Wiederbelebungsübung an einer Schule.
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Rotes Kreuz will jährliche Wiederbelebungs-Übungen an Schulen

Rotes Kreuz will jährliche Wiederbelebungs-Übungen an Schulen

Krisenfestigkeit werde zu eng gedacht – sagt DRK-Präsident Gröhe. Deshalb fordert er nicht nur mehr Geld für den Bevölkerungsschutz, sondern plädiert auch dafür, dass Schüler regelmäßig üben, Menschen mit Herzstillstand zu helfen.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Infoblock am .

Rotkreuz-Präsident Hermann Gröhe fordert, Wiederbelebungsmaßnahmen "einmal pro Jahr" in der Schule zu üben. Zur Stärkung der deutschen Verteidigungsfähigkeit wünscht er sich nicht nur militärische Maßnahmen, sondern auch mehr Geld für den Bevölkerungsschutz.

Gröhe: Schüler sollten einmal pro Jahr Wiederbelebung üben

"Es würde enorm helfen, wenn einmal pro Schuljahr für zwei Stunden die Wiederbelebung geübt wird", sagte der DRK-Präsident Gröhe den Zeitungen der Mediengruppe Bayern. "Wer das in seiner Schulzeit regelmäßig gemacht hat, vergisst das ein Leben lang nicht mehr und kann die Erfahrung an andere weitergeben." 

Der ehemalige Bundesgesundheitsminister und frühere CDU-Generalsekretär kritisierte das fehlende Wissen in der Gesellschaft, um Menschen bei einem Herzstillstand zu helfen. "Mit einer Herzdruckmassage könnten Umstehende leicht helfen. Doch viele Menschen trauen sich nicht, Wiederbelebungsmaßnahmen durchzuführen. Obwohl eine Person dabei ist, zu sterben, haben sie Angst, jemandem eine Rippe zu brechen."

Verteidigungsfähigkeit nicht nur militärisch sehen

Beim Ausbau der Verteidigungsfähigkeit in Deutschland fordert Gröhe einen Ansatz über das Militärische hinaus. "Wir müssen aufpassen, dass wir die Verteidigungsfähigkeit nicht ausschließlich militärisch verstehen. Damit allein machen wir die Gesellschaft nicht krisenfest", mahnte er.

Gelder aus dem sogenannten Sondervermögen sollten daher auch umfassend für den Bevölkerungsschutz eingesetzt werden. Es brauche ein Netz wirklich krisenfester Krankenhäuser. Ohne ein krisenfestes Gesundheitswesen gebe es keine umfassende Verteidigungsfähigkeit.

Gröhe verwies auch darauf, dass wichtige Maßnahmen in der zivil-militärischen Zusammenarbeit getroffen werden müssten. Schon für die Notwendigkeit, eine sehr große Zahl von Verletzten zu versorgen, brauche es eine weit bessere Planung und Ausstattung von Krankenhäusern. Zu bedenken sei nicht nur eine Vorbereitung auf bewaffnete Konflikte, sondern etwa auch auf Hochwasser oder Stromausfälle.

Noch nicht genug mobile Betreuungsmodule für Krisenfälle

Außerdem mahnte Gröhe an, dass die Anschaffung sogenannter mobiler Betreuungsmodule hinterherhinke. "Das können Sie sich wie eine bewegliche Kleinstadt vorstellen, die im Krisenfall bis zu 5.000 Menschen versorgen und unterbringen kann", beschrieb der DRK-Präsident die Pläne.

Zehn solcher Einrichtungen habe man geplant, eineinhalb gebe es. Eine Einheit koste 35 Millionen Euro, insgesamt wären es 350 Millionen Euro. "Gemessen an den hohen Beträgen, die für die militärische Verteidigung ausgegeben werden, ist das nicht viel Geld. Wir brauchen im Bevölkerungsschutz einen wirklichen Kraftakt."

Mit Informationen von dpa und KNA

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