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Nach Wochen voller Frust: Die Erlösung des Luis Díaz

Nach Wochen voller Frust: Die Erlösung des Luis Díaz

Wochenlang fehlten Luis Díaz Zentimeter, Glück oder Timing. Gegen RB Leipzig platzte beim Offensivspieler endlich der Knoten. Beim 6:1 gegen RB Leipzig glänzte Luis Díaz als Offensivmotor des FC Bayern.

Über dieses Thema berichtet: BR24 am .

Es war dieser eine Abend, auf den Luis Díaz so lange gewartet hatte. Als der Schlusspfiff nach dem 6:1 des FC Bayern gegen RB Leipzig ertönte, war nicht nur die Mini-Krise des Rekordmeisters beendet. Es schien auch, als habe sich beim Kolumbianer eine Last gelöst, die er seit Wochen mit sich herumgetragen hatte.

Wochenlang fehlte Díaz die Belohnung

Der Offensivspieler arbeitete, rannte, dribbelte und suchte immer wieder den Weg zum Tor. Doch oft fehlte das berühmte Quäntchen Glück. Ein Schritt zu früh gestartet, die Fahne des Linienrichters ging hoch. Ein Abschluss zu unplatziert, der Torwart hielt. Immer wieder war Díaz nah dran, aber selten wurde er für seinen Aufwand belohnt.

Gegen Leipzig wirkt Díaz wie befreit

Umso befreiender wirkte sein Auftritt gegen Leipzig. Von der ersten Minute an strahlte der 29-Jährige Gefahr aus. Er suchte die Eins-gegen-eins-Duelle und attackierte die Leipziger Abwehr mit seiner Geschwindigkeit. Gemeinsam mit Michael Olise gab Díaz der Münchner Offensive Tempo, Tiefe und Unberechenbarkeit. Er war maßgeblich daran beteiligt, dass die Bayern Leipzig förmlich überrollten - drei Tore, eine Vorlage lieferte der Kolumbianer.

Es war der Auftritt eines Spielers, der sich von sportlichen Rückschlägen nicht länger ausbremsen ließ. Mit jeder gelungenen Aktion wirkte Díaz mutiger, befreiter und selbstbewusster. Die Leichtigkeit, die in den vergangenen Wochen manchmal gefehlt hatte, war plötzlich wieder da.

Díaz und die Frage nach der Effizienz

Dabei ist die Diskrepanz zwischen Díaz' Leistung auf dem Platz und der Wahrnehmung seiner statistischen Ausbeute kein neues Thema. Schon beim FC Liverpool gehörte der Kolumbianer in seiner letzten Saison regelmäßig zu den auffälligsten Offensivspielern. Seine Dynamik, seine Dribbelstärke und sein unermüdlicher Einsatz waren unbestritten. Trotzdem stellte sich immer wieder dieselbe Frage: Warum schlug sich sein Einfluss auf das Spiel nicht noch häufiger in Toren und Vorlagen nieder?

26 Tore und 19 Vorlagen: Díaz liefert längst Zahlen

Dass Díaz auch statistisch überzeugen kann, hat er beim FC Bayern längst unter Beweis gestellt. In seiner Premierensaison erzielte der Kolumbianer wettbewerbsübergreifend 26 Tore und bereitete weitere 19 Treffer vor. Eine beeindruckende Bilanz, die seinen Wert für die Münchner Offensive unterstreicht. Gleichzeitig sind damit die Erwartungen an ihn gestiegen: Díaz soll nicht nur mit seiner Dynamik und Dribbelstärke Räume schaffen, sondern auch regelmäßig selbst den Unterschied machen.

Trainer Vincent Kompany ließ sich von der Diskussion um die Leistungen seines Flügelspielers jedoch nicht beirren. Der Bayern-Coach stellte sich wiederholt vor Díaz und machte deutlich, welchen Wert dieser für das Münchner Angriffsspiel besitzt. Denn nicht jeder wichtige Beitrag lässt sich unmittelbar an Toren und Assists ablesen. Díaz bindet Gegenspieler, reißt Räume auf, erzwingt Fehler und bringt die gegnerische Abwehr mit seiner Unberechenbarkeit aus dem Rhythmus.

Vor Arsenal: Díaz platzt der Knoten zur rechten Zeit

Für den deutschen Rekordmeister könnte Díaz' starke Leistung kaum zu einem besseren Zeitpunkt kommen. Bereits am Mittwoch wartet in der Champions League das schwere Duell mit Arsenal. Ausgerechnet dann muss Kompany auf Michael Olise verzichten. Der Franzose ist nach seiner Gelb-Roten Karte gegen Viking Stavanger gesperrt und wird den Münchnern gegen London fehlen.

Damit rückt Díaz noch stärker in den Fokus. Die Bayern brauchen Spieler, die in großen Momenten Verantwortung übernehmen und Partien entscheiden können. Gegen Leipzig hat der Kolumbianer gezeigt, wie wertvoll er für die Münchner Offensive sein kann. Nun wartet mit Arsenal der nächste Härtetest.

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