Dem Rest Hoffnung, dass Luis Vogt an allen Trainingsläufen für die Olympia-Abfahrt am 7. Februar teilnehmen kann, wurde eine Abfuhr erteilt. Der Deutsche Skiverband (DSV) hatte einen Antrag beim Internationalen Olympischen Komitee eingereicht: "Dieser Versuch wurde heute vom IOC abgelehnt", erklärte DSV-Sportvorstand Wolfgang Maier dem BR am Rande des Riesenslaloms in Schladming.
Maier: "Nicht besonders befriedigend"
Der 23 Jahre alte Garmischer hätte nach Angaben von Maier nur die Möglichkeit, das Abschlusstraining zu bestreiten. "Die IOC-Leute und die FIS-Leute hatten ein Meeting mit vielen Juristen, und das Fazit war natürlich: Nein, wir gehen den sicheren Weg und lassen ihn nur beim letzten Training starten", so der DSV-Sportvorstand.
"Das ist nicht besonders befriedigend", so Maier weiter, "wir wollten nicht die internationale Quote sprengen, wir wollten nur die Möglichkeit haben, mit zwei Leuten im Training zu fahren." Der Deutsche Skiverband wollte Vogt als "Reserve" mit zu den Olympischen Spielen nehmen, falls sich der fest nominierte Simon Jocher vor dem Rennen verletzt.
Fünf Olympia-Startplätze für Deutschland
Vogt hatte mit Rang acht in Kitzbühel verspätet die Olympia-Norm des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) erfüllt. Insgesamt stehen den deutschen Männern gemäß der Quotenregelung aber nur die fünf Olympia-Startplätze zur Verfügung, die Linus Straßer, Anton Grammel, Fabian Gratz, Alexander Schmid und Simon Jocher belegen. Vogt könnte deshalb nur zum Einsatz kommen, wenn einer dieser fünf Plätze frei werden sollte.
Neureuther: "Totaler Krampf"
"Das ist ein totaler Krampf", sagte der BR-Wintersport-Experte Felix Neureuther zur Quotenregelung des IOC sowie des Ski- und Snowboard-Weltverbandes FIS. "Es nützt uns nichts, Schuldzuweisungen zu geben", betonte dagegen Maier. "Wir haben es, in Anführungszeichen, auch selber verbockt." Damit sind die schlechten Leistungen zu Beginn der Saison gemeint.
