(Archivbild) Der bei seiner Festnahme 35-jährige Syrer Mahmoud M. wird abgeführt.
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(Archivbild) Für den Terroranschlag auf feiernde Menschen in Bielefeld ist der Attentäter zu lebenslanger Haft verurteilt worden.
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(Archivbild) Für den Terroranschlag auf feiernde Menschen in Bielefeld ist der Attentäter zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

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Höchststrafe für Terroranschlag von Bielefeld

Höchststrafe für Terroranschlag von Bielefeld

Mehr als ein Jahr nach dem Messerangriff vor einer Bar in Bielefeld ist der mutmaßliche Täter zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Oberlandesgericht Düsseldorf stellte zudem die besondere Schwere der Schuld fest.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio Nachrichten am .

Mehr als ein Jahr nach einem Messerangriff vor einer Bar in Bielefeld mit mehreren Verletzten hat das Oberlandesgericht Düsseldorf den mutmaßlichen Täter zu lebenslanger Haft verurteilt. Der 36-jährige Angeklagte wurde unter anderem wegen versuchten Mordes schuldig gesprochen, wie eine Gerichtssprecherin am Montag mitteilte. Das Gericht stellte zudem die besondere Schwere seiner Schuld fest und ordnete Sicherungsverwahrung an.

Angriff vor Bar in Bielefeld

Der damals 35-jährige Mahmoud M. hatte im Mai 2025 vor einer Bar in Bielefeld mehrere Gäste mit einem Messer angegriffen und vier Menschen schwer verletzt. Nach Überzeugung des Gerichts handelte der Syrer aus einer radikal-dschihadistischen Einstellung heraus und wollte möglichst viele Menschen töten.

Mit dem Urteil folgte das Gericht den Anträgen des Generalbundesanwalts und der Nebenklage. Die Verteidigung hatte eine Freiheitsstrafe von höchstens zwölf Jahren gefordert. Den Opfern sprach das Gericht Schmerzensgeld in Höhe von insgesamt 70.000 Euro zu. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Angeklagter kündigte Tat einem IS-Mitglied an

Das Gericht stellte fest, dass sich der Angeklagte der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) zugehörig fühlte. Er soll die Tat zuvor einem IS-Mitglied angekündigt und diesem ein Bekennervideo geschickt haben.

Gestoppt wurde der Angriff durch das Eingreifen weiterer Gäste. Anschließend flüchtete der Mann. Die Polizei fahndete öffentlich nach ihm. Zeugen brachten die Ermittler schließlich auf seine Spur. Am späten Abend des Folgetags wurde der Mann in der Nähe von Düsseldorf festgenommen. Dabei leistete er Widerstand und wurde leicht verletzt.

Gericht: IS-Vergangenheit in Syrien

Nach Feststellungen des Gerichts war der Mann in den Jahren 2015 und 2016 in Syrien als Kämpfer für den IS aktiv. Deshalb wurde er auch wegen mitgliedschaftlicher Beteiligung an einer ausländischen terroristischen Vereinigung verurteilt.

Zwar habe er sich einige Jahre später vom IS gelöst, der Ideologie aber weiterhin angehangen. Für die Zeit nach seiner Einreise nach Deutschland im Jahr 2023 stellte das Gericht fest, dass sich der Angeklagte erneut der IS-Ideologie angenähert und entsprechende Inhalte konsumiert habe.

Mutmaßlich islamistisch motivierten Gewalttaten auch in Bayern

Auch in Bayern beschäftigen Fälle mit mutmaßlich islamistischem Hintergrund die Justiz. Das Oberlandesgericht München verurteilte zuletzt die 38-jährige Lydia G. zu vier Jahren Haft. Nach Überzeugung des Gerichts war sie 2014 mit ihren drei Kindern nach Syrien ausgereist und hatte sich dort gemeinsam mit ihrem Ehemann dem Islamischen Staat angeschlossen.

Vor dem Landgericht Augsburg wurde zudem ein 22-jähriger türkischer Staatsangehöriger wegen versuchten Mordes in 23 Fällen angeklagt. Ob es zum Prozess kommt, darüber muss das Gericht noch entscheiden, wie es dem BR Anfang Juni mitteilte. Bis zu einem möglichen Urteil gilt die Unschuldsvermutung. Er soll im vergangenen September bei Dillingen an der Donau mit einem Luftgewehr auf Fahrzeuge geschossen haben. Die Ermittler gehen von einer islamistischen Motivation aus.

Mit Informationen von dpa.

Transparenzhinweis: In einer früheren Version des Artikels hieß es, ein 22-jähriger türkischer Staatsangehöriger müsse sich wegen versuchten Mordes in 23 Fällen verantworten. Tatsächlich läuft erst das Zwischenverfahren. Wir haben dies korrigiert.

Im Video: Bielefeld - Lebenslange Haft für Messerangreifer

Bielefeld - Lebenslange Haft für Messerangreifer
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Bielefeld - Lebenslange Haft für Messerangreifer

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