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Loch exklusiv: Russlands Olympia-Rückkehr "sehr bedenklich"

Loch exklusiv: Russlands Olympia-Rückkehr "sehr bedenklich"

Das IOC lässt russische Athleten wieder für internationale Wettkämpfe zu. Felix Loch zeigt im exklusiven BR24Sport-Interview kein Verständnis für die Entscheidung und erklärt die möglichen Hintergründe der Entscheidung.

Über dieses Thema berichtet: BR24Sport am .

Felix Loch hat die Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), russische Athleten wieder für Wettkämpfe zuzulassen, im exklusiven Interview mit BR24Sport scharf kritisiert.

Loch über IOC-Entscheidung: "Ich finde es krass"

"Ich finde es krass. Ich habe dafür überhaupt kein Verständnis. Meiner Meinung nach hat sich gar nichts an der Gesamtsituation geändert. Es ist immer noch Krieg. Es werden immer noch ukrainische Sportler getötet, Sportstätten zerstört. Viele Sportler müssen sogar selbst mit an die Front oder sind über ihre Familien betroffen", ärgerte sich der Mann vom RC Berchtesgaden.

Er habe "maximales Unverständnis für diese Entscheidung, so schnell zurückzurudern und IOC-seitig den russischen Athleten die Wettkampfteilnahme wieder zu ermöglichen", erklärte der 36-Jährige.

Stellen sich die Verbände quer? "Kennen es von anderen Entscheidungen"

Auch wenn es den einzelnen Verbänden nach wie vor freisteht, ob Russen in ihren Sportarten antreten dürfen, hegt Loch keine großen Hoffnungen. "Wir kennen es von anderen Entscheidungen: Wenn die oberste Institution für olympische Sportarten die Richtung vorgibt, gehen die internationalen Verbände dort in der Regel mit", sagte der dreimalige Rodel-Olympiasieger.

Als Grund für die Aufhebung der Suspendierung des Russischen Olympischen Komitees (ROC) macht Loch die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles aus: "In den einen oder anderen Sommersportarten beginnt jetzt schon die Qualifikation für die Sommerspiele 2028. Ich glaube, das könnte ein Grund sein, aus dem das IOC das Gefühl hatte, etwas machen zu müssen. Sie wollen dort wieder russische Sportler dabeihaben."

"Der Gedanke ans Geld spielt beim IOC eine Riesenrolle"

Die Motivation ist dabei für ihn klar. "Der Gedanke ans Geld spielt beim IOC eine Riesenrolle. Russland und Belarus sind mit Sicherheit ein riesiger Markt, den sie mitbespielen wollen. Ich glaube, es ist jedem klar, dass das IOC generell und besonders auch bei Olympia viel Geld umsetzt", befand Loch.

Nachvollziehen kann er den finanziellen Fokus des IOC indes nicht. "Dass so etwas über Menschenleben steht, finde ich fragwürdig und unglaubwürdig. Es ist schon sehr, sehr bedenklich", monierte der achtmalige Gesamtweltcupsieger.

Russland führt seit dem Frühjahr 2022 einen offenen Angriffskrieg gegen die Ukraine, der mit unverminderter Härte weitergeht. Bei den vergangenen drei Olympischen Spielen konnten russische Athleten deswegen nur unter neutraler Flagge starten und durften keine Verbindungen zum Regime haben.

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