Nach dem souveränen Sieg von Alexander Zverev über den Kanadier Gabriel Diallo am Donnerstag stand einen Tag später das Viertelfinale auf dem Programm. Für den einzig verbliebenen deutschen Tennisspieler im ATP-Turnier in München war es die 113. Teilnahme an einer Runde der letzten acht in seiner Profikarriere, beim Münchner Turnier war es sein achtes Viertelfinale.
Erster Sieg auf Sand gegen Cerundolo?
Dem Titelverteidiger stand Francisco Cerundolo als Gegner gegenüber. Zwar hatte Zverev die letzten vier Duelle für sich entscheiden können, allerdings fanden diese immer auf Hartplatz statt. Der Argentinier ist Sandplatzexperte und konnte alle drei bisherigen Spiele gegen Zverev auf diesem Belag für sich entscheiden. In München wollte sich der Deutsche nun zum ersten Mal auf Sand gegen Cerundolo durchsetzen: "Es wird eine taffe Challenge werden, aber ich bin bereit."
Auf und Ab bei Alexander Zverev
Wie bereit er war, zeigte Zverev gleich zu Beginn des Spiels. Mit einem Doppelbreak startete er in den ersten Satz und führte lange. Besonders seine Vorhand war in Top-Form, er spielte scharfe Bälle in die Ecken und ließ seinen Gegner laufen. Doch im Vergleich zu dem Deutschen behielt Cerundolo die Nerven und drehte den 2:4-Rückstand noch zu seinen Gunsten zum 7:5-Satzgewinn.
Im zweiten Satz fragte der Zuschauer sich dann, wie Zverev den ersten Durchgang überhaupt aus der Hand geben konnte, denn der Deutsche drehte komplett auf. Er ließ dem Sandplatzspezialisten überhaupt keine Chance, in sein Spiel zu finden, und entschied den Satz mit 6:0 für sich.
Zverev besiegt den Sandplatzspezialisten
Im dritten Satz gelang Zverev in Cerundolos zweitem Aufschlagsspiel das erste Break, was erkennbar wichtig für die Mentalität des Deutschen war. Mit der Führung im Nacken zog er sein Spiel durch und ließ sich auch nicht durch ein Sandkorn im Auge aus der Ruhe bringen. Mit einem Ass zum ersten Matchball verwandelte er diesen zum 6:2-Satz und zum Sieg mit 5:7, 6:0, 6:2.
Alexander Zverev möchte beim ATP-Turnier in München seinen vierten Titel nach 2017, 2018 und 2025 gewinnen. Im Halbfinale wartet nun Flavio Cobolli auf den Titelverteidiger. Der Italiener hatte im Viertelfinale am Donnerstag Vit Kopriva aus Tschechien souverän mit 6:3, 6:2 besiegt.
Schnaitter / Wallner im Finale
Das einzig verbliebene deutsche Doppel aus Jakob Schnaitter und Mark Wallner ist souverän ins Finale eingezogen. Die Lokalmatadoren gewannen ihr Halbfinale gegen Yuki Bhambri und Michael Venus mit 6:1 und 7:5. Gegen wen sie im Finale antreten müssen, wird im französischen Doppel-Duell zwischen Arribage / Olivetti und Doumbia / Reboul ausgespielt.
