Das angekündigte Iran-Abkommen und der jüngste russische Angriff auf eine Kathedrale in Kiew dürften die Gespräche der G7-Staats- und Regierungschefs prägen, die am Montag im französischen Evian zusammenkommen. US-Präsident Donald Trump wird am Nachmittag vorab zu einem bilateralen Treffen mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron erwartet – er verließ Washington nur wenige Stunden nach der Kampfschau vor dem Weißen Haus, die er sich selbst zu seinem 80. Geburtstag geschenkt hatte. Letztes Jahr war Trump vorzeitig vom G7-Gipfel in Kanada abgereist, das Treffen endete ohne Ergebnis.
Lässt sich ein erneuter Eklat mit dem US-Präsidenten verhindern? Und wie ist die Stimmung vor Ort? Darüber haben wir mit ARD-Korrespondentin Gudrun Engel live aus Evian sowie mit Stephan Bierling (externer Link), Professor für Internationale Politik an der Universität Regensburg gesprochen. Das Video zum Livestream finden Sie oben eingebettet über diesem Artikel.
Trump droht Macron mit Strafzöllen auf Wein und Champagner
Kurz vor seiner Ankunft in Evian drohte Trump dem Gastgeberland Frankreich einmal mehr mit neuen Strafzöllen, falls Frankreich nicht seine Sondersteuer für große Digitalunternehmen abschaffe. "Ich habe ihn (Macron) gebeten, amerikanische Unternehmen nicht zu belasten. Wenn sie es doch tun, bleibt mir nichts anderes übrig, als einen Strafzoll von 100 Prozent auf alle Champagner und alle Weine aus Frankreich zu erheben", sagte Trump der "New York Post". Das französische Präsidialamt hatte zuletzt den Eindruck vermittelt, dass dies kein Konfliktthema mehr sei.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat auf die jüngste Zolldrohung von US-Präsident Donald Trump verärgert reagiert. "So läuft das nicht", sagte er in einem Interview mit dem Sender TF1 am Montag kurz vor Beginn des G7-Gipfels in Evian.
Merz am Montagnachmittag in Evian erwartet
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) wird am Nachmittag in Evian erwartet, wo auch die Staats- und Regierungschefs von Italien, Großbritannien, Kanada und Japan eintreffen werden. Bei dem G7-Gipfel unter französischem Vorsitz soll es auch um den Abbau globaler Ungleichgewichte, den Schutz Minderjähriger im digitalen Raum und um die Lieferketten für seltene Erden gehen.
Demonstration in Genf gegen den G7-Gipfel
Zum Auftakt des G7-Gipfels werden die Staats- und Regierungschefs bei einem Arbeitsessen die internationalen Krisen im Licht der jüngsten Ereignisse erörtern – Fortschritte in der Iran-Krise, aber eine gewisse Sorge mit Blick auf die Umsetzung und neue Angriffe Russlands, die eine neue Verhandlungsrunde weiter erschweren dürften.
Am Sonntag hatten in Genf mehrere tausend Menschen gegen die Politik der mächtigen Industrienationen demonstriert.
Mit Informationen von AFP
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