Arian Ortivero Calderon
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Jung-Löwe Calderon: Vom Abwehrspieler zum Vierfach-Torschützen

Jung-Löwe Calderon: Vom Abwehrspieler zum Vierfach-Torschützen

Erst Innenverteidiger, jetzt Torjäger: Arian Ortivero Calderon sorgt beim TSV 1860 München für Aufsehen. Beim 5:1 in Wendelstein gelingt dem 18-Jährigen ein Viererpack. Wird er jetzt zum Faktor im Regionalliga-Team?

Über dieses Thema berichtet: BR24 TV am .

Wendelstein, Dienstagabend: Arian Ortivero Calderon steht dort, wo man ihn vor wenigen Monaten kaum erwartet hätte. Im Strafraum des FC Wendelstein. Gleich viermal findet der Ball den Weg ins Tor. Beim 5:1 des TSV 1860 München wird der 18-Jährige zum auffälligsten Mann auf dem Platz.

Dabei ist Calderon eigentlich Innenverteidiger. Erst vor nicht allzu langer Zeit begann seine Umschulung zum Stürmer. Nun häufen sich die Tore: Beim Test in Forstinning gelang ihm ein Hattrick, im Landespokal gegen Eintracht Berglern traf er zweimal, in Wendelstein nun gleich viermal. Auch gegen in der Regionalliga Bayern Schweinfurt bewies er bereits seinen Torriecher, als er als Joker zum 2:2 traf. Die Quote ist bemerkenswert – allerdings stammen die meisten Treffer aus Spielen gegen Gegner unterer Spielklassen.

Vom Abwehrspieler zum Angreifer

Dass Calderon überhaupt im Sturm auftaucht, hat viel mit Alper Kayabunar zu tun. Der Löwen-Trainer kennt den 18-Jährigen aus dessen Zeit bei Türkgücü und erkannte früh, dass dessen körperliche Voraussetzungen auch im gegnerischen Strafraum interessant sein könnten.

Weil er nicht nur gut Tore schießen, sondern selbige auch verhindern kann, wurde er in der vergangenen Saison in der U19 von Trainer Jonas Schittenhelm meist im Abwehrzentrum eingesetzt. Calderon ist groß, robust und kopfballstark. Gleichzeitig bringt er für seine Körpergröße von 1,95 Metern eine bemerkenswerte Beweglichkeit mit. Gute Eigenschaften für einen Verteidiger - aber eben auch für einen Stürmer.

Zwischen Abitur und Regionalliga

Calderons Alltag hat sich in den letzten Monaten schnell verändert. Im Frühjahr machte er sein Abitur, in Biologie mit 15 Punkten. Anfang Juli war er noch auf Abifahrt und verpasste deshalb das Trainingslager in Bad Füssing. Jetzt geht es um einen Stammplatz im Regionalliga-Kader.

Große Namen sind noch weit weg

Beim TSV 1860 München sind die Erwartungen traditionell schnell groß. Wer im Löwen-Trikot Tore schießt, wird früher oder später mit früheren Stürmern verglichen. Rudi Brunnenmeier, Martin Max, Benjamin Lauth – die Liste der Angreifer, die sich bei den Münchnern einen Namen gemacht haben, ist lang.

Calderon ist davon allerdings noch ein gutes Stück entfern. Der 18-Jährige hat gerade erst den Sprung aus dem Jugendfußball in den Männerbereich geschafft. Seine bisherigen Auftritte sind vielversprechend, zugleich muss er sich auf diesem Niveau erst noch etablieren - das Zeug zum neuen Fanliebling bringt er aber mit. Und er ist damit einer der wenigen, die vom Zwangsabstieg der Löwen durchaus profitieren und so ins Rampenlicht rücken können.

Medienberichten zufolge soll Calderons Vertrag bis 2028 verlängert worden sein. Noch steht er bei der KGaA unter Vertrag und ist an die neue Spielbetriebsgesellschaft ausgeliehen. Die neue Spielbetriebs-GmbH möchte das Offensivtalent übernehmen. Trainer Kayabunar soll fest mit dem 18-Jährigen planen.

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