Vom NDR im Norden Deutschlands bis zum BR im Süden haben am Donnerstag die Sender der ARD die Türen für Zuschauerinnen, Zuhörer und Interessierte geöffnet, die wissen wollten, wie Nachrichten eigentlich genau gemacht werden. Viele Angebote des ARD-Nachrichtentags richteten sich an Schulklassen und junge Menschen. In Workshops und Gesprächen zeigten die Redaktionen, wie journalistisches Arbeiten funktioniert.
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Schülerinnen und Schüler aus Bayern waren eingeladen
Besucherinnen und Besucher konnten Journalistinnen und Journalisten persönlich treffen, Fragen stellen und sehen, wie Nachrichten entstehen: von der Recherche über die Prüfung von Quellen bis zur fertigen Sendung. Auch im Bayerischen Rundfunk konnten am Donnerstag Schülerinnen und Schüler in verschiedenen Workshops - zu Themen wie: "Woher kommen unsere Nachrichten?" oder "Wie entsteht eine journalistische Berichterstattung?" - einfach nur zuschauen oder auch mitmachen.
Sie konnten erleben, wie eine Redaktion entscheidet: Was ist überhaupt eine Nachricht? Woher kommen die Informationen, welche davon tauchen dann in der Nachrichtensendung auf – und wie wird diese produziert?
Zwei Schulklassen konnten wegen des Streiks nicht kommen
Durch praktische Übungen sollten Schülerinnen und Schüler ein Gespür für vertrauenswürdige Informationen bekommen und eine eigene kleine Hörfunknachrichtensendung erstellen. Zwei Schulklassen konnten wegen des Streiks im öffentlichen Nahverkehr in München nicht zum BR-Campus kommen. Kurzerhand machten sich deshalb zwei Nachrichtenredakteurinnen von BR24 auf den Weg und besuchten die Jugendlichen in ihrer Schule in Pullach.
Woher kommen unsere Nachrichten?
Im Workshop "Woher kommen unsere Nachrichten" konnten die Schüler und Schülerinnen der Josef-Breher Mittelschule in Pullach dann lernen, worauf es beim Nachrichtenmachen ankommt. Eine der Schülerinnen war überrascht, wie schwierig das sein kann: "Also mein Gefühl ist, dass alles wichtig ist und alles drin sein muss, aber man muss halt nur die wichtigsten Themen zusammenfassen und das finde ich am schwersten."
Im Workshop lernten die Schülern und Schülerinnen detailliert, was eine Nachricht ausmacht, und wer entscheidet, was wir sehen, hören und lesen in Fernsehen, Radio und Zeitung. Was die Schüler besonders interessierte, war, wie man Fake News von echten unterscheidet und wie oft die KI Bilder in den sozialen Medien eigentlich beeinflusst. Eine Schülergruppe war auch im Studio Franken und durfte sich dort das "aktuelle Tagesgeschäft" ansehen.
Im Video: Der ARD-Nachrichtentag im BR
Der ARD-Nachrichtentag im BR
Journalismus ist auch ein Handwerk
Auch für den BR ist der ARD-Nachrichtentag ein wertvolles Zusammentreffen mit jungen Zuschauern und Zuschauerinnen. Mike Lingenfelser, Redaktionsleiter von BR24 TV, sagt, an so einem Tag könne man gut sehen, dass Journalismus ein Handwerk ist, in dem es Regeln gibt, wo Fakten doppelt und dreifach gecheckt werden müssen. Man müsse sich etwa fragen: "Habe ich die Perspektiven zu einem Thema wirklich abgebildet? Gibt es hier die eine und die andere Meinung?" Lingenfelser betont, dass man als Journalist jeden Tag besser werden könne. Kritisches Feedback auf journalistische Arbeit bezeichnet er deshalb als "etwas, was ganz wichtig ist."
Es gab auch Online-Angebote
Der ARD-Medientag fand aber nicht nur in den Medienhäusern und Schulen statt. Es gab auch Online-Angebote anderer Landesrundfunkanstalten für Schülerinnen und Schüler sowie Berufstätige. Wie den Weltspiegel-Insta-Event oder ein Online-Angebot für Seniorinnen und Senioren.
Der ARD-Nachrichtentag lädt dazu ein, Nachrichtenredaktionen kennenzulernen, Einblicke hinter die Kulissen zu bekommen und zu erfahren, wie Journalismus funktioniert.
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