Das Trinkwasser in Würzburg und Gerbrunn kann wieder uneingeschränkt genutzt werden. Das haben die Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH (WVV) als Wasserversorger und das zuständige Gesundheitsamt am Landratsamt Würzburg mitgeteilt. Das am 10. Juni ausgesprochene Abkochgebot fürs Trinkwasser wurde mit sofortiger Wirkung aufgehoben.
Ursache noch unbekannt
Zur Aufhebung der Abkochanordnung waren jeweils drei Wasserproben an aufeinanderfolgenden Tagen mit einwandfreiem Testergebnis notwendig. Die Ergebnisse waren positiv, so die WVV. Die Ursache der Verunreinigung ist aktuell noch unbekannt.
Untersuchungen haben aber ergeben, dass es sich um einen Umweltkeim handelt, also von Insekten oder Pflanzenmaterial. Die bakterielle Verunreinigung mit Enterokokken war bei einer Routineuntersuchung in einem Pumpwerk festgestellt worden.
Viele Menschen betroffen
Rund 140.000 Menschen mussten deshalb das Leitungswasser abkochen. Die Versorgungswerke der Stadt Würzburg haben daraufhin 16 Hochbehälter untersucht, um die Ursache für das Eindringen der Bakterien ins Wasser zu klären. Enterokokken sind Bakterien und können gesundheitsschädlich sein, insbesondere für immungeschwächte Personen, Kinder und ältere Menschen.
Reaktion des Uniklinikums
Auch die Würzburger Uniklinik hatte auf die Verunreinigung im Trinkwasser reagiert und ihren internen Schutz ausgeweitet. Pflegerische und ärztliche Maßnahmen wurden nur noch mit Wasser durchgeführt, das an Zapfstellen mit speziellen Filtern gegen Legionellen entnommen wurde. Besonders empfindliche Bereiche der Patientenversorgung wurden zusätzlich durch Sterilfilter abgesichert, um das Risiko durch Keime im Wasser weiter zu minimieren.
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