Thomas Dähne (3. v. r.) hat seinem Ärger Luft gemacht
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Thomas Dähne (3. v. r.) hat seinem Ärger Luft gemacht
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Knallharte 1860-Abrechnung: "Maßlos enttäuscht und stinksauer"

Knallharte 1860-Abrechnung: "Maßlos enttäuscht und stinksauer"

Der TSV 1860 München verliert das Endspiel des Bayerischen Landespokals gegen den Regionalligisten Würzburger Kickers. Thomas Dähne platzt im Anschluss der Kragen. Der Torwart lässt kein gutes Haar an der Saison der Löwen.

Über dieses Thema berichtet: BR24 am .

Torwart Thomas Dähne hat nach der Niederlage des TSV 1860 München im Landespokalfinale (2:4 i. E.) gegen die Würzburger Kickers ein schonungsloses Saison-Fazit gezogen.

Dähne: "Maßlos enttäuscht und stinksauer"

Im Interview platzte dem 32-Jährigen, auf seine Gefühlslage angesprochen, der Kragen. "Es ist eine Mischung aus maßlos enttäuscht und einfach stinksauer. Wir waren heute der Drittligist. Ich finde, das haben wir in der ersten Halbzeit gezeigt. In der zweiten Hälfte war es so, als hätten wir vor der Schlange Angst. Wir haben nicht mehr mit der Überzeugung gespielt, haben die Bälle verloren und Würzburg das Spiel überlassen", polterte Dähne.

Den Ausgleich in der 90. Minute empfand er trotz des späten Zeitpunkts alles andere als ungerecht. "Im Endeffekt haben wir verdient das 1:1 gekriegt. Klar. Wie es fällt, ist bitter, aber wir brauchen uns jetzt überhaupt nicht über irgendetwas beschweren", ärgert sich der Routinier.

Dähne nimmt Hobsch und Jakob in Schutz

Die Löwen waren eigentlich als Favoriten in das Endspiel gegen den Regionalligisten gegangen, auch wenn die Franken die Partie auf eigenem Rasen austragen durften. Nachdem Tarsis Bonga den Vorsprung der Gäste egalisiert und ins Elfmeterschießen geschickt hatte, versagten dort Patrick Hobsch und Kilian Jakob die Nerven.

Die Fehlversuche trug Dähne seinen Mannschaftskollegen derweil nicht nach. "0,0 Vorwurf an irgendwelche Spieler beim Elfmeterschießen. Das ist einfach eine Lotterie. Wir hätten es in den 90 Minuten eigentlich schon lange klarmachen müssen", sagte der Keeper, der bei den Versuchen der Würzburger chancenlos geblieben war.

Dähne widerspricht 1860-Coach Kauczinski

Die Meinung seines Trainers Markus Kauczinski, der sich nach der Partie mit Blick auf den bevorstehenden Umbruch in München zur kommenden Saison optimistisch gezeigt hatte, teilte Dähne nicht.

Er nehme aus der zu Ende gehenden Spielzeit "gar nichts" Positives mit, stellte Dähne klar. "Wir sind weit unter unseren Erwartungen geblieben. Wir haben über die meisten Strecken einfach nicht den Fußball gespielt, den wir spielen wollten, haben heute verdient das Pokal-Finale verloren", analysierte der gebürtige Oberaudorfer.

Dähne: "Muss viel aufgearbeitet werden"

Die Löwen hatten nach den prominenten Verpflichtungen von Kevin Volland und Florian Niederlechner im vergangenen Sommer eigentlich als Anwärter auf die Rückkehr in die 2. Bundesliga gegolten. Stattdessen folgte ein Fehlstart, der Trainer Patrick Glöckner im September den Job kostete. Nach der Ankunft von Kauczinski stabilisierte sich die Mannschaft und kämpfte sich zurück ins Rennen um den Aufstieg, bevor den Löwen erneut die Puste ausging. Schlussendlich wurde die Saison auf Rang acht beendet.

Dähne sieht viel Arbeit auf den Verein zukommen, soll ein weiteres Jahr 3. Liga vermieden werden. "Im Endeffekt, glaube ich, muss über die Sommerpause viel aufgearbeitet werden, dass wir nächstes Jahr wieder einen neuen Anlauf nehmen können", befand der ehemalige Kieler.

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