Daniel Peretz ist aktuell vom FC Bayern an Southampton ausgeliehen
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Daniel Peretz ist aktuell vom FC Bayern an Southampton ausgeliehen

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Aufstiegsdrama in England könnte FCB und FCN Millionen kosten

Aufstiegsdrama in England könnte FCB und FCN Millionen kosten

Der FC Southampton wird in Folge eines Spionage-Eklats vom Aufstiegsturnier in die Premier League ausgeschlossen. Unter den Leidtragenden könnten auch der FC Bayern und der 1. FC Nürnberg sein, denen der Verlust von Millionen droht.

Über dieses Thema berichtet: BR24 am .

Es klingt ein wenig nach James Bond, wenn man das Drama verfolgt, das sich aktuell rund um den FC Southampton in der zweiten englischen Liga abspielt. Spionage-Vorwürfe, drakonische Strafen, das alles mit nicht unerheblichen Folgen für zwei bayerische Vereine und mittendrin ein Trainer, der in der Jugend des FC Bayern München gearbeitet hat. Durchaus der Stoff für einen Thriller, oder?

Southampton mit deutschem Coach im Relegationsfinale - eigentlich

Aber der Reihe nach: Southampton mit dem deutschen Coach Tonda Eckert, zuvor unter anderem Nachwuchstrainer in München und beim 1. FC Köln, beendete die Saison in der EFL Championship, dem Unterhaus der Premier League, als Tabellenvierter.

Damit waren die "Saints" für das Play-off um die Aufstiegsrelegation in die Erstklassigkeit qualifiziert, wo man sich im Halbfinale gegen den FC Middlesbrough nach einem 0:0 im Hinspiel am Samstag im zweiten Duell dramatisch in der Verlängerung mit 2:1 durchsetzte - eigentlich.

Southampton-Mitarbeiter filmt Gegner-Training

Doch statt des für kommenden Samstag angesetzten Endspiels um die Rückkehr in die Premier League folgte am Dienstagabend der Schock. Eine unabhängige Disziplinarkommission entschied, dass Southampton aus den Play-offs ausgeschlossen wird und zudem einen Punktabzug für die kommende Spielzeit erhält.

Der Grund: Middlesbrough hatte bereits am Freitag vor dem Rückspiel die Liga angerufen, weil ein Southampton-Mitarbeiter während des Trainings der "Boros" dabei erwischt worden war, wie er die Übungseinheiten der Nordengländer hinter einem Baum versteckt auf seinem Smartphone mitfilmte, was seit einigen Jahren verboten ist. Ein Einspruch des Klubs gegen die Strafe wurde abgewiesen.

Southampton-Eklat kostet Bayern und Nürnberg Geld

Das Aus für Southampton hat wohl auch für den FC Bayern und den 1. FC Nürnberg finanzielle Folgen. Beide Vereine haben während der zu Ende gehenden Saison Spieler an die "Saints" abgegeben.

Nürnberg verkaufte bereits im vergangenen Sommer Caspar Jander für stattliche zwölf Millionen Euro Sockelablöse an den Eckert-Verein. Teil der Vereinbarung war laut einem Bericht der "Bild" allerdings, dass bei einem Aufstieg in Janders erster Saison ein Bonus über eine weitere Million fällig wird.

Bayern mit sechs Torhütern in die neue Saison?

Noch größer ist die Summe, die den Bayern möglicherweise durch die Lappen geht. Der deutsche Rekordmeister hatte im Winter Ersatzkeeper Daniel Peretz nach Southampton verliehen, wo der Israeli bislang Furore machte. Ursprünglich sprach viel dafür, dass die Engländer eine Kaufoption über sieben Millionen Euro aktivieren würden. Ob der Klub sich das als Zweitligist leisten kann, ist allerdings fraglich.

Daher spricht viel dafür, dass Peretz zumindest vorübergehend an die Isar zurückkehrt. Kommt es tatsächlich so, hätten die Münchner sechs Profi-Torhüter in den Büchern stehen. Manuel Neuer und Sven Ulreich haben ihre auslaufenden Verträge verlängert. Das Arbeitspapier des designierten Neuer-Erbe Jonas Urbig läuft ebenso weiter wie das von Reserve-Keeper Leon Klanac.

Hull City leidet ebenfalls unter Spionage-Eklat

Zudem könnte auch Alexander Nübel, der die Bayern am Samstag mit dem VfB Stuttgart im DFB-Pokal-Finale (3:0) herausgefordert hatte, zumindest vorübergehend zurückkehren, weil die Leihvereinbarung mit den Schwaben ausläuft.

Noch ernster hätten die Konsequenzen derweil für Hull City sein können. Die "Tiger" trafen ebenfalls am Samstag im Endspiel um den Aufstieg in die Premier League auf Middlesbrough, hingen in ihrer Vorbereitung aufgrund der Dauer des Verfahrens gegen Southampton allerdings lange in der Luft. Das hatte am Ende keine Bedeutung. Dank eines Tores in der vierten Minute der Nachspielzeit machte Hull den Aufstieg perfekt.

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