Mit der präsenten Trainerfrage beim FC Augsburg und der möglichen Conference-League Teilnahme im Hinterkopf reisten die Schwaben am 32. Spieltag der Fußball-Bundesliga nach Bremen. Effiziente und zweikampfstarke Schwaben trafen auf ideenlose Bremer, sodass der FCA wegen schneller Umschaltmomente und dank Doppelpacker Anton Kade zur Pause 2:0 in Führung lag (24., 45.+3).
Nach dem Seitenwechsel wurde Salim Musahs Kopfballtor zum Glück für die Augsburger wegen Abseits nicht gegeben (53.), doch der Anschlusstreffer war nur eine Frage der Zeit. Ein Distanzschuss von Romano Schmid, bei dem Finn Dahmen nicht gut aussah, hielt die Hausherren im Spiel (64.). Doch Kristijan Jakic baute mit seinem 3:1-Treffer die Führung wieder aus (69.). Der Sieg war dem FC Augsburg nicht mehr zu nehmen.
Die Trainerfrage beim FC Augsburg war immer noch nicht geklärt, als die Schwaben am 32. Spieltag der Fußball-Bundesliga beim SV Werder Bremen antraten. Nach zuletzt vier Spielen ohne Niederlage standen die Zeichen auf eine Vertragsverlängerung mit Manuel Baum als Trainer, der sich allerdings bislang noch nicht entschieden hat.
Sportlich gesehen hatte der FCA am vergangenen Spieltag mit dem 1:1-Remis gegen Frankfurt den Klassenerhalt fix gemacht. Nun konnte man noch auf den siebten Platz im Tableau und damit die Berechtigung für eine Teilnahme an der Conference-League schielen. Sechs Punkte trennten den Klub von diesem Ziel.
Doppelpack von Anton Kade bringt Führung
Nach gegenseitigem Abtasten zu Beginn des Spiels schnappte sich Yukinari Sugawara den ersten Torschuss der Partie, allerdings ging dieser ans Außennetz (6.). Kurz danach probierte auch Michael Gregoritsch mal einen Abschluss aus der Distanz, verfehlte das Tor aber (9.).
Die Hausherren wollten die Partie dominieren, doch der FC Augsburg konnte sich die Führung sichern. Nach einem schnellen Umschaltmoment fand Gregoritsch Anton Kade im Strafraum, der aus zwölf Metern eiskalt und flach ins lange Eck einnetzte (24.). Anschließend reagierte Manuel Baum auf die Verwarnung von Han-Noah Massengo und brachte für ihn Kristijan Jakic (37.).
Kurz vor der Pause schnürte der 20-Jährige Torschütze noch einen Doppelpack. Eine wunderschöne Flanke von Dimitrios Giannoulis zielte auf den unbedrängten Kade, der zum 2:0 einköpfte (45.+3). Der FCA war im ersten Durchgang unglaublich effizient, von den Bremern kam eindeutig zu wenig.
Bremens Reaktion lässt Dahmen nicht gut aussehen
In Halbzeit zwei reagierte Werder-Coach Daniel Thioune auf den Rückstand mit einem Dreifachwechsel und prompt trat das Heimteam besser auf. Der eingewechselte Justin Njinmah scheiterte mit seinem Abschluss aus zwölf Metern aber am aufmerksamen FCA-Keeper Finn Dahmen (48.).
Ein paar Minuten später zappelte der Ball dann im Augsburger Tor, nachdem der ebenfalls eingewechselte Salim Musah per Kopfball getroffen hatte (54.). Doch Flankengeber Olivier Deman stand zuvor im Abseits, sodass Schiedsrichter Daniel Siebert den Treffer zurückpfeifen musste. Die Hausherren waren dem Anschlusstreffer aber weiterhin sehr nah.
Kurz danach war es dann soweit: Eine nicht sauber geklärte Chance der Bremer nutzte Romano Schmid für einen Distanzschuss, Dahmen kam zwar noch dran, konnte die Kugel aber nur ins rechte Toreck lenken (64.). Kein Glanzmoment des Augsburgers, der den 2:1-Anschluss ermöglichte.
Direkte Antwort von Augsburgs Jakic
Das wollten die Schwaben nicht auf sich sitzen lassen. Eine Ecke und sofort war der zwei-Tore-Vorsprung wieder hergestellt. Die Hereingabe von Alexis Claude-Maurice konnte Marius Wolf am ersten Pfosten per Kopf weiterleiten, sodass Jakic am zweiten Pfosten nur noch seinen Fuß hinhalten musste und zum 3:1 scorte (69).
Im weiteren Verlauf sorgte Mio Backhaus dafür, dass der FCA nach einem erneuten Konter nicht noch weiter erhöhte. Das Eins-gegen-Eins gegen Robin Fellhauer gewann der Bremer Schlussmann (73.). In der Schlussphase hatten die Fuggerstädter erneut Glück, als ein letzter Vorstoß der Gastgeber von Marco Grüll an die Latte segelte (89.).
Der FC Augsburg gewann verdient mit 3:1 auswärts gegen Werder Bremen. Weil zeitgleich die Eintracht gegen den HSV mit 1:2 verloren hatte, beträgt der Rückstand auf den siebten Tabellenplatz nun nur noch drei Punkte. Für den FCA liegt dieses Ziel im Hinblick auf das Restprogramm mit Borussia Mönchengladbach zu Hause und Union Berlin auswärts noch im Bereich des Möglichen.
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