Kaum ein Spieler des FC Bayern steht während der Asien-Reise des Rekordmeisters so sehr im Fokus wie Min-jae Kim. In seiner südkoreanischen Heimat wird der Innenverteidiger von den Fans gefeiert, in München warten hingegen Herausforderungen. Nach der Verpflichtung von Jonathan Tah im vergangenen Sommer und der starken Entwicklung von Dayot Upamecano muss sich der 29-Jährige seinen Platz in der Abwehr neu erarbeiten.
An einen Abschied denkt Kim jedoch nicht. Vor dem Testspiel gegen den südkoreanischen Jeju SK FC stellte der Nationalspieler klar: "Ich bin sehr froh, bei Bayern zu sein, und sehr zufrieden." Er habe in der vergangenen Zeit alles gegeben und hoffe, "diese Saison viele Einsätze zu erhalten vom Trainer und bleiben zu können."
Konkurrenz als Ansporn
Die Konkurrenzsituation mit Tah und Upamecano sieht Kim nicht als Belastung, sondern als Möglichkeit zur Weiterentwicklung. "Ich bin sehr froh, mich mit Jonathan Tah und Dayot Upamecano messen zu können", erklärte der Südkoreaner. Beim FC Bayern gebe es jedes Jahr einen großen Wettbewerb um die Plätze, gleichzeitig herrsche aber ein gutes Verhältnis innerhalb der Mannschaft.
Schwierige zweite Bayern-Saison
Für Kim, der 2023 als "Abwehr-Monster" zum Rekordmeister kam, verlief die vergangene Spielzeit wechselhaft. Nachdem er in seiner Premierensaison noch zu den Dauerbrennern gezählt hatte, war seine zweite Saison von körperlichen Problemen und Formschwankungen geprägt. Immer wieder spielte der Innenverteidiger trotz Achillessehnenbeschwerden, zudem belasteten ihn die zahlreichen Einsätze für Verein und Nationalmannschaft. Letztlich verlor er seinen Stammplatz.
Zuletzt gab es immer wieder Spekulationen über einen möglichen Abschied des Südkoreaners. Mehrere europäische Spitzenklubs wurden als Interessenten gehandelt, konkrete Verhandlungen kamen jedoch nicht zustande.
Kompany setzt auf Kims Qualitäten
Trainer Vincent Kompany hält große Stücke auf seinen Innenverteidiger. "Er ist wirklich ein Abwehrmonster und richtig schnell. Ich halte sehr viel von ihm als Fußballer", sagte der Bayern-Coach. Gleichzeitig hob er auch Kims Persönlichkeit hervor und lobte dessen Humor abseits des Platzes.
Der ehemalige Weltklasse-Innenverteidiger weiß, wie wichtig Konkurrenz im Abwehrzentrum ist. "Wir sprechen über Wettkampf, das mag ich. Ich war selbst in der Rolle von Min-Jae, von Upamecano und von Tah", sagte der Bayern-Coach.
Dabei fand Kompany besonders lobende Worte für Kim: "Ich muss Min-Jae ein Kompliment machen. Wie er sich darstellt, was er leistet auf dem Platz – und dass er nicht redet. Er ist in jeder Situation mit der richtigen Antwort da."
Heimspiel-Atmosphäre in Südkorea
Die Asien-Reise des FC Bayern ist für Kim besonders emotional. In seiner Heimat genießt der Verteidiger große Anerkennung und freut sich über die Unterstützung der Fans. "Es ist eine sehr bedeutende Zeit für mich in Korea", sagte er.
Beim Testspiel gegen Jeju SK FC möchte Kim mit der Mannschaft eine gute Vorbereitung fortsetzen. Sein Ziel ist klar: Er will sich beim FC Bayern behaupten und den Konkurrenzkampf um die Plätze in der Innenverteidigung auf dem Platz entscheiden.
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