Ein Mitarbeiter installiert an einer Decke Kapillarrohrmatten, die als Flächenheizung und -kühlung eingesetzt werden. In diesem Altbau, der gegenwärtig saniert wird, bekommt jeder Raum eine moderne Klimadecke. Die Wärme im Winter und Kälte im Sommer kommt von einer Sole-Wasser-Wärmepumpe.
Ein Mitarbeiter installiert an einer Decke Kapillarrohrmatten, die als Flächenheizung und -kühlung eingesetzt werden. In diesem Altbau, der gegenwärtig saniert wird, bekommt jeder Raum eine moderne Klimadecke. Die Wärme im Winter und Kälte im Sommer kommt von einer Sole-Wasser-Wärmepumpe.
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Eine Klimadecke reguliert die Temperatur in der Wohnung Die Wärme im Winter und Kälte im Sommer kommt von einer Sole-Wasser-Wärmepumpe.
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Eine Klimadecke reguliert die Temperatur in der Wohnung Die Wärme im Winter und Kälte im Sommer kommt von einer Sole-Wasser-Wärmepumpe.

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So taugt die Wärmepumpe auch zum Kühlen

So taugt die Wärmepumpe auch zum Kühlen

An heißen Sommertagen sorgt eine Klimaanlage für angenehmere Temperaturen in Wohnräumen. Doch auch moderne Wärmepumpen, die vor allem zum Heizen eingesetzt werden, können Häuser kühlen. Dafür gibt es verschiedene technische Lösungen.

Über dieses Thema berichtet: Bayern 2 Die Welt am Abend am .

Wärmepumpen werden in der Regel genutzt, um Gebäude zu beheizen. In vielen Haushalten sind inzwischen Luft-Wasser-Wärmepumpen installiert. Sie entziehen der Außenluft Wärme und speisen diese über ein wasserbasiertes Verteilsystem in die Heizflächen im Haus ein.

Einige dieser Geräte sind zusätzlich in der Lage, zu kühlen. Voraussetzung sei jedoch, dass die entsprechende Haustechnik vorhanden ist, erklärt Marek Miara vom gemeinnützigen Unternehmen "Heat Pumps Watch" mit Sitz in Freiburg im Breisgau.

Passives und aktives Kühlen

Prinzipiell unterscheidet man zwischen aktivem und passivem Kühlen, erläutert Miara, der seit vielen Jahren an Wärmepumpen forscht. Von aktivem Kühlen spricht man, wenn die Wärmepumpe arbeitet, also zum Beispiel die Temperatur der Fußbodenheizung aktiv senkt und die Wärme nach draußen transportiert. Beim passiven Kühlen wird die natürliche niedrigere Temperatur des Erdreichs oder des Grundwassers genutzt. Eine Umwälzpumpe bringt die Kühle lediglich von draußen ins Wohnzimmer.

Kühlen mit Kühldecken

Für eine passive Kühlung hat sich der Meerrettich-Hersteller "Schamel" mit Sitz im mittelfränkischen Baiersdorf entschieden. Das rund dreißig Jahre alte Bürogebäude wurde kürzlich saniert und eine Sole-Wasser-Wärmepumpe eingebaut. Sie nutzt die Wärme beziehungsweise Kälte aus dem Erdreich in rund 200 Metern Tiefe, um die über 600 Quadratmeter Arbeitsfläche im Winter zu heizen und im Sommer zu kühlen.

Heiz- beziehungsweise Kühlelemente, die an der Decke angebracht sind, regulieren die Temperatur in den Räumen. So habe Ende Juni, als es draußen rund 40 Grad heiß war, die Temperatur im Gebäude bei angenehmen 22 Grad gelegen, sagt Volker Eckert, technischer Leiter der Firma. Die Gesamtkosten der Installation betrugen rund 300.000 Euro.

Zusatzkomponenten wichtig

Solche Kühldecken, die an der Decke angebracht sind, seien eine wichtige Voraussetzung für das Kühlen mit einer Wärmepumpe, sagt Wärmepumpen-Experte Miara. Allein mit klassischen Heizkörpern (Radiatoren) ist es nicht möglich, Räume gut zu kühlen. Mindestens eine Fußbodenheizung, durch die auch kühleres Wasser fließen kann, sei notwendig.

Die Temperaturen dürfen aber nicht zu niedrig sein, sonst besteht die Gefahr von Kondensation an den Leitungen, also Feuchtigkeit. "Das will keiner unter dem Fußboden haben", sagt Miara. Ideal ist es, wenn es sowohl eine Fußbodenheizung als auch Kühlelemente an den Decken beziehungsweise Wänden gibt. Denn Wärme steigt nach oben und Kälte fällt nach unten.

Aktives Kühlen mit Luft-Wasser-Wärmepumpen

Insgesamt sei das passive Kühlen die sparsamere Art, um mit einer Wärmepumpe zu kühlen. Doch bei Luft-Wasser-basierten Systemen, die viele Hausbesitzer eingebaut haben, ist nur das aktive Kühlen möglich. Das bedeutet, die Wärmepumpe benötigt Energie, um die Temperaturen zu senken. Wer jedoch eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach hat, kann den selbst erzeugten Strom in den Sommermonaten für die Kühlung verwenden.

Installationskosten entscheidend

Was ist nun die beste Lösung, um ein Haus zu kühlen? Das müsse man von Fall zu Fall entscheiden, so Marek Miara. Wer neu plant, für den könne das Kühlen mit einer Wärmepumpe eine gute Option sein. Geht es darum, dass Dachgeschoss schnell und effektiv zu kühlen, sei die Installation einer klassischen Klimaanalage kostengünstiger und schneller möglich.

In jedem Fall sollten die Möglichkeiten zuvor mit einer Fachfrau oder einem Fachmann besprochen werden. Wer eine ältere Wärmepumpe hat, für den lohne sich der Umstieg häufig nicht. Ein Hinweis ist dem Experten für Wärmepumpen wichtig: Klimaanlagen sind in der Regel auch nichts anderes als Wärmepumpen, die die Luft mittels Kältemittel herunterkühlen.

Dieser Artikel ist erstmals am 10.07.2026 auf BR24 erschienen. Das Thema ist weiterhin aktuell. Daher haben wir diesen Artikel erneut publiziert.

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