UN und Israel streiten über Hilfslieferungen in den Gazastreifen

New York: Angesichts der humanitären Lage im Gazastreifen haben die Vereinten Nationen Israel dazu aufgerufen, wieder mehr Lebensmittel-Lieferungen in das Küstengebiet zu lassen. Anders als von Israel behauptet, würden die Vorräte in Gaza zur Neige gehen, sagte UN-Sprecher Dujarric. Er verwies darauf, dass zuletzt alle 25 vom Welternährungsprogramm unterstützten Bäckereien in der Region schließen mussten. Wörtliche sagte Dujarric: "Das geschieht nicht zum Spaß." Es gebe schlicht kein Mehl und kein Gas mehr zum Kochen. Die israelische Behörde für Palästinenserangelegenheiten hatte zuvor erklärt, es gebe trotz der Blockade von Hilfslieferungen ausreichend Nahrungsmittel für einen langen Zeitraum. Während der sechswöchigen Waffenruhe mit der Hamas seien mehr als 25.000 Lastwagen mit fast 450.000 Tonnen Hilfsgütern in das Küstengebiet gelangt. Die Behörde warf der Hamas vor, die Lebensmittel jedoch nicht an die Zivilbevölkerung zu verteilen. Im Krieg gegen die palästinensische Terrororganisation hatte Israel die Grenzübergänge Anfang März wieder geschlossen. Premier Netanjahu kündigte an, man werde die Einfuhr aller Waren und Hilfsgüter erst wieder zulassen, wenn die Hamas alle Geiseln freilasse.

Sendung: Bayern 2 Nachrichten, 02.04.2025 03:00 Uhr

Zur BR24 Startseite