Steve Boyes and Werner Herzog
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82nd Venice International Film Festival 2025 - Day 2. Photocall for the film 'Ghost Elephants'. Pictured are Steve Boyes and Werner Herzog.
Bildrechte: Credit Image: © Alberto Terenghi/IPA via ZUMA Press
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82nd Venice International Film Festival 2025 - Day 2. Photocall for the film 'Ghost Elephants'. Pictured are Steve Boyes and Werner Herzog.

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Jagd nach mythischen Elefanten: Herzogs Doku "Ghost Elephants"

Jagd nach mythischen Elefanten: Herzogs Doku "Ghost Elephants"

Werner Herzog drehte schon viele legendäre Dokus: vom watschelnden Pinguin in "Begegnungen am Ende der Welt" bis zum lebensmüden Surfer in "Grizzly Man". Nun startet "Ghost Elephants" – über mythische Elefanten im angolanischen Hochland bei Disney+.

Über dieses Thema berichtet: Bayern 2 Die Welt am Morgen am .

Auf der Suche nach Geister-Elefanten

Steve Boyes ist Biologe und seinem Erscheinungsbild nach mit Schlapphut, hochgekrempeltem Hemd und stechendem Blick eine Mischung aus Crocodile Dundee und Indiana Jones: Werner Herzog begleitet diesen Jäger des sagenumwobenen Geister-Elefanten ins traumschöne, nebelverhangene angolanische Hochland, wo er seit Jahren wie ein besessener Captain Ahab seinem Moby Dick nachstellt: kein weißer Wal, sondern ein riesiger grauer Dickhäuter. Das größte Landsäugetier der Welt, eine so seltene wie scheue Spezies. Sie will er mit Hilfe von afrikanischen Einheimischen und Bewegungsmeldern in der Savanne aufspüren.

Ich hörte Leute sagen, dass es bei der Suche nach den Elefanten eigentlich darum geht, uns selbst zu finden. – Werner Herzog

Traumpfade Afrikas

Neugierig wie eh und je begibt sich Herzog, der Mythomane des dokumentarischen Films, hier erneut auf einen jener "Traumpfade", denen sein Freund Bruce Chatwin einst ein Buch gewidmet hat. Nur eben nicht bei den Aborigines in Australien, sondern im letzten großen subtropischen Wald Afrikas: zusammen mit drei indigenen Fährtenlesern, Meistern ihres Fachs. Deshalb "master-tracker" genannt.

Bildrechte: picture alliance / Everett Collection | ©National Geographic/Courtesy Everett Collection
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GHOST ELEPHANTS, US poster, 2026. © National Geographic Documentary Films / courtesy Everett Collection

Liebeslied an die Natur

Was "Ghost Elephants" zum Ereignis macht, ist Herzogs ethnologisch genauer Blick für Details: Das verwitterte Antlitz des alten Autochtonen, der im Sonnenuntergang auf seinem primitiven Instrument zupft und dabei leise summt, bleibt unvergesslich. Ebenso das Bild des lokalen Königs der Nkangala auf seinem Leopardenfell-Thron. Und die Aufnahmen der sich in Trance tanzenden Stämme, denen er begegnet. Am Ende dieser Expedition – damit verrät man nicht zu viel, weil Werner Herzog selbst es früh ankündigt – entdecken sie tatsächlich einen der Geister-Elefanten.

Ein so schönes Liebeslied wurde der Vielfalt, Grausamkeit und Erhabenheit der Natur selten gesungen: "Ghost Elephants" konnte nur Werner Herzog drehen.

Dokumentation "Ghost Elephants" von Werner Herzog jetzt auf Disney+.

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