Chinas Präsident Xi Jinping, rechts, und U.S.-Präsident Donald Trump in Peking
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Trump-Xi-Gipfel: Warme Worte – und eine Warnung

Trump-Xi-Gipfel: Warme Worte – und eine Warnung

Lange haben sie nur übereinander gesprochen, nun gab es in Peking wieder direkte Gespräche zwischen US-Präsident Trump und Chinas Staatschefs Xi. Dabei sprach der Gastgeber eine unmissverständliche Warnung aus.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio am .

Chinas Staatschef Xi Jinping hat den Besuch von US-Präsident Donald Trump in Peking für eine Warnung an die USA zu Taiwan genutzt. Zwar bemühten sich beide Seiten zum Auftakt des mehrtägigen Staatsbesuchs um ein stabileres Verhältnis. Xi machte zugleich nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua deutlich: Sollte die Taiwan-Frage schlecht gehandhabt werden, käme es zu Spannungen oder sogar Konflikten zwischen beiden Ländern. Dies könnte die Beziehungen zwischen China und den USA in eine "äußerst gefährliche Lage bringen", sagte er.

Konfliktthema US-Unterstützung für Taiwan

China beansprucht Taiwan für sich, es wird aber seit Jahrzehnten unabhängig und demokratisch regiert. International gibt es schon lange die Befürchtung, dass sich die Volksrepublik die Insel einverleiben könnte. Die USA spielen in Bezug auf Taiwan eine wichtige Rolle – unter anderem, weil sie trotz großer Kritik Pekings Taiwan mit Waffen beliefern.

Während Xis Aussagen zu Taiwan nach außen drangen, blieb zunächst unklar, ob und was Trump entgegnete. In einer Mitteilung aus dem Weißen Haus zum Trump-Besuch tauchte das Thema Taiwan nicht auf. 

Trump nennt Xi einen "Freund"

Der zweite Staatsbesuch von Trump als US-Präsident – 2017 war er schon einmal in China – war zum Auftakt eigentlich von vielen warmen Worten und imposanter Kulisse geprägt. Xi empfing Trump mit militärischen Ehren an der Großen Halle des Volkes im Herzen der chinesischen Hauptstadt.

Der US-Präsident lobte den Gastgeber als "großartige Führungspersönlichkeit". "Manchmal mögen Leute das nicht, wenn ich das sage, aber ich sage es trotzdem, weil es wahr ist", sagte Trump weiter. "Es ist eine Ehre, Ihr Freund zu sein."

Xi sagte zu Trump, stabile chinesisch-amerikanische Beziehungen seien "gut für die Welt". Beide Seiten sollten Partner und nicht Gegner sein.

Am 24. September soll es laut Trump den Gegenbesuch von Xi im Weißen Haus in Washington geben. Der Republikaner machte das Datum seiner Einladung beim Staatsbankett am Abend bekannt. Xi bezeichnete das Verhältnis beider Länder als "die wichtigste bilaterale Beziehung der Welt".

Erbitterter Handelskonflikt

Die beiden größten Volkswirtschaften der Welt befinden sich in einem erbitterten Handelskonflikt. Gastgeber Xi sagte, er sei überzeugt, dass die gemeinsamen Interessen zwischen den USA und China größer seien als die Differenzen. Der jeweilige Erfolg beider Länder sei für das andere eine Chance, sagte Xi. Trump hatte im vergangenen Jahr einen Zollstreit losgetreten, der sich hochschaukelte. Ein Xi-Trump-Treffen im Herbst in Südkorea brachte eine vorübergehende Zollpause. Der große Wurf blieb damals aber aus.

Tech-Bosse begleiten Trump

Der US-Präsident wurde von einer großen Wirtschaftsdelegation begleitet, darunter Tech-Milliardär Elon Musk und Apple-Chef Tim Cook. Auch der Chef des Chipherstellers Nvidia, Jensen Huang, war dabei. Die von dem Unternehmen produzierten Halbleiter gelten als besonders wichtig für die Entwicklung Künstlicher Intelligenz. Nvidia-Chef Huang bezeichnete den Gipfel vor Journalisten als "einen der bedeutendsten der Menschheitsgeschichte".

Nun hat sich China offenbar dazu bereit erklärt, noch mehr landwirtschaftliche Produkte aus den USA zu kaufen. Bauern sind eine wichtige Wählergruppe für US-Präsident Trump. Xi versprach außerdem den mitgereisten Wirtschaftsbossen aus den USA einen besseren Zugang zum chinesischen Markt. Im Gegenzug dürfen zehn chinesische Firmen Ki-Chips von Nvidia kaufen, allerdings nur das zweitbeste Modell.

Einigkeit bei Straße von Hormus?

Auch der Iran-Krieg war Thema der Unterredungen. Die USA erhofften sich schon länger Hilfe von China bei der Sicherung der für den Öl- und Flüssiggastransport wichtigen Straße von Hormus. China ist normalerweise der größte Abnehmer iranischen Öls. Die Hilfe blieb bislang aber aus. Der Mitteilung aus dem Weißen Haus zufolge sollen sich beide Seiten darüber einig gewesen sein, dass die Meerenge für den Transport von Energie offenbleiben müsse. Demnach soll Xi Chinas Ablehnung einer Militarisierung der Straße deutlich gemacht haben und auch gegen Gebühren für eine Durchfahrt sein. Zudem soll er den Angaben nach Interesse am Kauf von mehr amerikanischem Öl gezeigt haben.

Trump wird am Freitag erneut mit Xi zusammentreffen. Danach wird er die Rückreise in die USA antreten.

Lange haben sie nur übereinander gesprochen, nun gab es in Peking wieder direkte Gespräche zwischen US-Präsident Trump und Chinas Staatschefs Xi.
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Lange haben sie nur übereinander gesprochen, nun gab es in Peking wieder direkte Gespräche zwischen US-Präsident Trump und Chinas Staatschefs Xi.

Mit Informationen von dpa

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