Lea Schüller, Spielerin von Manchester United, klingt noch ein wenig ungewohnt. Fünf Jahre war die Stürmerin beim FC Bayern, bevor es sie im Winter nach England verschlug. Nun kehrt Schüller mit der Nationalmannschaft vor dem Spiel gegen Slowenien (Dienstag, 3. März, 17.45 Uhr) nach Deutschland zurück.
Schüller über Manchester: "Das Körperliche war ein Punkt"
Die erste Zeit bei Manchester United sei intensiv, aber positiv gewesen: "Meine Mannschaft, der Club haben es mir sehr leicht gemacht", so Schüller. Sportlich bedeutet der Wechsel eine Umstellung. "Generell ist es ein bisschen athletischer. Das Training ist anders als es in München war", erklärte die Angreiferin. Der Fußball in England sei intensiver und körperbetonter: "Das ganze Körperliche war für mich ein Punkt, nach England zu gehen. Das war noch nie meine Stärke."
Schüller: "War sehr unzufrieden"
Die vergangenen Monate waren schwierig für Schüller, ihre Rolle als unumstrittene Leistungsträgerin, als Aushängeschild für den FC Bayern und die Nationalmannschaft bröckelte. "Ich war sehr unzufrieden, auf keinem guten fußballerischen Level", gab die vierfache deutsche Meisterin offen zu . "Das ist das, was ich mir in Manchester wieder erarbeiten will."
Lob für Gwinn
Mit der Nationalmannschaft trifft sie nun auf Slowenien und Norwegen. Angeführt wird das Team seit einem Jahr von Giulia Gwinn als Kapitänin. Eine Mitspielerin, die sie aus den Kabinen bei FCB und DFB sehr gut kennt. "Giuli macht das überragend!", schwärmte Schüller. "Giuli ist einfach eine Leaderin. Man kann sich auf sie verlassen."
Gwinn verpasst Trainingseinheit
Gwinn selbst fehlte bei der ersten Trainingseinheit wegen einer muskulären Verhärtung. "Nichts Dramatisches, aber die letzten Jahre haben mich gelehrt, dass ich auf meinen Körper höre", sagte die 26-Jährige. Die Kapitänin freut sich über eine längere Länderspielpause: "Grade, um die neuen Spielerinnen mit ins Boot zu holen."
Schüller sieht Brasilien als gutes Omen
Das turnierfreie Jahr kann das Team von Bundestrainer Christian Wück nutzen, um sich vor der Weltmeisterschaft in Brasilien 2027 einzuspielen und noch einmal einen Schritt nach vorn zu machen. Für Schüller ist der Austragungsort schon mal ein gutes Omen: "Brasilien war für Deutschland immer ein Ort, an dem man Erfolg hatte." Schließlich gewannen die männlichen Kollegen dort die WM 2014.
Das würden die DFB-Frauen Schweinsteiger & Co. nur allzu gerne nachmachen. Zunächst muss aber die Qualifikation für das Turnier geschafft werden. Die ersten Gegnerinnen kommen aus Slowenien. Ansonsten warten noch Österreich und Norwegen auf die DFB-Frauen.
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