Jan-Christian Dreesen, Vorstandsvorsitzender FC Bayern München
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"Gelebte Antipathie": Keine FCB-Finanzspritze für den TSV 1860

"Gelebte Antipathie": Keine FCB-Finanzspritze für den TSV 1860

Der TSV 1860 München muss nach dem Zwangsabstieg in der Regionalliga von vorne anfangen und hat Geldprobleme. Hilfe vom Stadtrivalen FC Bayern können die Löwen aber nicht erwarten, erklärte der FCB-Vorstandsvorsitzende Jan-Christian Dreesen.

Über dieses Thema berichtet: BR24 TV am .

Jan-Christian Dreesen, Vorstandsvorsitzender des FC Bayern München, hat sich im Rahmen einer Presserunde zu einer möglichen Hilfsaktion seines Klubs für den Stadtrivalen TSV 1860 München geäußert.

FCB-Boss zollt 1860 Respekt

"Ich wünsche 1860 München wirklich, dass sie wieder auf die Beine kommen und ich bin auch optimistisch, dass sie das packen werden. Insbesondere, weil sie unfassbar treue Fans haben, die seit Jahrzehnten eine unglaubliche Leidensfähigkeit zeigen", erklärte Dreesen.

Der TSV war nach dem sportlichen Klassenerhalt in der vergangenen Saison im Zuge von Streitigkeiten mit Investor Hasan Ismaik aufgrund finanzieller Probleme aus der 3. Liga in die Regionalliga Bayern zwangsabgestiegen. In der Folge wurde der Kooperationsvertrag mit Ismaik beendet, bevor die KGaA, in der unter anderem der Spielbetrieb der ersten Mannschaft organisiert war, Insolvenz anmeldete.

Dreesen zu 1860-Insolvenz: "Manchmal ist es auch gut"

In der Regionalliga müssen die Löwen von vorne anfangen. Für Dreesen nicht unbedingt ein Nachteil: "Manchmal ist es auch gut, wenn man wieder von unten anfangen muss. Es ist zwar eine Niederlage, aber auch ein Neuanfang. Dann kann man die Dinge neu sortieren, deswegen wünsche ich ihnen, dass sie die richtigen Entscheidungen treffen."

Die Frage, ob der FC Bayern 1860 mit einer Zahlung von fünf Millionen Euro wieder auf die Beine helfen könnte, beschied Dreesen entsprechend negativ: "Den unorthodoxen Vorschlag, den sie da machen, sehe ich etwas kritischer", antwortete der 58-Jährige.

FC Bayern und 1860? "Bis heute eine gelebte Antipathie"

Seine Haltung begründete er auch mit der Rivalität zwischen seinem Verein und den Löwen. "Es gibt bis heute eine gelebte Antipathie von Mitgliedern und Fans. Das erstreckt sich ja nicht nur auf Banner, die dann bei unserer Meisterfeier auftauchen, sondern geht durch viele Schichten. Ich glaube, offen gestanden, nicht, dass das Teile unserer Mitglieder positiv goutieren würden", sagte Dreesen.

Der Rekordmeister habe "in der Vergangenheit natürlich durchaus Beiträge geleistet, wenn bei 1860 Not am Mann war. Das geschah aber nur in einem Rahmen, der auch für einen selber von Nutzen war, weil wir als FC Bayern dem FC Bayern verpflichtet sind", gestand Dreesen und schob hinterher: "Ich sehe für die Überweisung eher wenig Chancen."

Dreesen-Scherz über 1860-Hilfe

Einen kleinen Scherz ließ sich der FCB-Boss allerdings nicht nehmen: "Vor dem Banner wäre es einfacher gewesen", grinste der gebürtige Niedersachse in Anspielung auf die Störaktion von 1860-Fans bei der jüngsten Meisterfeier der Bayern.

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