Morgennebel an der Ilm
Morgennebel an der Ilm
Bild
Morgennebel an der Ilm
Bildrechte: picture alliance / CHROMORANGE | Li Bro.photo
Schlagwörter
Bildrechte: picture alliance / CHROMORANGE | Li Bro.photo
Audiobeitrag

Morgennebel an der Ilm

Audiobeitrag
>

Das Wetter in Bayern: Der September startet spätsommerlich

Das Wetter in Bayern: Der September startet spätsommerlich

Pünktlich zum meteorologischen Herbstanfang hat sich ein Hochdruckgebiet über Mitteleuropa breitgemacht. Es bringt angenehme Temperaturen und viel Sonnenschein. Vielleicht ein Vorbote des Altweibersommers und eine gelungene Wiesn?

Über dieses Thema berichtet: Bayern-2-Nachrichten am .

Für die Meteorologen beginnt zwar am heutigen 1. September bereits der Herbst, mit dem Wettergeschehen hat das jedoch nicht unbedingt viel zu tun. Es handelt sich hierbei vielmehr um eine Konvention, um Monatsmittel einheitlich zu Jahreszeiten zusammenzufassen.

Und tatsächlich hat sich pünktlich zum meteorologischen Herbstanfang ein Ableger des Azorenhochs namens "Thomas" von West- nach Mitteleuropa verlagert und bleibt auch in den kommenden Tagen in Bayern wetterbestimmend.

Schauer nur noch am Alpenrand

Da in einem Hochdruckgebiet die Luft großräumig absinkt und sich dabei erwärmt, lösen sich Wolken eher auf oder wachsen nicht so hoch in den Himmel, wodurch die Schauerneigung verringert und die Sonnenstunden erhöht werden. Entsprechend erwarten uns in Bayern bis einschließlich Freitag freundliche und trockene Tage. Lediglich in den Alpen können sich am Mittwoch und Donnerstag im Tagesverlauf einzelne Schauer und Gewitter entwickeln.

Die Höchstwerte liegen bis einschließlich Donnerstag im angenehmen spätsommerlichen Bereich zwischen 20 Grad in Oberfranken und rund 25 Grad in Mainfranken, auch an der Isar dürften nachmittägliche Werte um 24 Gard durchaus noch als biergartentauglich empfunden werden.

Am Freitag vielleicht sogar Badewetter

Am Freitag könnte es dann sogar für einen Besuch am See oder im Freibad reichen, denn aus Südwesten erreicht uns nochmals sehr warme Sommerluft und mancherorts, bevorzugt in Unterfranken, dürfte die 30-Grad-Marke geknackt werden. Das ist übrigens Anfang September nicht so ungewöhnlich: Am 1.9.2025 beispielsweise wurden in Aldersbach-Kriestorf im Landkreis Passau sogar 34,4 Grad gemessen – das ist die bisher höchste Temperatur, die innerhalb der ersten Dekade bis zum 10. September in Bayern bisher registriert wurde.

Am Samstag erreicht nach aktuellem Stand ein Tiefausläufer mit etwas Regen aus Norden auch Bayern, die Regenmengen sind aber voraussichtlich gering, möglicherweise bleibt es im Alpenvorland sogar ganz trocken. Ein Wetterumschwung hin zu einer frühherbstlichen Witterung ist aber auch danach nicht noch in Sicht – im Gegenteil deuten die Wettermodell zum Sonntag bereits wieder einen Vorstoß wärmerer Luftmassen aus Südwesten an, wodurch das Wochenende in Unterfranken sowie in Schwaben und in Teilen Oberbayerns mit einem weiteren Hitzetag enden könnte.

Altweibersommer und Wiesn-Wetter noch fraglich

Ein Ende dieses spätsommerlichen Wetters deutet sich also mittelfristig noch nicht an. Ob diese milde Witterung aber nahtlos in einen Altweibersommer überleitet, von dem man ab etwa dem 20. September spricht, ist noch ungewiss. Das wäre natürlich wünschenswert, da zudem ab dem 19. September das Oktoberfest beginnt. Der Beginn der Wiesn wurde übrigens 1872 wegen günstigerer Wetterbedingungen in den September vorverlegt – mal schauen, ob sich das auch dieses Jahr auszahlt.

Das ist die Europäische Perspektive bei BR24.

"Hier ist Bayern": Der BR24 Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!