Der TSV 1860 München hat die Pflichtaufgabe beim FC Wendelstein souverän gelöst. Vor rund 2.000 Zuschauern setzte sich der Drittligist beim Landesliga-Aufsteiger aus dem Landkreis Roth mit 5:1 durch und zog ins Achtelfinale des Bayerischen Landespokals ein.
Für Wendelstein war die Partie das Highlight des Jahres. Der Sechstligist versuchte von Beginn an, die Löwen mit mutigem Fußball zu ärgern. Immer wieder provozierten die Gastgeber 1860, indem sie sogar aus dem eigenen Fünf-Meter-Raum heraus spielerisch aufbauen wollten.
Deniz feiert Comeback
1860-Trainer Alper Kayabunar verzichtete dabei auf drei Routiniers. Vitus Eicher, Felix Weber und Florian Niederlechner waren erst gar nicht mit nach Wendelstein gereist. Dafür feierte Tunay Deniz nach mehrmonatiger Verletzungspause sein Comeback. Der Mittelfeldspieler war nach dem Zwangsabstieg einer der wenigen Routiniers, die den Löwen erhalten geblieben waren.
Husic eröffnet Torreigen für 1860 München
Nach der Trinkpause nahm die Partie aus Sicht der Münchner den erwarteten Verlauf. Nach einer Flanke von Cristian Leone segelte der Ball über Wendelsteins Torwart hinweg, Loris Husic stand goldrichtig und musste nur noch einschieben – 1:0 für 1860.
Kurz darauf legten die Löwen nach. Arian Ortivero Calderon erhöhte auf 2:0 und sorgte damit für klare Verhältnisse. Wendelstein konnte dem Druck der Münchner nun immer weniger entgegensetzen.
Wendelstein mit Ehrentreffer
Noch quasi mit dem Pausenpfiff machte der 18-Jährige seinen zweiten Treffer und stellte auf 3:0. Die Löwen hatten die Partie zu diesem Zeitpunkt vollständig unter Kontrolle. In der 67. Minute gelang Wendelstein durch Marcel Wild der Ehrentreffer zum 1:3. Das Stadion tobte.
Nach dem Seitenwechsel gab sich der Gastgeber jedoch nicht auf. In der 67. Minute gelang Marcel Wild der Anschlusstreffer zum 1:3. Das Stadion tobte, plötzlich keimte beim Sechstligisten noch einmal Hoffnung auf.
Calderon mit vier Treffern
Doch 1860 ließ sich davon nicht aus dem Konzept bringen. Die Münchner antworteten auf den Ehrentreffer und stellten die Kräfteverhältnisse schnell wieder klar. Und einer drückte dem Abend endgültig seinen Stempel auf: Calderon.
Der 18-Jährige traf noch zweimal und machte mit insgesamt vier Treffern den Deckel auf die Partie. Am Ende stand ein deutliches 5:1 für den TSV 1860 München.
Für den FC Wendelstein war es trotz der Niederlage ein besonderer Fußballabend. Der Landesliga-Aufsteiger durfte sich vor großer Kulisse mit einem der traditionsreichsten Vereine Bayerns messen. Für 1860 war es dagegen vor allem eines: eine Pflichtaufgabe, die die Mannschaft ohne größere Probleme erfüllte.
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