Der Deutsche Skiverband (DSV) hat den Nachfolger von Biathlon-Sportdirektor Felix Bitterling verkündet. Der Oberbayer Bernd Eisenbichler kehrt demnach in die Funktion zurück, die er bereits zwischen 2019 und 2022 ausgeübt hatte.
Eisenbichler muss Umbruch moderieren
"Ich freue mich sehr darauf, wieder im Leistungssport tätig zu sein und gemeinsam mit den Athletinnen und Athleten sowie den vielen engagierten Menschen im System Biathlon arbeiten zu dürfen", wurde Eisenbichler in einer Pressemitteilung des DSV zitiert.
Der neue, alte starke Mann bei den Skijägern hat einige Baustellen zu bewältigen, nachdem der DSV bei den zurückliegenden Olympischen Winterspielen die schwächste Medaillenausbeute seit der Wiedervereinigung eingefahren hatte. Mit Franziska Preuß ist zudem die erfolgreichste Biathletin der vergangenen Jahre zurückgetreten.
DSV-Boss Schlütter lobt "Gesamtkonzept von Bernd Eisenbichler"
Um diese Baustellen schnellstmöglich anzugehen arbeitet Eisenbichler laut DSV schon jetzt mit Bitterling an einer "reibungslosen Übergabe" der Amtsgeschäfte. "Wir haben uns bereits mehrfach zusammengesetzt und über zentrale Themen gesprochen", erklärte Eisenbichler: "Dabei zeigt sich, dass wir in der Analyse der vergangenen Jahre und insbesondere des zurückliegenden Winters in vielen Punkten eine ähnliche Einschätzung haben. Jetzt geht es darum, gemeinsam mit allen Beteiligten zu prüfen, an welchen Stellen wir weiter nachschärfen müssen, damit wir sowohl in der Weltspitze als auch im Nachwuchsbereich dauerhaft erfolgreich bleiben."
DSV-Vorstand Sport Andreas Schlütter freute sich über die Rückkehr Eisenbichlers: "Am Ende hat uns das Gesamtkonzept von Bernd Eisenbichler am meisten überzeugt. Seine Ideen, seine Erfahrung im internationalen Biathlon und sein klarer Blick auf die nächsten Entwicklungsschritte haben für uns den Ausschlag gegeben. Wir sind überzeugt, dass er die richtige Person ist, um diesen wichtigen Bereich im DSV in den kommenden Jahren zu führen", lobte Schlütter.
Dank an scheidenden Biathlon-Chef Bitterling
Zudem bedankte sich der ehemalige Langläufer beim scheidenden Sportdirektor Bitterling und hob hervor, "dass in den vergangenen Jahren viele wichtige Prozesse angestoßen wurden, die aus unserer Sicht in die richtige Richtung weisen. Auch wenn ihre Wirkung teilweise noch Zeit braucht."
Bitterlings Amtszeit lieferte ambivalente Ergebnisse für den deutschen Biathlon. Neben der Olympia-Enttäuschung in Norditalien mit lediglich einer Bronze-Medaille auf der Habenseite fiel auch der Gesamtweltcupsieg von Preuß im vergangenen Jahr in seine Ägide. Während bei den Frauen eine neue Generation um Selina Grotian, Marlene Fichtner und Julia Tannheimer mit den Hufen scharrt, sind die Aussichten im Männerbereich mau.
