Eine Amsel sitzt auf dem Waldboden
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Aufruf zur Stunde der Wintervögel: Welche Vögel besuchen Sie?

Aufruf zur Stunde der Wintervögel: Welche Vögel besuchen Sie?

Welche Vögel zwitschern jetzt in unseren Gärten und auf unseren Balkonen? Das will die "Stunde der Wintervögel" herausfinden. Bis Sonntagabend sind Naturinteressierte wieder dazu aufgerufen, eine Stunde lang die Piepmätze zu zählen und zu melden.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio Bayern am .

Wie sieht es mit dem Vogelbestand in unseren Gärten, auf unseren Balkonen und Wiesen aus? Das möchten der bayerische Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV) mit Sitz in Hilpoltstein und sein bundesweiter Partner, der Naturschutzbund Deutschland (NABU), an diesem Wochenende herausfinden. Dabei setzen sie wieder auf die Hilfe interessierter Naturliebhaberinnen und -liebhaber und die "Stunde der Wintervögel".

Eine Stunde lang werden dabei die Vögel im eigenen Garten, am Futterhäuschen, in einer Hecke, auf dem Balkon, einer Wiese und im Park gezählt und notiert – egal ob in der Stadt oder auf dem Land. Wichtig dabei: Man sollte immer die höchste Anzahl einer Vogelart aufschreiben, die man auf einmal gesehen hat in dieser Stunde. Die Beobachtungen können dann online unter "Stunde der Wintervögel" auf den Seiten des LBV (externer Link) gemeldet werden. Dort finden sich auch Steckbriefe der Vögel und weitere Informationen.

Welche Vögel kommen zu uns zu Besuch im Winter?

"Wer eine Stunde lang bewusst hinschaut, entdeckt oft mehr als erwartet. Gerade im Winter tauchen manchmal überraschende Gäste auf", so die LBV-Biologin Angelika Nelson. Sie erwartet in diesem Winter durchaus wieder skandinavische Gäste wie Bergfinken und Erlenzeisige an bayerischen Futterhäuschen. Der Grund: Das Samenangebot in den dortigen Nadelwäldern sei mau und so machten sich die Finkenarten auch zu uns in den Süden auf. Wo und wie viele Finken in Bayern zu beobachten seien, hänge stark vom Wetter und dem Nahrungsangebot in den unterschiedlichen Regionen ab, so der LBV.

Im Video: Stunde der Wintervögel – Bis Sonntagabend sind Naturinteressierte wieder aufgerufen, eine Stunde lang die Piepmätze zu zählen und ihre Beobachtungen zu melden.

Welche Vögel zwitschern jetzt in unseren Gärten und auf unseren Balkonen?
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Aufruf zur Stunde der Wintervögel

Welcher Vogel wird Spitzenreiter der Winterzählung?

Darüber hinaus stehen bei dieser 21. Auflage der Vogel-Zählaktion wieder typische Wintervögel wie Kohl- und Blaumeise, Amsel, Haussperling, Feldsperling oder Rotkehlchen im Fokus. Im vergangenen Jahr war der Haussperling, der am häufigsten gesichtete Vogel. Zurückgegangen war im vergangenen Jahr die Zahl der gemeldeten Amseln.

Sind wieder Gäste aus dem Norden in Bayern?

Die gesammelten Daten helfen dem LBV zu verstehen, wie sich die Vogelwelt von Jahr zu Jahr verändert, heißt es von den Naturschützern. So seien in den vergangenen milden Wintern immer mehr Kurzstreckenzieher wie Mönchsgrasmücken oder Stare in Bayern geblieben, statt weiter nach Süden zu ziehen. "Aufgrund des außergewöhnlich milden Dezembers ist es dieses Jahr besonders spannend, welche Arten vermehrt in Bayern bleiben", betont die LBV-Biologin.

Hält Trend bei Vielfalt und Anzahl der Vögel an?

Im vergangenen Jahr beobachteten die Menschen laut LBV im Durchschnitt 31,3 Vögel und 8,2 unterschiedliche Arten pro Zählort. Der langfristige Trend bei der Aktion zeige, dass die Anzahl und Vielfalt der gemeldeten Vögel abnehme, erklärte Nelson im vergangenen Jahr. Daher interessiert die Experten, ob sich dieser Negativ-Trend für die Vogelwelt auch im neuen Jahr fortsetzt.

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