FC-Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeneß
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Zweifel zur Unzeit: Uli Hoeneß irritiert mit Eberl-Aussagen

Zweifel zur Unzeit: Uli Hoeneß irritiert mit Eberl-Aussagen

Am Tag des Pokalsiegs äußert Bayern-Patron Hoeneß "Zweifel" an Max Eberl, dessen Vertrag 2027 endet. Der Sportvorstand reagiert im Gespräch mit der Sportschau irritiert und verweist auf seine Arbeit.

Über dieses Thema berichtet: BR24 am .

Der FC Bayern spielt die beste Saison seit langem. Doch mitten im Jubel über das Double sorgt Ehrenpräsident Uli Hoeneß für Irritationen.

Sportvorstand Max Eberl antwortete nach dem Pokalsieg des FC Bayern München irritiert, aber auch deutlich auf die Äußerungen von Hoeneß über sein Wirken beim deutschen Fußball-Meister: "Ich bin bereit, weiterzumachen – wenn man das möchte", sagte der 52-Jährige, dessen Vertrag Mitte 2027 ausläuft. Eine Verlängerung ist ungewiss. 

Tendenz: 60 zu 40 pro Eberl

Hoeneß hatte vor dem 3:0 der Bayern gegen Titelverteidiger VfB Stuttgart in Berlin die Arbeit von Eberl zwar auch gelobt, sich bei dessen Zukunft aber nicht festgelegt. Der Bayern-Patron und Aufsichtsrat sprach vielmehr von einer Tendenz "60 zu 40 für eine Verlängerung". Er fügte in einem "Spiegel"-Gespräch aber auch hinzu: "Da sind noch Zweifel." 

Es sind Einlassungen zur Unzeit, könnte man meinen. Die Bayern haben gerade ihre beste Saison seit dem Triple-Triumph 2020 gespielt, und das mit einem Kader, den Max Eberl maßgeblich mitgestaltet hat. Und der einstige Wunschkandidat auf der Position des Sportvorstands ist längst dabei, beim Rekordmeister die Weichen für eine weiter erfolgreiche Zukunft zu stellen.

Die Bayern wären aber nicht die Bayern, wenn sie sich auf ihren Lorbeeren ausruhten. Hoeneß scheint nach dem Motto zu agieren "Zufriedenheit ist Stillstand". Nur so sind seine Äußerungen an so einem Tag wohl zu erklären.

Max Eberl: "Die Zweifel, die sind da – scheinbar"

Es sei freilich "legitim, dass ein Aufsichtsrat Zweifel haben kann", bemerkte dann auch Eberl: "Es ist okay, dass sich ein Aufsichtsrat Gedanken macht, ob man mit einem Vorstand weitermacht. Das ist ein ganz normaler Prozess. Die Zweifel", so Eberl weiter, "die sind da – scheinbar. Sonst hätte er das nicht gesagt", bemerkte Eberl im Anschluss an die Hoeneß-Worte. "Ich war überrascht, dass das an dem Tag heute so passiert." 

Der Sportvorstand sagte in der Münchner Double-Nacht aber auch: "Ob man Prozente in der Öffentlichkeit sagen muss, das weiß ich nicht." Und der Finaltag sei "nicht der richtige Zeitpunkt" gewesen: "Aber das hat die Mannschaft null Komma null beeinflusst."

Zum Video: Uli Hoeneß über seine Aussagen zu Max Eberl: "Meine ehrliche Meinung"

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Im August wird es spannend

Grundsätzlich ist die Ausgangslage so: Der Aufsichtsrat um Präsident Herbert Hainer, Hoeneß oder auch den früheren Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge entscheidet über Verträge mit den Vorständen. Über eine mögliche Verlängerung mit Eberl kann frühestens ab dem 1. Juli verhandelt werden, weil Verträge mit Vorständen erst ein Jahr vor dem Auslaufen verlängert werden können.

Was die Zukunft von Eberl angeht, da dürfte es also nach der Sommerpause spannend werden: Was macht er, wenn es nicht zu einer Verlängerung kommen sollte? Schmeißt er dann hin? "Ich muss mit Szenarien leben, die mir auferlegt werden. Mein Leben wird weitergehen. Ich bin da, um meine Arbeit zu machen."

Uli Hoeneß: Entscheidung muss sitzen

Für Hoeneß ist Eberl schon "ein Manager, der hier einen großen Anteil an unserem Erfolg dieser Saison hat". Weiter sagt er: "In zwei, drei Monaten wissen wir genau, wie es weitergeht", so Hoeneß nach dem Finale in der ARD. Beim Pay-TV-Sender Sky erklärte er: "Wir müssen im August eine Entscheidung treffen, wo geht der FC Bayern in die Zukunft – ohne Karl-Heinz Rummenigge, ohne Uli Hoeneß. Und die Leute, die wir dann aussuchen, die müssen sitzen."

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