Windräder drehen sich unweit des Thüringer Waldes.
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Windräder drehen sich unweit des Thüringer Waldes. (Archivbild)
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Klimaschutz: Verfehlt Deutschland seine Ziele?

Klimaschutz: Verfehlt Deutschland seine Ziele?

Die Bundesregierung will mit einem neuen Klimaschutzprogramm ihre Ziele bis 2030 doch noch erreichen. Bisher besteht fast überall Nachholbedarf. Vor allem im Verkehrssektor gibt es weiter Streit über den richtigen Kurs.

Über dieses Thema berichtet: BR24 TV am .

Im Klimaschutzprogramm führt die Bundesregierung aus, wie sie ihre Klimaziele bis 2030 erreichen will. Bislang ist dies nicht gewährleistet. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) hat zuvor den Ausbau der Elektromobilität als zentralen Beitrag seines Ressorts hervorgehoben.

Nach Zahlen des Umweltbundesamtes (UBA) stiegen die Emissionen 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 Prozent auf rund 146 Millionen Tonnen. Zwar wurden mehr Elektroautos neu zugelassen, der Großteil entfällt jedoch weiterhin auf Benziner und Diesel. Zudem nahm das Verkehrsaufkommen zu.

Wie plant die Regierung in ihrem Klimaschutzprogramm für die nächsten Jahre und wie realistisch sind die Ziele umzusetzen. Darüber sprach BR24 mit Lisa Westhäußer aus dem ARD-Hauptstadtstudio und Klimaexperte Niklas Höhne (externer Link), vom New Climate Institute. Das Video finden Sie oben eingebettet über diesem Artikel.

Elektromobilität alltagstauglicher machen

Deutschland verfüge inzwischen über rund 200.000 Ladepunkte, dennoch gebe es vor allem in Städten und bei Mehrfamilienhäusern noch Nachholbedarf, sagte Schnieder. Hier solle ein neues Förderprogramm im Umfang von 500 Millionen Euro ansetzen. Ziel sei es, Elektromobilität alltagstauglicher zu machen: "Dann wird es attraktiv, mit dem E-Auto unterwegs zu sein."

Kritik an den Plänen der Regierung kommt aus der Opposition. Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge warf der Bundesregierung vor, im Verkehrsbereich nicht entschlossen genug vorzugehen. Die Förderung müsse stärker auf Menschen mit geringeren Einkommen ausgerichtet werden.

Auch im Gebäudesektor wurden die Klimaziele verfehlt. Die Emissionen stiegen dort um 3,4 Prozent auf 103,4 Millionen Tonnen – unter anderem wegen kühlerer Witterung und eines zu langsamen Umstiegs auf klimafreundliche Heizsysteme.

Mit Informationen von dpa

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