Bastian Schweinsteiger (l.) und Bundestrainer Julian Nagelsmann
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Schweinsteigers skeptische WM-Prognose: DFB-Team kein Topfavorit

Schweinsteigers skeptische WM-Prognose: DFB-Team kein Topfavorit

In einem Monat startet die Fußball-WM in den USA, Kanada und Mexiko. Der ARD-Fußball-Experte Bastian Schweinsteiger erzählt, warum die deutsche Nationalmannschaft nicht zum Favoritenkreis gehört und was sich ändern muss.

Über dieses Thema berichtet: BR24 am .

Er steht sinnbildlich für den Sieg bei der Weltmeisterschaft 2014: Bastian Schweinsteiger kämpfte im Finale gegen Argentinien bis zum Schluss, wurde in der Nachspielzeit blutend behandelt, aber gab nicht auf. Am Ende hielt er im Nachthimmel von Rio de Janeiro den Pokal in seinen Händen.

Seitdem sucht die deutsche Nationalmannschaft bei Weltmeisterschaften ihren Rhythmus. 2018 und 2022 scheiterte sie schon in der Vorrunde. Die nächste Chance gibt es in genau einem Monat. Dann startet das Turnier in den USA, Mexiko und Kanada. Das Erreichen des Endspiels wäre für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft nun eine Überraschung.

Schweinsteiger: "Halbfinale wird ein langer Weg"

So sieht es zumindest der ARD-Fußball-Experte Bastian Schweinsteiger. Für ihn gehört Deutschland nicht zu den Topfavoriten: "Wenn man es öfter sehen würde, dass wir 95 Minuten auf hohem Niveau spielen, dann gehören wir dazu. Wenn wir das Halbfinale erreichen würden, wäre das schön nach all den Jahren, aber das wird ein langer Weg." Ein wenig positiver gestimmt war zuletzt Schweinsteigers langjähriger Mitspieler Philipp Lahm im BR24Sport-Exklusivinterview, der das Halbfinale auf jeden Fall als Ziel sieht.

Dieser Weg beginnt am 14. Juni mit dem ersten Gruppenspiel gegen Curacao. Ob Deutschland schon in WM-Form ist? "Wir haben eine Basis. Wenn Julian Nagelsmann es schafft, diese Stimmung innerhalb der Mannschaft wieder zu erzeugen und der Ehrgeiz, die Motivation, der Biss, der Wille und die Widerstandsfähigkeit wieder kommt."

Kritik an Nagelsmann wächst

Zuletzt stand der Bundestrainer immer wieder in der Kritik. Vor allem seine wechselnden Aufstellungen und der Umgang mit Stuttgarts Stürmer Deniz Undav kamen nicht gut an. Das wurde auch von Bayerns Ehrenpräsident Uli Hoeneß kritisiert.

"Er sucht noch nach der idealen Aufstellung", analysiert Schweinsteiger. "Er ist sehr strikt, sehr geradeaus. Ein paar Mal hat er sich dann wieder gefangen und wieder anders dargestellt. Da kann er ein bisschen ruhiger und gelassener mit umgehen. Das hat die großen Trainer immer ausgezeichnet."

Ruhe und Gelassenheit werden wichtig sein im Kampf um den Titel. Denn nur dann besteht die Chance, dass wieder ein deutscher Nationalspieler einen WM-Pokal in seinen Händen halten wird.

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