Ein Mann wird bei einem See von einer Frau umarmt. Im Hintergrund sind weitere Leute und Berge zu sehen. Im Vordergrund ist ein Blumenstrauß im Bild.
Ein Mann wird bei einem See von einer Frau umarmt. Im Hintergrund sind weitere Leute und Berge zu sehen. Im Vordergrund ist ein Blumenstrauß im Bild.
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Triathlet Benedikt Held beim Zieleinlauf des "Bavaria Man" – 362 Kilometer durch Bayern.
Bildrechte: BR / Johannes Hofmann
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Triathlet Benedikt Held beim Zieleinlauf des "Bavaria Man" – 362 Kilometer durch Bayern.

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362 Kilometer "Bavaria Man": Held schafft Ultra-Triathlon

362 Kilometer "Bavaria Man": Held schafft Ultra-Triathlon

Schwimmen in Coburg, Radfahren durch die Nacht, Marathon bis Neuschwanstein: Der 23-jährige Niederbayer Benedikt Held hat seinen Ultra-Triathlon quer durch Bayern geschafft – und sammelt damit Spenden für Sternstunden.

Über dieses Thema berichtet: Mittags in Schwaben am .

Der Forggensee glitzert in der Sonne, über Füssen herrscht Postkartenwetter, im Hintergrund Schloss Neuschwanstein. Dann wird es laut am Festspielhaus: Applaus, Blumen, eine Sektdusche. Benedikt Held läuft ins Ziel, fällt kurz darauf zu Boden und atmet erst einmal durch. Nach 3,8 Kilometern Schwimmen, 316 Kilometern auf dem Rad und einem Marathon über rund 42 Kilometer hat der 23-Jährige aus Mengkofen seinen selbst organisierten Ultra-Triathlon "Bavaria Man" erfolgreich beendet.

Sportliche Grenzerfahrung: "Ich könnte nicht glücklicher sein"

Am Freitagvormittag war die sportliche Grenzerfahrung in Füssen vorbei. Rund um den Zieleinlauf warteten Freunde, Familie und Unterstützer auf Held, darunter seine Freundin Serafina Herrling und seine Eltern. Als er durch das Band lief, kamen die Emotionen: Umarmungen, Tränen, Erleichterung. "Ich könnte nicht glücklicher sein. Ich kann mir nichts Schöneres vorstellen", sagte Held dem Bayerischen Rundfunk. Kurz zuvor hatte seine Freundin berichtet, dass die letzte Etappe zunehmend hart geworden sei. Nach Schwimmen und nächtlicher Radfahrt seien die 42 Kilometer Laufen "nicht ohne" gewesen, auch die Hüfte habe Probleme gemacht.

Von Coburg durch die Nacht bis ins Allgäu

Gestartet war Held am Donnerstagabend in Oberfranken. Ursprünglich war der Auftakt am Froschgrundsee bei Rödental geplant, wegen Niedrigwassers wurde das Schwimmen jedoch ins Coburger Freibad Aquaria verlegt. Dort absolvierte Held 3,8 Kilometer, bevor er aufs Rad wechselte. Danach fuhr er durch die Nacht Richtung Süden, unter anderem über Nürnberg, Roth, Donauwörth und Augsburg bis in die Nähe von Schongau. Am Freitagmorgen begann dort die letzte Etappe: ein Marathon über Lechbruck am See, Roßhaupten und Rieden am Forggensee bis nach Füssen.

Vater sorgte sich um Schlaglöcher und Wildtiere

Nach Angaben des Athleten verlief die Aktion ohne Unfälle oder größere Verzögerungen. Sein Vater Robert Held sagte, er habe eigentlich nie daran gezweifelt, dass sein Sohn die Herausforderung bewältigen werde. Sorgen habe ihm vor allem die nächtliche Fahrt auf dem Rad gemacht – etwa wegen Schlaglöchern oder Wildtieren auf der Strecke. Die Familie habe die Vorbereitung über Monate begleitet, sagte er. Auch Helds Mutter Alexandra zeigte sich nach dem Zieleinlauf stolz. Wichtig sei gewesen, immer an das eigene Kind zu glauben und ihrem Sohn zu zeigen, dass er seinen Weg machen werde.

Ultra-Triathlon für Sternstunden

Held ist studierter Wirtschaftsinformatiker und trotz seiner 23 Jahre ein erfahrener Ausdauersportler. Drei Ironman-Rennen hat er bereits beendet, 2022 war er jüngster Teilnehmer beim Triathlon "Challenge" in Roth. Für den "Bavaria Man" trainierte er seit Oktober. Die Idee dahinter sei gewesen, Sport mit etwas Sinnvollem zu verbinden. Alle Spenden der Aktion gehen an Sternstunden, die Benefizaktion mit dem Bayerischen Rundfunk für kranke, behinderte und notleidende Kinder. Die genaue Spendensumme soll am Montag, 1. Juni, bekanntgegeben werden.

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