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Berge und Beachvolleyball: Sandra Otte und der Olympia-Traum

Berge und Beachvolleyball: Sandra Otte und der Olympia-Traum

Sandra Otte ist U18-Weltmeisterin – als erste Deutsche seit 2009. Ein Besuch in Lenggries, wo ihre Erfolgsgeschichte ihren Anfang nahm.

Über dieses Thema berichtet: BR24Sport am .

Zwischen Bergen und Kuhweiden liegt einer der wohl schönsten Beachvolleyballplätze Deutschlands. Acht Felder, eingerahmt von den Gipfeln des Karwendels. Für Sandra Otte ist dieser Ort in Lenggries mehr als nur ein Sportplatz. Hier hat sie ihre ersten Bälle gespielt. "Das ist einfach meine Heimat. Es ist immer schön, wieder hierher zurückzukommen", verrät sie BR24Sport.

Und wie sie zurückgekehrt ist: Gemeinsam mit ihrer Partnerin Anna-Chiara Reformat hat Otte in Den Haag den U18-WM-Titel gewonnen. Es ist der erste deutsche Titel bei den Juniorinnen seit 2009 – ausgerechnet dem Geburtsjahr der Lenggrieserin.

"Die kleine Sandra aus Lenggries"

Als Bundestrainer Paul Becker Otte zum ersten Mal sieht, ist sie vor allem eines: schüchtern. "Sie war ein sehr schüchternes, sehr großes Mädchen, das mir noch nicht in die Augen gucken konnte", erinnert sich Becker im Interview mit BR24Sport. Heute sagt er: "Jetzt ist sie nicht mehr die kleine Sandra aus Lenggries, sondern eine junge Erwachsene, die Weltmeisterin ist."

Dass sie einmal ganz oben landen könnte, haben ihre Trainer schon früh gespürt. Nicht nur wegen ihres Talents. Hans Rampf, einer ihrer ersten Trainer, erinnert sich vor allem an ihre positive Art. Jugendtrainerin Claudia Rose beschreibt sie als Spielerin, die ihre Mannschaft führt, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Und auch Bundestrainer Becker hebt bis heute ihre mentale Stärke und ihre Klarheit auf dem Feld hervor.

Der nächste Schritt heißt Hamburg

Der Weg führt sie jetzt heraus aus den Bergen: Otte wechselt an den Bundesstützpunkt nach Hamburg und trainiert dort künftig im Elite-Nachwuchskader des Deutschen Volleyball-Verbandes. Die ersten Vergleiche mit Olympiasiegerin Laura Ludwig gibt es bereits. Bundestrainer Becker mahnt allerdings zur Geduld. Der Weg sei noch lang, auch wenn beide früh große Erfolge gefeiert hätten.

Otte selbst denkt ohnehin lieber an die nächsten Aufgaben: "Mein großer, großer Traum ist natürlich irgendwann Olympia. Aber jetzt stehen erst mal die U18-EM und die U20-EM an. Das sind die nächsten Schritte, die wir gehen wollen."

Die Ziele werden größer

Trotz des WM-Titels wirkt Otte erstaunlich bodenständig. Fragt man sie, was sie der kleinen Sandra von damals sagen würde, muss sie nicht lange überlegen: "Ich glaube, die kleine Sandra könnte das gar nicht glauben. Aber ich würde ihr sagen, dass sie hart weiterarbeiten soll. Irgendwann wird es sich lohnen."

Viel Zeit, auf den WM-Titel zurückzublicken, bleibt ohnehin nicht. Schon bald tauscht Otte die Berge von Lenggries gegen den Bundesstützpunkt in Hamburg. Die Heimat bleibt. Der Blick geht aber nach vorn.