Ein beliebtes Kinderspielzeug wird künftig nicht mehr in Deutschland hergestellt: Die Playmobil-Figuren. Für die Beschäftigten des einzigen deutschen Werkes gibt es jetzt einen Sozialplan.
Verhandlungen über Sozialplan abgeschlossen
Die Verhandlungen über einen Sozialplan für die Beschäftigten des letzten deutschen Playmobil-Werkes im mittelfränkischen Dietenhofen sind nach Angaben der Horst-Brandstätter-Group abgeschlossen. Man habe sich mit den Arbeitnehmervertretern auch auf die Einrichtung einer Transfergesellschaft sowie die Zahlung von Abfindungen für die betroffenen Mitarbeiter geeinigt, teilte das Unternehmen mit.
Künftig Playmobil made in Malta und Tschechien
Die Unternehmensgruppe hatte beschlossen, das Werk in Dietenhofen, wo derzeit 350 Menschen beschäftigt sind, zum 30. Juni zu schließen. Die Fertigung der berühmten Playmobil-Figuren werde künftig in ausländischen Werken, etwa in Malta und Tschechien fortgeführt.
Playmobil hofft auf Schub durch Fußball-WM
Die Horst-Brandstätter-Group hatte in den vergangenen Jahren schwere Zeiten durchgemacht. Die Relevanz der Playmobil-Spielzeuge in den Kinderzimmern hat immer mehr abgenommen. In wenigen Jahren büßte die Gruppe ein Drittel ihres Umsatzes ein.
Firmenchef Bahri Kurter hatte auf der Spielwarenmesse im Januar angekündigt, es könne eine Trendwende geschafft werden. Das Unternehmen versucht es im Jahr der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada unter anderem mit Playmobil-Figuren, die berühmte Fußballspieler darstellen sollen.
Mit Informationen von dpa
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