Der Arbeitskampf am Berliner Flughafen führt zu zahlreichen Flugausfällen zwischen Berlin und München.
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Bildrechte: picture alliance / Eibner-Pressefoto | Eibner-Pressefoto/Ardan Fuessman
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Berliner Verdi-Streik schränkt Flugbetrieb in München ein

Berliner Verdi-Streik schränkt Flugbetrieb in München ein

Streiks im Nah- und Flugverkehr sorgen derzeit für massive Einschränkungen für Reisende. Während in München Busse und Bahnen stillstehen, führt ein Arbeitskampf am Berliner Flughafen auch zu Flugausfällen zwischen Berlin und München.

Über dieses Thema berichtet: BAYERN 3-Nachrichten am .

In Deutschland müssen Fahr- und Fluggäste dieser Tage allerhand aushalten. Eben erst steht in mehreren Bundesländern – darunter auch Bayern – der öffentliche Nahverkehr still. Aktuell und aller Voraussicht nach noch bis einschließlich Donnerstag bleiben in München Busse und Bahnen der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) aufgrund eines Verdi-Streiks in der Abstellung. Und auch im Flugverkehr müssen sich Fluggäste heute auf Einschränkungen einstellen: Der Streik der Gewerkschaft Verdi am Flughafen Berlin-Brandenburg wirkt sich auch auf den Betrieb am Münchner Flughafen aus.

Verdi hatte die Beschäftigten am Berliner Flughafen am Montag zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Hintergrund ist ein festgefahrener Tarifkonflikt mit der Arbeitgeberseite. Verdi kritisiert eine Blockadehaltung des Flughafenbetreibers und lehnt das jüngste Angebot ab.

Verdi-Streik betrifft auch Münchner Flughafen

So steht der Betrieb am Flughafen BER seit dem frühen Mittwochmorgen nahezu still. Nach Angaben der Betreibergesellschaft FBB sind aktuell "keine regulären Flüge am BER möglich". Passagiere sollen sich demnach "zu Umbuchungen und alternativen Reisemöglichkeiten" informieren.

Der Verdi-Streik hat auch für Reisende von und nach München Auswirkungen. Auf der Website des Berliner Flughafens (externer Link) sind zwanzig annulierte Flug-Verbindungen der Lufthansa zwischen Berlin und München aufgeführt. Von dem Streik betroffene Reisende wurden laut Unternehmen vorab informiert. Im Falle der Annullierung eines Fluges sei es Passagieren möglich, auf eine Bahnverbindung umzusteigen, so das Unternehmen auf seiner Website (externer Link).

Flugverkehr soll am Donnerstag wieder regulär anlaufen

Der Streik ist laut Verdi eine unmittelbare Folge der fehlenden Verhandlungsbereitschaft der Arbeitgeber. "Die Beschäftigten am BER sichern täglich den Betrieb des Flughafens. Sie verdienen Respekt und einen Tarifabschluss, der ihre Leistung anerkennt", sagte Verdi-Verhandlungsführer Holger Rößler.

Nach Angaben von Verdi hatten die Arbeitgeber in der zweiten Verhandlungsrunde eine stufenweise Lohnerhöhung bei einer Laufzeit bis Ende 2028 vorgeschlagen. Vorgesehen ist zunächst eine Nullrunde bis Juni, anschließend eine Erhöhung um ein Prozent ab Juli 2026, 1,5 Prozent ab Juli 2027 sowie ein weiteres Prozent ab Mai 2028. "Das ist kein ernsthaftes Angebot, sondern eine Provokation am Verhandlungstisch", erklärte Rößler. Insgesamt entspreche das Angebot einer durchschnittlichen Lohnsteigerung von etwa einem Prozent pro Jahr und bedeute angesichts der Preisentwicklung einen spürbaren Reallohnverlust.

Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 25. März geplant. Verdi erklärte, die Gewerkschaft erwarte bis dahin ein deutlich verbessertes Angebot. Der Flugverkehr am Berliner Flughafen soll am Donnerstag wieder regulär anlaufen.

Mit Informationen von dpa

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