Teils ist es nur eine Vorabwarnung vor Unwettern, teils bereits eine amtliche Warnung vor starken Gewittern – sollten diese so eintreffen, steht manchen Orten in Bayern ein ungemütlicher Abend bevor.
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet vor allem für die südliche Mitte Bayerns, den Südwesten und in Teilen Niederbayerns mit starken Gewittern. Zudem gilt für den Südosten immer noch eine Vorab-Unwetterinformation, die vor schweren Gewittern in der Region warnt.
Grafik: Bayernkarte – Wetterwarnungen des DWD
Vorab-Warnung, damit Zeit für Schutzmaßnahmen bleibt
Welche Orte das Unwetter genau treffen wird, lässt sich aktuell noch nicht sagen. Die "volle Intensität" würden wohl nur wenige Orte zu spüren bekommen, so die Meteorologen. "Genauere Angaben zu Ort, Gebiet und Zeitpunkt des Ereignisses können erst mit der Ausgabe der amtlichen Warnungen erfolgen", schreibt der DWD auf seiner Seite. "Bitte verfolgen Sie die weiteren Wettervorhersagen mit besonderer Aufmerksamkeit."
Vorab-Warnungen sollen dazu dienen, rechtzeitig Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Dazu zählen laut DWD unter anderem:
- Aufenthalt im Freien unbedingt vermeiden und sichere Räume aufsuchen; andernfalls möglichst großen Abstand von Gebäuden, Bäumen, Gerüsten und Hochspannungsleitungen halten
- Gewässer meiden
- auf erhebliche Beeinträchtigungen auf allen Verkehrswegen bis hin zu Sperrungen/Schließungen einstellen
- wenn ausreichend Zeit bleibt: Gegenstände im Freien sichern oder abbauen
- alle Fenster und Türen schließen
- ggf. vorbeugend Hochwasserschutzmaßnahmen treffen
- die Entwicklung der Gefährdungslage in Radio, Fernsehen, Internet etc. verfolgen.
Im Norden Bayerns nur vereinzelt Schauer und Gewitter
Für die Nordhälfte des Freistaats sind aktuell nur für die Landkreise Main-Spessart und Bad Kissingen starke Gewitter vorhergesagt. Insgesamt bleibt es jedoch warm in Bayern: Für die Südhälfte sagt die BR-Wetterredaktion Höchstwerte von 25 bis 29 Grad voraus. In den Frankenwald ist etwas kühlere Luft eingesickert, dort sind es bis zu 23 Grad. Am Main in Unterfranken zeigt das Thermometer bis zu 30 Grad.
Morgen ist es bayernweit sonniger. Schauer sind möglich, aber die Ausnahme. Es wird heißer mit 27 bis 32 Grad. Am Freitag kommen weitere, teils kräftige Gewitter auf, die durch ganz Bayern ziehen.
Heftige Unwetter in Franken am Dienstag
Am Dienstag hatte es vor allem in Franken heftige Unwetter gegeben. Besonders betroffen war die Region rund um Nürnberg, wo Sturm und dicke Hagelkörner die Gewitter begleiteten. Nach Angaben der Integrierten Leitstelle der Feuerwehr gingen innerhalb von fünf Stunden fast 3.000 Notrufe ein. Daraus entstanden rund 1.000 Feuerwehreinsätze im Raum Nürnberg, Fürth, Erlangen sowie in den Landkreisen Fürth, Nürnberger Land und Erlangen-Höchstadt.
Nach Schätzung der Leitstelle waren rund 1.500 bis 2.000 Kräfte im Einsatz. Sie rückten unter anderem zu umgestürzten Bäumen, vollgelaufenen Kellern sowie Bäumen auf Autos und Gebäuden aus. Auch Menschen seien von Bäumen eingeklemmt worden. Es gab mehrere Verletzte.
Sechs Soldaten bei Blitzeinschlag verletzt
Auch am Mittwochmorgen gab es bereits einige Gewitter. Bei einem Blitzeinschlag im oberbayerischen Landkreis Garmisch-Partenkirchen wurden sechs Soldaten der Bundeswehr verletzt. Die Soldaten im Alter von 18 bis 26 Jahren befanden sich am frühen Morgen während eines Gewitters in einem Biwak am Hohen Brendten, einer Anhöhe am Kranzberg bei Mittenwald, wie die Polizei mitteilte. Fünf der Soldaten erlitten demnach leichte Verletzungen, ein weiterer wurde mittelschwer verletzt. Nach dem Verletzungsbild deutet demnach vieles darauf hin, dass ein 18-Jähriger direkt vom Blitz getroffen wurde.
Mit Informationen der dpa
Im Video: Unwetter trifft Franken – Bäume umgestürzt, Straßen überflutet
Sturm und Starkregen treffen Nürnberg
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