Titelverteidiger FC Bayern München steht in der zweiten Runde des DFB-Pokals. Die Münchner kassierten bei Außenseiter VfL Osnabrück schon nach fünf Minuten ein Tor, drehten danach aber auf und siegten am Ende weitgehend ungefährdet 4:1.
Kompany rotiert kräftig
Vincent Kompany setzte im DFB-Pokal beim VfL Osnabrück auf Jonas Urbig im Tor und veränderte seine Startelf im Vergleich zum 5:1-Sieg gegen den VfB Stuttgart auf fünf Positionen. Jonathan Tah, Josip Stanisic, Tom Bischof und Neuzugang Ismael Saibari rückten neben Urbig in die Anfangsformation. Sie ersetzten Dayot Upamecano, Konrad Laimer, Alphonso Davies und Aleksandar Pavlovic. Für Saibari war es die erste Berufung in Bayerns Startelf.
Osnabrück schockt die Bayern früh
Der FC Bayern kontrollierte die Anfangsphase, doch der erste Angriff des VfL Osnabrück brachte die überraschende Führung. Nach einem langen Ball aus der eigenen Hälfte konnten Jonathan Tah und Min-jae Kim nicht klären. Robin Meißner erkannte die Situation, zog aus rund 30 Metern ab und traf spektakulär in den Winkel.
Die Münchner wirkten nach dem frühen Rückstand zunächst etwas überrascht vom forschen Auftritt der Gastgeber. Vor dem Tor fehlte zunächst die letzte Präzision. Für den Ausgleich sorgte schließlich ein Klassiker des Bayern-Spiels: Joshua Kimmich fand Harry Kane mit einem Chip-Ball in den Strafraum, der Engländer setzte sich gegen seinen Gegenspieler durch und vollendete aus fünf Metern zum 1:1.
Bischof sorgt für die Wende
Obwohl sich Außenseiter Osnabrück weiter mutig nach vorne wagte und Meißner Urbig mit einem Flachschuss zu einer Parade zwang (21.), gewannen die Münchner zunehmend die Oberhand. Angriff um Angriff rollte auf das VfL-Tor zu. Nur sechs Minuten nach dem Ausgleich belohnte sich der Rekordpokalsieger: Tom Bischof traf in der 24. Minute zur Führung.
Bayern führt, überzeugt aber nicht
Mit dem 2:1 hatte Bayern die Partie zwar gedreht, für Ruhe sorgte die Führung aber nicht. Zwingende Torchancen blieben weiter Mangelware, das Münchner Spiel wirkte unverändert zu kleinteilig und unpräzise. Luis Díaz kam dem dritten Treffer noch am nächsten, brachte den Ball aus spitzem Winkel aber nicht mehr aufs Tor (31.).
Auf der Gegenseite verpasste Fabianski eine Hereingabe vor dem freien Jonas Urbig nur knapp (35.). Bei einem weiteren Kimmich-Chipball kam auch Saibari aus spitzem Winkel zum Abschluss, konnte aber nur eine Ecke herausholen (40.).
Kurz vor der Pause bot sich den Münchnern dann doch noch die große Chance auf das 3:1. Nach einem Querpass von Brown landete der Ball über Umwege bei Michael Olise, der vom Elfmeterpunkt frei zum Abschluss kam. Osnabrücks Torhüter Philipp Krumrey reagierte jedoch stark und verhinderte mit einer schnellen Parade den dritten Bayern-Treffer (45.).
Bayern dominiert, findet aber kaum Lücken
Nach der Pause änderte sich zunächst wenig am Spielbild. Die Bayern kontrollierten Ball und Gegner, taten sich gegen die kompakte Osnabrücker Defensive aber schwer. Klare Torchancen blieben lange Zeit aus.
Die beste Möglichkeit hatte zunächst Ismael Saibari, dessen Abschluss nach Vorarbeit von Olise an Krumrey scheiterte (59.). Wenig später verpasste Kane nach einer Flanke von Olise das mögliche 3:1 aus kurzer Distanz knapp (61.). Trotz der Münchner Überlegenheit blieb die Partie offen, weil Osnabrück nach Ballgewinnen immer wieder auf schnelle Gegenstöße setzte.
Olise macht den Deckel drauf
Lange blieb die Partie trotz der Münchner Überlegenheit offen, ehe Michael Olise die Bayern in der Schlussphase erlöste. Nach einem Ballgewinn schaltete der Rekordpokalsieger schnell um: Lennart Karl steckte auf Olise durch, der sich auch von einer Grätsche von Fabianski nicht stoppen ließ und Krumrey sehenswert zum 3:1 überlupfte (73.).
Kane setzt per Elfmeter den Schlusspunkt
Mit dem dritten Treffer war der Widerstand der Osnabrücker weitgehend gebrochen. Ganz geschlagen gab sich der Außenseiter dennoch nicht. Luca Raimund tauchte wenige Minuten später sogar frei vor Urbig auf, setzte den Ball jedoch über das Tor. Zudem war die Fahne des Assistenten oben, die Szene wurde wegen Abseits zurückgepfiffen (77.).
Bayern kontrollierte die Schlussphase anschließend souverän, Harry Kane sorgte per Elfmeter (86.) für den 4:1-Endstand. Pavlovic war im Strafraum gefoult worden.
Im Video: FCB-Trainer Kompany nach dem Spiel im ARD-Interview
Vincent Kompany
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