Person auf einem Stuhl beim Blutspenden
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Eine Blutspenderin in München: Doch der Kreis der regelmäßigen Spender wird kleiner. Gerade junge Menschen fehlen als Dauerspender.
Bildrechte: BR/ Meike Föckersperger
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Eine Blutspenderin in München: Doch der Kreis der regelmäßigen Spender wird kleiner. Gerade junge Menschen fehlen als Dauerspender.

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Die Blutspender werden älter: BRK sucht junge Dauerspender

Die Blutspender werden älter: BRK sucht junge Dauerspender

Blutkonserven werden täglich gebraucht, nach Unfällen, bei Operationen oder in der Krebstherapie. Die Versorgung in Bayern gilt aktuell als stabil. Doch der Kreis der regelmäßigen Spender wird kleiner. Gerade junge Menschen fehlen als Dauerspender.

Über dieses Thema berichtet: BR24 TV am .

Die Blutversorgung in Bayern ist derzeit gesichert. Doch die Menschen, die spenden, werden älter. Gerade junge Menschen lassen sich zwar oft zur ersten Blutspende motivieren, viele kommen danach aber nicht wieder. Zum Weltblutspendetag appelliert das Bayerische Rote Kreuz (BRK) deshalb an die nächste Generation.

"Junge Menschen spenden schon", sagt Georg Götz, Geschäftsführer des BRK-Blutspendedienstes. "Aber vielleicht nicht so nachhaltig, wie wir uns das wünschen und wie wir es brauchen." Die Herausforderung sei, Erstspender zu Dauerspendern zu machen.

Die erste Spende ist nicht das Problem

Dabei ist die Bereitschaft grundsätzlich vorhanden. Vincent Wiesböck, 22 Jahre alt und Medizinstudent, sitzt an einem Nachmittag zum ersten Mal auf der Liege. Durch sein Studium wisse er, wie wichtig Blutkonserven im Klinikalltag seien. "Die Idee war schon länger da", sagt er. Auch die Werbung des Blutspendedienstes habe ihn angesprochen. Jetzt habe er sich gedacht: "Warum nicht selber mal anzapfen lassen?", so der 22-Jährige.

Warum junge Menschen nach einer ersten Spende oft nicht wiederkommen, erklärt Götz auch mit gesellschaftlichen Veränderungen. Ausbildung, Studium und Beruf beanspruchten Zeit, gleichzeitig gebe es heute deutlich mehr Freizeitangebote als früher.

Die Babyboomer fallen zunehmend weg

Die Generation der Babyboomer dagegen habe über Jahrzehnte regelmäßig gespendet. "Wir müssen natürlich gucken, dass wir den demografischen Wandel hier gut begleiten", sagt Götz. Denn die langjährigen Spenderinnen und Spender fielen altersbedingt zunehmend weg. Akut gefährdet sei die Versorgungslage zwar nicht. Die Herausforderung liege darin, die nächste Generation langfristig für die Blutspende zu gewinnen.

Blutspender: "Das ist das Wenigste, was wir tun können"

Wie wichtig Regelmäßigkeit ist, zeigt Josef Poliak. Der 35-Jährige hat an diesem Tag seine 21. Blutspende hinter sich. Er fährt dafür regelmäßig nach München. "Das ist das Wenigste, was wir als Menschen für andere tun können", sagt er. Menschen in seinem Umfeld würden zwar durchaus einmal spenden. "Dann fünf Jahre gar nichts." Das könne er nicht nachvollziehen. Die Zeit dafür sei überschaubar. "Wahrscheinlich verbringen manche weniger Zeit beim Blutspenden als auf dem Handy."

Auch Melissa Fae, 32, spendet regelmäßig. Sie kennt Menschen, die bereits auf Blutkonserven angewiesen waren. "Jeder Mensch kann Blut gebrauchen", sagt sie. Sie habe inzwischen sogar mehrere Menschen in ihrem Umfeld dazu bewegt, selbst Blut zu spenden.

Sommer als Herausforderung

Gerade im Sommer steht es um die Blutversorgungslage schlechter, erklärt der Geschäftsführer des BRK-Blutspendedienstes. Schönes Wetter, Ferien oder große Sportereignisse führten regelmäßig dazu, dass weniger Menschen zu den Terminen kommen. "Da muss man natürlich gucken, dass wir auch die jungen Leute motivieren", sagt Götz.

Am Weltblutspendetag an diesem Sonntag richtet der BRK-Blutspendedienst deshalb seinen Appell besonders an die nächste Generation. Denn Blut wird jeden Tag gebraucht – und eine Erstspende allein reicht nicht aus.

Blutspenden in Bayern - die wichtigsten Zahlen:

  • 2025 kamen 535.829 Menschen zu Blutspendeterminen.
  • Die Zahl der aktiven Spenderinnen und Spender sank leicht auf 247.944.
  • Die Zahl der Erstspender stieg zwar um 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr, lag aber weiterhin deutlich unter dem Niveau von 2023.
  • Das Durchschnittsalter der Spenderinnen und Spender liegt bei Anfang 40.

Im Video: Warum weniger junge Menschen Dauerspender sind

Heute ist Weltblutspendetag und der erinnert uns einmal mehr an die Engpässe bei Blutspenden in den Sommer- und Ferienmonaten.
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Heute ist Weltblutspendetag und der erinnert uns einmal mehr an die Engpässe bei Blutspenden in den Sommer- und Ferienmonaten.

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