Sechs Ringe und ein Anhänger aus Gold oder goldfarbenem Metall, teils mit Gravuren, Monogramm, Freimaurer-Symbolen sowie roten und hellen Schmucksteinen, auf einer Collage präsentiert.
Sechs Ringe und ein Anhänger aus Gold oder goldfarbenem Metall, teils mit Gravuren, Monogramm, Freimaurer-Symbolen sowie roten und hellen Schmucksteinen, auf einer Collage präsentiert.
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Ein Einmachglas voller alter Goldringe: Wochen nach dem spektakulären Fund sucht die Polizei weiter nach der Herkunft des Schmucks.
Bildrechte: Polizei Bayern (Collage: BR)
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Ein Einmachglas voller alter Goldringe: Wochen nach dem spektakulären Fund sucht die Polizei weiter nach der Herkunft des Schmucks.

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60 Goldringe im Wald: Verbindung zu den Freimaurern?

60 Goldringe im Wald: Verbindung zu den Freimaurern?

Ein Einmachglas voller Gold, alte Gravuren und viele offene Fragen: Wochen nach dem spektakulären Fund in Unterfranken sucht die Polizei weiter nach der Herkunft des Schmucks – und hofft dabei auf einen entscheidenden Hinweis aus der Bevölkerung.

Über dieses Thema berichtet: Mittags in Mainfranken am .

Mehr als fünf Wochen nach dem rätselhaften Goldfund in einem Wald bei Johannesberg im Landkreis Aschaffenburg ist die Herkunft des Schmucks weiter ungeklärt. Zwar ist die Kriminalpolizei inzwischen rund 30 Hinweisen aus der Bevölkerung nachgegangen – die entscheidende Spur war bislang aber nicht dabei.

Ende Mai hatten Kinder bei einem Familienausflug in einem Waldstück ein vergrabenes Einmachglas entdeckt. Darin lagen mehr als 60 goldene Ringe sowie Arm- und Halsketten. Das Glas war zusätzlich in Plastiktüten eingewickelt und im Waldboden vergraben. Die Familie brachte den ungewöhnlichen Fund zur Polizei.

Ermittler prüfen Spur zu Freimaurern

"Rund 60 Goldringe, die in einem Einmachglas im Wald vergraben sind – so etwas erleben wir nicht alle Tage", sagt Polizeisprecher Philipp Hümmer im Gespräch mit BR24. "Auch für unsere Kriminalpolizei ist das ein außergewöhnlicher Fall."

Entsprechend breit ermitteln die Beamten. Sie sprechen mit Goldankäufern und Juwelieren, fragen bei Friedhöfen und Krankenhäusern nach und haben auch Kontakt zu den Freimaurern aufgenommen. Denn einige der Schmuckstücke weisen Symbole auf, die auf eine Verbindung zu dem Bund hindeuten könnten.

Auch die eingravierten Hochzeitsdaten liefern wichtige Hinweise. Viele stammen aus deutlich früheren Jahrzehnten und passen nicht zu der Annahme, dass der Schmuck erst in den 1980er- oder 1990er-Jahren entstanden ist. Nach Einschätzung der Ermittler wurde das Einmachglas vermutlich in diesem Zeitraum im Wald vergraben.

Diebesgut – oder doch eine ganz andere Geschichte?

Woher der Schmuck stammt, ist also noch völlig offen. Ein Einbruch oder Diebstahl ist nach wie vor eine Möglichkeit. Ebenso denkbar sei aber, dass der Schmuck später gestohlen wurde – etwa nachdem Angehörige geerbte Schmuckstücke bei einem Goldankäufer verkauft hatten.

"Wir ermitteln wirklich in alle Richtungen", betont Hümmer. Auch müsse die Tat nicht zwingend in Unterfranken passiert sein. Der Schmuck könne ebenso aus einer ganz anderen Region stammen. "Genau das macht die Ermittlungen so aufwendig."

Dass einige Ringe auf Freimaurer oder andere Vereinigungen hindeuten und viele Gravuren bereits Jahrzehnte alt sind, spreche eher gegen einen aktuellen Einbruch. Deshalb prüfen die Ermittler auch, ob der Schmuck möglicherweise auch aus Friedhofsgräbern oder Krankenhäusern stammen könnte.

Ein oder zwei Hinweise könnten reichen

Fotos aller Schmuckstücke hat die Bayerische Polizei im Internet veröffentlicht. Darauf sind teilweise Gravuren mit Initialen und Hochzeitsdaten gut zu erkennen. Die Hoffnung der Ermittler: Jemand erkennt einen Ring oder erinnert sich an eine passende Geschichte. "Vielleicht reichen am Ende ein oder zwei Hinweise, um die Puzzleteile zusammenzusetzen", sagt Hümmer.

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