht überlebt. Zuvor habe der Kampfjet einen Angriff an einem ungenannten Frontabschnitt geflogen.

16.45 Uhr: Merz kritisiert Russlands fehlende Bereitschaft zu Verhandlungen

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die fehlende Bereitschaft Russlands zu Verhandlungen im Ukraine-Krieg kritisiert. In der Ukraine tobe sei fast fünf Jahren ein "mörderischer Krieg", den Moskau entfesselt habe, sagte Merz am Donnerstag in Münster. Dieser gefährde auch die Sicherheit im Rest Europas. "Und deshalb ringen wir um eine diplomatische Lösung, obwohl Moskau bisher nicht bereit ist, an den Verhandlungstisch zu kommen."

Deshalb würden Deutschland und die Europäer die Ukraine weiter "mit aller Kraft" unterstützen, sagte Merz nach einem Besuch beim deutsch-niederländischen Korps mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte und dem niederländischen Regierungschef Rob Jetten. Gleichzeitig stellten die Verbündeten in Nato und EU "unter Hochdruck" sicher, "dass wir Russland glaubhaft abschrecken".

15.30 Uhr: Rutte sieht keinen "unmittelbar bevorstehenden" militärischen Angriff auf die Nato

Nato-Generalsekretär Mark Rutte sieht trotz fortlaufender hybrider Aktionen Russlands in Europa aktuell keine direkte militärische Bedrohung für die Allianz. "Wir sehen keinen unmittelbar bevorstehenden Angriff auf die Nato", sagte Rutte nach einem Treffen mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und dem niederländischen Ministerpräsidenten Rob Jetten am Donnerstag in Münster. Die Verbündeten müssten jedoch darauf vorbereitet sein, "dass Russlands Kampagne feindseliger Aktionen gegen Verbündete andauert", warnte er.

14.40 Uhr: Russische Drohnenangriffe auf Kiew - Schule und Dnipro-Brücke getroffen

Russische Drohnen haben eine Schule und eine Brücke in Kiew getroffen. Dabei geriet das Schulgebäude in Brand, wie die örtlichen Behörden am Donnerstag mitteilten. Da sich alle Schüler zu diesem Zeitpunkt in einem Schutzraum befanden, gab es keine Verletzten. Aufnahmen von Überwachungskameras zeigten einen großen Feuerball, nachdem eine Drohne im dritten Stock des Schulgebäudes eingeschlagen war.

Zudem schlug eine Drohne in eine Brücke über den Dnipro ein. Bürgermeister Vitali Klitschko erklärte, die Südbrücke sei nicht schwer beschädigt worden, der Bahnverkehr habe jedoch vorübergehend eingestellt werden müssen.

14.30 Uhr: Russische Drohne trifft Atomforschungsanlage

Eine russische Drohne hat nach ukrainischen Angaben das Gelände einer Atomforschungsanlage in Kiew getroffen und dabei einen Brand ausgelöst. Bei dem Angriff am Mittwoch habe es keine Verletzten gegeben, der Brand sei zudem gelöscht worden, teilte die ukrainische Atomaufsichtsbehörde am Donnerstag mit. Der kleine Reaktor, der seit 2022 außer Betrieb ist, sei nicht beschädigt, und es sei keine erhöhte Radioaktivität festgestellt worden.

13.55 Uhr: Stromausfälle in mehreren ukrainischen Regionen nach russischen Angriffen

Russische Angriffe haben in mehreren ukrainischen Regionen nach Angaben des Netzbetreibers Ukrenerho Stromausfälle verursacht. Betroffen seien etwa die Region Charkiw im Osten, Tschernihiw und Sumy im Norden sowie Riwne im Nordwesten und Kirowohrad im Zentrum des Landes, erklärte der Betreiber. Wo die Sicherheitslage es zulasse, seien bereits Notfallreparaturen und Wiederherstellungsarbeiten im Gange. Ukrenerho forderte private Verbraucher auf, "energieintensive Nutzung" auf die Tagesstunden zu verlegen. In einigen Gebieten sei am Abend ein sparsamer Verbrauch nötig.

Russland hatte am Mittwoch erklärt, es habe die ukrainische Energieinfrastruktur in der Hauptstadt Kiew und der umliegenden Region gezielt mit Drohnen und Raketen angegriffen.

10.23 Uhr: Estland blockiert Transit von russischem und belarussischem Getreide

Estland hat den Transit von russischem und belarussischem Getreide durch sein Staatsgebiet verboten. Dies teilt Außenminister Margus Tsahkna auf der Online-Plattform X mit. Insidern zufolge nutzen russische Unternehmen inzwischen verstärkt Terminals in Ostsee- und Arktishäfen für den Getreideexport, die eigentlich für Düngemittel, Kohle und andere Güter ausgelegt sind. Hintergrund sind ukrainische Drohnenangriffe, die den Seetransport über das Schwarze Meer beeinträchtigt haben. Tsahkna erklärt, Estland werde Russland nicht dabei unterstützen, seinen Handel trotz des Angriffskriegs gegen die Ukraine aufrechtzuerhalten. Das baltische Land werde weder zur Finanzierung des russischen Krieges beitragen noch die Aggression der Führung in Moskau begünstigen. Belarus ist ein enger Verbündeter Russlands.

08.07 Uhr: Russland greift wieder Kiew und Odessa an - Zwei Verletzte

Bei russischen Luftangriffen ist nach Angaben ukrainischer Behörden in der Nacht in Kiew und Odessa jeweils ein Mensch verletzt worden. In Odessa wurde zudem Infrastruktur beschädigt, wie der Leiter der Militärverwaltung der Region, Serhij Lyssak, auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mitteilt. Einzelheiten nennt er nicht. Das russische Verteidigungsministerium erklärt auf Telegram, die Streitkräfte hätten bei ihren Angriffen ein Logistikzentrum in der ukrainischen Hauptstadt Kiew, ein Rechenzentrum in Odessa sowie ein Frachtschiff im nahegelegenen Schwarzmeer-Hafen Tschornomorsk getroffen.

06.03 Uhr: Wadephul dringt auf Lösung für mehr Getreideexporte übers Schwarze Meer

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) dringt einem Bericht zufolge auf eine Lösung, um wieder mehr Getreideexporte sowohl aus der Ukraine als auch aus Russland zu ermöglichen. "Die Welt braucht diese Exporte dringend. Werden sie weiter von Russland verhindert, dann drohen Hunger, Destabilisierung und die resultierenden Fluchtbewegungen, auch nach Europa", sagte Wadephul dem Nachrichtenportal Web.de News. "Eine partielle Waffenruhe wäre ein erster Schritt", sagte der CDU-Politiker. Wegen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine haben beide Länder derzeit Probleme, ihr Getreide über das Schwarze Meer zu verschiffen.

Donnerstag, 1. Oktober 2026

17.43 Uhr: Nato sieht trotz russischer Atomdrohung keine unmittelbare Gefahr

Nato-Generalsekretär Mark Rutte sieht trotz der jüngsten russischen Atomwaffen-Drohung keine unmittelbare Gefahr für das Bündnisgebiet. Die Bedrohungslage habe sich im Vergleich zu den vergangenen Wochen und Monaten nicht verändert, sagte Rutte in Brüssel. Die Nato reagiere mit einer gewissen Gelassenheit auf das Schreiben aus Moskau. "Im Grunde haben wir gesagt: Hört zu, wir sind ein Verteidigungsbündnis, und hört auf mit der nuklearen Bedrohung", erklärte Rutte.

Zuvor hatte Russland mit dem Einsatz von Nuklearwaffen gedroht, sollte das Militärbündnis versuchen, die an die Ostsee grenzende Exklave Kaliningrad zu isolieren. Dies ging aus einem informellen diplomatischen Dokument hervor, das Moskau an die Nato verschickt hat und das die Nachrichtenagentur Reuters einsehen konnte. Dies schließe die Möglichkeit russischer Angriffe auf Entscheidungszentren in den Nato-Mitgliedstaaten gleich von Beginn eines Konflikts an ein. Ein Nato-Diplomat sprach von einem russischen Einschüchterungsversuch.

16.55 Uhr: Selenskyj - Sieben Tote bei russischen Angriffen

Bei russischen Raketen- und Drohnenangriffen auf die Ukraine sind nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj erneut sieben Menschen getötet worden. 24 weitere seien am Mittwoch verletzt worden, teilte Selenskyj auf der Plattform X mit.

Der Verwaltungschef der Region Kiew, Tymur Tkatschenko, berichtete, dass unter den Opfern auch ein Junge sei, der bei einem Angriff auf ein Wohnhaus in Wyschhorod bei Kiew getötet worden sei.

Die schweren Angriffe führten auch zu Stromausfällen. "Seit dem Sommer gab es praktisch keinen Tag, an dem der Feind nicht die Energieinfrastruktur angegriffen hat", erklärte Ministerpräsident Serhij Korezkyj auf Telegram. "Doch ein derart massiver und kombinierter Angriff hat seit Ende der letzten Heizperiode nicht mehr stattgefunden." Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha wies darauf hin, dass die Zunahme russischer Angriffe zu "Tagen mit fast ununterbrochenem Luftalarm in der gesamten Ukraine" geführt habe.

15.15 Uhr: Menschenrechtler - Russland zwingt Menschen aus Peru ins Söldnerheer

Im Angriffskrieg gegen die Ukraine sollen unter Russlands ausländischen Söldnern auch Hunderte Peruaner kämpfen. Darüber berichtet die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte in Frankfurt.

Demnach werden Staatsbürger Perus mit falschen Jobangeboten nach Russland gelockt und dort zum Beitritt zu den Streitkräften gedrängt oder gezwungen. Perus Regierung beziffert demnach die aktuelle Zahl auf mehr als 459 ihrer Staatsbürger, mindestens 11 davon seien gestorben, 114 vermisst und 3 von ukrainischen Streitkräften gefangen genommen worden.

14.50 Uhr: Estland: Russland nimmt Rüstungsfirmen ins Visier

Russland nimmt nach Angaben des estnischen Geheimdienstes bei seinen Angriffs- oder Sabotageversuchen vermehrt Rüstungsfirmen ins Visier. "Russlands Vorgehen in Europa ist eindeutig systematisch", sagte Sicherheitspolizei-Chef Margo Palloson im estnischen Fernsehen. Anders als früher liege der Schwerpunkt nun nicht mehr auf symbolträchtigen Objekten, sondern auf Unternehmen der Rüstungsindustrie. Damit solle Militärhilfe für die Ukraine verhindert werden, sagte der Leiter des Inlandsgeheimdiensts des an Russland grenzenden baltischen EU- und Nato-Landes.

12.50 Uhr: Südkorea schätzt Zahl nordkoreanischer Soldaten in Russland auf 9.000

Nordkorea hat nach Einschätzung des südkoreanischen Geheimdienstes noch etwa 9.000 Soldaten in der russischen Region Kursk im Einsatz. Die Soldaten seien im russischen Invasionskrieg gegen die Ukraine an Aufklärungsaktionen beteiligt, teilte der südkoreanische Geheimdienst Parlamentariern am Mittwoch mit. Russland habe Nordkorea im Gegenzug Waffentechnologien für die Modernisierung des Militärs überlassen, sagte der Abgeordnete Yun Kun Young, der an der Sitzung teilnahm. Bei modernster Technologie für den Bau atomgetriebener U-Boote und Interkontinentalraketen sei Russland jedoch zurückhaltend.

11.33 Uhr: Ukraine meldet massiven Angriff auf Energieinfrastruktur – Todeszahl auf vier gestiegen

Bei russischen Drohnen- und Raketenangriffen auf Kiew und das Umland sind am Mittwoch nach ukrainischen Angaben vier Menschen getötet worden. Zudem sei die Energieinfrastruktur beschädigt worden, teilten die Behörden mit. Unter den Todesopfern der nächtlichen Attacken auf die Hauptstadt und eine nördliche Vorstadt seien zwei Frauen und ein 14-jähriges Kind. Ein weiterer Mensch sei am Mittwoch beim Beschuss eines Lagerhauses in Kiew ums Leben gekommen, sagte Bürgermeister Vitali Klitschko. Die Hauptstadt war am Morgen wegen der Brände in dichten Rauch gehüllt. Klitschko zufolge wurden zudem Trümmerteile auf dem Gelände einer westlichen Botschaft im Zentrum von Kiew gefunden.

10.33 Uhr: Ukraine beziffert Kriegskosten 2026 auf 155 Milliarden Dollar

Die Kriegskosten der Ukraine belaufen sich nach Regierungsangaben in diesem Jahr auf insgesamt 155 Milliarden Dollar. Kiew arbeitet zudem daran, eine Finanzierungslücke von 27 Milliarden Dollar zu schließen. Dies soll sicherstellen, dass das Land Anfang 2027 den Kampf gegen den russischen Angriffskrieg fortführen kann, wie Ministerpräsident Serhij Korezkyj weiter mitteilt. Sieben Milliarden Dollar will die Regierung durch strikte Sparmaßnahmen im Haushalt und Mittelumschichtungen decken. Über die verbleibenden 20 Milliarden Dollar verhandelt die Ukraine mit Partnern. Es ist das erste Mal, dass die Ukraine eine Schätzung ihrer jährlichen Kriegskosten veröffentlicht. Vergleichbare Zahlen für 2025 gibt es nicht.

08.12 Uhr: Zahl der Todesopfer im Raum Kiew steigt auf drei

Bei russischen Raketen- und Drohnenangriffen auf Kiew und die umliegende Region sind nach ukrainischen Behördenangaben drei Menschen getötet worden, darunter ein Kind. Sieben weitere Menschen seien verletzt worden. In Kiew seien Brände ausgebrochen, von denen Wohnhäuser, ein Geschäft und ein Lagerhaus betroffen seien.

07.48 Uhr: Mindestens zwei Tote und vier Verletzte bei russischen Angriffen auf Kiew

Bei russischen Angriffen in Kiew sind nach ukrainischen Angaben in der Nacht mindestens zwei Menschen getötet worden. Wie die Militärverwaltung der ukrainischen Hauptstadt am Mittwochmorgen im Onlinedienst Telegram mitteilte, wurden zudem vier Menschen verletzt. Die Feuerwehr rückte aus, um Brände in Wohnhäusern, Lagerhallen und Geschäftsgebäuden zu löschen.

"Die Region Kiew ist erneut von einem feindlichen Raketen- und Drohnenangriff getroffen worden", erklärte der Chef der Militärverwaltung, Timur Tkatschenko. Nach Angaben der ukrainischen Behörden verursachten die Angriffe mehrere Brände und Schäden in Kiew und Umgebung.

05.02 Uhr: Zwei nordkoreanische Kriegsgefangene aus Ukraine in Südkorea eingetroffen

Zwei Tage nach der Einbestellung des ukrainischen Gesandten in Seoul wegen des mutmaßlichen Verstoßes der Ukraine gegen eine vertrauliche Vereinbarung zur Übergabe von zwei nordkoreanischen Kriegsgefangenen hat ein südkoreanischer Parlamentarier die Ankunft der beiden Männer in Südkorea bestätigt. "Auch wenn ich das genaue Datum ihrer Ankunft in Südkorea nicht nennen kann, so kann ich doch bestätigen, dass die beiden Mitte September eintrafen", erklärte der Abgeordnete Youn Kun Young am Mittwoch.

Die beiden Soldaten waren im Januar vergangenen Jahres von ukrainischen Streitkräften gefangen genommen worden, als sie in der Region Kursk auf russischer Seite kämpften. Anschließend wurden sie in der Ukraine inhaftiert und baten nach Angaben von Aktivisten darum, in Südkorea leben zu dürfen.

03.34 Uhr: Explosionen in Kiew gemeldet

In der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind Explosionen zu hören, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Der Bürgermeister der Stadt, Witali Klitschko, teilt über den Kurznachrichtendienst Telegram mit, in einem Wohngebiet sei ein Feuer ausgebrochen.

Mittwoch, 30. September 2026

20.54 Uhr: Selenskyj verspricht Abhilfe gegen russische Jetdrohnen

Angesichts massiver Probleme bei der Abwehr von russischen Drohnen mit Düsenantrieb hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj eine baldige Linderung in Aussicht gestellt. "Derzeit werden ukrainische Abfangraketen bereits unter Kampfbedingungen eingesetzt", sagte das Staatsoberhaupt in einer Videobotschaft. Die Abfangrate sei jedoch noch zu niedrig. "Doch jede Woche soll sich die Trefferquote erhöhen", versicherte Selenskyj. Für den Oktober seien konkrete Produktionsraten festgelegt worden. "Das ist eine strategische Aufgabe", unterstrich der Staatschef.

19.14 Uhr: Nato wirft Russland "unverantwortliche Atomwaffen-Rhetorik" vor

Die Nato hat eine russische Warnung an das Verteidigungsbündnis als "unverantwortliche Atomwaffen-Rhetorik" zurückgewiesen. "Ich kann bestätigen, dass Russland ein informelles Schreiben an die Nato übermittelt hat und dass wir darauf geantwortet haben", sagte Nato-Sprecherin Allison Hart in Brüssel. "Wir verurteilen nachdrücklich die Androhung jeder Gewaltanwendung, einschließlich jeglicher unverantwortlicher Atomwaffen-Rhetorik", fügte sie hinzu. "Keine unserer Übungen oder Aktivitäten stellt eine Gefahr für irgendeinen Teil Russlands dar."

18.25 Uhr: Kasachstan will mehr Öl an Deutschland liefern

Kasachstan will mehr Öl nach Deutschland liefern. Sein Land sei einer der wichtigsten Erdöllieferanten für die Bundesrepublik, sagte Präsident Kassym-Schomart Tokajew in einer Pressekonferenz mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). "Wir haben vor, die Erdölvolumina, die Lieferungsvolumina auch zu steigern und möchten auch in der Zukunft ein zuverlässiger Partner im Bereich Erdöllieferungen für Deutschland sein." Merz betonte das Interesse am kasachischen Öl "als Ersatz für das Öl, das wir aus Russland nicht mehr beziehen". Deutschland suche nach "Diversifizierung unserer Lieferbeziehungen, und da ist Kasachstan ein wichtiger Baustein", sagte der Kanzler. Details nannten beide nicht.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU).
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Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU).

18.20 Uhr: Merz – Russland "nicht an ernsthaften" Ukraine-Gesprächen interessiert

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sieht das jüngste Gespräch zwischen Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) und dem russischen Außenminister Sergej Lawrow als Beleg für Russlands fehlende Bereitschaft zu ernsten Friedensverhandlungen. "Die anschließende Bewertung dieses Gesprächs durch Russland hat gezeigt, dass Russland offensichtlich überhaupt nicht an ernsthaften Gesprächen zum jetzigen Zeitpunkt interessiert ist", sagte Merz. "Wir werden deswegen alle unsere Anstrengungen unternehmen, der Ukraine weiter behilflich zu sein, sie zu unterstützen", fuhr der Bundeskanzler fort. Dies gelte "nicht nur militärisch, sondern auch politisch, finanziell, ökonomisch".

17.46 Uhr: Tote nach russischen Gleitbombenangriffen in Sumy

Bei russischen Luftangriffen auf die nordostukrainische Großstadt Sumy sind mindestens zwei Menschen getötet worden. Weitere sechs Menschen seien verletzt worden, teilte Präsident Wolodymyr Selenskyj bei Telegram mit. Demnach schlugen vier russische Gleitbomben im Stadtzentrum ein. Es sei auch ein Schulgebäude getroffen worden. "Ich danke den Lehrern und der Schulleitung: Die Kinder und die Lehrkräfte waren im Schutzraum, insgesamt 100 Leute wurden rechtzeitig evakuiert", schrieb der Staatschef.

17.12 Uhr: Tote bei Absturz von russischer Militärmaschine

Beim Absturz einer Militärmaschine in der Region Amur im Osten von Russland sind mindestens sechs Besatzungsmitglieder ums Leben gekommen. Ein weiterer Mensch sei verletzt worden, meldete die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf das Verteidigungsministerium in Moskau. Das Flugzeug vom Typ Tu-95 sei auf einem Übungsflug gewesen und in unbewohntem Gebiet abgestürzt. Munition sei nicht an Bord gewesen. Zur möglichen Ursache des Vorfalls wurden zunächst keine Angaben gemacht.

16.51 Uhr: Ukraine treibt Produktion von Drohnen-Abfangsystemen voran

Die Ukraine treibt nach eigenen Angaben die Produktion von Abfangsystemen gegen russische Drohnen mit Strahltriebwerk voran. Neue Systeme würden bereits getestet und bei einigen Kampfeinheiten eingesetzt, teilte der Leiter des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrats der Ukraine, Ihor Klymenko, mit. Die Arbeiten seien dringend, da Kiew nahezu ununterbrochenen Angriffen ausgesetzt sei. Seit dem 27. August habe es mehr als 235 Luftalarme mit einer Gesamtdauer von 261 Stunden gegeben.

16.23 Uhr: Wadephul - Deutschland tritt Ukraine-Schadensersatzkommission bis Jahresende bei

Deutschland will das Verfahren für den Beitritt zur internationalen Schadensersatzkommission für die Ukraine bis zum Jahresende abschließen. "Wir werden unser Ratifikationsverfahren für den deutschen Beitritt zur Schadensersatzkommission bis Ende des Jahres abschließen", sagte Bundesaußenminister Johann Wadephul.

Zudem dringe die Bundesregierung auf eine schnelle Schaffung weiterer juristischer Instrumente zur Verfolgung der russischen Aggression. Der Europarat spiele eine entscheidende Rolle dabei, die russischen Kriegsverbrechen aufzuarbeiten und die Grundlagen für Gerechtigkeit und Wiedergutmachung zu schaffen.

15.30 Uhr: Nach Angriff auf Akademie - Kiewer Universität stellt auf Online-Unterricht um

Nach dem tödlichen russischen Drohnenangriff auf die Akademie der Wissenschaften im Zentrum Kiews hat die Taras-Schewtschenko-Universität der ukrainischen Hauptstadt vorübergehend auf Fernunterricht umgestellt. Bis zum 16. Oktober werde der Lehrbetrieb wegen der "sich verschlechternden Sicherheitslage in Kiew" aus der Ferne organisiert, teilte die Universität am Dienstag mit. Die am Montag von einem russischen Drohnenangriff getroffene Akademie liegt nur wenige Straßen vom Hauptcampus der Schewtschenko-Universität entfernt.

14.55 Uhr: Insider - Russisch-amerikanische Gespräche über Nachkriegs-Projekte

Russlands Sondergesandter Kirill Dmitriew hat sich Insidern zufolge während seines Besuchs in Washington mit Vertretern des US-Finanz- und des Energieministeriums getroffen. Es seien konstruktive Gespräche geführt worden, sagt ein US-Regierungsvertreter. Es sei nicht nur darüber gesprochen worden, wie der Krieg in der Ukraine beendet werden könne, sondern auch über mögliche Energieprojekte nach einem Ende des Krieges.

13.16 Uhr: Nato verurteilt russische Gewaltandrohung "aufs Schärfste"

Die Nato hat eine russische Warnung vor einer schweren militärischen Eskalation um die russischen Exklave Kaliningrad energisch zurückgewiesen. Nato-Sprecherin Allison Hart machte nach einem entsprechenden Schreiben der russischen Regierung zudem deutlich, die Nato sei ein Verteidigungsbündnis und keine der Bündnisaktivitäten oder Übungen stellten eine Gefahr für irgendeinen Teil Russlands dar.

12.25 Uhr: Ukraine wehrt ballistische Raketen ab

Russland überzieht die Ukraine mit Luftangriffen. Das macht der Flugabwehr des Landes zu schaffen. Präsident Selenskyj spricht jetzt von einem Erfolg: Man habe auch ballistische Raketen abgewehrt, schrieb Selenskyj in sozialen Medien und dankte amerikanischen und norwegischen Partnern seines Landes für ein Flugabwehrsystem vom Typ Nasams. Er dankte auch Deutschland und Frankreich für die Unterstützung der Flugabwehr. Es sei wichtig, dass solche Pakete weiterhin geliefert würden, schrieb er und warf Russland Eskalation vor.

12.19 Uhr: Wadephul will von Putin Zeichen der Verhandlungsbereitschaft

Außenminister Johann Wadephul fordert vom russischen Präsidenten Wladimir Putin nach dessen Einladung zum G20-Gipfel in den USA Zeichen der Verhandlungsbereitschaft. Putin müsse "beweisen, ob es eine Friedensbereitschaft, eine Verhandlungsbereitschaft auf russischer Seite gibt", sagte der CDU-Politiker bei einem Treffen mit seinem slowakischen Kollegen Juraj Blanar in der Hauptstadt Bratislava. "Das unterstreicht man natürlich am besten dadurch, dass man von vornherein Schritte in diese Richtung macht."

Der Bundesaußenminister war gefragt worden, ob er dafür sei, die Teilnahme Putins am G20-Treffen in Florida im Dezember davon abhängig zu machen, dass Moskau einer Teilwaffenruhe im Schwarzen Meer zustimmt, um den Weg für Getreideexporte aus der Ukraine freizumachen. Dieser Exportweg ist wegen des andauernden russischen Angriffskriegs auf die Ukraine blockiert.

12.05 Uhr: Nato-Chef: Werden Ukraine noch mehr unterstützen

Die Nato wird sich nach Angaben ihres Generalsekretärs Mark Rutte von Russland nicht davon abbringen lassen, die Ukraine weiter zu unterstützen. "Russland setzt seine rücksichtslose Kampagne feindseliger Handlungen gegen die Nato fort", sagt Rutte vor Journalisten in Brüssel. "Es versucht, unsere Entschlossenheit zu schwächen und unsere Unterstützung für die Ukraine zu stoppen. Aber das wird nicht gelingen ... Unsere Botschaft an Moskau ist klar: Wir werden noch mehr für die Ukraine tun, nicht weniger."

11.29 Uhr: Armin Laschet fordert mehr Diplomatie zur Beendigung des Ukraine-Krieges

Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Armin Laschet (CDU) hat sich dafür ausgesprochen, die diplomatischen Bemühungen für ein Ende des Ukraine-Krieges zu verstärken. Laschet sagte im rbb24 Inforadio, er sei froh, dass Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) das Gespräch mit Russlands Außenminister Sergej Lawrow gesucht habe: "Wir reden viel zu viel über militärische Lösungen, die aber den Krieg natürlich nicht beenden. Und deshalb finde ich es gut, dass jetzt auch Diplomatie mit Russland eine neue Qualität bekommen hat." Es sei eine frostige Begegnung gewesen, aber "man redet jedenfalls überhaupt wieder. Wie soll denn ein Krieg enden, bei dem Europa auch noch Einfluss nehmen will zugunsten der Ukraine, wenn man sich den Gesprächen verweigert?"

11.08 Uhr: Estland macht Russland für Brand bei Rüstungsfirma verantwortlich

Ein Brandanschlag auf ein estnisches Rüstungsunternehmen im August ist nach Erkenntnissen der Regierung in Tallinn von russischen Geheimdiensten in Auftrag gegeben worden. Dies teilte der estnische Ministerpräsident Kristen Michal unter Berufung auf Informationen des Inlandsgeheimdienstes KAPO mit. Das betroffene Unternehmen Milrem Robotics liefert unbemannte Fahrzeuge an die Ukraine. Beweise für den Verdacht legte Estland unter Verweis auf die Geheimhaltungspflicht der Sicherheitsdienste nicht vor. Die Regierung erklärte jedoch, der Vorfall passe ins Bild anderer Sabotageakte, die im Auftrag Russlands in Europa verübt worden seien. Eine russische Stellungnahme lag zunächst nicht vor. Die Regierung in Moskau hat Vorwürfe westlicher Staaten von Sabotage und anderer hybrider Angriffe in Europa wiederholt zurückgewiesen.

09.35 Uhr: Ukrainischer Verteidigungsminister sagt Deutschland-Besuch ab

Der ukrainische Verteidigungsminister Jewhenij Chmara hat seinen für heute geplanten Antrittsbesuch bei seinem deutschen Amtskollegen Boris Pistorius in Berlin kurzfristig abgesagt. Grund sei die aktuelle Lageentwicklung in der Ukraine, teilte das Verteidigungsministerium mit. Beide Seiten bemühen sich demnach um einen baldigen Ersatztermin. Bei dem Treffen sollte es um die weitere militärische Unterstützung des Landes gehen, das sich für einen weiteren Kriegswinter mit russischen Angriffen auf die Energie-Infrastruktur rüstet.

02.20 Uhr: Nordkorea verstärkt laut Selenskyj seine Truppen in Russland

Nordkorea bereitet nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj die Entsendung von weiteren 10.000 Soldaten nach Russland vor. Mehr als 8.000 nordkoreanische Soldaten befänden sich bereits auf russischem Territorium, sagte Selenskyj unter Berufung auf "neue Daten". Die Soldaten würden "für die Ausbildung und den anschließenden Einsatz in Russland ausgewählt".

01.14 Uhr: Mehrere Explosionen in Kiew - Ukrainische Luftwaffe warnt vor ballistischen Raketen

Die ukrainische Hauptstadt Kiew ist erneut Ziel russischer Raketenangriffe geworden. Am frühen Morgen waren in Kiew mehrere laute Explosionen zu hören, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Zuvor waren während eines Luftalarms die Luftabwehrsysteme aktiviert worden. "Neue ballistische Raketen steuern auf Kiew zu", warnte die ukrainische Luftwaffe im Onlinedienst Telegram. Journalisten in der ukrainischen Hauptstadt berichteten von einem Angriff mit Drohnen und Raketen. 

00.45 Uhr: Putin stockt russische Armee auf 1,55 Millionen Soldaten auf

Der russische Präsident Wladimir Putin stockt die Armee seines Landes einem Dekret zufolge auf 1,55 Millionen Soldaten auf. Die Zahl der aktiven Soldaten steigt damit um 15.500. Die letzte Aufstockung der Armee war im Juli. Der ukrainische Präsident Selenskyj warf Russland in seiner abendlichen Videoansprache vor, mit einer zusätzlichen Mobilmachung begonnen zu haben, die auch ausländische Staatsbürger mit einbeziehe. Nach seinen Worten bereitet Nordkorea die Entsendung von 10.000 weiteren Soldaten vor.

Dienstag, 29. September 2026

23.57 Uhr: Leo XIV. lehnt militärische Lösung des Ukraine-Konflikts ab

Papst Leo XIV. ist weiterhin gegen eine militärische Lösung des Ukraine-Konflikts. In einer Pressekonferenz auf dem Flug von Metz nach Rom sagte er, die Kirche müsse ihre Lehre vertreten, die gegen die Förderung von Gewalt, Hass und Waffen eintrete. Er beklagte, dass derzeit einige politische Führer sogar wieder von der Möglichkeit des Einsatzes atomarer Waffen sprächen, deren Einsatz enorm viele Menschenleben vernichten würde. Die Bereitschaft, immer mehr Waffen zu bauen, verstärke nur die Spannungen und könne zu weiteren Kriegen führen.

21.49 Uhr: Putin ordnet weitere Aufstockung der russischen Armee an

Der russische Präsident Wladimir Putin hat ein Dekret unterzeichnet, das die Personalstärke der Armee um weitere 15.500 Soldaten erhöht. "Die zulässige Personalstärke der russischen Streitkräfte wird auf 2.441.630 Menschen festgesetzt, darunter 1.550.500 Militärangehörige", hieß es in dem Dekret. Einen Grund nannte Putin nicht. Er hatte bereits im März, Juni und Juli eine Aufstockung der Armee verkündet.

21.48 Uhr: Russland plant 2027 höchste Militärausgaben seit Kriegsbeginn

Russland will seine Militärausgaben im Jahr 2027 auf einen neuen Höchststand seit Beginn des Krieges in der Ukraine anheben. Geplant seien Ausgaben von 17,1 Billionen Rubel (rund 178 Milliarden Euro), wie aus Regierungsdokumenten hervorgeht, die der Nachrichtenagentur Reuters vorlagen. Dies entspricht einer Steigerung von rund 27 Prozent gegenüber dem ursprünglich veranschlagten Budget von 13,5 Billionen Rubel. Insgesamt sollen sich die Rüstungsausgaben in den kommenden drei Jahren auf 50 Billionen Rubel belaufen

21.46 Uhr: Selenskyj - Russland hat mit Mobilmachung begonnen

Russland hat nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj bereits mit einer zusätzlichen Mobilmachung begonnen. "Sie (die Russen) planen auch, verstärkt Ausländer einzubeziehen", sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache und berief sich auf Erkenntnisse der ukrainischen Geheimdienste. Seit Monaten wird über eine neue Mobilmachung in Russland spekuliert, um die zuletzt starken Verlusten an den Frontlinien in der Ukraine auszugleichen. Kremlchef Wladimir Putin hat solche Befürchtungen bisher kategorisch zurückgewiesen. 

19.42 Uhr: Polen - Wieder Angriff nahe Grenzübergang

In der ukrainischen Grenzregion zu Polen hat es nach Angaben der Regierung in Warschau erneut eine Drohnenattacke unweit von einem Grenzübergang gegeben. "Ein weiterer Angriff Russlands auf die Westukraine. Eine düsengetriebene Drohne ist auf ukrainischer Seite etwa zwei Kilometer vom Grenzübergang zu Polen in Dorohusk eingeschlagen", schrieb Polens Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz auf der Plattform X. Der Luftraum über Polen wurde demnach nicht verletzt. Wie das Oberkommando der polnischen Streitkräfte bekannt gab, wurde in der Region um Lublin im Südosten Polen während russischer Luftschläge gegen die Westukraine Luftalarm ausgelöst.

19.38 Uhr: Nato-Kommandeur - Russlands Sabotage "immer dreister" - funktioniert aber nicht

Nach den Worten des Oberbefehlshabers der Nato-Truppen in Europa, US-General Alexus Grynkewich, hat die "russische Sabotagekampagne" in Europa für den Kreml keinen Erfolg. Die "staatlich gesteuerte Sabotage" werde zwar "immer dreister", sagte Grynkewich vor EU-Abgeordneten. Dennoch halte das die europäischen Länder nicht davon ab, die Ukraine weiter zu unterstützen.

18.35 Uhr: Ukrainisches Militär meldet Bodengewinne an Front

Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben Bodengewinne an der Front in der Ostukraine erzielt. Eine Militäreinheit teilte mit, sie habe weitere 51 Quadratkilometer von den Russen zurückerobert. Damit seien seit Beginn der Offensive "Operation Vivaldi" vor mehreren Monaten insgesamt 176 Quadratkilometer zurückerlangt worden. Die Offensive betrifft einen Teil der 1.250 Kilometer langen Front.

18.33 Uhr: Nato-Befehlshaber - Russland bei Sabotageakten öffentlich anprangern

Der Nato-Oberbefehlshaber für Europa, Alexus Grynkewich, hat die europäischen Staaten zu einer entschlossenen Reaktion auf russische Sabotageakte aufgerufen. Der beste Weg zur Gegenwehr sei es, die Verantwortlichen in Moskau öffentlich zu benennen und die Unterstützung für die Ukraine zu verstärken, sagte Grynkewich am vor EU-Abgeordneten in Brüssel. Eine öffentliche Zuschreibung erhöhe die Kosten für die Drahtzieher und zwinge sie zur Verhaltensänderung, was eine abschreckende Wirkung habe.

18.31 Uhr: Polen warnt Bewohner im Osten kurzzeitig vor Angriffen

Polen hat die Bewohner der östlichen Region Lublin kurzfristig aufgefordert, sichere Orte aufzusuchen. Angesichts der russischen Angriffe auf die benachbarte Ukraine bestehe auch für diese Region Polens die Gefahr eines Luftangriffs, teilt das polnische Regierungszentrum für Sicherheit mit. Zuvor hatte es bekanntgegeben, dass polnische Kampfflugzeuge aufgrund der russischen Angriffe auf die Ukraine im polnischen Luftraum im Einsatz seien. Kurz darauf hob es die Warnung wieder auf.

17.00 Uhr: Moskau stellt Russland-Geschäft von deutschem Handelskonzern Metro unter seine Verwaltung

Die russischen Behörden haben das Russland-Geschäft des deutschen Handelskonzerns Metro unter ihre Verwaltung gestellt. Sämtliche Vermögenswerte würden unter "temporäre Verwaltung" an das russische Unternehmen UK Torg RUS übertragen, hieß es in einem Dekret des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Moskau hatte zuletzt die Russland-Geschäfte mehrerer Konzerne unter russische Verwaltung gestellt, die aus Ländern stammen, die die Ukraine unterstützen.

14.48 Uhr: Nationale Akademie der Wissenschaften in Kiew in Flammen

In Kiew hat ein russischer Angriff das Gebäude der Nationalen Akademie der Wissenschaften getroffen. Das teilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj mit. Eine Rettungsaktion laufe, es werde nach Menschen gesucht, die sich möglicherweise in dem historischen Gebäude befinden. Dazu veröffentlichte er ein Video, das massives Feuer und schwere Schäden in und um das Gebäude zeigt. Die Akademie liegt nur etwa 150 Meter Luftlinie von der deutschen Botschaft entfernt.

Bürgermeister Vitali Klitschko schrieb bei Telegram von mindestens einer Toten und drei Verletzten infolge eines Drohnenangriffs auf ein Nichtwohngebäude im historischen Teil des Stadtzentrums. Ukrainische Medien verbreiteten Videos, auf denen Feuer im Inneren der Akademie zu sehen waren. Menschen in den oberen Stockwerken flüchteten vor den Flammen auf die Fenstersimse und warteten auf Rettung durch die Feuerwehr. 

Selenskyj verwies zugleich auf die heftigen russischen Angriffe seit der Nacht. Moskau hatte schon in der Nacht mehrere Regionen des Landes attackiert und seine Angriffe am Tag fortgesetzt. An mehreren Orten gab es Tote. Russland müsse zur Verantwortung gezogen werden und echte Konsequenzen spüren, schrieb er und warf Moskau Terror vor.

In Kiew hat ein russischer Angriff das Gebäude der Nationalen Akademie der Wissenschaften getroffen.
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In Kiew hat ein russischer Angriff das Gebäude der Nationalen Akademie der Wissenschaften getroffen.

14.02 Uhr: Auswärtiges Amt - Deutschland und Russland nach Treffen "meilenweit" auseinander

Die ersten direkten Gespräche zwischen Deutschland und Russland seit Beginn des Angriffs auf die Ukraine vor viereinhalb Jahren haben nach Ansicht der Bundesregierung und der EU gezeigt, dass Russland kein Interesse an Friedensverhandlungen hat. Die Positionen seien "meilenweit" voneinander entfernt gewesen, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes. Das Treffen habe die Einschätzung der Bundesregierung bestätigt, dass Moskau nicht zu ernsthaften Verhandlungen über einen Waffenstillstand oder ein Ende des Krieges bereit sei. Der Sprecher warf Russland zudem vor, das Treffen für Propaganda zu instrumentalisieren.

Man wisse um den "propagandistischen Mehrwert eines physischen Treffens, der ja auch von russischer Seite entsprechend genutzt wird und genutzt wurde", sagte er. Dennoch sei es "vertretbar" gewesen, "ein physisches Treffen zu haben, um auch noch einmal klarzumachen, was unsere Positionen sind".

Am Samstag waren Bundesaußenminister Johann Wadephul und sein russischer Amtskollege Sergej Lawrow am Rande der UN-Vollversammlung in New York überraschend zu einem bilateralen Gespräch zusammengekommen. Der russische Außenminister hatte sich nach der Begegnung abweisend geäußert. Er sagte auf einer Pressekonferenz, er habe nichts Neues erfahren, Wadephul hätte ihn ebensogut anrufen können.

13.56 Uhr: Seoul bestellt Gesandten der Ukraine ein

Nach dem mutmaßlichen Verstoß der Ukraine gegen eine vertrauliche Vereinbarung mit Südkorea hat die Regierung in Seoul den ukrainischen Gesandten einbestellt. Dem Geschäftsträger der ukrainischen Botschaft, Andrij Wieschkin, sei "die ernste Besorgnis der Regierung im Zusammenhang mit der Übergabe nordkoreanischer Kriegsgefangener übermittelt" worden, teilte das südkoreanische Außenministerium mit. Zuvor hatte das südkoreanische Präsidialamt "eine offizielle Erklärung und eine Entschuldigung" von Kiew gefordert.

Hintergrund sind Äußerungen des ukrainischen Präsidenten Selenskyj bei der UN-Generaldebatte. In seiner Rede am Mittwoch hatte Selenskyj gesagt, sein Land habe zwei nordkoreanische Soldaten an Südkorea überstellt. Er fügte hinzu, es sei "nicht einfach gewesen, sie lebend gefangen zu nehmen". Die Offenlegung dieser Information stieß in Seoul auf Unmut. "Ich weiß nicht, warum die ukrainische Seite die Vereinbarung gebrochen und die Angelegenheit öffentlich gemacht hat, aber es ist sehr enttäuschend", schrieb Südkoreas Staatschef Lee Jae Myung wenige Stunden bei X. 

13.48 Uhr: Tote im Südosten der Ukraine durch russische Angriffe

Bei russischen Angriffen sind in der ukrainischen Großstadt Dnipro und ihrem Umland mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Russland habe die Innenstadt von Dnipro attackiert, schrieb der Militärgouverneur der südostukrainischen Region, Olexander Hanscha, bei Telegram. Dabei seien mindestens drei Menschen getötet worden. Weitere 15 Menschen seien verletzt worden. Hanscha veröffentlichte Fotos und Videos, die Zerstörungen, Feuer und Rauch an einem Gebäude zeigen. 

In der Stadt Synelnykowe habe das russische Militär ein Logistikzentrum attackiert. Dort sei mindestens eine Person getötet worden. Außerdem gebe es drei Verletzte, darunter ein 15-Jähriger. Er befinde sich im Krankenhaus und sein Zustand sei kritisch, schrieb Hanscha. Die Suche nach weiteren Vermissten laufe. Ein großflächiges Feuer sei ausgebrochen.

13.45 Uhr: Ukrainischer Regierungschef rät gefährdeten Menschen in Städten vor Winter zum Umzug

Der ukrainische Regierungschef Serhij Korezky hat besonders gefährdeten Menschen in ukrainischen Großstädten vor dem Einbruch des Winters zum Umzug geraten. Er rufe zwar nicht zum Verlassen der Städte auf, es lohne sich jedoch für Menschen mit eingeschränkter Mobilität, "für den Winterzeitraum einen alternativen Aufenthaltsort zu finden", sagte Korezky in einem am Sonntagabend ausgestrahlten Interview mit dem Fernsehsender TSN. Dabei nannte er auf Angehörige und soziale Dienste als Unterkunftsmöglichkeit.

Der ukrainische Regierungschef verwies auf die hohe Belastung der Einsatzkräfte in ukrainischen Städten. "Wenn ein Mensch zum Beispiel im 16. Stock wohnt und etwa der Strom ausfällt, warum sollten wir uns in diesem Moment, wenn sich die Spezialisten des staatlichen Katastrophenschutzes auf die Beseitigung der Folgen konzentrieren müssen, um Menschen kümmern, die besondere Aufmerksamkeit benötigen", fragte er im Interview. Er habe die Angelegenheit bereits mit dem Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko besprochen, erklärte Korezky.

13.32 Uhr: Kallas - Gespräch Wadephuls mit Lawrow zeigt fehlenden Friedenswillen Russlands

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas sieht das Gespräch zwischen Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) und dem russischen Außenminister Sergej Lawrow als Beleg für Russlands fehlende Bereitschaft zu ernsten Friedensverhandlungen. Es gebe viele Länder außerhalb Europas, die argumentierten, "sprecht mit den Russen und dann wird es ein Ergebnis geben", sagte Kallas nach einem Treffen der EU-Verteidigungsminister in Brüssel. Die Gespräche in New York hätten jedoch gezeigt, "dass Russland wirklich überhaupt nicht an Frieden interessiert ist", so Kallas. "Ich denke, das ist allen auch sehr, sehr klar", verdeutlichte die EU-Außenbeauftragte.

Wadephul und Lawrow hatten sich vergangene Woche am Rande der UN-Generaldebatte getroffen. Es war das erste Treffen der Außenminister Deutschlands und Russlands seit Beginn der russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine vor mehr als viereinhalb Jahren. Wadephul sagte im Anschluss, bei dem Gespräch seien die "fundamentalen Unterschiede" bei der Beurteilung des Krieges deutlich geworden. 

13.18 Uhr: Kiesewetter warnt vor neuem deutschem "Sonderweg" gegenüber Russland

Der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter hat nach dem Treffen von Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow vor einem deutschen Alleingang gegenüber Moskau gewarnt. "Es kommt sehr stark darauf an, wie die Länder zwischen Deutschland und Russland dieses Gespräch wahrnehmen", sagte Kiesewetter im Politico Berlin Playbook Podcast mit Verweis auf Polen und die baltischen Staaten. "Das eigentliche Signal" habe Wadephul jedoch "innenpolitisch gesetzt", sagte Kiesewetter. 

Das Treffen in New York habe gezeigt, "dass es sich nicht lohnt, mit Russland über Verhandlungen zu reden, weil Russland in aller Brutalität den Krieg fortsetzt", sagte der CDU-Außenpolitiker. Dies habe Lawrow auch deutlich gemacht. "Positiv ist das höchstens ein innenpolitisches Signal in Deutschland, dass wir all diejenigen in CDU und SPD und AfD, die immer glauben, man müsse nur mit Putin verhandeln, entwaffnen." Nun komme es darauf an, "dass der Außenminister sehr klug mit den mittelosteuropäischen Staaten spricht und klar macht, dass es hier nicht über ihre Köpfe hinweg geht, dass es kein Sonderabkommen gibt", so Kiesewetter. 

12.45 Uhr: Ukraine meldet Rückeroberung von weiterem Gebiet in Region Donezk

Die ukrainische Armee hat nach eigenen Angaben im Norden der östlichen Region Donezk weiteres Territorium von den russischen Streitkräften zurückerobert. Das Dritte Armeekorps habe ein Gebiet von 51 Quadratkilometern wieder unter seine Kontrolle gebracht, sagte Brigadegeneral Andrij Biletskyj. Insgesamt seien bei dieser Offensive 176 Quadratkilometer im Norden von Donezk zurückgewonnen worden. Dabei seien drei Dörfer befreit und zwei weitere Ortschaften gesichert worden, erklärte Biletskyj weiter.

Nach Einschätzung der in Washington ansässigen US-Denkfabrik Institute for the Study of War (ISW) hat die Offensive das strategisch wichtige Ziel erreicht, die russischen Bemühungen zur Einkesselung des sogenannten Festungsgürtels aus ukrainischen Städten zu stören. Zwar haben sich die russischen Vorstöße an der Front verlangsamt, die Truppen rücken jedoch von Süden her auf einige Städte vor und dringen auch weiter in die östliche Stadt Kostjantyniwka vor. In Donezk finden seit langem einige der schwersten Kämpfe des Krieges statt. Die Ukraine hält derzeit noch etwa 20 Prozent des Gebiets, während Russland die vollständige Kontrolle anstrebt.

12.18 Uhr: Ukraine setzt Angriffe auf russisches Gebiet fort

Das ukrainische Militär hat nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj seine Angriffe auf russisches Gebiet fortgesetzt. Ziel seien Ölanlagen in der Region Krasnodar gewesen sowie zwei Rüstungsfabriken in den Regionen Tula und Woronesch. Der geschäftsführende Gouverneur von Brjansk teilte zudem mit, dass in der russischen Grenzregion Bahninfrastruktur mit ukrainischen Drohnen angegriffen worden sei. Dabei sei eine Bahnbrücke teilweise eingestürzt. Fast 30 Waggons seien entgleist. Verletzt worden sei niemand.

11.14 Uhr: Russischer Angriff auf Wohnhaus in Charkiw – 29 Verletzte

Bei russischen Angriffen sind in der Ukraine erneut zwei Menschen getötet und Dutzende verletzt worden. In Charkiw im Osten des Landes wurden nach Angaben von Bürgermeister Ihor Terechow 29 Menschen bei einem russischen Angriff auf ein Wohnhaus verletzt, darunter zehn Minderjährige. Russland habe Gleitbomben eingesetzt. 

09.00 Uhr: Kallas warnt vor weiteren russischen Sabotageakten

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas verweist auf Geheimdienstberichte, denen zufolge Russland weitere Sabotageakte in Europa plane. "Wir müssen wachsam sein", fordert Kallas daher vor einem Treffen der EU-Verteidigungsminister in Brüssel. Die Geheimdienstinformationen zeigten, dass Russland weitere Sabotageakte und "Angriffe gegen unsere Demokratie" plane. Ziel sei es, die Gesellschaft zu spalten und durch Einschüchterung von der Unterstützung der Ukraine abzubringen.

06.38 Uhr: Ukraine meldet 15 Verletzte bei russischem Angriff auf Charkiw

Bei dem Einschlag einer russischen Lenkbombe in ein Wohnhaus in Charkiw sind nach ukrainischen Angaben 15 Menschen verletzt worden. Unter den Opfern seien auch Kinder, teilte Bürgermeister Ihor Terechow auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Charkiw im Nordosten des Landes ist die zweitgrößte Stadt der Ukraine.

06.00 Uhr: EU-Verteidigungsminister beraten über weitere Ukraine-Hilfe

Die EU-Verteidigungsminister beraten heute in Brüssel über die weitere militärische Unterstützung der Ukraine. Dabei soll es unter anderem darum gehen, wie das Land mehr Raketen für das Luftabwehrsystem Patriot bekommen kann. Die Ukraine beklagt seit Monaten, russische Angriffe nicht mehr gut abwehren zu können, weil ihr Raketen fehlen. Ein Vorschlag der EU sieht vor, dass die Mitgliedsstaaten ihren Platz in der Warteschlange für Bestellungen der Raketen mit der Ukraine tauschen. Weiteres Thema ist außerdem der erste Bericht zur Verteidigungsfähigkeit der EU.

05.56 Uhr: CDU-Außenpolitiker Kiesewetter kritisiert Treffen zwischen Wadephul und Lawrow

Der CDU-Außenpolitiker Kiesewetter hat das Treffen zwischen Deutschland und Russland am Samstag kritisiert. Im Nachhinein wäre ein Telefonat klüger gewesen, denn das Ergebnis bleibe das Gleiche, so Kiesewetter in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Bei dem Gespräch zwischen Bundesaußenminister Wadephul und dessen russischen Amtskollegen Lawrow sei weder etwas für die Ukraine noch für die Sicherheit Deutschlands erreicht worden. Außerdem hinterlasse das Treffen den Eindruck eines deutschen Sonderwegs, so Kiesewetter. Wadephul hatte das Gespräch zuvor gegen Kritik verteidigt: Man dürfe die Verhandlungen mit Russland nicht nur den USA überlassen. Noch gebe es aber keinen Anlass für Normalität, so der deutsche Außenminister in der ARD.

01.00 Uhr: Ukraine meldet fünf Tote bei russischen Drohnenangriffen

Bei russischen Drohnenangriffen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew und andere Regionen sind am Sonntag ukrainischen Angaben zufolge mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. In einem Vorort westlich von Kiew schlug eine Drohne auf einem Markt ein, wobei zwei Menschen getötet und etwa zehn verletzt wurden, wie die ukrainische Staatsanwaltschaft mitteilte. In der nordukrainischen Stadt Sumy starben dem regionalen Gouverneur Oleh Hryhorow zufolge zwei Menschen durch Gleitbomben.

In Charkiw im Nordosten des Landes wurde der Fahrer eines Autos durch einen Drohneneinschlag getötet. In Kiew selbst gab es nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko neun Verletzte. Dort seien unter anderem Hochhäuser, Datenzentren und ein Gebäude getroffen worden, das vom saudi-arabischen Botschafter als Residenz genutzt werde. Der ukrainische Wolodymyr Selenskyj verurteilte die Angriffe auf zivile Ziele auf der Nachrichtenplattform X als Terrorismus.

Montag, 28. September 2026

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