Mit Informationen der ARD-Korrespondentinnen und -Korrespondenten sowie der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters. Zum Teil lassen sich die Angaben nicht unabhängig überprüfen.
21.10 Uhr: Explosionen nahe Tankschiff vor Jemen
Ein Tanker hat der britischen Seeschifffahrtsbehörde UKMTO zufolge mehrere Explosionen in seiner Nähe rund 60 Seemeilen südlich der jemenitischen Hafenstadt Mokka im Golf von Aden gemeldet. Die Besatzung sei unversehrt, teilte die Behörde weiter mit. Es gebe keine Berichte über Umweltschäden.
16.04 Uhr: Huthi-Miliz meldet Angriffe auf Ölanlagen in Saudi-Arabien
Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen hat erneut Angriffe in Saudi-Arabien für sich reklamiert. Ein Huthi-Sprecher teilte auf Telegram mit, die Gruppe habe zwei Standorte des saudi-arabischen Ölkonzerns Aramco in Riad sowie im Gebiet von Churais mit Drohnen und ballistischen Raketen angegriffen. Eine unabhängige Bestätigung des Konzerns für Treffer liegt bislang nicht vor.
14.40 Uhr: Jemens Präsident kündigt Großoffensive gegen Huthi-Rebellen an
Der jemenitische Präsident Raschad al-Alimi kündigt den Beginn einer militärischen Großoffensive gegen die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen an. Ziel des Einsatzes sei es, die von der Miliz kontrollierten Gebiete zurückzuerobern. "Heute verkünde ich den Beginn von Militäroperationen, um das restliche Territorium der Republik zurückzugewinnen und der staatlichen Autorität sowie den Institutionen auf dem gesamten Staatsgebiet wieder Geltung zu verschaffen", sagt Alimi in einer Fernsehansprache.
12.20 Uhr: Iran - Wollen Reichweite unserer Raketen erhöhen
Iran will die Reichweite seiner Raketen erhöhen. Amerikanische Streitkräfte seien nun bis zu 1000 km von der iranischen Küste entfernt positioniert, sagt Armeesprecher Mohammed Akraminia der Nachrichtenagentur Fars. "Während dieses Krieges kamen wir zu dem Schluss, dass wir die Reichweite unserer Raketen unbedingt erhöhen müssen, und wir haben nun Schritte in diese Richtung unternommen", sagt er.
09.00: Iran - Öffnen Hormus erst wieder, wenn Bedingungen erfüllt sind
Iran will die für Öltransporte wichtige Straße von Hormus erst wieder öffnen, wenn sieben Bedingungen aus einem Interimsabkommen mit den USA vom Juni erfüllt sind. Das sagte Parlamentspräsident Mohammad Baker Kalibaf nach Angaben der staatsnahen Nachrichtenagentur Nournews am Sonntag: "Die Amerikaner, die in den Medien etwas anderes behaupten, haben kürzlich über einen Vermittler Vorschläge unterbreitet. Sie müssen aber verstehen, dass die Zeit, in der sie den Prozess in die Länge gezogen und einseitige Forderungen diktiert haben, vorbei ist", wurde Kalibaf zitiert. "Die Straße von Hormus wird erst dann geöffnet, wenn unsere sieben Bedingungen, die auf dem Islamabad-Memorandum basieren, erfüllt sind."
05.33 Uhr: Angelina Jolie - Menschen im zerstörten Gaza brauchen Hilfe
US-Hollywoodstar Angelina Jolie bittet für die Menschen im durch den Krieg von Israel und der islamistischen Palästinenserorganisation Hamas zerstörten Gazastreifen um Hilfe. "Mit Blick auf den bevorstehenden Winter benötigen 1,98 Millionen Menschen - das sind 94 Prozent der Bevölkerung Gazas - Unterstützung bei der Unterbringung sowie grundlegende Hilfsgüter", schrieb die 51-Jährige auf der Plattform Instagram. "Was jetzt geschieht, ist entscheidend."
Die Menschen benötigten Unterkünfte, die Krankenhäuser medizinische Lieferungen, die Zivilbevölkerung humanitäre Hilfe, schrieb sie weiter. "Die Zerstörung ist sichtbar. Die Bedürfnisse sind bekannt. Entscheidend ist nun, ob sie erfüllt werden."
Jolie war über viele Jahre Sondergesandte des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR. Auch heute besucht sie immer wieder Konflikt- und Krisenregionen weltweit, um auf das Leid von Zivilistinnen und Zivilisten aufmerksam zu machen. Anfang des Jahres hatte sie die ägyptische Seite des Grenzübergangs Rafah zum Gazastreifen besucht und sich einen Überblick zu laufenden Hilfsmaßnahmen für den abgeriegelten Küstenstreifen verschafft.
Sonntag, 4. Oktober 2026
22.53 Uhr: Israels Armee nimmt ranghohen Hamas-Vertreter ins Visier
Mit einem Luftangriff auf eine Wohnung im Gazastreifen hat die israelische Armee am Samstag einen hochrangigen Vertreter der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas ins Visier genommen. Sie habe versucht, Ali al-Amudi zu töten, bestätigte die Armee entsprechende Medienberichte. Es werde geprüft, ob al-Amudi verletzt oder tot sei. Nach Angaben des Zivilschutzes und eines Krankenhauses im Gazastreifen wurden bei dem Angriff fünf Menschen getötet.
Der Luftangriff erfolgte im frühen Morgengrauen und nach dem jüdischen Kalender am Jahrestag des Überfalls der Hamas auf Israel vor drei Jahren.
21.00 Uhr: Huthis greifen Aramco-Anlage in Riad an
Die jemenitischen Huthi-Rebellen haben nach eigenen Angaben eine Einrichtung des Konzerns Aramco in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad angegriffen. Dabei seien ballistische Raketen und Drohnen eingesetzt worden, erklären die Huthis. Eine offizielle Bestätigung aus Saudi-Arabien liegt zunächst nicht vor.
12.17 Uhr: Irans Währung fällt auf historisches Tief
Die iranische Landeswährung ist angesichts von Krieg und Wirtschaftssanktionen im Sinkflug. Auf dem freien Markt stieg der Wechselkurs für einen Euro erstmals auf die historische Marke von drei Millionen Rial, wie das iranische Finanzportal bon-bast.com berichtet. Durch den rapiden Wertverlust sinkt die Kaufkraft der Bevölkerung drastisch. Nach Angaben von Finanzexperten ist der durchschnittliche Monatslohn seit Jahresbeginn von umgerechnet 120 Euro auf rund 70 Euro gefallen. Die Abwertung verteuert vor allem den Import von Konsumgütern und Rohstoffen, was den heimischen Preisdruck weiter anheizt.
12.03 Uhr: Expertin – G7-Reserven dämpfen Spritpreis allenfalls kurzfristig
Die von den G7-Staaten beschlossene Freigabe von Öl- und Dieselreserven kann Autofahrer nach Ansicht der IW-Ökonomin Samina Sultan allenfalls kurzfristig entlasten. Die Freigabe sei ähnlich wie der Tankrabatt ein Pflaster, das kurzfristig Linderung verschaffen könne, sagte die Expertin vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) der Deutschen Presse-Agentur. "Es kann eine Weile lang etwas abfedern, aber die grundlegende Problematik bleibt weiterhin bestehen."
Entscheidend für Autofahrer sei zudem, wie groß der Dieselanteil der freigegebenen Reserven sei, sagte Sultan. Das gehe aus der Mitteilung der G7 nicht hervor. Denn durch die Lage in der Straße von Hormus wird nicht nur der Ölexport eingeschränkt, auch wichtige Raffinerien sind vom Weltmarkt abgeschnitten.
Im Video: Trump - "Dieselexport-Verbot war nicht ernst gemeint"
US-Präsident Trump am 2.10.2026
10.41 Uhr: Mehr Todesopfer nach israelischem Luftangriff auf Gaza
Bei einem israelischen Luftangriff im Gazastreifen sind nach Angaben palästinensischer Rettungskräfte mindestens fünf Menschen getötet worden. Laut medizinischen Quellen im Schifa-Krankenhaus wurden bei dem Angriff auf eine Wohnung in einem Haus im Westen der Stadt Gaza mindestens fünf weitere Menschen teils schwer verletzt. Unter den Trümmern werde nach weiteren möglichen Opfern gesucht.
09.20 Uhr: Emiratische Behörden – Flydubai-Copilot plante "Terrorakt"
Der Copilot der Flydubai-Maschine hat nach Angaben der emiratischen Behörden einen "Terrorakt" geplant. Der aus dem Oman stammende Mann habe den Piloten am Mittwoch auf dem Flug von Dubai nach Israel mit der Notaxt im Cockpit angegriffen, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur WAM am Samstag die Generalstaatsanwaltschaft. Der Copilot verletzte den Piloten schwer, konnte aber von Passagieren überwältigt werden, so dass die Maschine mit mehr als 170 Menschen an Bord später sicher landete. Rettungsäxte wie diese - in der Fachsprache crash axes genannt - gehören zur vorgeschriebenen Notausrüstung in Flugzeugen und dienen unter anderem dazu, sich im Notfall durch Verkleidungen oder andere Hindernisse zu arbeiten.
Zuvor hatten mehrere Medien wie unter anderem das "Wall Street Journal" berichtet, der Mann habe aufgrund extremistischer Ansichten im Oman nicht mehr fliegen dürfen. Laut CNN verlor der Copilot im vergangenen Jahr aufgrund von Bedenken hinsichtlich extremistischer Ansichten seine Stelle bei Oman Air, der nationalen Fluggesellschaft des Oman.
05.36 Uhr: Geheimes Treffen von US-Kabinettsmitgliedern zu Iran und Jemen
Führende Kabinettsmitglieder von US-Präsident Donald Trump haben sich einem Medienbericht zufolge heimlich zu Beratungen über die nächsten Schritte im Iran-Krieg und dem Konflikt zwischen Saudi-Arabien und den Huthi im Jemen getroffen. Dies berichtet das Nachrichtenportal Axios unter Berufung auf Insider. Das Treffen auf dem Präsidenten-Landsitz Camp David sei von Vizepräsident Vance geleitet worden.
05.03 Uhr: Anklage gegen Iraner – Terrorplan gegen jüdische Gemeinde?
Zwei iranischen Staatsbürgern in Großbritannien wird vorgeworfen, Anschläge auf die jüdische Gemeinde im Raum Manchester geplant zu haben. Unter anderem sollen sie sich Informationen und Komponenten zum Bau von Sprengsätzen besorgt und im Internet potenzielle Angriffsziele recherchiert haben, teilte die Metropolitan Police am Freitagabend mit. Die beiden Männer im Alter von 36 und 34 Jahren seien bereits am 20. September in Manchester festgenommen worden, hieß es weiter. Den Angaben zufolge standen die Angeklagten in Zusammenhang mit der geplanten Tat mit einem weiteren Mann im Ausland in Kontakt. Die Kontaktperson halte sich möglicherweise im Iran auf, hieß es weiter.
01.55 Uhr: Mindestens vier Tote bei israelischem Luftangriff auf Gaza-Stadt
Bei einem israelischen Luftangriff sind nach Angaben der palästinensischen Gesundheitsbehörden in der Stadt Gaza mindestens vier Menschen in einem Wohnhaus getötet worden. Eine Stellungnahme des israelischen Militärs liegt dazu noch nicht vor.
01.34 Uhr: Öltanker vor Küste des Oman von Projektil getroffen
Ein Rohöltanker ist am frühen Samstagmorgen laut einer Mitteilung der britischen Seehandelsaufsicht UKMTO vor der Küste des Oman von einem unbekannten Projektil getroffen worden. Der Kapitän habe den Vorfall gemeldet, der sich vier nautische Meilen östlich des Landes ereignete. Die gesamte Besatzung sei in Sicherheit. Umweltschäden seien bisher nicht gemeldet worden.
00.54 Uhr: Flydubai-Copilot galt Medienberichten zufolge schon zuvor als Sicherheitsrisiko
Der Copilot, der den Piloten des Flydubai-Flugs nach Tel Aviv verletzt haben soll, ist US-Medien zufolge wegen Sicherheitsbedenken zuvor aus seinem früheren Job bei einer Fluggesellschaft im Oman entlassen worden. Nach Informationen von ABC News war bei dem mutmaßlichen Angreifer aus dem Oman extremistisches Material festgestellt worden, als er 2024 als Copilot-Auszubildender bei der Fluggesellschaft beschäftigt war. Daraufhin wurde er als Sicherheitsrisiko eingestuft, durfte demnach aber weiterhin in einer Verwaltungsfunktion dort arbeiten. Dem US-Sender CNN liegen ähnliche Informationen vor.
Auch das «Wall Street Journal» berichtet unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen, dass der Mann von Oman zu einem früheren Zeitpunkt mit einem Flugverbot belegt worden sei. Grund dafür sei die Befürchtung gewesen, dass er radikale ideologische Ansichten habe. Dem Sender ABC News zufolge versuchen Ermittler aktuell herauszufinden, wie es ihm anschließend dennoch gestattet worden sei, für Flydubai zu fliegen.
Samstag, 3. Oktober 2026
23.45 Uhr: Trump schließt Diesel-Exportstopp aus
US-Präsident Donald Trump hat nach der Einigung der G7 auf die Freigabe von Diesel und Rohöl einen US-Exportstopp für Diesel ausgeschlossen. "Wir werden kein Exportverbot verhängen", sagte Trump am Freitag im Weißen Haus und begrüßte die Entscheidung der europäischen Staaten, Diesel aus ihren Reserven freizugeben.
Trump sagte, ein Exportstopp sei "nie wirklich auf dem Tisch" gewesen. Noch am 22. September hatte er sich jedoch für einen solchen Schritt ausgesprochen und am Donnerstag erklärt, die USA erwögen ihn weiterhin. Ein US-Exportstopp hätte die Versorgung insbesondere in der EU treffen können: Rund die Hälfte ihrer Dieselimporte kommt aus den USA.
22.16 Uhr: Huthis - 94 Angriffe Saudi-Arabiens im Jemen
Die Huthi-Miliz hat Saudi-Arabien vorgeworfen, binnen 24 Stunden 94 Angriffe auf von ihr kontrollierte Gebiete im Jemen ausgeführt zu haben, darunter die Hauptstadt Sanaa. Bei den Angriffen habe es Tote und Verletzte gegeben, sagte Huthi-Sprecher Jahja Saree am Freitag, ohne Zahlen zu nennen.
Die Zahl der saudischen Angriffe auf Huthi-Stellungen seit Beginn der jüngsten Kämpfe liege inzwischen bei 1350, erklärte die vom Iran unterstützte Miliz. AFP-Korrespondenten hatten am Donnerstagabend in Sanaa drei heftige Explosionen gehört.
20.22 Uhr: Reiche - Energiereserve auch nach G7-Freigabe ausreichend gedeckt
Die angestrebte Freigabe von Ölvorräten durch die G7-Staaten stellt nach den Worten von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) kein Risiko für die Energieversorgung dar. Über vier Monate würden 100 Millionen Barrel (je 159 Liter) koordiniert über die Internationale Energieagentur (IEA) mobilisiert, mit einer erheblichen Diesel-Freigabe bereits in den ersten 20 Tagen, teilte sie der Deutschen Presse-Agentur mit. "Dabei bleibt jederzeit ausreichend Reserve zur Sicherung der Versorgung im System." Das werde fortlaufend überwacht.
Reiche teilte mit: "Für mich war in den vergangenen 48 Stunden in den Gesprächen entscheidend, aus einer angespannten Lage ein verlässliches gemeinsames Vorgehen zu machen." Die Maßnahme dämpfe den Preisdruck und schaffe Verlässlichkeit für Unternehmen, Verbraucher sowie in der transatlantischen Partnerschaft.
19.42 Uhr: Britische Behörde - Erneut Tanker in Straße von Hormus von Geschoss getroffen
In der Straße von Hormus ist nach britischen Angaben erneut ein Tanker angegriffen worden. Das Schiff sei in der Meerenge von einem "unbekannten Geschoss" getroffen worden, teilte die britische Schifffahrtsbehörde UKMTO am Freitag mit. Der Angriff habe einen Brand und einen Stromausfall an Bord ausgelöst. Das Feuer sei inzwischen gelöscht, es habe auch keine Opfer oder Umweltschäden gegeben. Das Schiff habe seine Fahrt fortgesetzt.
Die Behörde machte keine näheren Angaben zu dem Schiff. Sie nannte weder den Flaggenstaat noch den Start- und Zielhafen.
19.40 Uhr: Insider - Saudi-Arabien plant neue Offensive gegen Huthis im Jemen
Saudi-Arabien plant Insidern zufolge eine neue Militäroffensive gegen die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen. Ziel sei es, die strategisch wichtige Schifffahrtsroute im Roten Meer zu sichern, sagten regionale und westliche Offizielle der Nachrichtenagentur Reuters. Der Einsatz solle in den kommenden Wochen beginnen und von jemenitischen Bodentruppen ausgeführt werden, die von Riad beaufsichtigt und durch saudi-arabische Luftangriffe unterstützt würden. Sechs Personen mit Kenntnis der Vorbereitungen bestätigten die Pläne.
Stellungnahmen der saudi-arabischen und jemenitischen Regierung sowie der Huthi-Miliz lagen zunächst nicht vor.
Ein Hauptziel der Offensive sei es, die jüngsten Gebietsgewinne der Huthi-Miliz rückgängig zu machen. Diese hatte im September die Kontrolle über die Meerenge Bab al-Mandab übernommen. Die Meerenge ist die südliche Zufahrt zum Roten Meer und damit eine entscheidende Route, die das Mittelmeer über den Suezkanal mit Asien verbindet.
18.34 Uhr: Bundesregierung begrüßt G7-Beschluss zu Diesel - "Genügend weitere Reserven vorhanden"
Die Bundesregierung hat den G7-Beschluss zur Freigabe von 100 Millionen Barrel Öl- und Ölprodukten wie Diesel als wichtiges Zeichen für die Handlungsfähigkeit und Geschlossenheit der Gruppe begrüßt. Die Freigabe sei wichtig, um die Versorgungslage und das Marktgeschehen zu stabilisieren, hieß es in Regierungskreisen. Ziel sei jetzt, eine breite Beteiligung aller Partnerländer der Internationalen Energie Agentur (IAE) zu erreichen. Aus Sicht der Bundesregierung sei wichtig, dass mit den vor allem als Preisstabilisierung gedachten Maßnahmen noch genügend weitere Reserven vorhanden seien, "um bei Bedarf die Versorgungssicherheit weiter zu gewährleisten".
In Regierungskreisen wurde auch betont, dass es gut sei, dass die USA bei der Videokonferenz der Chefs der wichtigsten westlichen Industriestaaten von ihrer Drohung Abstand genommen hätten, die Ausfuhr von Diesel zu verbieten.
18.14 Uhr: Welternährungsprogramm warnt vor "absolut verheerender" Hungersnot im Jemen
Das Welternährungsprogramm (WFP) hat angesichts der neu aufgeflammten Kämpfe im Jemen vor einer "absolut verheerenden" Hungersnot gewarnt. "Der Hunger im Jemen beschleunigt sich heute vor unseren Augen", sagte der Vize-Programmdirektor Matthew Hollingworth vom WFP vor der Presse. Der Konflikt im Jemen zwischen der vom Iran unterstützten Huthi-Miliz und der international anerkannten Regierung war in den vergangenen Wochen abermals eskaliert.
Seit dem neuen Aufflammen der Kämpfe können nach WFP-Angaben drei von vier Haushalten in dem Land mit 35 Millionen Einwohnern ihre Grundbedürfnisse nicht mehr befriedigen. "Das ist die Höchstzahl in diesem Jahr in nur ein paar Wochen", sagte Hollingworth. Seinen Angaben zufolge müssen 90 Prozent der in dem Land konsumierten Lebensmittel importiert werden.
17.20 Uhr: Ölpreis nach G7-Einigung unter Druck
Die Freigabe strategischer Öl- und Dieselreserven durch die G7 hat die Ölpreise ins Minus gedrückt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent verbilligte sich um rund 2,5 Prozent auf 99,66 Dollar. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI fiel um gut vier Prozent auf 89,11 Dollar. Die europäischen Gasöl-Futures, ein Richtwert für die Dieselpreise, gaben um mehr als vier Prozent nach.
16.31 Uhr: G7-Staaten geben bis zu 100 Millionen Barrel Diesel und Rohöl frei
Die G7-Staaten haben sich auf die Freigabe von bis zu 100 Millionen Barrel Diesel und Rohöl geeinigt, um die wegen des Iran-Krieges angespannten Energiemärkte zu entlasten. Die koordinierte Freigabe über die Internationale Energieagentur (IEA) soll unverzüglich anlaufen und über einen Zeitraum von vier Monaten erfolgen, wie die G7 in einer gemeinsamen Erklärung mitteilten. Zudem ist eine vorgezogene, erhebliche Freigabe von Diesel innerhalb der ersten 20 Tage durch die G7-Mitglieder und ihre Partner geplant.
Der französische Präsident Emmanuel Macron erklärte, die G7-Staaten hätten zudem vereinbart, ihre Maßnahmen weiter abzustimmen, um die Öllieferungen durch die Straße von Hormus zu sichern. Zu der Gruppe gehören neben Frankreich die USA, Deutschland, Großbritannien, Italien, Kanada und Japan.
16.21 Uhr: Trump - Europa gibt "gewaltige Menge" an Dieselreserven frei
Nach Angaben von US-Präsident Donald Trump haben sich die Europäer auf Druck der Vereinigten Staaten zur Freigabe ihrer Dieselreserven bereiterklärt. "Europa hat soeben zugestimmt, eine gewaltige Menge seiner umfangreichen Dieselöl-Reserven freizugeben", erklärte Trump in seinem Onlinedienst Truth Social. Dies werde "umgehend beginnen", fügte er hinzu
Die Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten hatten zuvor über ein gemeinsames Vorgehen beraten. Die Videokonferenz am Freitagnachmittag fand auf Initiative des französischen Präsidenten Emmanuel Macron statt. Die Trump-Regierung hatte die europäischen Partner zu einer "sofortigen" Freigabe ihrer strategischen Dieselreserven gedrängt, um die Verbraucherpreise zu senken. Als Druckmittel diente offenbar ein möglicher Diesel-Exportstopp der Vereinigten Staaten, für den sich Trump zuvor ausgesprochen hatte.
16.04 Uhr: Netanjahu droht möglichen Hintermännern von Flydubai-Angreifer
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat seine Vorwürfe bekräftigt, dass der mutmaßliche Angreifer an Bord der Flydubai-Maschine einer radikalen islamistischen Indoktrination unterzogen worden sei. "Wir untersuchen derzeit, ob er geschickt wurde, und wer auch immer ihn geschickt hat, wird einen sehr hohen Preis dafür zahlen", sagte Netanjahu in einer Videobotschaft.
US-Präsident Donald Trump hatte zuvor eine mögliche Verbindung zwischen dem Angriff auf die Flydubai-Maschine und dem Iran nicht ausgeschlossen. Trump sagte, sollte sich herausstellen, dass iranische Agenten hinter dem Anschlag steckten, würden die Vereinigten Staaten sehr hart gegen Teheran vorgehen.
14.34 Uhr: G7-Chefs beraten über Freigabe von Dieselreserven
Die G7-Staats- und Regierungschefs beraten auf Initiative von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron derzeit per Videokonferenz darüber, ob angesichts der hohen Spritpreise Maßnahmen auf den Weltmärkten für Rohöl und Raffinerieprodukte ergriffen werden sollen. Das teilte der Élysée-Palast mit. Macron hatte zuvor eine "konzertierte" Reaktion der G7 auf die hohen Energiepreise gefordert. Er habe dazu bereits mit US-Präsident Trump und Kanadas Regierungschef Carney telefoniert, teilte das Präsidialamt mit. Frankreich hatte seine EU-Partner aufgefordert, zusätzliche Dieselreserven freizugeben. Die Initiative sieht offenbar vor, dass die europäischen Staaten 50 Millionen Barrel Diesel freigeben.
Solche Überlegungen stoßen allerdings auf Skepsis in Berlin. In Regierungskreisen hieß es, schon im März sei der Versuch gescheitert, mit der Freigabe von Reserven einen deutlichen Preisanstieg zu verhindern. Bundeskanzler Friedrich Merz soll an der Videokonferenz teilnehmen.
14.06 Uhr: Bundesregierung nach US-Forderung zu Dieselreserven: "Märkte nicht weiter verunsichern"
Nach der US-Forderung nach der Freigabe von Dieselreserven wegen der hohen Kraftstoffpreise hat die Bundesregierung eine besonnene Reaktion angemahnt. "Es gilt jetzt, die Märkte nicht weiter zu verunsichern", sagte der stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille. Er betonte, die Bundesregierung sehe die USA "als verlässlichen Partner, auch in Bezug auf Kraftstofflieferungen". Man rufe "alle Beteiligten auf, besonnen zu handeln." Der Grund für die hohen Kraftstoffpreise liege "zuvorderst in der Lage im Nahen Osten und der damit zusammenhängenden Verknappung des Angebots".
Grundsätzlich erfolge die Freigabe von Kraftstoffreserven im Rahmen der Internationalen Energieagentur (IEA). Dies geschehe "auf freiwilliger und auf koordinierter Basis", so Hille. Derzeit seien Deutschland "keine neuen Anforderungen" seitens der IEA bekannt. US-Finanzminister Scott Bessent hatte die Europäer aufgefordert, "umgehend" ihre Dieselreserven freizugeben, um die hohen Preise zu senken. Druckmittel ist offenbar ein möglicher Exportstopp für Diesel aus den USA, den Präsident Trump öffentlich erwogen hatte.
13.14 Uhr: Freigabe von Treibstoffreserven: EU ist "bereit für gemeinsames Handeln", will aber abwarten
Vor dem Hintergrund steigender Treibstoffpreise und Druck aus den USA hat Brüssel seine grundsätzliche Bereitschaft für eine Freigabe der strategischen Ölreserven erklärt. "Die Europäische Union ist bereit für gemeinsames Handeln im Rahmen der Internationalen Energieagentur (IEA)", sagte eine Sprecherin der EU-Kommission. Mit Blick auf eine mögliche Videokonferenz der G7-Staaten am Nachmittag fügte sie hinzu: "Wir werden nun die nächsten Schritte abwarten."
Die Arbeitsgruppe Energieunion hatte am Vormittag die jüngsten Entwicklungen auf dem Diesel-Markt diskutiert. Die USA haben die EU aufgefordert, "umgehend" ihre strategischen Dieselreserven freizugeben, um die Preisanstiege abzumildern. Druckmittel ist offenbar ein möglicher Exportstopp für US-Diesel, für den sich US-Präsident Trump aussprach. Die Kommissionssprecherin wies eine solche Exportsperre "kategorisch" zurück, er würde das Vertrauen in die USA als Lieferant untergraben. Mit Blick auf die mögliche Freigabe von Treibstoffreserven verwies sie auf die IEA: "Es ist ihre Aufgabe, eine mögliche Freigabe von Reserven zu organisieren."
13.08 Uhr: Offenbar dutzende Tote bei Kämpfen zwischen Huthis und Regierungstruppen im Jemen
Bei Gefechten nahe der Stadt Tais im Jemen zwischen von Saudi-Arabien unterstützten Regierungstruppen und Kämpfern der pro-iranischen Huthi-Miliz sind nach Angaben beider Seiten dutzende Menschen getötet worden. In den vergangenen 24 Stunden seien 55 regierungsfeindliche Kämpfer im Raum Tais getötet worden, verlautete aus Huthi-Militärkreisen. Aus Regierungskreisen verlautete, dass 26 Soldaten der Regierungstruppen getötet worden seien.
Rund um die Großstadt Tais im Südwesten des Jemen, die unter der Kontrolle der Regierungstruppen steht, hatte es zuletzt heftige Kämpfe gegeben. Den Huthis ist es bislang nicht gelungen, die drittgrößte Stadt des Landes einzunehmen. Die Huthi-Miliz kontrolliert seit Jahren weite Teile des Jemen, darunter die Hauptstadt Sanaa. Zuletzt übernahm die Miliz nach einer Blitzoffensive die Kontrolle über große Teile der Küste an der strategisch und ökonomisch wichtigen Meerenge Bab al-Mandab. Nach Beginn des Iran-Kriegs vor sieben Monaten war der Konflikt im Jemen ebenfalls eskaliert.
12.31 Uhr: Iran-Krieg treibt Inflation im Euroraum auf Drei-Jahres-Hoch
Die Inflation in der Eurozone ist im September wegen hoher Energiepreise deutlich auf den höchsten Stand seit drei Jahren gestiegen. Die Verbraucherpreise legten im Jahresvergleich um 3,8 Prozent zu, wie das Statistikamt Eurostat in Luxemburg nach einer ersten Schätzung mitteilte. Dies ist die höchste Inflationsrate seit September 2023. Im August hatte sie noch bei 3,2 Prozent gelegen. Damit liegt sie weit über dem Preisziel der Europäischen Zentralbank (EZB), die mittelfristig eine Jahresinflation von zwei Prozent anpeilt.
"Es sind vor allem die massiven Preiserhöhungen bei Energie, die die Inflation auf den höchsten Stand seit Herbst 2023 steigen ließen", sagte Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer. Es mehrten sich die Anzeichen, dass die Unternehmen die höheren Energiepreise an Kunden weitergäben. "Dieses Verfestigen der Inflation wird der EZB nicht gefallen. Sie wird ihre Leitzinsen weiter anheben müssen", so Krämer.
12.02 Uhr: Verivox-Chef erwartet wegen Iran-Krieg deutlich steigende Gas- und Strompreise
Wegen des anhaltenden Iran-Kriegs rechnet das Vergleichsportal Verivox mit einem massiven Preisschub bei Gas und Strom. Aufgrund der hohen Einkaufspreise seien Gaspreiserhöhungen bis zu 20 Prozent zu erwarten, sagte Verivox-Chef Daniel Puschmann der "Rheinischen Post". Der Strompreis für Neukunden liege bereits bei knapp 31 Cent je Kilowattstunde - "das sind 20 Prozent mehr als noch Anfang März". Auch für Bestandskunden wird der Preis demnach steigen.
"Die Lage weckt Erinnerungen an die Energiekrise 2022, nachdem Russland die Ukraine überfallen hatte", sagte Puschmann: "Damals trat der Schock plötzlich ein. Jetzt geht es langsamer, der Schock kommt in Raten." Die Gaspreise werden nach seiner Einschätzung weiter steigen. Aktuell müssen Neukunden laut Verivox rund 12,5 Cent pro Kilowattstunde Gas bezahlen - vor Beginn des Iran-Kriegs waren es 8,5 Cent. "Damit liegt der Preis schon jetzt höher, als es einst der Preisdeckel der Ampel-Regierung vorgesehen hat", sagte Puschmann.
10.46 Uhr: Spekulationen über Freigabe von Dieselreserven machen Öl billiger
Spekulationen auf eine mögliche Freigabe von Dieselreserven der EU-Staaten drücken den Ölpreis weiter ins Minus. Das Nordseeöl Brent und das US-Öl WTI verbilligen sich in der Spitze um 2,7 und 3,9 Prozent auf 99,51 beziehungsweise 89,29 Dollar je Fass. Die EU-Staaten haben Insidern zufolge über einen französischen Vorschlag zur Freigabe zusätzlicher Dieselreserven beraten. Die Initiative sieht laut Reuters-Informationen vor, dass die EU-Staaten 50 Millionen Barrel Diesel auf den Markt bringen. Damit reagieren die EU-Länder auf Druck aus den USA, das Angebot zu erhöhen und so die gestiegenen Kraftstoffpreise zu senken. Zudem sollen die Mitglieder der Internationalen Energieagentur (IEA) 50 Millionen Barrel Rohöl freigeben.
Treibstofftanks in Gelsenkirchen-Horst
09.15 Uhr: Spritpreise zum Start des Tankrabatts rund 13 Cent niedriger
Zum Start des neuen Tankrabatts waren die Preise an den Zapfsäulen laut ADAC spürbar günstiger. "Im Vergleich zum Vortag sind die Tagesdurchschnittspreise am ersten Tag des aktuellen Tankrabatts um rund 13 Cent gesunken", teilte der ADAC mit. Bundesweit kostete demnach ein Liter Benzin der Sorte Super E10 am Donnerstag im Schnitt 2,114 Euro und Diesel 2,262 Euro. Der ADAC hat die Mineralölkonzerne wiederholt aufgefordert, rasch die volle Entlastung durch die Energiesteuersenkung von rund 17 Cent weiterzureichen.
Die staatlich subventionierte Entlastung gilt von Anfang Oktober bis Ende Dezember und soll die zuletzt wieder stark angezogenen Preise im Zuge des Krieges in Nahost drücken.
08.43 Uhr: EU-Staaten beraten Freitag über Freigabe strategischer Ölreserven
Die EU-Staaten beraten am Freitag über eine koordinierte Freigabe von Ölreserven über die Internationale Energieagentur (IEA), um die hohen Energiepreise zu senken. EU-Energiekommissar Dan Jörgensen sagte dem Sender Euronews am Donnerstag, die EU berate mit allen Mitgliedern der IEA, "wann der richtige Zeitpunkt für eine Freigabe ist. Das ist eine der Optionen, die wir haben. Wir haben sie schon genutzt und werden sie wahrscheinlich erneut nutzen".
Die USA drängen die Europäer, "umgehend" ihre strategischen Dieselreserven freizugeben. "Unsere europäischen Partner sollten die Umsetzung ihrer bestehenden Zusagen beschleunigen und zusätzliche Lieferungen sofort verfügbar machen, um die anhaltenden Störungen zu beheben", schrieb US-Finanzminister Scott Bessent am Donnerstag in Onlinenetzwerken.
07.36 Uhr: Ölpreis zum Wochenschluss kaum verändert
Die ungewisse Gemengelage in Nahost sorgt für Zurückhaltung am Ölmarkt. Das Nordseeöl Brent und das US-Öl WTI notieren wenig verändert bei 101,99 beziehungsweise 92,40 Dollar je Fass. Am Donnerstag waren die Preise zeitweise deutlich in die Höhe geschossen, nachdem Reuters berichtet hatte, dass chinesische Raffinerien die Exporte von Ölprodukten für Oktober aussetzen, um inländische Lagerbestände zu schonen.
05.27 Uhr: USA schicken weiteren Flugzeugträger nach Nahost
Das Pentagon schickt Medienberichten zufolge eine dritte Flugzeugträgerkampfgruppe sowie weitere Kriegsschiffe in den Nahen Osten. Das berichten das "Wall Street Journal" und das Nachrichtenportal "Axios" unter Berufung auf US-Beamte. Demnach wird erwartet, dass neu entsandte Kriegsschiffe, Kampfflugzeuge, Marineinfanteristen und Matrosen dort bis Ende November eintreffen. Laut dem "Wall Street Journal" stocken die USA ihre Truppenpräsenz in der Region um 9.000 bis 10.000 Soldaten auf.
Die Berichte schüren Spekulationen, dass die USA nach den wichtigen Parlamentswahlen Anfang November neue Angriffe auf den Iran starten könnten. Auf eine entsprechende Frage in einem Interview mit dem "Time"-Magazin, sagte US-Präsident Donald Trump zuletzt schlicht: "möglich".
04.30 Uhr: Trump droht Iran mit harten Konsequenzen im Fall von Beteiligung an Flydubai-Vorfall
US-Präsident Donald Trump hat dem Iran im Fall einer Beteiligung an dem mutmaßlichen Anschlag auf einen vollbesetzten Flydubai-Flug schwerwiegende Konsequenzen angedroht. "Sie werden sehr hart getroffen werden, keine Sorge", antwortete Trump am Donnerstag Journalisten in Washington auf die Frage zu möglichen US-Vergeltungsmaßnahmen gegen die Islamische Republik, falls diese für den Angriff verantwortlich sei.
03.00 Uhr: Saudi-Arabien wirft Huthis Angriff auf Stromtransformator in heiliger Stadt Medina vor
Saudi-Arabien hat den vom Iran unterstützten Huthis einen Angriff auf einen Stromtransformator in der für Muslime heiligen Stadt Medina vorgeworfen. Die von Riad angeführte Militärkoalition gegen die pro-iranische Miliz sprach am Donnerstag im Onlinedienst X von einem "feigen Anschlag auf eine zivile Infrastruktur, welche die Mosche des Propheten in Medina mit Strom versorgt".
Der Militärkoalition zufolge ereignete sich der Angriff bereits am Dienstag. Er reihe sich ein "in die Versuche dieser extremistischen Miliz, die beiden heiligen Moscheen ins Visier zu nehmen und durch Angriffe auf Mekka und Medina Millionen von Muslimen gezielt zu provozieren", hieß es in der Erklärung weiter.
01.39 Uhr: Erneut Schiff in Straße von Hormus unter Beschuss
Ein Tanker ist einem Bericht zufolge am Donnerstagabend beim Durchfahren der Straße von Hormus unter Beschuss geraten. Wie die britische Behörde für Sicherheit in der Schifffahrt (UKMTO) mitteilte, brach ein Feuer aus. Die Besatzung des Schiffes soll sich demnach in Sicherheit befinden. Über den genauen Umfang der Schäden und mögliche Folgen für die Umwelt war zunächst nichts bekannt.
Freitag, 2. Oktober 2026
23.07 Uhr: Britisch-iranischer Mann nach Vorfall an US-Basis festgenommen
Nach dem Sicherheitsvorfall an einem von den USA genutzten Luftwaffenstützpunkt in England hat die britische Polizei einen Mann mit britischer und iranischer Staatsangehörigkeit festgenommen. Der 25-Jährige steht im Verdacht, einen Terroranschlag geplant zu haben. Bereits am Sonntag waren fünf Männer im Alter zwischen 20 und 29 Jahren wegen des Vorfalls am Stützpunkt RAF Fairford festgenommen worden. Sie kamen später gegen Kaution frei. Der britische Premierminister Andy Burnham erklärte, es gebe deutliche Hinweise auf eine Beteiligung des Irans. Teheran weist dies zurück.
22.59 Uhr: Trump - Hinweise auf iranische Verwicklung in Flydubai-Angriff
US-Präsident Donald Trump hat eine Verbindung zwischen dem Angriff auf die Flydubai-Maschine und dem Iran nicht ausgeschlossen. Auf die Frage von Journalisten, ob es eine Verbindung nach Teheran gebe, sagte Trump: "Ich würde sagen, dass die Antwort - nach dem, was ich so höre - "Ja" lautet, aber wir arbeiten gerade daran."
22.22 Uhr: US-Kreise - Weitere Schiffe verstärken Militärpräsenz im Nahen Osten
Die USA verlegen nach Angaben aus Regierungskreisen weitere Schiffe in den Nahen Osten und die Golfregion. Teil der Verstärkung seien die Flugzeugträgerkampfgruppe um die "USS Theodore Roosevelt" sowie der amphibische Einsatzverband um die "USS Makin Island", die sich auf dem Weg in die Region befinden, wie ein US-Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur AP sagte.
19.59 Uhr: Trump - Irans Hormus-Angebot war unzureichend
US-Präsident Donald Trump hat das jüngste Angebot des Irans zur Öffnung der Straße von Hormus als unzureichend bezeichnet. Er werde heute keine iranischen Vorschläge akzeptieren, denen er bereits vor einem Jahr nicht zugestimmt hätte, sagte Trump in einem Interview des "Time"-Magazins.
19.43 Uhr: USA verhängen Sanktionen gegen Irans Auto- und Bahnbranche
Die USA verschärfen ihre Sanktionen gegen den Iran weiter. Das Finanzministerium in Washington verkündete Strafmaßnahmen gegen die größten iranischen Automobilhersteller Iran Khodro (IKCO) und Saipa. Auch die Bahnbranche und Metallunternehmen wie der Stahlhersteller Hepco sind demnach betroffen, ebenso wie eine Firma mit Sitz in Deutschland.
18.33 Uhr: Offenbar Palästinenser bei Angriff israelischer Siedler im Westjordanland getötet
Bei einem Angriff israelischer Siedler auf ein Dorf im besetzten Westjordanland ist nach Angaben palästinensischer Behörden ein 51-jähriger Palästinenser getötet worden. Ein weiterer Mann wurde bei dem Angriff demnach verletzt. Das israelische Militär teilte mit, es prüfe den Vorfall.
17.11 Uhr: Anschlagspläne - Iran weist Vorwürfe zurück
Nach Terrorvorwürfen gegen den Iran hat das Außenministerium in Teheran den britischen Botschafter einbestellt. Irans Vizeaußenminister Madschid Tacht-Rawantschi forderte die Regierung in London zu einer "Korrektur" auf, wie der staatliche Rundfunk berichtete. Nach der Festnahme von fünf Männern unter Terrorverdacht hatte der britische Premierminister Andy Burnham Anzeichen für eine mögliche Verbindung zum Iran bestätigt. "Es gibt starke Hinweise darauf, dass der Iran an den Ereignissen vom Wochenende auf dem RAF-Stützpunkt Fairford beteiligt war", sagte der britische Regierungschef der BBC. Die fünf Männer waren in der Nacht zum Sonntag nahe dem von der US-Luftwaffe genutzten Stützpunkt aufgegriffen worden und sind inzwischen unter strengen Auflagen freigelassen worden.
11.10 Uhr: USA drängen Deutschland zur Freigabe von Diesel-Reserven
Die US-Regierung drängt Deutschland und Frankreich nach Angaben von Insidern zur Freigabe ihrer Dieselreserven und droht andernfalls mit einem Exportstopp. US-Präsident Donald Trump will damit vor den Zwischenwahlen im November die hohen Kraftstoffpreise senken, wie die Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag unter Berufung auf drei mit den Vorgängen Vertraute berichtet. "Es ist im besten Interesse Europas, mit den Vereinigten Staaten zusammenzuarbeiten", sagte einer der Insider, ein US-Regierungsvertreter, zu Reuters. Einer zweiten Quelle aus einer europäischen Hauptstadt zufolge haben die USA die EU aufgefordert, in den nächsten sechs Monaten 120 Millionen Barrel Diesel freizugeben.
10.04 Uhr: Netanjahu – Israel hat Großbritannien vor iranischem Angriff auf Luftwaffenstützpunkt gewarnt
Israel hat Großbritannien nach Angaben von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu schon vor Wochen gewarnt, dass der Iran einen Anschlag auf einen Luftwaffenstützpunkt plane. Das bestätigte Netanjahu in einem Gespräch mit dem US-Sender Fox News am Mittwochabend.
Die britische Polizei war in der Nacht zum Sonntag zu dem Stützpunkt der Royal Air Force in Fairford gerufen worden, der auch von der US-Armee für den Krieg gegen den Iran genutzt wird. Die Polizei entdeckte an dem Stützpunkt drei weiße Lieferwagen und nahm fünf Verdächtige vorübergehend fest. Der britische Premierminister Andy Burnham sagte am Mittwoch, es gebe "starke Hinweise darauf, dass der Iran eine Rolle bei den Ereignissen gespielt" habe.
09.58 Uhr: Iran begrüßt US-Truppenabzug aus dem Irak
Irans Revolutionsgarden haben den US-Truppenabzug aus dem Irak begrüßt. Er sei "ein großes, bedeutungsvolles historisches Ereignis und eine gewaltige Errungenschaft für die Achse des Widerstands", hieß es in einer von der Nachrichtenagentur Tasnim verbreiteten Erklärung der mächtigen Militärorganisation. Aus Sicht der iranischen Streitkräfte beginne damit die "Vertreibung Amerikas" aus der Region und aus dem geografischen Raum der islamischen Gemeinschaft. Nach Angaben des Pentagons vom Mittwoch haben die letzten US-Soldaten den Irak verlassen.
09.55 Uhr: Ölpreise ziehen wieder deutlich an
Die Ölpreise machen ihre anfänglichen Verluste wett und ziehen wieder deutlich an. Die Nordsee-Sorte Brent und US-Öl der Sorte WTI legen um jeweils mehr als zwei Prozent auf 100,22 beziehungsweise 92,62 Dollar je Fass zu. Am Ölmarkt schwanken die Preise wegen der unklaren Gemengelage im Nahost-Konflikt derzeit stark. Die für die globalen Öl- und Gaslieferungen wichtige Wasserstraße von Hormus bleibt ein zentraler Streitpunkt zwischen den USA und dem Iran. Die US-Regierung hat eine Wirtschaftsblockade gegen den Iran verhängt, um Teheran zur Aufhebung der Blockade der Meerenge zu zwingen. Noch ist keine Verhandlungslösung in Sicht.
08.45 Uhr: Deutsche Raffinerien steigern Produktion von Benzin und Diesel
Die Produktion von Benzin und Diesel in Deutschland ist im ersten Halbjahr gestiegen. Die Raffinerien stellten 11,0 Millionen Tonnen Motoren- und Flugbenzin her und damit 1,8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Bei Dieselkraftstoff fiel der Anstieg mit 9,4 Prozent auf 15,8 Millionen Tonnen noch deutlicher aus. Zugleich gingen die deutschen Importe von Kraftstoffen im ersten Halbjahr deutlich zurück. Die Einfuhrmenge von Benzin sank um 23,0 Prozent, die von Diesel um 23,9 Prozent. Wegen der weitgehenden Sperrung der Straße von Hormus infolge des Iran-Kriegs sind die Weltmarktpreise für Rohöl in diesem Jahr deutlich gestiegen.
06.26 Uhr: Welthungerhilfe – Teuerung in Gaza macht Leben unbezahlbar
Ein Großteil der Menschen im Gazastreifen kann nach Angaben der Welthungerhilfe selbst Grundnahrungsmittel nicht mehr bezahlen und ist auf schnelle Hilfslieferungen angewiesen. "Die Preise liegen in der Regel beim Acht- bis Zehnfachen dessen, was die Waren vor dem Krieg gekostet haben", sagte Welthungerhilfe-Generalsekretär Mathias Mogge dem Redaktionsnetzwerk Deutschland nach einem Besuch im Gazastreifen.
So kosteten Gurken mittlerweile vier US-Dollar statt zuvor 30 Cent, Tomaten fünf Dollar statt zuvor 50 Cent. Der Preis für Brot habe sich verdoppelt. Gleichzeitig hätten die meisten Menschen praktisch kein Einkommen mehr. "Viele sind deshalb komplett abhängig von Nahrungsmittelhilfe von außen", sagte Mogge.
05.21 Uhr: Taliban – Neun Tote bei pakistanischen Luftangriffen in Afghanistan
Bei pakistanischen Luftangriffen in Afghanistan sind nach Angaben der dort herrschenden Taliban neun Menschen ums Leben gekommen. Elf weitere seien verletzt worden, teilte Taliban-Sprecher Sabiullah Mudschahed auf der Plattform X mit. Die Taliban-Regierung verurteile den Angriff als Aggression. Eine Stellungnahme des pakistanischen Militärs liegt noch nicht vor.
04.55 Uhr: Rubio wies iranische UN-Delegation an, vorzeitig ausreisen
US-Außenminister Marco Rubio hat den iranischen Außenminister Abbas Araghtschi und dessen Delegation angewiesen, New York vorzeitig zu verlassen. Das bestätigten zwei US-Regierungsvertreter am Mittwoch. Hintergrund war demnach das Ausbleiben von Fortschritten bei indirekten Gesprächen über die Straße von Hormus, eine Beendigung des Konflikts und die Wiederaufnahme der Verhandlungen über das iranische Atomprogramm.
Die US-Regierung hatte dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian, Araghtschi und ihren Delegationen trotz der Feindseligkeiten Visa für die Teilnahme an der UN-Generaldebatte erteilt, allerdings mit strengen Auflagen. Peseschkian reiste nach seiner Rede vor der UN bereits wieder ab, während Araghtschi zunächst in New York blieb.
04.15 Uhr: Netanjahu würdigt angegriffenen Piloten: "Ein wahrer Held"
Nach der Gewalttat auf einem Flug nach Tel Aviv hat Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu die Furchtlosigkeit des mutmaßlich von seinem Kollegen angegriffenen Piloten gewürdigt. «Er ist ein wahrer Held», teilte Netanjahu am Abend auf der Plattform X mit. Trotz schwerer Stichverletzungen habe der indische Flugkapitän Widerstand geleistet, die Cockpittür geöffnet und es Passagieren ermöglicht, den Angreifer zu überwältigen.
Offenbar hatte einer der beiden Piloten auf seinen Kollegen eingestochen, als die Maschine sich am Morgen Israel näherte. Er habe anscheinend vorgehabt, das Flugzeug mit den Passagieren zum Absturz zu bringen. Nach übereinstimmenden Berichten war die Maschine in einen Sturzflug geraten. Nachdem der mutmaßliche Angreifer überwältigt war, konnte das Flugzeug in Saudi-Arabien notlanden – eine zweite Besatzung, die in der Kabine mitreiste, übernahm das Steuer.
02.52 Uhr: Iran in Vorfall an einer US-Militärbasis in Großbritannien verwickelt? Außenminister widerspricht
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat die Einschätzung der britischen Regierung zurückgewiesen, dass Teheran in den Vorfall nahe einer US-Luftwaffenbasis in Großbritannien involviert sein könnte. Der britische Premierminister Andy Burnham sei mit seiner Einschätzung "auf dem Holzweg" Araghtschi auf der Plattform X. Nach der Festnahme von fünf Männern unter Terrorverdacht hatte Burnham Hinweise auf eine mögliche Verbindung zum Iran bestätigt. "Es gibt starke Hinweise darauf, dass der Iran an den Ereignissen vom Wochenende auf dem RAF-Stützpunkt Fairford beteiligt war", sagte der britische Regierungschef der BBC.
Die fünf Männer waren in der Nacht zum Sonntag nahe dem von der US-Luftwaffe genutzten britischen Militärstützpunkts RAF Fairford aufgegriffen worden und wurden inzwischen unter strengen Auflagen freigelassen.
Donnerstag, 1. Oktober 2026
20.32 Uhr: Behörden - Mindestens sieben Tote bei israelischen Luftangriffen in Gaza
Bei israelischen Luftangriffen im Gazastreifen sind heute palästinensischen Gesundheitsbehörden zufolge mindestens sieben Menschen getötet worden.
In Gaza-Stadt sei bei einem Angriff auf eine Wohnung eine Frau ums Leben gekommen, teilten Sanitäter mit. Ihr Ehemann und mehrere weitere Personen seien verletzt worden.
19.52 Uhr: Zum Tode verurteilte Iranerin ruft internationale Gemeinschaft zum Handeln auf
Eine wegen der regierungskritischen Proteste zum Jahresbeginn im Iran zum Tode verurteilte Frau hat die internationale Gemeinschaft um Hilfe gebeten. "Ich appelliere an alle - die Öffentlichkeit, die UNO, Menschenrechtsorganisationen. Nicht nur für mich, sondern für alle anderen, deren Urteile bestätigt wurden und die seit Monaten nachts in Angst und Stress schlafen müssen", sagte Mahbubeh Schahbani in einer am Mittwoch verbreiteten Audioaufnahme. "Ich fordere sie auf, etwas zu unternehmen."
"Ich mache mir keine Sorgen um mich selbst. Ich mache mir Sorgen um die anderen, deren Urteile bestätigt wurden", sagte die 33-Jährige nach Angaben der Organisation Iran Human Rights (IHR) mit Sitz in Norwegen. Nach Angaben von IHR hatte die Verurteilte lediglich mit ihrem Motorrad verletzte Demonstranten transportiert.
Laut der NGO IHR wurden seit dem 19. März mindestens 33 Demonstranten im Zusammenhang mit den Protesten im Januar oder den Massenprotesten im Jahr 2022 hingerichtet.
19.06 Uhr: Kliniken melden fünf Tote bei israelischem Beschuss im Gazastreifen
Bei israelischen Angriffen im Gazastreifen sind nach Angaben von Krankenhäusern mindestens fünf Palästinenserinnen und Palästinenser getötet und 19 weitere verletzt worden. Vertreter des Schifa-Krankenhauses teilten mit, bei israelischem Beschuss sei in der Stadt Gaza eine Frau ums Leben gekommen. Ihr Mann sei schwer verletzt worden. Bei einem anderen Angriff sei ein Bus erfasst worden. Dabei seien vier Menschen getötet und mindestens 14 verletzt worden.
In einer anderen Gegend des Gazastreifens wurden bei einem Angriff in Chan Junis laut dem Nasser-Krankenhaus vier Palästinenser verletzt. Das israelische Militär teilte auf eine Anfrage zu dem Angriff auf den Bus in Chan Junis mit, es prüfe die vorliegenden Informationen.
16.00 Uhr: Netanjahu – Pilot von Flydubai-Maschine stach auf anderen Piloten ein
Ein Pilot der notgelandeten Flydubai-Maschine auf dem Weg von den Vereinigten Arabischen Emiraten nach Israel hat nach Angaben von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu auf einen anderen Piloten eingestochen. Er habe offenbar versucht, die Maschine voller Israelis zum Absturz zu bringen, sagte Netanjahu am Mittwoch. Die Person sei in Saudi-Arabien, wo die Maschine notlandete, verhaftet worden.
12.50 Uhr: Tankschiffe nahe Iran unter Beschuss
Zwei Tankschiffe sind Berichten zufolge in der Straße von Hormus unter Beschuss geraten. Wie die britische Behörde für Sicherheit in der Schifffahrt (UKMTO) in zwei separaten Meldungen mitteilte, wurden beide Schiffe von unbekannten Projektilen getroffen. Die Vorfälle ereigneten sich demnach bereits am Dienstag.
Der Iran reklamierte die Angriffe zunächst nicht für sich. Ein Sprecher der Revolutionsgarden sagte jedoch am Mittwoch: "In der Straße von Hormus kommt es innerhalb jedes Zeitraums von 24 Stunden zu militärischen Auseinandersetzungen, aber seit einiger Zeit reagiert Amerika nicht mehr."
08.42 Uhr: Medikamente im Iran werden knapp und deutlich teurer
Im Iran sind die Preise für Medikamente stark gestiegen, einige Arzneimittel sind nur noch schwer erhältlich. Die US-Seeblockade und verschärfte Sanktionen setzen die iranische Pharmaindustrie sieben Monate nach Beginn des Krieges mit den USA und Israel zunehmend unter Druck. Manche Medikamente kosten inzwischen mehr als dreimal so viel wie zuvor.
Der Iran stellt offiziellen Angaben zufolge mehr als 80 Prozent seiner Medikamente selbst her, ist dafür jedoch vielfach auf importierte Rohstoffe angewiesen. Vor dem Krieg wurden die meisten Medikamente und pharmazeutischen Bestandteile auf dem Seeweg eingeführt, wie Bahman Sabur vom Teheraner Apothekerverband örtlichen Medien sagte. Wegen der US-Blockade iranischer Häfen wichen Importeure auf teurere Lufttransporte aus. Neue Sanktionen gegen iranische Fluggesellschaften erschweren aber auch diesen Weg.
07.52 Uhr: Ölpreise steigen – Trump erteilt Iran-Sanktionslockerung Absage
Die Ölpreise legen erneut zu, nachdem US-Präsident Donald Trump eine Lockerung der Sanktionen gegen den Iran abgelehnt hat. Die Nordseesorte Brent verteuert sich gut ein Prozent auf bis zu 103,73 Dollar je Barrel. Der Preis für US-Leichtöl WTI steigt um ein halbes Prozent auf 89,89 Dollar je Barrel. Trump wies einen Bericht des Nachrichtenportals Axios zurück, demzufolge er bereit sei, im Gegenzug für konkrete Schritte des Iran bei seinem Atomprogramm Sanktionen zu lockern und eingefrorene Gelder freizugeben. Am Vortag hatten die Preise wegen einer Erholung des Rohölangebots aus dem Nahen Osten nachgegeben.
"Die anhaltende Unsicherheit über eine Lockerung der Sanktionen und die Verhandlungen halten eine geopolitische Risikoprämie in den Preisen aufrecht", sagte Sugandha Sachdeva vom Forschungsinstitut SS WealthStreet.
05.52 Uhr: US-Senat blockiert Resolution zu Gewalt im Westjordanland
Die Republikaner im US-Senat haben einen Vorstoß der Demokraten blockiert, der die Regierung von Präsident Donald Trump zu einem Bericht über die zunehmende Gewalt im besetzten Westjordanland verpflichtet hätte. Dabei geht es auch um den Tod von US-Bürgern. Die Senatoren stimmten am Dienstag mit 51 zu 47 Stimmen gegen die Resolution. Die Abstimmung verlief weitgehend entlang der Parteilinien und gilt als jüngstes Zeichen der Spannungen zwischen den US-Demokraten und der Regierung des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu wegen des Umgangs mit den Palästinensern.
04.00 Uhr: September wird teuerster Tankmonat
Der September wird der mit Abstand teuerste Tankmonat bisher. Das steht schon vor Ende des Monats fest, wie aus Daten des ADAC hervorgeht. Selbst wenn Benzin und Diesel am letzten Tag des Monats verschenkt würden, bliebe der Monatsdurchschnitt über den bisherigen Rekorden aus dem August beziehungsweise April. Bleibt der Preis im Monatsendspurt innerhalb normaler Muster, ist für Superbenzin der Sorte E10 ein Preis im Bereich um 2,27 Euro zu erwarten, für Diesel ein Preis im Bereich um 2,38 bis 2,39 Euro. Die bisherigen Rekordwerte liegen laut ADAC für E10 bei 2,145 Euro, für Diesel bei 2,263 – also jeweils um mehr als 10 Cent niedriger.
Mittwoch, 30. September 2026
21.49 Uhr: Mehr als 100 israelische Siedler attackieren Dorf im Westjordanland
Mehr als 100 israelische Siedler haben am Dienstag ein Dorf im besetzten Westjordanland attackiert. Bei dem Angriff auf das Dorf Dschalud im Norden des Palästinensergebiets wurden nach Angaben der israelischen Armee zwei Häuser in Brand gesetzt und drei israelische Polizisten verletzt. Die Polizei teilte mit, sie habe einen Verdächtigen festgenommen und zwei Minderjährige zum Verhör mitgenommen.
Die Siedler attackierten das Dorf, als die israelische Armee versuchte, eine palästinensische Familie zurück zu ihrem Haus in Dschalud zu bringen, aus dem sie vor zwei Monaten von Siedlern vertrieben worden war. Mehr als 100 Siedler hätten versucht, die Rückkehr der Familie zu verhindern, erklärte die Armee. Die Angreifer hätten Straßen blockiert, Reifen angezündet, Steine geworfen sowie Häuser und Fahrzeuge von Palästinensern in Brand gesetzt. Drei israelische Polizisten wurden dabei leicht verletzt.
21.16 Uhr: USA verhängen Sanktionen gegen Waffenbeschaffer für Iran
Die USA verstärken ihren wirtschaftlichen Druck auf den Iran und verhängen weitere Sanktionen gegen Unterstützer Teherans. Durch die Maßnahmen werden sämtliche Vermögenswerte von zehn Einzelpersonen und Organisationen in den Vereinigten Staaten gesperrt und Geschäfte mit den sanktionierten Unternehmen untersagt, wie das US-Finanzministerium mitteilte. Die betroffenen Personen und Unternehmen sind demnach in China, Hongkong, Pakistan, Saudi-Arabien und in der Türkei ansässig.
19.51 Uhr: Insider – Weißes Haus drängt EU zur Freigabe von Diesel-Vorräten
Das Weiße Haus drängt die Europäische Union Insidern zufolge dazu, ihre Diesel-Notvorräte abzubauen. Dahinter stehe der Wunsch, die weltweiten Preise zu senken, sagen zwei mit den Vorgängen vertraute Personen. Präsident Donald Trump und seine Regierung prüfen derzeit eine Reihe von Optionen, um die Kraftstoffkosten noch vor den Zwischenwahlen im November zu senken. Die auch in den USA stark steigenden Dieselpreise sind für Trump und die Republikaner zu einem politischen Problem geworden, insbesondere in den Agrarstaaten, in denen der Kraftstoff für die Landwirtschaft, den Lkw-Verkehr und das verarbeitende Gewerbe von großer Bedeutung ist.
16.39 Uhr: Massenbegräbnis für Tote des Gaza-Kriegs
Im Lager Nuseirat im Gazastreifen hat es ein Massenbegräbnis für knapp 50 im Krieg getötete Menschen gegeben. Die Überreste der Toten befanden sich in weißen Säcken und wurden mit palästinensischen Flaggen versehen. Sie waren vergangene Woche aus den Trümmern von vor fast drei Jahren zerstörten Gebäuden geborgen worden.
16.10 Uhr: Mehr als 100 Milliarden Euro Extrakosten für EU-Energie
Die Einfuhr fossiler Brennstoffe hat die EU seit Beginn des Iran-Kriegs zusätzlich mehr als 100 Milliarden Euro gekostet. "Wir haben nun die Marke von 100 Milliarden Euro überschritten, die wir in diesem Jahr zusätzlich für unsere Energie bezahlt haben, ohne auch nur ein einziges zusätzliches Molekül Gas oder Öl zu erhalten", sagte der EU-Kommissar für Energie, Dan Jørgensen, bei einem Treffen der Energieminister der Mitgliedstaaten in Irland. Die Summe mache deutlich, wie schädlich die generelle Abhängigkeit von importierten fossilen Brennstoffen für die Europäische Union sei.
Rekordhohe Preise für Diesel und Benzin dürften auch die deutsche Inflationsrate im September auf den höchsten Stand seit knapp drei Jahren katapultieren. Von Reuters befragte Experten erwarten eine Jahresteuerungsrate von 3,1 Prozent, nach 2,9 Prozent im August.
15.00 Uhr: Revolutionsgarde ruft Amerikaner zum Protest gegen Iran-Krieg auf
Ein Sprecher der iranischen Revolutionsgarde hat Amerikanerinnen und Amerikaner zum Protest gegen den Iran-Krieg aufgerufen. Auf einer Pressekonferenz in Teheran las Sprecher Hossein Mohebbi am Dienstag einen Brief vor, in dem sie aufgefordert wurden, ihre Regierung unter Druck zu setzen. Der Krieg könne nur beendet werden, wenn die USA die Niederlage einräumten und den Nahen Osten verließen, hieß es.
Die Aufforderung kommt wenige Wochen vor den Kongresswahlen in den USA am 3. November, bei denen Kriegsskepsis und hohe Benzinpreise die Erfolgsaussichten der Republikanische Partei von Präsident Donald Trump schmälern. Trump hatte kurz nach dem Start des von ihm und Israel begonnenen Kriegs Ende Februar vorausgesagt, dass der Konflikt nur einige Wochen dauern werde. Vor kurzem erklärte er dann, dass der Iran-Krieg wahrscheinlich nach den Kongresswahlen im November enden werde.
13.40 Uhr: Bericht: Schiff in der Straße von Hormus unter Beschuss
Trotz wieder zunehmender Öllieferungen durch Straße von Hormus: Sicher ist die Meerenge keineswegs. Eben wird gemeldet, dass erneut ein Schiff dort unter Beschuss geraten. Wie die britische Behörde für Sicherheit in der Schifffahrt (UKMTO) mitteilte, wurde es von einem unbekannten Projektil getroffen. Ein Feuer sei ausgebrochen - inzwischen aber gelöscht worden. "Das Feuer ist inzwischen unter Kontrolle, und das Schiff hat seine Fahrt fortgesetzt. Die Besatzung ist wohlauf", teilte die Behörde mit. Umweltschäden habe es nicht gegeben.
Der Vorfall ereignete sich demnach bereits am Montagabend. Der Iran blockiert im Konflikt mit den USA mit Drohungen und Angriffen auf Schiffe den Verkehr durch die für den globalen Handel mit Öl, Gas und Dünger wichtige Meerenge weitestgehend. Auch das US-Militär hat zivile iranische Schiffe attackiert.
13.05 Uhr: Öllieferungen durch Straße von Hormus nehmen zu
Öllieferungen durch die umkämpfte Straße von Hormus nehmen zu. Derzeit flössen etwa 65 bis 70 Prozent der Ölmenge verglichen mit Vorkriegsniveaus durch die Meerenge, schrieb die der Energie-Datenanbieter Vortexa auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.
Die Angabe fasst sämtliche Ölprodukte wie etwa Flüssiggas oder raffinierte Produkte - etwa Benzin - zusammen. Im Vergleich zum Zeitraum vor dem Krieg flössen nun etwa 80 Prozent des unverarbeiteten Rohöls sowie Kondensate durch die Straße von Hormus, hieß es weiter.
12.44 Uhr: Iranischer Rial erreicht neues Rekordtief
Die iranische Währung hat ein neues Rekordtief erreicht. Ein US-Dollar kostete am Dienstag in Teheran mehr als 2,5 Millionen Rial. Vor knapp einem Monat war der Rial auf sein vorheriges Rekordtief gesunken - am 2. September kostete ein Dollar 2,2 Millionen Rial. Seit Beginn des von den USA und Israel begonnenen Krieges gegen den Iran Ende Februar ist die iranische Währung immer wieder auf neue Rekordtiefs abgestürzt.
11.40 Uhr: Sorge vor Macht-Vakuum durch geplanten US-Abzug aus Irak
Mitten im Krieg mit dem Iran beenden die USA zum Monatsende ihre jahrelange Militärpräsenz in dessen tief zerrissenem Nachbarland Irak. US-Präsident Donald Trump will den von seinem Vorgänger Joe Biden 2024 beschlossenen Truppenabzug bis Mittwoch abschließen. Während der Iran und die von ihm unterstützten irakischen Schiiten-Milizen den Schritt als historischen Sieg feiern, warnen Sicherheitsexperten vor einem gefährlichen Machtvakuum. Sie befürchten auch ein Wiederaufleben der sunnitischen Extremisten-Miliz Islamischer Staat (IS).
11.33 Uhr: Hamas-Kommandeur in Gaza bei israelischem Luftangriff getötet
Bei einem israelischen Luftangriff im Gazastreifen ist ein Hamas-Kommandeur getötet worden. Es handle sich um den Chef des bewaffneten Arms der radikal-islamischen Palästinenser-Organisation im Norden des Küstengebiets, Iss al-Din al-Beik, teilten Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Israel Katz mit. Das Militär habe Al-Beik gezielt attackiert. Er sei an der Planung von Angriffen und der Rekrutierung von Hamas-Kämpfern beteiligt gewesen. Die Hamas bestätigte seinen Tod. Nach Angaben von Sanitätern wurde bei dem Angriff am frühen Morgen ein Wohngebäude im Stadtteil Nasr in Gaza-Stadt getroffen. Dabei sei eine zweite Person später ihren Verletzungen erlegen.
10.09 Uhr: Saudi-Arabien nimmt wichtige Öl-Exporte wieder auf
Saudi-Arabien hat nach der Wiederaufnahme des Betriebs der Ost-West-Pipeline die Ölverladungen von seinem Hafen Yanbu am Roten Meer wieder aufgenommen. Dies geht aus Angaben von Händlern und aus Schifffahrtsdaten hervor. Die Entwicklung verbessert die Aussichten für Ölexporte aus dem Nahen Osten. Drohnenangriffe hatten das Königreich am 11. September gezwungen, die Pipeline abzuschalten und die Rohölexporte von Yanbu aus zu stoppen. Saudi-Arabien machte irakische Milizen für die Angriffe verantwortlich.
10.08 Uhr: Iran bezeichnet Vorwürfe zu Atomwaffenplänen als Lüge
Der Iran hat abermals Vorwürfe gegen das umstrittene Atomprogramm des Landes zurückgewiesen. "Die Behauptung, der Iran sei nur noch wenige Wochen vom Erwerb einer Atomwaffe entfernt, ist dieselbe Lüge, die bereits vor 25 Jahren aufgestellt wurde", sagte der Sprecher der iranischen Revolutionsgarden, General Hussein Mohebi, laut der Nachrichtenagentur Tasnim.
09.39 Uhr: Iran: Verhandlungen mit USA gehen weiter
Die Verhandlungen mit den USA über die Straße von Hormus gehen nach Worten des iranischen Außenministers weiter. In dem festgefahrenen Konflikt versuche aktuell der Golfstaat Katar eine Lösung zu finden, sagte Abbas Araghtschi laut seinem Ministerium in New York. "Es ist vorgesehen, dass sie (Katar) dieses Thema erneut der amerikanischen Seite vorbringen und anschließend die endgültige Antwort der amerikanischen Seite über den katarischen Vermittler an uns übermittelt wird", sagte Araghtschi weiter. Eine offizielle Antwort werde am heutigen Dienstag erwartet.
09.38 Uhr: Iran droht erneut mit Angriffen auf Energieinfrastruktur
Der Iran hat erneut mit Angriffen auf Energieinfrastruktur gedroht. "In einer Region, in der wir kein Öl verkaufen können, wird niemand Öl verkaufen", sagte Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna in einer Rede. "Und wenn unsere Sicherheit nicht gewährleistet wird, wird keine Infrastruktur sicher sein", sagte er demnach weiter. Ghalibaf nahm Bezug auf eine Rede von US-Präsident Donald Trump bei der UN-Generalversammlung vergangener Woche. Darin hatte Trump erneut mit schweren Angriffen gedroht.
09.05 Uhr: Neuer Angriff von mehr als 100 Siedlern im Westjordanland
Im Westjordanland ist es erneut zu massiver Gewalt radikaler israelischer Siedler gekommen. Mehr als 100 Extremisten waren nach Medienberichten an Ausschreitungen im Bereich der Ortschaft Dschalud südlich von Nablus beteiligt. Die israelischen Streitkräfte teilten mit, Soldaten und Polizisten seien an einem Einsatz gegen die Randalierer beteiligt gewesen. Diese versuchten demnach, die Rückkehr einer palästinensischen Familie in ihr Haus zu verhindern. Laut der Mitteilung des Militärs war die Rückkehr der Familie vorab koordiniert gewesen.
08.22 Uhr: Teheran erwartet heute US-Antwort auf Vorschlag für Hormus-Öffnung
Die iranische Regierung erwartet nach eigenen Angaben noch heute eine Antwort aus Washington auf den iranischen Vorschlag für eine Wiederöffnung der Straße von Hormus. Katarische Vermittler wollten "die Angelegenheit noch einmal mit der amerikanischen Seite erörtern, woraufhin uns die endgültige US-Antwort übermittelt wird", erklärte der iranische Außenminister Abbas Araghtschi am Montag (Ortszeit). "Die Katarer hoffen, dass dies bis morgen geschehen wird", fügte er hinzu.
06.51 Uhr: Trump weist Bericht über angebliches Angebot an Iran zu Sanktionslockerung zurück
US-Präsident Donald Trump hat Berichte zurückgewiesen, wonach er dem Iran eine Lockerung von Sanktionen und die Freigabe eingefrorener Vermögenswerte angeboten habe. Das Nachrichtenportal "Axios" habe "gerade einen Bericht veröffentlicht, wonach 'Trump' dem Iran eine Lockerung der Sanktionen und die Freigabe eingefrorener Gelder angeboten hat", schrieb der US-Präsident auf seiner Onlineplattform Truth Social. "Das ist unwahr. Ich habe ihnen nichts angeboten."
03.01 Uhr: Emiratischer Vizepräsident reist zu Besuch nach Saudi-Arabien
Inmitten der sich verschärfenden Lage in der Golfregion reist der emiratische Vizepräsident heute zu einem Besuch in das Königreich. Scheich Mansur bin Sajed al Nahjan sei einer Einladung des saudi-arabischen Verteidigungsministers, Prinz Chalid bin Salman bin Abdulasis, gefolgt, teilte dessen Ressort im Onlinedienst X mit. Die emiratische Nachrichtenagentur WAM berichtete, der Vizepräsident habe die Einladung angenommen und werde zu einem "brüderlichen Besuch" nach Saudi-Arabien reisen.
01.41 Uhr: Emirate bestätigen geheimes Treffen mit Netanjahu
Die Vereinigten Arabischen Emirate haben ein bislang geheim gehaltenes Treffen von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu mit Scheich Mohammed bin Sajid Al Nahjan bestätigt. Die beiden hätten am Sonntag über die bilateralen Beziehungen der beiden Länder sowie Möglichkeiten zu deren Stärkung und Ausbau gesprochen, wie die Vereinigten Arabischen Emirate nun mitteilten. Zuvor hatte der israelische Fernsehsender Channel 12 über den geheimen Besuch Netanjahus in den Vereinigten Arabischen Emiraten berichtet. Nach Angaben von zwei mit der Reise vertrauten Personen dauerte das Gespräch rund eine Stunde.
Dienstag, 29. September 2026
20.42 Uhr: UN-Gesandter - Siedlergewalt erreicht beispielloses Ausmaß
Die Gewalt israelischer Siedler im Westjordanland hat nach Einschätzung des amtierenden UN-Nahost-Gesandten Ramiz Alakbarov ein "beispielloses Ausmaß" erreicht. Angriffe ereigneten sich häufig in Anwesenheit israelischer Sicherheitskräfte, sagte Alakbarov vor dem UN-Sicherheitsrat.
18.28 Uhr: Großbritannien - Terrorverdächtige wieder freigelassen
In Großbritannien sind fünf Briten vorerst wieder auf freien Fuß gesetzt worden, die am Sonntag wegen eines möglicherweise geplanten Anschlags auf einen Luftwaffenstützpunkt festgenommen worden waren. Die fünf Männer seien "nach umfangreichen Befragungen und Ermittlungen" unter Auflagen freigelassen worden, erklärte Laurence Taylor von der Anti-Terror-Polizei am Montag. Das bedeute nicht, dass die Ermittlungen beendet seien, fügte Taylor hinzu. Britische Medien hatte berichtet, die Anti-Terror-Polizei prüfe eine mögliche Verbindung zum Iran.
18.24 Uhr: Insider - Neue Gespräche mit USA und Iran möglich
Im Konflikt zwischen den USA und dem Iran soll es einem Insider zufolge schon bald neue Verhandlungen geben. Vermittler wollten demnach noch am Montag oder am Dienstag separate Gespräche mit Vertretern der USA und des Iran führen. Die mit den Planungen vertraute Person wies darauf hin, dass der iranische Außenminister Abbas Araghtschi und Gesandte des Vermittlers Katar sich wegen der UN-Vollversammlung in den USA aufhielten. Im Mittelpunkt der Gespräche solle eine überarbeitete Fassung eines Vorschlags zur Beendigung des Krieges stehen, den der Iran am Rande der UN-Vollversammlung in der vergangenen Woche vorgelegt und über Katar an die USA übermittelt hatte. Demnach soll die für die globalen Öl- und Gaslieferungen wichtige Straße von Hormus wieder geöffnet werden, und die Kämpfe in der Region sollen innerhalb von sieben Tagen beendet werden.
18.21 Uhr: Israel rügt Spanien wegen umstrittener Palästina-Aussage
Die Geschäftsträgerin der spanischen Botschaft in Israel, Francisca Pedrós, ist ins Außenministerium in Jerusalem einbestellt worden. Dort wurde ihr eine Rüge erteilt. Grund der Einbestellung seien Äußerungen der spanischen Jugendministerin Sira Rego, hieß es in einer Mitteilung des israelischen Außenministeriums. Rego habe erklärt, die spanische Bevölkerung unterstütze einen palästinensischen Staat "vom Fluss bis zum Meer" - eine Parole, die nach israelischer Auslegung und auch deutscher Gerichte die Auslöschung des Staates Israel bedeute.
15.57 Uhr: Chamenei – Iranische Soldaten haben Straße von Hormus verteidigt
Irans oberster Führer Modschtaba Chamenei hat die Truppen seines Landes öffentlich gelobt. Die Soldaten hätten feindliche Streitkräfte daran gehindert, sich in der Straße von Hormus frei zu bewegen, sagte Chamenei in einer am Montag vom staatlichen Rundfunk verbreiteten Botschaft.
Die Feinde des Irans kämen der Meerenge inzwischen nicht näher als bis zum Arabischen Meer, hieß es in der Mitteilung. Bald werde "auch das Arabische Meer von ihnen befreit sein". Die Botschaft wurde zum zweiten Jahrestag der Tötung des langjährigen Hisbollah-Chefs Hassan Nasrallah verbreitet.
Seit Beginn des Iran-Kriegs am 28. Februar ist Chamenei weder öffentlich aufgetreten noch zu hören gewesen. Bei den Angriffen wurde sein Vater und Vorgänger Ayatollah Ali Chamenei getötet.
15.35 Uhr: Nach Festnahmen in Großbritannien: Iran weist Verbindung zurück
Die iranische Botschaft in London hat Spekulationen über eine Verbindung Teherans zu den am Wochenende festgenommenen Männern nahe dem britischen Militärflugplatz RAF Fairford zurückgewiesen. Die Vertretung schrieb am Montag auf der Plattform X, sie verurteile die Versuche, den Iran mit den Festnahmen zu verknüpfen. Dies diene lediglich der Propaganda. Die britische Polizei hatte fünf Verdächtige im Alter zwischen 23 und 25 Jahren wegen des Verdachts auf Terrorismus und Sprengstoffdelikte festgenommen. Bei den Verdächtigen handelt es sich nach Angaben der Polizei um britische Staatsbürger aus London. Auf dem Stützpunkt RAF Fairford sind zudem US-Bomber stationiert, die für Einsätze gegen den Iran genutzt werden. Die britische Regierung hatte den USA die Erlaubnis erteilt, von dort aus Angriffe auf iranische Raketenstellungen zu fliegen.
13.40 Uhr: Iranische Anwältin Nasrin Sotudeh erhält Vaclav-Havel-Preis für Menschenrechte
Die iranische Anwältin Nasrin Sotudeh wird mit dem diesjährigen Vaclav-Havel-Preis für Menschenrechte ausgezeichnet. Sotudeh, die sich gegen die Todesstrafe und gegen den Kopftuchzwang für Frauen im Iran einsetzt, erhalte den Preis für ihr Engagement "trotz wiederholter Verhaftungen, langer Haftstrafen und erheblicher persönlicher Risiken", begründete der Europarat in Straßburg seine Entscheidung. Die 63-jährige Anwältin habe Aktivisten, Journalisten, Angehörige von Minderheiten sowie Kinder vertreten, denen im Iran die Hinrichtung drohte.
Der Europarat zeichnet mit dem Preise alljährlich Vertreter der Zivilgesellschaft aus, die sich für Menschenrechte in Europa oder darüber hinaus einsetzen. Im vergangenen Jahr hatte der ukrainische Journalist Maksym Butkewytsch den Preis erhalten.
13.34 Uhr: Ungewissheit über US-Iran-Verhandlungen treibt Ölpreis deutlich nach oben
Der Ölpreis klettert angesichts der Ungewissheit über einen Fortgang der Verhandlungen zwischen den USA und Iran über ein Ende des Krieges unvermindert weiter nach oben. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent legte bis gegen Mittag um 4,1 Prozent auf 108,65 Dollar zu. Die US-Sorte WTI kostete gegen pro Barrel 96,31 Dollar - ein Plus von 4,2 Prozent. "Die Ölpreise legten erneut zu, nachdem Präsident Trump erklärt hatte, er habe den jüngsten Vorschlag des Iran zur Wiederöffnung der Straße von Hormus abgelehnt", erklärte Analyst Russ Mould von der Investmentplattform AJ Bell.
Der Iran hatte vergangene Woche sieben Bedingungen für ein Ende des Krieges und die Wiederöffnung der Straße von Hormus gestellt. Dazu gehören nach iranischen Angaben eine Einstellung aller Kämpfe in der Region - also auch im Libanon - sowie die Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte. US-Präsident Donald Trump erwartet nach eigenen Angaben eine Fortsetzung der indirekten Gespräche mit dem Iran. Sie sollen laut US-Nachrichtenportal "Axios" über katarische Vermittler geführt werden.
13.20 Uhr: Irans Justizchef droht Frauen ohne Kopftuch
Irans Justizchef hat abermals Frauen bei Verstößen gegen die Kopftuchpflicht mit Maßnahmen gedroht. Bei einer Sitzung des obersten Justizrats forderte der Vorsitzende Gholam-Hussein Mohseni-Edschehi, das Thema mit Priorität zu verfolgen. "Dieser Zustand der Nacktheit ist nicht erträglich", sagte Mohseni-Edschehi mit Blick auf Frauen in Irans Metropolen, die sich den strengen islamischen Kleidungsvorschriften widersetzen. Seinen Worten zufolge sollen, wenn nötig, auch "polizeiliche, nachrichtendienstliche und gerichtliche Maßnahmen" erfolgen. Gesellschaftlicher Gegenwind dürfe die Behörden nicht abschrecken.
In den vergangenen Jahren hat sich der Protest vieler iranischer Frauen gegen die strengen islamischen Gesetze intensiviert. Im Herbst 2022 gingen Massen unter dem Motto «Frau, Leben, Freiheit» gegen die repressive Politik auf die Straßen, doch die Demonstrationen wurden gewaltsam niedergeschlagen. In den letzten Jahren und insbesondere im Zuge des Iran-Kriegs widersetzen sich Frauen in der Öffentlichkeit immer mutiger den Kleidungsvorschriften.
12.59 Uhr: Iran legt wegen US-Sanktionen gegen Fluggesellschaften Beschwerde bei der UN ein
Die iranische Regierung hat wegen der US-Sanktionen gegen iranische Fluggesellschaften Beschwerde bei der Luftfahrtorganisation der UN eingelegt. Teheran habe die Beschwerde bei der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) eingereicht, "um die legitimen Rechte der Luftfahrtindustrie zu verteidigen und den von den USA auferlegten illegalen Beschränkungen entgegenzuwirken", erklärte der Chef der iranischen Zivilluftfahrtbehörde, Abusar Schirudi, wie die iranische staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtete. Schirudi erklärte weiter, seine Behörde habe außerdem "in Abstimmung mit dem Außenministerium Klage beim Internationalen Gerichtshof in Den Haag" eingereicht.
Die USA hatten ihre Sanktionen gegen iranische Fluggesellschaften in der vergangenen Woche deutlich verschärft. US-Finanzminister Scott Bessent hatte angekündigt, iranische Airlines würden "weltweit lahmgelegt", und Staaten mit einem Ausschluss aus dem Dollarsystem gedroht, sollten sie den Fluggesellschaften weiter Kerosin oder Bodenabfertigung bereitstellen. Nach einem Bericht des "Wall Street Journal" führte das US-Finanzministerium Gespräche mit mehr als 50 Ländern.
12.28 Uhr: Anschlagsgefahr: Britische Behörden prüfen laut Medien Verbindung zum Iran
Im Zusammenhang mit einer möglichen Anschlagsgefahr in der Nähe eines auch von den USA genutzten Luftwaffenstützpunkts in Großbritannien prüft die Anti-Terror-Polizei britischen Medienberichten zufolge eine mögliche Verbindung zum Iran. Die Polizei war am frühen Sonntagmorgen zu dem Luftwaffenstützpunkt Fairford im Südwesten Englands gerufen worden, nachdem in dem Gebiet "verdächtige Fahrzeuge" beobachtet worden waren.
Die Behörden machten bislang keine näheren Angaben zu Art und Ursprung der Bedrohung. Sie nahmen jedoch fünf Männer wegen des Verdachts der "Vorbereitung eines Terroranschlags" und des Verdachts eines Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz fest. Die Männer waren am Montag weiter in Untersuchungshaft. Experten zur Bombenentschärfung waren vor Ort.
12.15 Uhr: Medien - Teheran plant keine neuen Gespräche mit USA über Hormus-Öffnung
Teheran plant staatlichen Medien zufolge keine neuen Gespräche mit den USA über eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus. "Die iranische Delegation in New York (für die UN-Generalversammlung) hat keine Pläne für Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten", berichtete die offizielle Nachrichtenagentur Irna unter Berufung auf Delegationskreise. "Die Standpunkte und Positionen der Islamischen Republik Iran" seien der amerikanischen Seite "über einen katarischen Vermittle" übermittelt worden, berichtete Irna weiter. Die iranische Delegation werde am Dienstag nach Teheran zurückkehren.
Der Iran hatte erklärt, er habe eine Liste mit sieben Bedingungen vorgelegt, um den Krieg zu beenden und die Straße von Hormus wieder zu öffnen. Die Meerenge steht im Zentrum des Konflikts, der Ende Februar mit US-israelischen Angriffen auf Teheran begonnen hatte. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor dem Nachrichtenportal "Axios" gesagt, er rechne mit einer Fortsetzung der Gespräche in den nächsten Tagen, nachdem er zuvor einen iranischen Vorschlag zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus zurückgewiesen hatte.
07.53 Uhr: Saudi-Arabiens Außenminister zu Gesprächen in Washington
Saudi-Arabiens Außenminister Prinz Faisal bin Farhan ist in Washington eingetroffen. Geplant seien Gespräche mit US-Außenminister Marco Rubio über die bilateralen Beziehungen sowie wichtige regionale und internationale Entwicklungen, melden staatliche saudi-arabische Medien.
Kronprinz Mohammed bin Salman hat Insidern zufolge kürzlich die USA um militärische Hilfe gegen die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz gebeten. Die US-Regierung habe die Weitergabe von Geheimdienstinformationen und Unterstützung bei der Zielerfassung zugesagt, es jedoch abgelehnt, die Huthis direkt anzugreifen.
05.54 Uhr: Israel entzieht niederländischen Diplomaten ihren Status
Israel hat niederländischen Diplomaten, die bei der Palästinensischen Autonomiebehörde in Ramallah tätig sind, die Akkreditierung entzogen. Außenminister Saar teilte dazu mit, jedes Land, das feindselig und einseitig gegen Israel vorgehe, werde an Einfluss und Relevanz in der Region verlieren. Hintergrund ist, dass die Niederlande Sanktionen gegen israelische Siedlungen im besetzten Westjordanland eingeführt haben. Seit vergangener Woche gilt ein Einfuhrverbot für Waren aus diesen Siedlungen. Auch Großbritannien, Frankreich und Kanada haben ähnliche Sanktionen beschlossen. Israel hatte bereits Anfang des Monats die Schließung des britischen Konsulats bei der Palästinensischen Autonomiebehörde angeordnet.
02.00 Uhr: Irak meldet vollständigen Abzug aller US-Truppen
Der Irak meldet, dass das US-Militär vollständig aus dem Land abgezogen ist. Alle US-Kampftruppen und logistischen Kräfte haben den Irak verlassen, sagte ein Regierungsvertreter der dpa. Die USA haben das offiziell nicht bestätigt. Allerdings war der Abzug seit gut zwei Jahren geplant. Die Frist dafür läuft offiziell am Mittwoch ab. Das US-Militär ist seit 2014 zum zweiten Mal im Irak, dabei ging es um den Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat. Sie gilt mittlerweile als militärisch besiegt, auch wenn einzelne IS-Zellen noch aktiv sind. Mit dem US-Abzug sollten ursprünglich außerdem mit dem Iran verbündete Milizen entwaffnet werden, das allerdings wurde auf kommendes Jahr verschoben.
Karte zur militärischen Lage im Nahen Osten
Montag, 28. September 2026
Das ist die Europäische Perspektive bei BR24.
"Hier ist Bayern": Der BR24 Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!


