Wer genau hingeschaut hat im Tatort "Unvergänglich", konnte bereits einen Blick auf den Neuen werfen – mit seinem Sondereinsatzkommando leitete Nikola Buvak einen brenzligen Einsatz auf dem Dach eines Krankenhauses. Ein spannender Showdown und ein Zusammentreffen der beiden ausscheidenden Kommissare mit dem zukünftigen Duo.
Der Schauspieler Carlo Ljubek, der als Nikola Buvak bald einen der beiden Hauptkommissare verkörpert, ist übrigens kein Unbekannter im Münchner Tatort – 2024 spielte er in "Das Wunderkind" den Täter, gegen den Ivo Batic und Franz Leitmayr ermittelten.
Carlo Ljubek spielte im Tatort "Wunderkind" den Täter.
Carlo Ljubek – München ist eine seiner Heimaten
Jetzt also Seitenwechsel – Good Cop statt Bösewicht? "Selbst jemand, der für das Gute kämpft, kann seine Abgründe haben. Das heißt ja nicht, dass der in seinem Leben immer alles richtig macht", so Ljubek.
Als Sohn kroatischer Migranten wurde er im nordrheinwestfälischen Bocholt geboren und gehört seit zehn Jahren zum festen Ensemble am Schauspielhaus Hamburg, neben seinen vielen Rollen in Film und Fernsehen. München bedeutet für ihn auch eine Rückkehr – 1999 beginnt er seine Schauspielausbildung an der Otto Falckenberg Schule. "Es ist eine meiner vielen Heimaten hier, wo man sich zuhause fühlt und wo ein wohliges Aufgenommensein herrscht."
Ferdinand Hofer – vom Assistenten zum Leiter der Mordkommission
Doch Nikola Buvak wird nicht alleine für die Mordaufklärungen verantwortlich sein – an seiner Seite ermittelt Ferdinand Hofer, bereits aus dem Münchner Tatort bekannt als Kalli Hammermann.
Der aus Oberbayern stammende Hofer wurde mit zwölf Jahren von Regisseur Marcus H. Rosenmüller entdeckt und startete 2013 mit gleich zwei bekannten Rollen durch – als Max Simmerl, der in den "Eberhoferkrimis" als Polizist arbeitet, und als Kriminalassistent Kalli Hammermann im Münchner Tatort. "Ich bin mit Batic und Leitmayr groß geworden", sagt Hofer über sich selbst.
Neues Ermittlungs-Duo: Die ersten beiden Fälle sind schon abgedreht
Im Hintergrund zur Ausstrahlung der letzten Batic- und Leitmayr-Doppelfolge 99 und 100 wurde längst weitergedreht. Hofer und Ljubek haben bereits zwei neue Tatorte im Kasten, die voraussichtlich 2027 ausgestrahlt werden.
Fall eins des neuen Duos "Zwischenwelten" wird ihre erste gemeinsame Ermittlung. Gedreht wurde im Herbst 2025. Hauptkommissar Kalli Hammermann, der vor der möglichen Beförderung zum Leiter der Mordkommission steht, muss nun ohne Batic und Leitmayr einen undurchsichtigen Mordfall im Münchner Stadtteil Neuperlach aufklären. Seine Ermittlungen führen zu einem schicksalhaften Zusammentreffen mit SEK-Schichtleiter Nikola Buvak (Carlo Ljubek).
Von links: Die Kommissare Kalli Hammermann (Ferdinand Hofer) und Nikola Buvak (Carlo Ljubek) nehmen die Verfolgung auf.
Ein Wiedersehen mit SEK-Schichtleiter Nikola Buvak
Darum geht es in dem Fall: Ein brutaler Raubmord erschüttert Neuperlach. Bei der Festnahme wird der Tatverdächtige vom SEK angeschossen und ist nicht mehr vernehmungsfähig. Für Kalli Hammermann scheint der Fall zunächst klar – bis der SEK-Beamte Nikola Buvak, der im Viertel aufgewachsen ist, Hinweise auf eine unbekannte Person entdeckt. Hat der Unbekannte etwas mit dem Mord zu tun? Er beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln. Dadurch gerät Kalli unter Druck: Er steht kurz davor, neuer Leiter der Mordkommission zu werden. Eigentlich müsste er einen Kollegen, der eigenmächtig ermittelt, melden. Doch den Fall können sie nur gemeinsam lösen.
Zweiter Mordfall im Schatten der Sicherheitskonferenz
Ihr zweiter gemeinsamer Fall mit dem Titel "Der sichere Tod" spielt am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC). Eine Dolmetscherin wird tödlich von einem LKW erfasst. Die Kommissare Kalli Hammermann und Nikola Buvak werden an die Unfallstelle geholt, weil der Todesfall Fragen aufwirft. Sie stoßen bei ihren Ermittlungen auf massive Widerstände: diplomatische Immunität, Geheimhaltungszwänge und abgeschottete Machtzirkel im Umfeld der Sicherheitskonferenz erschweren ihnen die Arbeit. Je tiefer das Duo gräbt, desto klarer wird: Der Täter befindet sich noch auf der Sicherheitskonferenz – unter Hunderten von Delegierten und Mitarbeitern.
Schwieriger geht’s kaum: Ein Dreh auf der Münchner Sicherheitskonferenz
Von links: Carlo Ljubek, Regisseur Lancelot von Naso und Ferdinand Hofer bei den Tatort-Dreharbeiten während der Münchner Sicherheitskonferenz
Unter schwierigeren Bedingungen dürfte wohl noch nie ein Tatort gedreht worden sein: Im Februar 2026 – während des laufenden Betriebs der MSC mitten unter zahlreichen Staats- und Regierungschefs sowie hochrangigen Militärs und Vertretern internationaler Organisationen. Es gibt nur wenige Orte in der Welt, die so gut gesichert sind wie das Areal rund um den Bayerischen Hof, wo die Sicherheitskonferenz jedes Jahr stattfindet. Drei Jahre dauerte die Dreh-Planung für diese spezielle Kulisse – das Ergebnis können die Fans dann voraussichtlich 2027 im Tatort sehen.
In großen Fußstapfen: Neues Team setzt Münchner Tradition fort
Das neue Münchner Tatort-Team reiht sich ein in eine große Tradition – und in große Fußstapfen. Gustl Bayrhammer ermittelte fast zehn Jahre als Kommissar Melchior Veigl mit wechselnden Kompagnons, dann folgten Batic und Leitmayr für 35 Jahre und nun wird der deutsch-kroatische Ermittlungserfolg fortgesetzt mit dem Duo Hammermann/Buvak. Carlo Ljubek ist sich sicher: "Mit diesen Fußstapfen gehe ich gerne mit. Umso größer sie sind, desto leichter trete ich rein."
Tatort: Unvergänglich (2)
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