In den kommenden Tagen müssen sich die Menschen im Freistaat auf immer wiederkehrende Regenschauer einstellen. Es wird auch deutlich kühler und nachts kann es empfindlich kalt werden. Gerade im April und Anfang Mai sind Nachtfröste keine Seltenheit. Wer jetzt im Garten aktiv wird, sollte deshalb genau wissen, welche Pflanzen das aushalten und welche besser noch geschützt werden.
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Welche Pflanzen vertragen etwas Bodenfrost?
Einige Pflanzen kommen mit kühlen Nächten gut zurecht. Dazu zählen vor allem frühjahrsblühende Stauden und robuste Arten, die an niedrige Temperaturen angepasst sind. "Es gibt ganz, ganz viele frühjahrsblühende Stauden und auch Frühsommerblüher wie Ranunkeln oder auch die Hornveilchen, die zur Not leichte Minusgrade aushalten, aber dann zumindest bis in den Sommer hinein blühen", sagt Gartenexpertin Sabrina Nitsche von der BR-Sendung "Querbeet".
Geeignet sind zum Beispiel:
- Hornveilchen und Stiefmütterchen
- Ranunkeln
- Blaukissen
- Glockenblumen
- Goldlack
Empfindliche Blumenarten reagieren schon auf leichten Frost mit Schäden. Dazu zählen typische Sommerpflanzen: "Für die klassischen Sommerflor-Pflanzen wie Geranie, Petunie und Co. ist es wirklich noch zu früh, denn da reicht auch ein Grad minus, dass sie sich dann verabschieden."
Welche Gemüsepflanzen dürfen jetzt schon gesät und gepflanzt werden?
Viele Gemüsesorten können schon ausgesät werden: "Jetzt ist die Direktaussaat von Möhren, Pastinaken, Schwarzwurzeln, Rote Bete, Spinat, Radies, Rettich, Erbsen, Mangold, Petersilie, den verschiedenen Kohl- und Salatarten sowie das Stecken von Jungzwiebeln im Beet möglich", schreibt die Bayerische Gartenakademie, LWG Veitshöchheim (externer Link). Diese Kulturen gelten als vergleichsweise kälteresistent und kommen mit niedrigen Temperaturen im Frühjahr gut zurecht.
Im Video: Sabrina Nitsche von "Querbeet" setzt die ersten Gemüsepflänzchen
Jetzt ist Pflanzzeit: Sabrina Nitsche bestückt den Querbeet-Garten mit verschiedenen Gemüsejungpflanzen.
Wärmeliebende Gemüsearten sollten noch warten
Gurken, Zucchini, Kürbis und Bohnen sollten jetzt aber noch nicht ins Freiland. Stattdessen werden sie Mitte bis Ende April im Warmen vorgezogen. Sobald die Temperaturen stabil milder sind, können die Jungpflanzen tagsüber bereits ins Freie, nachts sollten sie jedoch wieder ins Haus geholt werden. Nach den Eisheiligen dürfen sie dann ins Beet und starten dadurch kräftiger und früher in die Saison, so die Bayerische Gartenakademie.
(Symbolbild) Gemüseanbau auf der Fensterbank im Haus, junge Tomaten in Plastikbechern am Fenster.
Warum sind die Eisheiligen wichtig?
Ein zentraler Zeitpunkt im Gartenjahr sind die Eisheiligen, fünf Tage im Mai. Der letzte Tag, die "Kalte Sophie", ist am 15. Mai. Ein altes Sprichwort besagt: "Vor Nachtfrost bist du sicher nicht, bevor Sophie vorüber ist." Bis dahin kann es immer wieder zu Frost kommen, auch wenn die Tage bereits warm sind, schreibt der Deutsche Wetterdienst (externer Link).
Was passiert bei Bodenfrost?
Bodenfrost entsteht, wenn die oberste Erdschicht gefriert. Pflanzen können dann kein Wasser mehr aufnehmen. Für sie wirkt das wie Trockenheit, obwohl genug Feuchtigkeit im Boden sein kann. Besonders junge Pflanzen sind dadurch gefährdet.
Wie schützt man Pflanzen vor Frost?
Mit einfachen Mitteln lassen sich Pflanzen gut schützen:
- Abdecken: Sind Minusgrade gemeldet, sollte man die Gemüsejungpflanzen über Nacht doppelt mit Vlies abdecken und es tagsüber wieder entfernen.
- Mulchen: Eine Schicht aus Laub oder Rindenmulch schützt die Wurzeln vor Kälte.
- Abends gießen: Ein leicht feuchter Boden speichert Wärme etwas besser als trockener und kann Temperaturschwankungen etwas abpuffern.
- Kübelpflanzen sichern: Töpfe können schnell durchfrieren. Ein geschützter Standort an der Hauswand hilft.
Jetzt pflanzen – aber mit Vorsicht
Auch wenn die Gartensaison begonnen hat, bleibt Frost weiterhin ein Risiko. Wer auf robuste Pflanzen setzt und empfindliche Arten schützt oder zurückhält, vermeidet Schäden. Bis Mitte Mai lohnt sich ein wachsames Auge auf die Temperaturen – besonders in klaren Nächten.
Dieser Artikel ist erstmals am 08.05.2026 auf BR24 erschienen. Das Thema ist weiterhin aktuell. Daher haben wir diesen Artikel erneut publiziert.
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