Der deutsche Spitzenspieler Alexander Zverev hat einen weiteren Schritt auf dem Weg zur erhofften Titelverteidigung beim ATP-Turnier in München geschafft. Im Achtelfinale der Sandplatz-Veranstaltung setzte er sich mit 6:1, 6:2 gegen den Kanadier Gabriel Diallo durch. Im Viertelfinale trifft er nun auf Francisco Cerundolo aus Argentinien.
Zverev hatte sich beim Start ins Turnier noch wacklig gezeigt und im Auftaktspiel gegen den Serben Miomir Kecmanovic seine Schwierigkeiten. Am Donnerstag hingegen gab er ein ganz anderes Bild ab und startete gegen Diallo souverän ins Spiel.
Medizinische Pause für Diallo
Schon den ersten Satz entschied er vor den Augen prominenter Zuschauer wie den FC-Bayern-Profis Serge Gnabry und Joshua Kimmich deutlich mit 6:1 für sich. Der 28-Jährige zwang seinen Kontrahenten zu Fehlern, wehrte den einzigen Breakball gegen sich ab und gewann beeindruckende 81 Prozent der Punkte mit dem ersten Aufschlag, während Diallo bei nur 47 Prozent blieb.
Der angeschlagene Diallo musste sich länger am Rücken behandeln lassen und eine medizinische Auszeit nehmen. Im zweiten Satz konnte der Kanadier dann qualitativ etwas aufschließen - vor allem zu Beginn. Zverev aber blieb fokussiert und brachte das Spiel ohne erhebliche Fehler zu Ende.
Auch Zverevs Titelkonkurrent Shelton im Viertelfinale
Nach seinem Sandplatz-Auftakt beim Masters in Monte Carlo, wo er beim dritten Turnier in Serie im Halbfinale an Jannik Sinner scheiterte, ist München für Zverev der zweite Härtetest auf seinem Lieblingsbelag auf dem Weg zu den French Open. In der bayerischen Landeshauptstadt greift er nach seinem vierten Titel nach 2017, 2018 und 2025.
Zverevs vermeintlich größter Titelkonkurrent und Endspiel-Gegner im vergangenen Jahr, Ben Shelton, hatte am Mittwoch mit 6:4, 7:6 (10:8) den Belgier Alexander Blockx geschlagen und war damit erneut ins Viertelfinale eingezogen. Dort trifft er nun auf das brasilianische Top-Talent Joao Fonseca.
Altmaier scheidet aus, Zverev nun einziger Deutscher
Zverev ist nach Daniel Altmaiers Ausscheiden am Donnerstag nun einziger Deutscher im Turnier. Der 27-Jährige unterlag dem Serben Alex Molcan mit 4:6, 6:7 (10:12). Altmaier vergab im Tiebreak des zweiten Durchgangs drei Satzbälle - den ersten davon mit einem Schmetterball, den er unbedrängt aus nächster Nähe ins Netz schlug. Molcan setzt damit seine Überraschungsserie fort: In der ersten Runde hatte er bereits den an Nummer drei gesetzten Kasachen Alexander Bublik bezwungen.
