Einige Bäume und Gebüsch brennen
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Was tun bei einem Waldbrand?
Bildrechte: picture alliance/dpa | Manuel Genolet
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Was tun bei einem Waldbrand?

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Flammen oder Rauch entdeckt: Was tun bei einem Waldbrand?

Flammen oder Rauch entdeckt: Was tun bei einem Waldbrand?

Schon eine achtlos weggeschnippte Zigarette oder ein Lagerfeuer am falschen Ort zur falschen Zeit reichen, um Feuer in einem Wald zu entfachen. Soweit, so bekannt. Aber was tun, wenn man beim Spazierengehen Flammen lodern sieht?

Über dieses Thema berichtet: BR24 am .

Ein Waldbrand kann sich in wenigen Minuten ausbreiten – ausgelöst durch Funkenflug, eine weggeworfene Zigarette oder ein Grillfeuer. Besonders im Sommer, bei Trockenheit und Hitze, steigt das Risiko, dass selbst kleine Unachtsamkeiten verheerende Folgen haben. Doch was ist zu tun, wenn man beim Spaziergang Rauch aufsteigen sieht? Wie alarmiert man Hilfe, und wie bringt man sich selbst in Sicherheit? Viele wissen nicht, dass schon erste Anzeichen wie Qualm ernst zu nehmen sind. Wer richtig reagiert, kann helfen, Schlimmeres zu verhindern.

Wie verhält man sich bei einem Waldbrand?

  • Informieren Sie sich vor Campingausflügen, Radtouren, Wanderungen oder Urlauben in und an Waldgebieten über die aktuelle Waldbrandgefahr.
  • Bei Rauchentwicklung, herrenlosen Lagerfeuern oder sichtbaren Bränden wählen Sie umgehend den Notruf 112. Das gilt europaweit. Auch wenn Sie im Ausland sind, werden Sie in der Regel mit einer zuständigen Leitstelle verbunden, die die Feuerwehr oder andere Rettungskräfte alarmiert.
  • Wenn Sie Ihren Standort nicht genau kennen, achten Sie auf sogenannte Rettungspunkte. Das sind meist grün-weiße Schilder, auf die eine Kennung gedruckt ist (externer Link). Sie stehen häufig an Wegen, Waldrändern oder Parkplätzen und ermöglichen der Feuerwehr eine schnelle Ortung.
  • Kleinere, noch überschaubare Brandherde können unter Umständen eingedämmt werden, etwa durch sorgfältiges Austreten glimmender Zigaretten oder das Ersticken kleiner Flammen mit Sand oder Erde. Entscheidend ist dabei immer die eigene Sicherheit.
  • Bringen Sie sich niemals in Gefahr. Wenn sich ein Feuer ausbreitet oder unkontrollierbar wirkt, verlassen Sie den Bereich sofort und alarmieren Sie die Feuerwehr.
  • Flüchten Sie dabei immer quer zum Wind, niemals in Richtung der Rauchentwicklung. In bergigem Gelände gilt zusätzlich: möglichst schnell bergab in Sicherheit bringen, da Rauch und Hitze nach oben steigen.
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So sieht ein Rettungspunkt in Bayern aus. Meist steht das Schild außerhalb des Waldes, manchmal sogar in Ortschaften.

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Und diese Infos stehen auf einem Rettungspunkt.

Was kann man tun, um einen Waldbrand zu vermeiden?

  • Wer achtlos eine Zigarette oder andere glimmende Gegenstände wegwirft, riskiert schnell einen Böschungs- oder Flächenbrand. Oft genügt schon ein kleiner Funke.
  • Auch beim Parken ist Vorsicht geboten: Stellen Sie Fahrzeuge oder Motorroller nicht auf trockenem Gras ab, insbesondere in Waldnähe. Heiße Teile der Abgasanlage können trockenes Material leicht entzünden. Das gilt besonders nach längeren Fahrten oder wenn Fahrzeuge kurz zuvor stark beansprucht wurden, etwa im Stadtverkehr oder auf Autobahnen.
  • In Bayern gilt zudem eine klare Regel: Vom 1. März bis 31. Oktober ist das Rauchen im Wald verboten – ausgenommen sind lediglich Waldbesitzer und Personen, die dort beruflich tätig sind.
  • Offenes Feuer sollte in der Nähe von Wäldern und ausgetrockneten Feldern grundsätzlich tabu sein. Dazu zählen Grillfeuer, Lagerfeuer oder auch Partyfackeln, insbesondere bei anhaltender Trockenheit. Nutzen Sie ausschließlich ausgewiesene Grillplätze.
  • Besondere Vorsicht ist in lichten, grasreichen Bergwäldern geboten. Dort trocknet der Föhnwind die Vegetation stark aus, wodurch Brände nicht nur schneller entstehen, sondern auch schwerer zu bekämpfen sind.
  • Und schließlich: Parken Sie Ihr Fahrzeug stets so, dass Betriebs-, Rettungs- und Löschfahrzeuge ungehindert passieren können.

Waldbrandstatistik: Das sind die Gründe für Waldbrände

Der Klimawandel führt dazu, dass die Sommer in Deutschland spürbar heißer und trockener werden. In der Folge verlieren die Wälder schneller Feuchtigkeit, was das Risiko von Bränden deutlich erhöht.

Die genaue Ursache bleibt bei vielen Waldbränden unklar. Wo sie sich jedoch nachvollziehen lässt, steht menschliche Fahrlässigkeit an erster Stelle – etwa durch unachtsames Verhalten von Waldbesuchern oder Campern. Dahinter folgen vorsätzliche Brandstiftungen.

Ein Blick auf die Zahlen verdeutlicht die Dimension: Im Jahr 2024 wurden in Deutschland insgesamt 563 Waldbrände registriert, die eine Fläche von rund 334 Hektar betrafen. Von den erfassten Ursachen entfielen 8,4 Prozent auf Fahrlässigkeit, 4,5 Prozent auf Brandstiftung und 2,9 Prozent auf natürliche Auslöser. In 28,8 Prozent der Fälle blieb die Ursache ungeklärt, während 55,4 Prozent unter die Kategorie "sonstige handlungsbedingte Einwirkungen" fallen. Das geht aus der jüngsten Statistik des Bundesamtes für Landwirtschaft und Ernährung (externer Link) hervor.

Dieser Artikel ist erstmals am 29.7.2026 auf BR24 erschienen. Das Thema ist weiterhin aktuell. Daher haben wir diesen Artikel erneut publiziert.

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