Kim Behrens (r) und Sandra Ittlinger (l) erwarten einen Aufschlag.
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Kim Behrens (r) und Sandra Ittlinger (l) erwarten einen Aufschlag.
Bildrechte: picture alliance/dpa | Frank Molter
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Kim Behrens (r) und Sandra Ittlinger (l) erwarten einen Aufschlag.

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Mit Vertrauen Richtung Olympia: Neues Beach-Duo macht Hoffnung

Mit Vertrauen Richtung Olympia: Neues Beach-Duo macht Hoffnung

Mitten in der Saison sorgen Sandra Ittlinger und Kim van de Velde für einen Überraschungswechsel. Doch hinter der neuen Partnerschaft steckt weit mehr als ein spontaner Teamwechsel. Über zwei Sportlerinnen und ihren Traum von Olympia.

Über dieses Thema berichtet: BR24 TV am .

Während einer laufenden Beachvolleyball-Saison ein neues Team zu bilden, ist ungewöhnlich. Entsprechend groß war die Überraschung, als Münchnerin Sandra Ittlinger und Bremerin Kim van de Velde ihre neue Partnerschaft bekannt gaben. Für viele kam die Entscheidung plötzlich – für die beiden selbst dagegen war sie fast schon ein logischer Schritt.

Vertrauen als Fundament

Denn im Beachvolleyball entscheidet oft nicht nur die Technik über Erfolg oder Misserfolg. Wer zu zweit auf dem Court steht, muss sich in jeder Situation aufeinander verlassen können. Genau dieses Vertrauen ist für Sandra Ittlinger der wichtigste Baustein ihrer neuen Partnerschaft. Mit van de Velde steht sie zum bereits vierten Mal gemeinsam im Sand - "Match made in heaven", könnte man also sagen.

Ittlinger beschreibt es so: "Jemanden an seiner Seite zu haben, der einem das Gefühl gibt: Wir machen das zusammen, und da eine Person zu haben, der man so viel vertraut, dass man nicht in die Abwehrhaltung geht – das ist schon sehr besonders."

Für Ittlinger bedeutet die neue Partnerschaft einen bewussten Neustart mitten in der Saison. Kim van de Velde kehrt gleichzeitig nach ihrer Babypause ins "große Geschäft" zurück.

Eine Entscheidung mit Folgen

Ganz spontan fiel die Entscheidung allerdings nicht. Kim van de Velde erinnert sich noch gut an den Moment, als Sandra Ittlinger sie fragte: "Ich war erst einmal sprachlos. Ich hatte eigentlich den Plan, mir eine Partnerin zu suchen – und hoffentlich Sandra zu bekommen. Als es dann direkt so weit war, wusste ich: Das will ich auf jeden Fall machen."

Dass dafür mitten in der Saison bestehende Konstellationen aufgelöst wurden, sorgte in der Beachvolleyball-Szene für reichlich Gesprächsstoff. Die beiden selbst ließen sich davon jedoch nicht beirren.

Olympia als gemeinsamer Traum

Bei der German Beach Tour in München stand das alte-neue Duo erstmals wieder gemeinsam auf dem Feld. Angefühlt habe es sich wie eine Mischung aus Nervosität und Vorfreude, "aber es hat so viel Spaß gemacht", so Ittlinger. Mit einem souveränen 2:0-Sieg gegen Beutel/Schürholz gelingt der Einstand – und bestätigt beide in ihrer Entscheidung.

München soll allerdings nur der Anfang sein. Das erste große Etappenziel ist die Weltmeisterschaft 2027. Dahinter wartet der Traum von den Olympischen Spielen in Los Angeles.

Für Sandra Ittlinger ist dieser Weg auch eine persönliche Geschichte. Die Qualifikation für Paris 2024 verpasste sie denkbar knapp – eine Erfahrung, die sie geprägt hat. Diesmal möchte sie den Druck anders verarbeiten.

Ittlinger möchte "einfach glücklich Volleyball spielen"

"Ich möchte mein Lebensglück nicht davon abhängig machen, ob ich jetzt bei Olympia dabei bin oder nicht. Ich möchte in den nächsten zwei Jahren einfach glücklich Volleyball spielen. Und dann ist Olympia nicht: Gott sei Dank haben wir's geschafft – sondern die Konsequenz."

Dass dieser Weg funktionieren kann, davon ist auch van de Velde überzeugt. Entscheidend sei nicht, dass sie bereits perfekt eingespielt sind – sondern dass die Grundlage stimmt. "Wir haben einfach eine große Basis, die gleich bleibt. Wir finden immer gut zusammen und können offen darüber sprechen, woran wir arbeiten wollen", sagte van de Velde.

Bis Los Angeles sind es noch drei Jahre. Aber der Anfang ist gemacht: Jetzt wollen sie herausfinden, wie weit ihr gemeinsames Vertrauen sie tatsächlich tragen kann.