Der FC Bayern hat für die Ligaphase der Champions League ein anspruchsvolles, aber ausgewogenes Programm erwischt. Mit Arsenal, Manchester United und Atlético Madrid warten prominente Gegner. Gleichzeitig treffen die Münchner auf mehrere Teams, gegen die sie als Favorit antreten. Doch gerade vermeintlich leichtere Aufgaben können in der Königsklasse schnell zur Falle werden.
Bodö/Glimt: Pflichtaufgabe mit Tücken
Für das Team von Vincent Kompany beginnt die Champions-League-Mission mit einer vermeintlichen Pflichtaufgabe. Am Donnerstag gastiert der norwegische Meister FK Bodö/Glimt in München. Die Rollen sind klar verteilt, unterschätzen sollte Bayern den Gegner dennoch nicht.
Bodö/Glimt sorgte in den vergangenen Jahren immer wieder für Überraschungen und reist aktuell mit einer Serie von 18 Pflichtspielen ohne Niederlage nach München. Auch international hinterließen die Norweger zuletzt Eindruck. Nach dem Halbfinaleinzug in der Europa League 2024/25 folgten in der Champions League Siege gegen Manchester City und Atlético Madrid. Anschließend warf Bodö/Glimt sogar Inter Mailand aus dem Wettbewerb, ehe im Achtelfinale gegen Sporting Lissabon Endstation war.
Kunstrasen als Stolperfalle?
Mit Viking Stavanger wartet anschließend auswärts der nächste norwegische Gegner. Auf dem Papier ist die Partie die wohl leichteste Aufgabe im Bayern-Programm. Doch auch hier ist Vorsicht geboten.
Viking setzte sich in der Champions-League-Qualifikation unter anderem gegen Dinamo Zagreb durch. Zudem muss Bayern in Stavanger auf Kunstrasen antreten – eine ungewohnte Spielfläche für die Münchner. Zusammen mit der heimischen Atmosphäre könnte dies die Partie unangenehmer machen als es der Blick auf die Kaderlisten vermuten lässt.
FC Arsenal als erster Härtetest
Richtig ernst wird es am 21. Oktober zu Hause gegen den FC Arsenal. Die Londoner haben sich unter Mikel Arteta zu einer europäischen Spitzenmannschaft entwickelt. Hohes Pressing, viel Ballbesitz, taktische Disziplin und individuelle Klasse machen die Gunners zu einem Gegner auf Augenhöhe. Nach einem starken Saisonstart in der Premier League geht Arsenal zudem mit viel Selbstvertrauen in das Duell.
In der vergangenen Champions-League-Saison musste Bayern in der Ligaphase nur eine einzige Niederlage hinnehmen – ausgerechnet gegen Arsenal. Die Londoner erreichten anschließend das Finale, wo sie sich Paris Saint-Germain im Elfmeterschießen geschlagen geben mussten. Für Bayern ist das Duell daher nicht nur ein Härtetest, sondern auch eine Gelegenheit zur Revanche.
Atlético Madrid: "Vulkan" Simeone wartet auf den FCB
Unangenehm dürfte die Reise nach Madrid werden. Am 3. November wartet mit Atlético eine der schwierigsten Auswärtsaufgaben der Ligaphase. Im Estadio Metropolitano herrscht traditionell eine hitzige Atmosphäre, während Atlético für aggressiven, leidenschaftlichen Fußball und enorme Mentalität steht.
Trainer Diego Simeone verkörpert diese Intensität wie kaum ein anderer. Bayern muss sich auf ein körperbetontes Spiel, hohes Pressing und zahlreiche intensive Zweikämpfe einstellen. Gerade auswärts könnte die Partie zum echten Charaktertest werden.
Lille und Slavia: Bloß nicht unterschätzen
Auch gegen den OSC Lille und Slavia Prag darf sich Bayern keine Nachlässigkeiten erlauben. Lille kann mit Tempo und schnellem Umschaltspiel gefährlich werden, Slavia überzeugt mit hoher Laufbereitschaft und körperlicher Präsenz. In der engen Ligaphase kann jeder Punktverlust gegen einen vermeintlich kleineren Gegner im Kampf um den direkten Einzug in die K.o.-Phase entscheidend sein.
Old Trafford als weiterer Gradmesser
Im neuen Jahr wartet mit Manchester United der nächste Gradmesser auf den FC Bayern. Am 20. Januar gastieren die Münchner im legendären Old Trafford.
United befindet sich nach schwierigen Jahren weiter in einer sportlichen Umbruchphase, die Konstanz fehlt bislang. Zuletzt war der Klub 2023/24 in der Champions League vertreten, anschließend verpasste er die Königsklasse zwei Jahre in Folge. Auch der Saisonstart verlief holprig: Zum Premier-League-Auftakt unterlag United dem Aufsteiger Hull City (0:2). An individueller Qualität und internationaler Erfahrung mangelt es dem englischen Traditionsklub dennoch nicht. Gerade im heimischen Old Trafford kann United mit seinen offensiven Einzelspielern jederzeit für Gefahr sorgen.
Betis zum Abschluss
Zum Abschluss der Ligaphase empfängt Bayern am 27. Januar Real Betis. Die Andalusier stehen für technisch starken Fußball und viel Ballbesitz. Je nach Tabellenlage könnte diese Partie noch einmal große Bedeutung bekommen.
Der FC Bayern in der Ligaphase
- 10. September: FK Bodö/Glimt (H), 21.00 Uhr
- 13. Oktober: Viking Stavanger (A), 21.00 Uhr
- 21. Oktober: FC Arsenal (H), 21.00 Uhr
- 3. November: Atlético Madrid (A), 21.00 Uhr
- 25. November: OSC Lille (A), 21.00 Uhr
- 8. Dezember: Slavia Prag (H), 18.45 Uhr
- 20. Januar 2027: Manchester United (A), 21.00 Uhr
- 27. Januar: Real Betis (H), 21.00 Uhr
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