Aktuelle News zum USA-Iran-Krieg vom 2. und 3. Mai im Überblick:
- Iran fordert Kriegsende binnen 30 Tagen (14.35 Uhr)
- Trump - iranischer Vorschlag eher nicht akzeptabel (1.06 Uhr)
- Irak - Ölexport nach Hormus-Blockade normalisierbar (Samstag, 17.45 Uhr)
- Ölstaaten beschließen laut Bericht höhere Förderung (Samstag, 12.52 Uhr)
- Aktuelle Nachrichten und Hintergründe auch bei tagesschau.de
Mit Informationen der ARD-Korrespondentinnen und -Korrespondenten sowie der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters. Zum Teil lassen sich die Angaben nicht unabhängig überprüfen.
Karte zur militärischen Lage im Nahen Osten
14.35 Uhr: Iran fordert Kriegsende binnen 30 Tagen
Der Iran fordert mit seinem 14-Punkte-Plan ein Ende des Krieges binnen 30 Tagen. Das geht aus einem Bericht der halbamtlichen iranischen Nachrichtenagentur Nur News hervor, die eng mit dem Sicherheitsapparat der Islamischen Republik verbunden ist. Den 14-Punkte-Plan hatte Teheran als Antwort auf einen 9-Punkte-Plan der US ins Spiel gebracht.
11.00 Uhr: Israel beschließt Kauf neuer Kampfjets
Israel hat einen Plan zum Kauf von zwei neuen Kampfstaffeln moderner F-35- und F-15IA-Kampfjets von Lockheed Martin und Boeing endgültig gebilligt. Das Geschäft habe einen Wert von mehreren zehn Milliarden Dollar, teilt das Verteidigungsministerium mit. Die Entscheidung des Ministerausschusses für Beschaffung sei ein erster Schritt in einem 350 Milliarden Schekel (rund 120 Milliarden Dollar) schweren Programm zum Ausbau der Streitkräfte.
Die neuen Staffeln sollten ein Eckpfeiler der langfristigen Fähigkeiten des Militärs werden und Israels strategische Luftüberlegenheit sichern, erklärt das Ministerium. Israel will demnach eine vierte F-35-Staffel von Lockheed Martin und eine zweite Staffel F-15IA-Jets von Boeing kaufen.
09.17 Uhr: Rettung von US-Billig-Airline Spirit gescheitert
Der US-Billigflieger Spirit Airlines ist trotz Rettungsversuchen der Regierung von Präsident Trump am Ende. Die geordnete Einstellung des Flugbetriebs habe begonnen, teilte die Fluggesellschaft mit. Alle Flüge seien gestrichen und der Kundenservice nicht länger verfügbar. Trump hatte eine Lösung ins Gespräch gebracht, bei der der amerikanische Staat im Gegenzug für einen rettenden Kredit Anteile an Spirit übernehmen sollte.
Laut Medienberichten ging es um eine Finanzspritze von rund 500 Millionen US-Dollar, nach der die Regierung einen Anteil von bis zu 90 Prozent an Spirit hätte bekommen können. Berichten zufolge waren andere Geldgeber nicht mit den Konditionen einverstanden und die Gespräche wurden ergebnislos beendet.
06.51 Uhr: Israel fordert im Südlibanon zu Evakuierungen auf
Das israelische Militär fordert die Bewohner im Südlibanon auf, ihre Häuser zu verlassen. Sie sollten sich mindestens einen Kilometer in offenes Gelände zurückziehen. Das Militär erklärt, es führe Einsätze gegen die Hisbollah durch, nachdem diese gegen das Waffenstillstandsabkommen verstoßen habe. Jeder, der sich in der Nähe von Hisbollah-Kämpfern oder -Einrichtungen aufhalte, könnte daher in Gefahr sein.
01.09 Uhr: Trump schließt neue Angriffe nicht aus
US-Präsident Donald Trump schließt eine Wiederaufnahme von Angriffen auf den Iran nicht aus. Es bestehe die Möglichkeit dazu, sagt er auf die Frage eines Journalisten in West Palm Beach in Florida.
01.06 Uhr: Trump - iranischer Vorschlag eher nicht akzeptabel
US-Präsident Donald Trump prüft nach eigenen Angaben einen neuen iranischen Friedensvorschlag. "Ich werde Sie später darüber informieren", erklärte Trump am Samstag (Ortszeit) vor Reportern, ehe er die Präsidentenmaschine Air Force One bestieg. "Sie werden mir jetzt den genauen Wortlaut übermitteln", ergänzte er mit Blick auf den Iran.
Kurz darauf äußerte sich Trump in einem Beitrag in den sozialen Medien skeptisch gegenüber dem iranischen Plan. Er könne "sich nicht vorstellen, dass er akzeptabel wäre, da sie noch keinen ausreichend hohen Preis für das gezahlt haben, was sie der Menschheit und der Welt in den vergangenen 47 Jahren angetan haben", schrieb er.
Nach Berichten der halbamtlichen iranischen Nachrichtenagenturen Tasnim und Fars, die der paramilitärischen Revolutionsgarde nahestehen sollen, hat Teheran über den Vermittler Pakistan einen 14-Punkte-Vorschlag als Antwort auf einen US-Vorschlag übermittelt, der neun Punkte umfasst.
Sonntag, 3. Mai 2026
21.30 Uhr: US-Regierung billigt Waffenexporte an Partner im Iran-Krieg
Das US-Außenministerium hat milliardenschwere Waffenlieferungen an Bahrain, Israel, Kuwait, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate genehmigt. Per Notfallbeschluss habe Außenminister Marco Rubio acht Waffenlieferungen im Wert von über 25 Milliarden US-Dollar (rund 21,3 Mrd Euro) bewilligt, bestätigte ein Sprecher des Ministeriums der Deutschen Presse-Agentur. Durch den erklärten Notfall bedarf es anders als üblich keiner Zustimmung des Kongresses.
Seit Beginn des Krieges habe der Iran Tausende ballistische Raketen, Marschflugkörper und Drohnen auf die Partner der USA in der Region abgefeuert, hieß es zur Erklärung. Die meisten davon seien erfolgreich abgefangen worden. Die Dringlichkeit der Genehmigung begründete das Ministerium auch damit, dass die Partner "derzeit angegriffen werden".
20.54 Uhr: Iran plant Gesetz zur Kontrolle von Straße von Hormus
Das iranische Parlament bereitet ein Gesetz vor, um die strategisch wichtige Straße von Hormus unter die volle Autorität der Streitkräfte des Landes zu stellen. Laut dem stellvertretenden Parlamentspräsidenten Ali Niksad sind Durchfahrtsgebühren sowie ein striktes Verbot für Schiffe mit Bezug zu Israel geplant. "Wir werden auf unsere Rechte in der Meerenge nicht verzichten", sagte Niksad.
20.53 Uhr: Iran - "Ball liegt im Feld der USA"
Nachdem Iran dem Vermittlerstaat Pakistan einen neuen Vorschlag für Verhandlungen mit den USA vorgelegt hat, sieht der iranische Vize-Außenminister Kasem Gharibabadi die USA am Zug. Washington müsse sich zwischen Diplomatie oder der Fortführung eines "konfliktorientierten Ansatzes" entscheiden, sagte er vor ausländischen Botschaftern in Teheran. Der Ball liege im Feld der USA. Iran sei zur Sicherung seiner nationalen Interessen "zu beiden Optionen bereit". Auch Justizchef Gholamhossein Mohseni Ejei gab sich unnachgiebig: Teheran werde sich keine Politik von außen "aufzwingen lassen".
20.21 Uhr: USA warnen Reedereien vor Zahlungen an Iran
Die USA haben Reedereien davor gewarnt, den Iran für eine sichere Passage durch die Straße von Hormus zu bezahlen. Wer dies missachte, müsse mit Sanktionen rechnen, teilte das für die Kontrolle von Auslandsvermögen zuständige Büro im Finanzministerium in Washington mit.
Reedereien sollten nicht nur von Geldtransfers an die Islamische Republik absehen, sondern auch von "digitalen Vermögenswerten, Verrechnungen, informellen Tauschgeschäften oder anderen Sachleistungen", etwa Spenden für wohltätige Zwecke und Zahlungen an iranischen Botschaften.
19.09 Uhr: Israel - Teile von Klosteranlage im Südlibanon von Militär zerstört
Das israelische Militär hat im Südlibanon Teile einer katholischen Klosteranlage zerstört und damit scharfe Kritik aus der Kirche ausgelöst. Soldaten hätten im Grenzdorf Jarun Infrastruktur der Hisbollah-Miliz demoliert und dabei ein Haus beschädigt, das keine religiösen Insignien aufgewiesen habe, teilten die israelischen Streitkräfte mit.
Sobald die Truppen erfahren hätten, dass es mit der Kirche in Verbindung stehe, hätten sie "verhindert, dass weiterer Schaden angerichtet" werde. Die Hisbollah habe die Anlage in der Vergangenheit genutzt, um wiederholt Raketen auf Israel abzufeuern, hieß es in der Erklärung weiter. Das Militär greife nicht absichtlich religiöse Einrichtungen an.
18.40 Uhr: Zwei Teilnehmer der Gaza-Hilfsflotte nach Israel gebracht
Nach dem Abfangen der Gaza-Hilfsflotte durch Israel vor der griechischen Insel Kreta sind zwei der 175 Aktivisten nach Israel gebracht worden. Wie das israelische Außenministerium mitteilte, wurden der Spanier Saif Abu Keshek und der Brasilianer Thiago Ávila zu einer Befragung an die Strafverfolgungsbehörden im Land übergeben.
Das spanische Außenministerium kritisierte das Vorgehen der israelischen Behörden scharf und bezeichnete es als "illegal". Das israelische Außenministerium wirft den beiden nach Israel gebrachten Aktivisten Verbindungen zur islamistischen Palästinenserorganisation Hamas vor.
17.45 Uhr: Irak - Ölexport nach Hormus-Blockade normalisierbar
Der Irak kann Ölförderung und -exporte nach einer Öffnung der Straße von Hormus nach eigenen Angaben binnen sieben Tagen wieder auf das normale Niveau bringen. Die Produktion liege derzeit bei 1,5 Millionen Barrel pro Tag, sagt der stellvertretende Ölminister Basim Mohammed. Davon würden etwa 200.000 Barrel täglich über den türkischen Hafen Ceyhan exportiert. Zwei Öltanker stünden bereit, zwei weitere würden je nach Sicherheitslage in der Meerenge erwartet. Der Iran hält die wichtige Schifffahrtsroute im Zuge des Krieges mit den USA und Israel weitgehend gesperrt.
15.14 Uhr: Jemen: Unbekannte kapern Öltanker und steuern Somalia an
Vor der Küste der jemenitischen Provinz Schabwa haben Unbekannte nach Angaben der dortigen Küstenwache einen Öltanker gekapert. Bewaffnete Männer hätten die Kontrolle über die "M/T Eureka" übernommen und steuerten das Schiff durch den Golf von Aden in Richtung somalischer Gewässer, teilt die Behörde mit. Der Standort des Tankers sei bekannt. Es liefen Bemühungen, das Schiff zurückzuholen und die Sicherheit der Besatzung zu gewährleisten.
14.30 Uhr: Emirate: Flugverkehr läuft wieder normal
Der Flugverkehr in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) verläuft nach Angaben der dortigen Luftfahrtbehörde wieder normal. Die Behörde habe die nach Beginn des Iran-Krieges am 28. Februar eingeführten Vorsichtsmaßnahmen aufgehoben, meldet die staatliche Nachrichtenagentur WAM. Der Entscheidung liege eine umfassende Bewertung der Sicherheitslage zugrunde.
12.51 Uhr: Ölstaaten beschließen laut Bericht höhere Förderung
Sieben Opec+-Länder haben sich Insidern zufolge grundsätzlich auf eine Erhöhung der Ölförderziele im Juni um etwa 188.000 Barrel pro Tag geeinigt. Trotz des Austritts der Vereinigten Arabischen Emirate aus dem Kartell hielten sie an ihren Plänen fest, wie zwei mit den Überlegungen vertraute Personen im Vorfeld einer Sitzung von sieben Mitgliedern am Sonntag erklären. Die Erhöhung entspricht in etwa der Anhebung vom letzten Monat um 206.000 Barrel pro Tag abzüglich des Anteils der Vereinigten Arabischen Emirate, die diese Woche überraschend bekanntgaben, die Gruppe zum 1. Mai zu verlassen. Die Produktionserhöhungen sind vorerst weitgehend symbolisch, da der Großteil des Schiffsverkehrs durch die für Öltransporte wichtige Straße von Hormus durch den Krieg der USA und Israels gegen den Iran zum Erliegen gekommen ist.
07.01 Uhr: Trump vergleicht USA mit Piraten
US-Präsident Donald Trump vergleicht das Vorgehen der USA bei der Blockade iranischer Häfen mit dem von Piraten. "Wir haben uns das Schiff genommen, wir haben uns die Fracht genommen, wir haben uns das Öl genommen", sagt Trump mit Blick auf die Beschlagnahmung eines Schiffes vor wenigen Tagen. Dies sei ein sehr einträgliches Geschäft. "Wir sind wie Piraten. Wir sind so etwas wie Piraten, aber wir spielen keine Spielchen."
06.52 Uhr: Spirit Airlines wegen teurem Kerosin vor dem Aus
Die US-Billigfluggesellschaft Spirit Airlines bereitet sich laut mit dem Vorgang vertrauten Personen darauf vor, schon in der kommenden Nacht ihren Flugbetrieb einzustellen. Das berichtet unter anderem die Nachrichtenagentur Reuters. Demnach hat der massive Anstieg der Kerosinpreise die Sanierungspläne zunichte gemacht. Spirit wäre damit in der Luftfahrtbranche das erste direkte Opfer der wirtschaftlichen Auswirkungen des Konflikts. US-Präsident Donald Trump erklärte, das Weiße Haus habe dem Unternehmen und seinen Gläubigern ein letztes Rettungsangebot vorgelegt. Allerdings scheinen die Gespräche ins Stocken geraten zu sein.
06.32 Uhr: USA genehmigen Rüstungskäufe von Nahost-Partner
Das US-Außenministerium hat nach eigenen Angaben Waffenverkäufe im Wert von mehr als 8,6 Milliarden Dollar an Verbündete im Nahen Osten genehmigt. Zu den Empfängern gehören Israel, Katar, Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate. All diese Länder sind enge Verbündete der USA. Nach dem Beginn der US-israelischen Angriffe auf den Iran Ende Februar waren sie Ziel iranischer Angriffe. Die US-Regierung hat mit der Genehmigung den Kongress umgangen, der üblicherweise Rüstungsgeschäfte prüft. Außenminister Marco Rubio habe eine Notlage erklärt, die sofortige Verkäufe erforderlich mache, teilte das Außenministerium in Washington mit. Die Freigabe erfolgt neun Wochen nach Beginn des Krieges der USA und Israels gegen den Iran und gut drei Wochen nach Inkrafttreten einer brüchigen Waffenruhe.
Samstag, 2. Mai 2026
21.52 Uhr: Trump an Kongress - Kämpfe im Iran sind beendet
US-Präsident Donald Trump hat die Kampfhandlungen im Iran in einem Brief an den US-Kongress für beendet erklärt. Seit Beginn der Waffenruhe am 7. April habe es keine Gefechte zwischen dem Iran und den USA gegeben, heißt es in einem von Trump unterzeichneten Brief des Weißen Hauses, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. "Die am 28. Februar 2026 begonnenen Feindseligkeiten sind beendet."
Relevant sind Trumps Aussagen auch deshalb, weil zum Wochenende theoretisch das Zeitfenster ausläuft, in dem er den Krieg noch führen darf. Dem Gesetz War Powers Resolution von 1973 zufolge darf der Präsident maximal 60 Tage lang die Offensive befehligen - dann braucht er die förmliche Zustimmung des Parlaments.
21.01 Uhr: Explosion tötet mehr als ein Dutzend Revolutionsgardisten im Iran
Bei der Explosion vom Iran-Krieg übrig gebliebener Bomben sind 14 Mitglieder der iranischen Revolutionsgarde getötet worden. Die Sprengsätze seien in der Nähe von Sandschan im Nordwesten des Landes detoniert, meldete die Webseite Nurnews, die den Sicherheitskräften nahestehen soll, am Freitag. Dem Bericht zufolge handelte es sich bei der Munition um Streubomben und Luftminen, die während der Kämpfe abgeworfen wurden. Ihre Explosion tötete jetzt so viele Mitglieder der paramilitärischen Truppe wie noch nie seit Beginn der Waffenruhe vor gut drei Wochen.
20.14 Uhr: Libanon meldet mindestens zehn Tote bei israelischen Angriffen
Bei neuen israelischen Angriffen im Südlibanon sind nach Angaben staatlicher Medien mindestens zehn Menschen getötet worden. Sanitäter hätten außerdem die Leichen von fünf Menschen geborgen, die am Vortag in Kfar Rumman, in der Nähe von Nabatije getötet worden seien, meldete die libanesische Nachrichtenagentur NNA am Freitag. Die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz erklärte, sie habe Drohnen und Raketen auf israelische Militärstellungen abgefeuert. Dabei wurden nach israelischen Angaben zwei Soldaten leicht verletzt.
18.42 Uhr: Trump äußert sich zu G7, Spanien, Zöllen, China, Iran, Irak, Spirit, Anthropic
"Entweder wegpusten oder eine Vereinbarung abschließen", sagt US-Präsident Donald Trump auf die Frage von Reportern, welche Optionen es zum Thema Iran gäbe. Trump äußert sich, wie schon oft zuvor, binnen weniger Minuten oberflächlich zu zahlreichen Themen, darunter seine geplante Reise nach China ("Treffen mit Xi wird großartig werden"), dem G7-Treffen in Frankreich ("werde wahrscheinlich teilnehmen"), Kritik an Europa ("nicht glücklich mit Italien und Spanien") dem neuen irakischen Präsidenten ("unterstütze ihn"), dem US-Unternehmen Anthropic ("hatten gutes Treffen"), US-Raketenbeständen ("bin nicht besorgt"), der US-Fluggesellschaft Spirit Airlines ("wenn wir helfen können, helfen wir"), Folgen des Iran-Konflikts ("wenn der Krieg endet, wird Kraftstoff billiger werden") und der angekündigten Erhöhung der US-Zölle für Autos aus der EU ("zwingt Unternehmen, Produktion in die USA zu verlagern").
18.30 Uhr: Trump unzufrieden mit jüngstem Vorschlag des Iran
US-Präsident Donald Trump zeigt sich unzufrieden mit einem neuen Vorschlag des Iran zur Beilegung des Konflikts. Die Verhandlungen fänden telefonisch statt, sagt Trump vor Journalisten. Die laufenden Gespräche kämen jedoch nicht voran. Er sei sich nicht sicher, ob es zu einer Einigung kommen werde.
17.25 Uhr: USA - Gaza-Koordinierungszentrum soll geschlossen werden
Die US-Regierung von Präsident Donald Trump plant Insidern zufolge eine Schließung ihres militärischen Koordinierungszentrums für den Gazastreifen. Die Aufgaben der Einrichtung in Israel sollen an eine geplante internationale Sicherheitstruppe unter US-Führung übergeben werden, sagten mehrere mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Das Zentrum dient bislang der Überwachung der Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas sowie der Koordinierung von Hilfslieferungen. Nach Auffassung von Kritikern hat die Mission ihre Ziele nicht erreicht.
16.00 Uhr: Iran übermittelt neuen Vorschlag an Pakistan - Ölpreis fällt
Der Iran hat einen neuen Vorschlag für Verhandlungen mit den USA an pakistanische Vermittler übergeben, wie die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna meldet. Über den Inhalt ist nichts bekannt. Allein die Ankündigung, einen Vorschlag übermittelt zu haben, hat allerdings dazu geführt, dass die Ölpreise, die zuvor stark gestiegen waren, nachgegeben haben.
Durch die Blockade der Straße von Hormus unterbricht Iran rund 20 Prozent der weltweiten Öl- und Gasversorgung. Da die US-Marine gleichzeitig iranische Ölexporte unterbindet, treibt dieses Vorgehen wiederum die Energiepreise nach oben. Das nährt die Sorge vor einem weltweiten Konjunkturabschwung.
11.52 Uhr: Gaza-Hilfsflotte - Zwei Aktivisten sollen zur Befragung nach Israel gebracht werden
Nach Angaben von Israels Außenministerium sollen zwei der Aktivisten, die mit der sogenannten Gaza-Hilfsflotte festgesetzt wurden, zu Befragungen nach Israel gebracht werden. Derzeit befinden sich etwa 30 Boote der sogenannten "Global Sumud Flotilla" in Kreta, weil Griechenland sich zu ihrer Aufnahme bereit erklärt hatte. Ein Mann - so das israelische Außenministerium - werde verdächtigt, Verbindungen zu einer Terrororganisation zu haben. Einem weiteren wirft das Außenministerium nicht näher definierte "illegale Aktivitäten" vor.
Das israelische Vorgehen gegen den internationalen Schiffsverband mit Gaza-Hilfsgütern löste in Berlin und Rom große Sorge aus. Eine gemeinsame Erklärung legt nahe, dass der Stopp der Flottille in internationalen Gewässern aus Sicht der beiden Regierungen möglicherweise nicht mit dem Völkerrecht vereinbar ist. Israel betont dagegen, das Vorgehen gegen die Aktivisten stehe im Einklang mit dem Völkerrecht.
11.25 Uhr: Gaza-Hilfsflotte legt ungeplant auf Kreta an
Rund 30 Boote der sogenannten "Global Sumud Flotilla" mit Gaza-Hilfsgütern sind im Hafen von Ierapetra im Südosten Kretas eingetroffen. Die Aktivisten wollten die israelische Meeresblockade des Gazastreifens durchbrechen und halten nach Aussagen der Organisatoren gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) weiterhin an diesem Ziel fest.
Die israelische Marine hatte in der Nacht zum Donnerstag mehr als 20 Schiffe der sogenannten Gaza-Hilfsflotte abgefangen und nach eigenen Angaben 175 Menschen festgenommen. Griechenland erklärte sich bereit, die von der israelischen Marine festgenommenen Personen aufzunehmen und ihre Rückreise in die Herkunftsländer zu ermöglichen.
Griechische Küstenwache übergibt Gaza-Aktivisten Atherinolakkos bei Kreta den Behörden
11.10 Uhr: Frankreich – US-geführte Hormus-Mission nicht in Konkurrenz zu europäischer Initiative
Die von den USA angekündigte Initiative zur Sicherung der Straße von Hormus steht nach Angaben Frankreichs nicht in Konkurrenz zu den Bemühungen europäischer Staaten. Die US-Mission sei eine "Art Ergänzung", sagte der französische Außenminister Jean-Noël Barrot am Freitag in Abu Dhabi zum Abschluss einer Reise durch mehrere Golfstaaten. Die europäisch geführte Initiative Großbritanniens und Frankreichs sei derweil "weit fortgeschritten". Zur Frage, ob sich Frankreich der US-Initiative anschließen werde, wollte Barrot sich auf Nachfrage nicht äußern.
07.15 Uhr: Trump erwägt auch Truppenabzug aus Spanien und Italien
Vor dem Hintergrund des Streits um das Vorgehen der USA im Iran hat der US-Präsident nach Deutschland auch diesen beiden Ländern mit einem Abzug von US-Truppen gedroht. "Das werde ich wahrscheinlich tun" sagte Trump im Oval Office. Unter anderem Kanzler Merz und Italiens Ministerpräsidentin Meloni hatten Trump zuletzt eine fehlende Iran-Strategie vorgeworfen.
Im Audio: Nach Kritik an Vorgehen im Iran – Trump erwägt auch Truppenabzug aus Spanien und Italien
US-Präsident Donald Trump
06.32 Uhr: USA fordern direkte Gespräche zwischen Israel und Libanon
Angesichts der fragilen Waffenruhe zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah-Miliz dringen die USA auf direkte Gespräche zwischen Israel und dem Libanon auf höchster Ebene. "Der Libanon steht am Scheideweg. Seine Bevölkerung hat die historische Chance, ihr Land zurückzugewinnen und ihre Zukunft als wahrhaft souveräne, unabhängige Nation zu gestalten", heißt es in einer auf der Plattform X veröffentlichten Mitteilung der US-Botschaft in Beirut. "Ein direktes Treffen zwischen Präsident Aoun und Ministerpräsident Netanjahu - vermittelt von Präsident Trump - würde dem Libanon die Möglichkeit bieten, konkrete Garantien für volle Souveränität, territoriale Integrität, sichere Grenzen, humanitäre Hilfe und Wiederaufbauhilfe sowie die vollständige Wiederherstellung der libanesischen Staatsgewalt über jeden Zentimeter seines Hoheitsgebiets zu erlangen – garantiert durch die Vereinigten Staaten", heißt es in dem Schreiben der US-Botschaft weiter.
03.54 Uhr: USA - Greift die 60-Tage-Frist nach der "War Powers Resolution"?
Laut einem hochrangigen US-Regierungsvertreter betrachtet die US-Regierung die am 28. Februar begonnenen Feindseligkeiten mit dem Iran im Sinne des "War Powers Resolution"-Gesetzes als beendet. "Beide Parteien haben sich am Dienstag, dem 7. April, auf einen zweiwöchigen Waffenstillstand geeinigt, der seither verlängert wurde", sagte der Regierungsvertreter. "Seit Dienstag, dem 7. April, hat es keinen Schusswechsel zwischen den US-Streitkräften und dem Iran gegeben."
Für US-Präsident Donald Trump läuft am Freitag eine Frist ab. Gemäß der "War Powers Resolution" aus dem Jahr 1973 muss er den Militäreinsatz innerhalb von 60 Tagen beenden oder die Genehmigung des Kongresses einholen.
02.14 Uhr: Iran droht mit Angriffen auf US-Stützpunkte
Ein ranghoher Vertreter der iranischen Revolutionsgarden droht den USA bei erneuten, auch begrenzten US-Angriffen mit langen und schmerzhaften Schlägen gegen US-Militärstützpunkte und Kriegsschiffe in der Region. US-Präsident Donald Trump sollte einem US-Beamten zufolge noch am Donnerstag (Ortszeit) über Pläne für neue Militärschläge gegen den Iran unterrichtet werden. Iranische Medien melden indessen Einsätze der Luftabwehr über Teheran, die kleine Drohnen bekämpft habe.
Freitag, 1. Mai 2026
22.41 Uhr: Iranische Medien: Luftabwehr in Teilen Teherans zu hören
In Teheran ist iranischen Medien zufolge am Donnerstagabend die Luftabwehr aktiviert worden. In einigen Teilen der iranischen Hauptstadt seien "Geräusche von aktivierten Luftabwehrsystemen" zu hören gewesen. Es sei aber "noch unklar, ob diese Geräusche mit einem Verteidigungstest zusammenhängen oder der Abwehr möglicher 'Aufklärungsdrohnen' am Himmel über Teheran dienen", berichteten die Nachrichtenagenturen Tasnim und Fars.
22.15 Uhr: Erneut Hinrichtung nach Protesten im Iran
Im Iran ist ein weiteres Todesurteil im Zusammenhang mit den Massenprotesten im Januar vollstreckt worden. Dem Mann wurde zur Last gelegt, bei den Aufständen in der Stadt Isfahan Sicherheitskräfte angegriffen zu haben, wie die mit der Justiz verbundene Nachrichtenagentur Misan berichtete.
Seit Beginn der Angriffe Israels und der USA auf den Iran vor zwei Monaten seien mindestens neun Menschen wegen Teilnahme an den regierungskritischen Protesten im Januar hingerichtet worden, zehn wegen Mitgliedschaft in Oppositionsgruppen und zwei wegen Spionagetätigkeit. Unter den Festgenommenen seien auch Minderjährige, denen die Todesstrafe drohe, so der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk.
19.31 Uhr: Hegseth: 60-Tage-Frist für Krieg gilt nicht bei Waffenruhe
Die US-Regierung darf nach Ansicht von Verteidigungsminister Pete Hegseth den Krieg gegen den Iran noch Wochen ohne Zustimmung des Kongresses fortsetzen. "Wir befinden uns derzeit in einer Waffenruhe, was nach unserem Verständnis bedeutet, dass die 60-Tage-Frist (...) pausiert oder stoppt", sagte er vor einem Ausschuss des Senats.
18.30 Uhr: Berlin und Rom erinnern Israel ans Völkerrecht
Deutschland und Italien haben Israel wegen des Vorgehens gegen einen internationalen Schiffsverband mit Hilfe für den Gazastreifen im Mittelmeer zur Achtung des Völkerrechts aufgefordert. In einer gemeinsamen Erklärung beider Regierungen heißt es, man verfolge den Stopp der "Global Sumud"-Flottille in internationalen Gewässern vor der griechischen Küste mit "großer Sorge". "Wir fordern die uneingeschränkte Achtung des geltenden Völkerrechts und die Unterlassung unverantwortlicher Handlungen."
Zugleich verteidigten Berlin und Rom Bemühungen der internationalen Gemeinschaft, "Gaza im Einklang mit dem Völkerrecht und den internationalen Standards humanitäre Hilfe zukommen zu lassen". Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni forderte darüber hinaus die "sofortige Freilassung aller rechtswidrig festgehaltenen Italiener". An Bord sind sowohl Italiener als auch deutsche Staatsbürger.
Israels Außenminister Gideon Saar sagte, die festgenommenen Aktivisten würden in Abstimmung mit der griechischen Regierung in den kommenden Stunden in Griechenland an Land gebracht.
17.58 Uhr: Israel lässt palästinensischen Journalisten Ali Samoudi frei
Der vor einem Jahr von Israel wegen Terrorvorwürfen festgenommene, im Westjordanland bekannte palästinensische Journalist Ali Samoudi ist wieder auf freiem Fuß. Das erklärte der Reporter in einem Interview. Auch die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa berichtete über seine Entlassung aus der sogenannten israelischen Verwaltungshaft, bei der Palästinenser aus Sicherheitsgründen für sechs Monate oder länger ohne Anklage festgehalten werden können.
17.17 Uhr: US-Gesetz stellt Trump-Regierung Frist im Iran-Krieg bis Freitag
Ein Gesetz aus dem Jahr 1973 setzt die Trump-Regierung in ihrem Krieg gegen den Iran unter Druck. Gemäß der sogenannten War Powers Resolution muss ein vom US-Präsidenten genehmigter Militäreinsatz nach 60 Tagen beendet sein, es sei denn, der US-Kongress hat ausdrücklich zugestimmt oder den Krieg erklärt. Die Frist für den von Trump ohne Zustimmung des Kongresses Ende Februar begonnenen Krieg gegen den Iran läuft am (morgigen) Freitag (Ortszeit) ab.
16.06 Uhr: Pakistan ermöglicht weiter indirekte Gespräche mit Iran
Pakistan bemüht sich weiterhin, Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran voranzubringen. Derzeit vermittle die Regierung in Islamabad indirekte Gespräche, begrüße jedoch auch eine direkte Kommunikation, selbst telefonisch, erklärte der Sprecher des pakistanischen Außenministeriums, Tahir Andrabi, am Donnerstag. "Wenn beide Seiten in Echtzeit miteinander sprechen könnten, würde das die Streitpunkte entschärfen."
15.28 Uhr: Hisbollah setzt zunehmend Drohnen an Glasfaserkabeln gegen Israel ein
Die militant-islamistische Hisbollah setzt im Konflikt mit Israel zunehmend Drohnen ein, die an Glasfaserkabeln befestigt sind und daher auf elektronischem Weg schwerer zu entdecken und zu stören sind. Die schiitische Miliz aus dem Libanon nutze diese auch im Krieg in der Ukraine eingesetzte Technik insbesondere seit Beginn der jüngsten Kampfphase im März, erfuhr die Nachrichtenagentur AP aus israelischen Militärkreisen. Hintergrund sei vermutlich, dass die israelische Luftabwehr Raketen und andere Drohnen der Hisbollah vielfach erfolgreich habe abfangen können.
13.30 Uhr: Merz fordert mehr Druck auf Iran
Bundeskanzler Friedrich Merz fordert einen höheren Druck auf den Iran, um die Regierung in Teheran im Streit um das Atomprogramm zum Einlenken zu bewegen. "Vor dem Europäischen Rat in der letzten Woche auf Zypern habe ich dafür geworben, den Sanktionsdruck auf Teheran jetzt noch einmal zu erhöhen", sagte Merz am Donnerstag bei einem Besuch auf dem Truppenübungsplatz im niedersächsischen Munster. Denn die Blockade der Straße von Hormus bedeute massive wirtschaftliche Schäden für alle.
"Unsere Botschaft lautet daher: Der Iran muss an den Verhandlungstisch kommen, er muss aufhören, auf Zeit zu spielen, er darf nicht länger die ganze Region und letztendlich die ganze Welt zur Geisel nehmen", sagte Merz.
11.55 Uhr: IEA sieht größte Energiekrise der Geschichte bestätigt
Der Chef der Internationalen Energieagentur (IEA), Fatih Birol, sieht seine Befürchtung der weltweit größten Energiekrise der Geschichte angesichts des Iran-Kriegs bestätigt. Die aktuellen Ereignisse gäben der IEA leider recht, sagte Birol in Paris. "Die Öl- und Gasmärkte befinden sich in großen Schwierigkeiten. Die Ölpreise lagen, als ich das letzte Mal nachgesehen habe, bei über 120 Dollar, was viele Länder stark unter Druck setzt." Neben Öl und Gas seien auch Düngemittel, die für Entwicklungsländer sehr wichtig sind, sowie Petrochemikalien von Lieferengpässen betroffen.
10.30 Uhr: Trump prüft laut Bericht neue Angriffe auf den Iran
US-Präsident Donald Trump wird sich einem Medienbericht zufolge am Donnerstag über neue Pläne für ein mögliches erneutes militärisches Vorgehen gegen den Iran unterrichten lassen. Der Kommandeur des US-Zentralkommandos (Centcom), Brad Cooper, werde Trump entsprechende Optionen vorstellen, berichtete das Nachrichtenportal Axios unter Berufung auf Insider. An dem Treffen solle zudem der Vorsitzende des Generalstabs der US-Streitkräfte, General Dan Caine, teilnehmen. Das Präsidialamt und das US-Zentralkommando äußerten sich auf Anfrage zunächst nicht zu dem Bericht.
Centcom habe einen Plan für eine "kurze und schlagkräftige" Angriffswelle auf den Iran ausgearbeitet, die wahrscheinlich Infrastrukturziele umfasse, berichtete Axios weiter. Ein weiteres Vorhaben, das Trump voraussichtlich präsentiert werde, ziele darauf ab, einen Teil der Straße von Hormus unter Kontrolle zu bringen, um sie wieder für die Handelsschifffahrt zu öffnen. An einem solchen Einsatz könnten Bodentruppen beteiligt sein. Eine weitere Option, die bei der Unterrichtung zur Sprache kommen könnte, sei eine Operation von Spezialkräften zur Sicherung der iranischen Bestände an hochangereichertem Uran.
02.55 Uhr: Iranische Friedensnobelpreisträgerin Mohammadi kämpft ums Überleben
Das Leben der iranischen inhaftierten Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi ist nach Angaben ihrer Stiftung in "akuter Gefahr". Die Menschenrechtsaktivistin leide unter anhaltenden Brustschmerzen und hohem Blutdruck. Auf Medikamente habe sie nicht angesprochen und in kurzer Zeit rund 20 Kilogramm Gewicht verloren, hieß es in einem Bericht der Narges-Mohammadi-Stiftung.
Obwohl ein Gerichtsmediziner bestätigt habe, dass sie mindestens einen Monat lang eine kardiologische Spezialbehandlung benötige, hätten die Staatsanwaltschaften in Teheran eine vorübergehende Aussetzung ihrer Haftstrafe abgelehnt, hieß es weiter. Ihr Anwaltsteam habe nach einem kürzlichen Besuch erklärt, ihr Zustand habe einen kritischen Punkt erreicht.
02.47 Uhr: Größter US-Flugzeugträger soll laut Medien Rückfahrt in die USA antreten
Der größte Flugzeugträger der US-Marine, die "USS Gerald R. Ford", soll Medienberichten zufolge bald den Nahen Osten verlassen. In den kommenden Tagen werde er in Richtung USA aufbrechen, berichtete unter anderem die "Washington Post" unter Berufung auf mehrere US-Beamte. Der monatelange Einsatz auf See habe seine Spuren hinterlassen - zurück im Hafen werde das Schiff voraussichtlich umfangreiche Reparaturen und Wartungsarbeiten durchlaufen, schrieb die Zeitung. Der Schritt würde die militärische Schlagkraft der USA im Krieg mit dem Iran schwächen - zu einem Zeitpunkt, zu dem zwar eine Waffenruhe gilt, eine baldige Verhandlungslösung aber nicht in Sicht ist.
02.31 Uhr: Teheran droht USA wegen Hormus-Blockade
Angesichts der von den Vereinigten Staaten gegen den Iran verhängten Seeblockade hat der Kommandeur der iranischen Marine den US-Truppen in der Region gedroht. Der Iran habe die Straße von Hormus geschlossen, zitierte der regierungstreue iranische Fernsehsender Press TV den Marine-Chef Scharam Irani. "Sollten sie sich weiter nähern, werden wir unverzüglich operative Maßnahmen ergreifen", sagte er über die US-Marine, die Schiffe derzeit daran hindert, iranische Häfen anzusteuern oder aus ihnen auszulaufen.
02.26 Uhr: Zwei Menschen sterben nach Auseinandersetzung mit Polizei im Iran
Bei einem Zusammenstoß einer bewaffneten Gruppe mit der Polizei sind in der iranischen Stadt Iranschahr zwei Menschen getötet worden. Zwei weitere Personen seien bei dem Schusswechsel verletzt worden, teilte die Polizei mit. Die Gruppe habe im Gebiet Gach Berin das Feuer eröffnet, als sie auf eine Polizeistreife traf. Die Beamten hätten daraufhin mit schwerem Gegenfeuer reagiert und das Fahrzeug gestoppt. Dabei seien zwei Menschen getötet worden, berichteten die halbamtlichen Nachrichtenagenturen Tasnim und Fars. Nach Angaben der Polizei wurde bei der Durchsuchung des Fahrzeugs ein Kalaschnikow-Sturmgewehr samt Munition sichergestellt.
01.59 Uhr: Fifa-Kongress in Kanada findet wohl ohne iranische Delegation statt
Offenbar wegen diplomatischer Verwerfungen ist eine Gruppe hochrangiger iranischer Fußballfunktionäre noch vor dem Beginn eines Kongresses des Weltfußballverbands Fifa in Kanada wieder abgereist. Iranischen Staatsmedien zufolge hatte es einen Vorfall bei den Einreisekontrollen am internationalen Flughafen von Toronto gegeben. Der Präsident des iranischen Fußballverbands (FFIRI), der Generalsekretär und der stellvertretende Generalsekretär "kehrten mit dem ersten Flug in die Türkei zurück, aufgrund des unangemessenen Verhaltens der Einwanderungsbeamten am Flughafen und der Beleidigung eines der ehrenwertesten Organe der iranischen Streitkräfte", berichteten mehrere iranische Medien, ohne weitere Einzelheiten zu nennen.
Kanada hatte 2024 die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) als Terrororganisation eingestuft und ihren Mitgliedern die Einreise in das Land verboten. Der FFIRI-Präsident Mehdi Tadsch ist ein ehemaliges Mitglied der Revolutionsgarden. Iranischen Staatsmedien zufolge waren die Funktionäre mit "offiziellen Visa" nach Kanada gereist, bevor sie wieder umkehrten. Die kanadische Regierung erklärte, sie könne sich wegen Datenschutzgesetzen nicht zu Einzelfällen äußern. In einer an die Nachrichtenagentur AFP übermittelten Erklärung bekräftigte Ottawa jedoch, dass "IRGC-Funktionäre in Kanada nicht zulässig sind und in unserem Land nichts zu suchen haben".
01.40 Uhr: UN-Menschenrechtskommissar - 21 Hinrichtungen im Iran seit Kriegsbeginn
Der Iran hat seit Beginn des Krieges mit den USA und Israel vor zwei Monaten mindestens 21 Menschen hingerichtet und mehr als 4.000 Personen wegen Vorwürfen der Gefährdung der nationalen Sicherheit festgenommen. Das teilte UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk mit. Mindestens neun Menschen seien im Zusammenhang mit Protesten im Januar exekutiert worden, zehn wegen angeblicher Mitgliedschaft in Oppositionsgruppen und zwei wegen Spionagevorwürfen.
"Ich bin entsetzt, dass die Rechte des iranischen Volkes zusätzlich zu den ohnehin schweren Auswirkungen des Konflikts weiterhin auf harsche und brutale Weise von den Behörden beschnitten werden", erklärte Türk. Er forderte die iranischen Behörden auf, alle weiteren Hinrichtungen zu stoppen und willkürlich Inhaftierte freizulassen.
00.06 Uhr: Trump erwägt Truppenreduzierung in Deutschland
US-Präsident Donald Trump hat inmitten eines Streits mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) über den Iran-Krieg eine mögliche Reduzierung der US-Truppenstärke in Deutschland angekündigt. "Die USA prüfen und evaluieren derzeit eine mögliche Verringerung der Truppenpräsenz in Deutschland", erklärte Trump am Mittwoch in seinem Onlinedienst Truth Social. "Eine Entscheidung soll in Kürze getroffen werden", fügte er hinzu.
Derzeit sind in der Bundesrepublik gut 36.000 US-Soldaten dauerhaft stationiert. Deutschland ist ein zentraler Knotenpunkt für das US-Militär: Neben dem Hauptquartier des US-Europakommandos (EUCOM) in Stuttgart befinden sich hier der Luftwaffenstützpunkt Ramstein sowie das Militärkrankenhaus Landstuhl.
Im Audio: USA prüfen Abbau ihrer Soldaten in Deutschland
Ab 00:50: Die USA wollen einen Abzug der Truppen aus Deutschland prüfen - das könnte auch den Stützpunkt Grafenwöhr in der Oberpfalz treffen.
Donnerstag, 30. April 2026
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