Ein Sommertag im Freibad, danach schnell noch duschen und ab nach Hause. Wer dabei barfuß durch die Umkleide oder die Gemeinschaftsdusche geht, läuft Gefahr, sich mit Fußpilz zu infizieren. Ein paar einfache Vorsichtsmaßnahmen helfen, das Risiko zu verringern.
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Wo man sich mit Fußpilz besonders leicht ansteckt
Fußpilz wird meist von Hautpilzen, sogenannten Dermatophyten, verursacht. Die Erreger können über direkten Hautkontakt oder über infizierte Hautschuppen weitergegeben werden. Gerade dort, wo viele Menschen barfuß unterwegs sind, ist das Risiko einer Ansteckung höher. Dazu gehören zum Beispiel Schwimmbäder, Gemeinschaftsduschen oder Saunen. Aber auch im eigenen Zuhause kann sich der Pilz ausbreiten, wenn ein Familienmitglied bereits erkrankt ist.
Welche Faktoren das Risiko für Fußpilz erhöhen
Fußpilz ist keine seltene Erkrankung. Schätzungen zufolge sind 3 bis 15 Prozent der Bevölkerung betroffen, sagt das Bundesministerium für Gesundheit auf der Seite gesund.bund.de [externer Link]. Ältere Menschen erkranken häufiger als jüngere, Männer häufiger als Frauen. Doch Fußpilz "passiert" nicht einfach so. Zuerst steht der potenzielle Kontakt mit den Sporen – zum Beispiel im Schwimmbad. Damit es tatsächlich zu einer Infektion kommt, müssen die Erreger jedoch erst über kleinste Risse oder verletzte Hautstellen in die oberste Hautschicht eindringen. Verschiedene Faktoren machen es den Pilzen dabei leichter:
Feuchtigkeit: Pilze lieben ein warmes, feuchtes Milieu. Schweiß und Feuchtigkeit können die Haut zwischen den Zehen aufweichen. Dadurch wird ihre natürliche Schutzfunktion geschwächt und Pilze können leichter eindringen.
Verletzte Haut: Kleine Risse oder andere Verletzungen können es den Erregern erleichtern, in die oberste Hautschicht einzudringen. Auch enge Schuhe können das Risiko für Fußpilz erhöhen.
Geschwächte Abwehr: Ist die körpereigene Abwehr beeinträchtigt, kann der Körper eine Pilzinfektion schlechter abwehren. Dadurch steigt das Risiko, an Fußpilz zu erkranken.
So schützen Sie sich vor Fußpilz im Schwimmbad
Badeschuhe können das Ansteckungsrisiko verringern. Deshalb ist es sinnvoll, in Schwimmbädern und überall dort, wo viele Menschen barfuß laufen, Badelatschen zu tragen. Einen garantierten Schutz bieten sie allerdings nicht.
Nach dem Schwimmen sollten die Füße sorgfältig abgetrocknet werden, auch zwischen den Zehen. Auch luftige, nicht zu enge Schuhe können helfen, die Füße trocken zu halten und damit ungünstige Bedingungen für Fußpilz zu schaffen.
Symptome: Wie erkennt man Fußpilz?
Typisch sind Rötungen, Juckreiz, Schuppungen oder kleine Risse zwischen den Zehen. Häufig ist besonders der Bereich zwischen dem kleinen Zeh und dem danebenliegenden Zeh betroffen. Die Haut kann dort auch weißlich und aufgequollen wirken.
Allerdings sehen nicht alle Hautveränderungen gleich aus. Ein schuppiger oder geröteter Fuß muss nicht automatisch durch einen Pilz verursacht sein. Bei unklaren Beschwerden ist es sinnvoll, eine Ärztin oder einen Arzt aufzusuchen.
Was hilft gegen Fußpilz?
Fußpilz verschwindet gewöhnlich nicht von selbst. Cremes, Gels oder Sprays mit Wirkstoffen gegen Fußpilz sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich und können die Erkrankung meist erfolgreich behandeln. Wichtig ist, die Präparate wie in der Packungsbeilage empfohlen anzuwenden.
Eine Wirkung von Hausmitteln wie Teebaumöl oder Kräuter-Fußbädern gegen Fußpilz ist hingegen wissenschaftlich nicht belegt.
Unbehandelt kann sich Fußpilz unter anderem auf die Zehennägel ausbreiten und dort Nagelpilz verursachen.
Wie kann man Fußpilz vermeiden?
Um einer Ansteckung mit Fußpilz vorzubeugen, empfiehlt das Bundesministerium für Gesundheit folgende einfache Maßnahmen:
- Füße nach dem Waschen, Baden oder Schwimmen gründlich abtrocknen, besonders zwischen den Zehen
- In Schwimmbädern, Gemeinschaftsduschen und Umkleidebereichen nicht barfuß laufen, sondern Badeschuhe tragen
- Möglichst Schuhe wählen, die ausreichend Luft an die Füße lassen und nicht zu eng sitzen
- Schuhe regelmäßig ausziehen und täglich wechseln, sodass das ausgewechselte Paar ordentlich trocknen kann.
- Handtücher, Socken und Schuhe nicht gemeinsam mit anderen benutzen
- Handtücher, Socken und Bettwäsche möglichst bei mindestens 60 Grad waschen
- Wird bei niedrigeren Temperaturen gewaschen, kann ein geeigneter Wäschezusatz zur hygienischen Reinigung beitragen
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