Der FC Bayern München hat am 2. Spieltag der Frauen-Bundesliga einen bemerkenswerten Rekord eingestellt. Durch den 2:0-Sieg über die Aufsteigerinnen des 1. FSV Mainz 05 am Montag blieben die amtierenden Meisterinnen im 44. Spiel in Folge ungeschlagen - eine Bestmarke, die sie einst vor zwölf Jahren selbst aufgestellt hatten. Große Freude herrschte auch aufgrund zweier Comebacks: Giulia Gwinn, die den ersten Treffer des Abends erzielte, und Lena Oberdorf kehrten auf den Rasen zurück.
Gwinn feiert Startelf-Comeback
Im Vergleich zum Auftaktsieg beim 1. FC Union Berlin vor zehn Tagen veränderte Bayern-Trainer José Barcala seine Startelf nur auf einer einzigen Position. Für die aufgrund einer Oberschenkelverletzung fehlende Stine Ballisager rückte die deutsche Nationalspielerin Gwinn in die Mannschaft. Die 27-Jährige feierte am Montagabend ihr Comeback: Gwinn hatte sich Mitte April bei einem Spiel der Nationalmannschaft an der Schulter verletzt und wurde einen Monat später operiert. Nun lief sie erstmals wieder in einem Pflichtspiel auf.
Wenig überraschend übernahmen die Münchnerinnen vor heimischer Kulisse auf Anhieb die Kontrolle, von Beginn an agierte der FC Bayern dominant und spielbestimmend. Großchancen blieben in den ersten 45 Minuten jedoch Mangelware. Pernille Harder fehlten am zweiten Pfosten bei einer Flanke vom linken Strafraumeck seitens Klara Bühl nur Zentimeter (15.), Linda Dallmann setzte den Ball bei einem satten Schuss aus etwa 18 Metern denkbar knapp am linken Pfosten vorbei (18.). Nur allzu oft fand der FCB keine spielerischen Mittel gegen den beeindruckend kompakt stehenden Aufsteiger. Der bayerische Knoten sollte letztlich aber trotzdem platzen.
Gwinn trifft bei ihrem Bayern-Comeback
In der 38. Minute flankte Bühl sehenswert vom rechten Strafraumeck links neben den Fünfmeterraum, dort legte Dallmann im Rutschen für die am zweiten Pfosten einlaufende Gwinn quer. Die Rückkehrerin hielt nur noch den Fuß hin und brachte das Leder im Kasten unter. Mit der hart erkämpften 1:0-Führung ging es in die Pause.
Zu Beginn der zweiten Hälfte setzte Mainz tatsächlich einen offensiven Akzent. Nach einer abgewehrten Ecke lancierten die Aufsteigerinnen einen Konter, die eingewechselte Chiara Bouziane schickte die ebenso zur Halbzeit gebrachte Vital Kats mit einem Steilpass über die linke Seite. Letztere wurde aber von Gegnerinnen bedrängt, ihr flacher Distanzschuss verfehlte klar das Ziel (52.).
Video: Giulia Gwinn im BR24Sport-Interview
Giulia Gwinn hat bei ihrer Rückkehr für den FC Bayern getroffen
Lautstarker Applaus für Rückkehrerin Oberdorf
In der 71. Minute wurde es schließlich laut am FC Bayern Campus. Lena Oberdorf wurde für Bernadette Armani eingewechselt. Die 24-Jährige hatte im vergangenen Oktober nur 50 Tage nach dem Comeback ihren zweiten Kreuzbandriss im rechten Knie erlitten, nun feierte sie ihr lang ersehntes Comeback, bei dem sie die anwesenden Zuschauer mit einem lautstarken Applaus empfingen.
In der Schlussphase plätscherte das Spiel vor sich hin, für die Bayern mit der steten Gefahr begleitet, dass den Mainzerinnen ein gefährlicher Konter zum Ausgleich reichen würde. Von den Gästinnen kam in den finalen Minuten der Partie aber kaum noch etwas, Bayern-Keeperin Ena Mahmutovic faustete nur eine harmlose Flanke von Paula Flach weg (81.).
Gilles macht den Deckel drauf - jetzt wartet Freiburg
Kurz vor Ende der Partie münzte der FC Bayern seine Überlegenheit doch noch in einen weiteren Treffer um. Vanessa Gilles beförderte den Ball nach einer scharfen Eckballflanke seitens Bühl wuchtig in die Maschen (90.+1).
Mit ihrem zweiten Sieg im zweiten Spiel liegen die Münchnerinnen in der Tabelle nur aufgrund der schlechteren Tordifferenz hinter dem VfL Wolfsburg. Am nächsten Spieltag sind Gwinn und Co. zu Hause gegen den ebenso ungeschlagenen SC Freiburg gefordert (Sonntag, 16.00 Uhr). Für die punktlosen Mainzerinnen geht es derweil im eigenen Stadion gegen den 1. FC Köln (Samstag, 14.00 Uhr).
Im Video: Lena Oberdorf im BR24Sport-Interview
Lena Oberdorf hat beim FC Bayern München ihr Comeback gefeiert
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