Vor zwei Wochen hörten Anwohner des Bürgerwindpark Berching im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz am Vormittag einen lauten Knall. Ein 55 Meter langes und 15 Tonnen schweres Rotorblatt eines Windrads war herabgestürzt – aus 150 Metern Höhe. Es zerschellte am Boden.
Erste Ermittlungen: Rotorlager gebrochen
Verletzt wurde bei dem Absturz niemand, hatte die Betreiberfirma Windpower aus Regensburg kurz danach mitgeteilt. Tags darauf hieß es, es werde mit Hochdruck an der Aufklärung des Unfalls gearbeitet. Laut Windpower sei so ein Ereignis in der 30-jährigen Unternehmensgeschichte der erste Vorfall dieser Art.
Was nun bekannt wurde: Ersten Erkenntnissen nach war das Rotorlager gebrochen. Das bestätigte diese Woche der technische Geschäftsführer, Clemens Reichl, auf BR24-Anfrage. Dieses Rotorlager werde kommende Woche - also nach den Osterfeiertagen - geborgen, damit es genauer vom Gutachter untersucht werden könne. Denn: Warum der Unfall im Bürgerwindpark passiert war, soll ein Gutachten klären, das noch aussteht.
Aufräumtrupp sammelt Trümmerteile ein
Derzeit sei ein Aufräumtrupp im Windpark vor Ort. Alle Trümmerteile müssten aufgesammelt werden. Das am Boden liegende Rotorblatt werde zerkleinert, um es abtransportieren und untersuchen zu können.
Das kaputte Windrad ist 14 Jahre alt. Es wurde nach Angaben der Betreiberfirma im November vergangenen Jahres zuletzt gewartet. Damals sei alles in Ordnung gewesen, sagte Reichl zu BR24. Das Windrad soll bis auf Weiteres im Bürgerwindpark Berching stehen bleiben und ein Ersatzteil bekommen.
Den Schaden durch den Unfall schätzt Windpower auf einen sechsstelligen Eurobetrag. Auch hierzu soll das Gutachten weitere Aufklärung bringen.
Im Video: Rotorblatt im Bürgerwindpark Berching herabgestürzt
Das kaputte Windrad mit abgestürztem Rotorblatt.
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