Sieger mit Platzwunde: Hochspringer Tobias Potye
Sieger mit Platzwunde: Hochspringer Tobias Potye
Bild
Sieger mit Platzwunde: Hochspringer Tobias Potye
Bildrechte: picture-alliance/dpa
Schlagwörter
Bildrechte: picture-alliance/dpa
Videobeitrag

Sieger mit Platzwunde: Hochspringer Tobias Potye

Aktualisiert am
Videobeitrag
Erschien zuerst am
> Sport >

Gold mit Platzwunde: Münchner Potye erneut Hochsprung-Meister

Gold mit Platzwunde: Münchner Potye erneut Hochsprung-Meister

Der Münchner Tobias Potye überzeugt auch bei den Finals und sichert sich den Deutschen Meistertitel. Dabei muss er allerdings auch eine Schrecksekunde überstehen. Der bayerische Finals-Überblick vom Samstag.

Über dieses Thema berichtet: BR24 TV am .

Dass Hochspringen ein Sport der Zentimeter ist, das dürfte nichts Neues sein. Dass es dabei aber nicht nur um die Sprunghöhen geht, sondern auch um den Absprungpunkt, der um Zentimeter stimmen muss, das zeigte sich am Samstag bei den Finals in Wattenscheid. Da lief der Münchner Hochspringer Tobias Potye an, er wollte die 2,19 Meter überwinden.

Doch zum minimal zu späten Zeitpunkt sprang er dann letztlich ab - und erlebte so ein schmerzhaftes Malheur. Er prallte gegen einen der Ständer, die die Latte halten. Im Anschluss daran misslang ihm der Versuch, doch nicht nur das: Potye musste zudem mit einer Platzwunde behandelt werden, das Blut rann ihm von der Stirn den Kopf herunter. Der 31-jährige Leichtathlet konnte nicht weitermachen.

Potye muss Wettkampf abbrechen - und siegt trotzdem

Da der deutsche Top-Athlet aber zuvor bereits 2,15 Meter erfolgreich absolvierte, siegte er vor dem höhengleichen Falk Wendrich. "Er hat immer wieder mal Wadenkrampf-Probleme. Beim zweiten Versuch dachte ich, dass er abbricht, aber er hat durchgezogen", berichtete Wendrich, der das Malheur von Potye aus nächster Nähe beobachtete.

Dem Münchner machten in den vergangenen Jahren immer wieder Verletzungen zu schaffen. Allerdings hat Potye im Juni auch schon 2,30 Meter gemeistert. Er ist also in Top-Form, daran dürfte auch die Wunde nichts ändern.

Oberbayer Batz dominiert - Wahl-Bambergerin Lückenkemper verpasst siebten DM-Titel

Im Weitsprung sicherte sich der gebüritge Oberbayer Simon Batz den Sieg. Der Titelverteidiger steigerte seine persönliche Bestleistung auf starke 8,29 Meter. "Unfassbar, bei den deutschen Meisterschaften so was zu springen", sagte Batz.

Bei den Sprinterinnen verpasste die Wahl-Bambergerin Gina Lückenkemper ihren siebten Titel und wurde in 11,29 Sekunden Dritte über 100 Meter, sie war nach einem schwierigen Saisonstart aber auch nicht als Top-Athletin des Jahres nach Wattenscheid gereist. Den Sieg holte sich Jolina Ernst in 11,26 Sekunden vor Emma Goretzka aus Berlin, die ebenfalls in 11,26 Sekunden gestoppt wurde, aber wenige Tausendstel langsamer war.

Auch bayerische Bogenschützen und Surfer überzeugen

Neben Potyes Erfolg gab es weitere bayerische Höhepunkte zu besichtigen am Finals-Samstag in Hannover und Wattenscheid. Auch die Recurve-Bogenschützen von der FSG Tacherting (Michael Reiter, Moritz Wieser, Felix Wieser) holten sich DM-Gold, sie verteidigten damit ihren Titel. Zudem gewannen die Bogenschützinnen der BSG Raubling (Katharina Bauer, Balbina Kellerer, Charline Schwarz) Silber vor den Athletinnen der BSG Ebersberg (Amelie Aichinger, Michelle Kroppen, Elisa Tartler). Und mit dem Compound-Bogen setzten sich die Oberallgäuer Gauschützen (Marie Marquardt, Katharina Raab, Jennifer Walter) im rein bayerischen Finale gegen die BC Initiative Hergolding (Svenja Flechtker, Katharina Kutscher, Alessa Thiel) durch.

Im Rapid Surfing wiederum durfte wie im Hochsprung ein Münchner über den Meistertitel jubeln: der 17-Jährige Yves Viala, der sonst auf der Eisbachwelle surft, setzte sich auf der Leinewelle in Hannover durch. Hinterher wurde er mächtig gefeiert von seinen Münchner Freunden und Kollegen.

Im Video: Bayerische Surfer und Bogenschützen feiern

Sieger mit Platzwunde: Hochspringer Tobias Potye
Bildrechte: picture-alliance/dpa
Videobeitrag

Sieger mit Platzwunde: Hochspringer Tobias Potye