Ein Bagger reißt Reste eines Gebäudes auf einer Baustelle ab.
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Klimaneutrale Baustelle in Nürnberg.
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Erste klimaneutrale Abbrucharbeiten in Nürnberg gestartet

Erste klimaneutrale Abbrucharbeiten in Nürnberg gestartet

Nürnberg will grüner werden, besonders der Westen der Stadt ist stark versiegelt. Dagegen soll etwas getan werden: Im Osten des Westparks gibt es nun die erste klimaneutrale Baustelle der Stadt – komplett mit elektrisch betriebenen Baumaschinen.

Über dieses Thema berichtet: Frankenschau aktuell am .

Im deutschlandweiten Vergleich der "grünsten" Großstädte landet Nürnberg mit nur 13 Quadratmetern pro Einwohner stets auf einem der letzten Plätze. Die Frankenmetropole ist sehr eng bebaut. Das soll geändert werden – mit einem klimaneutralen Gebäudeabbruch.

Klimaneutraler Abriss: Premiere in Nürnberg

Die Stadt Nürnberg hat damit begonnen, die ehemalige Gärtnerei Sauerbrey am östlichen Ende des Westparks abzureißen. Nicht einfach so - wie bisher üblich - sondern absolut klimaneutral: ohne CO₂-Ausstoß, ohne Stickoxide, ohne Rußpartikel und ohne Feinstaub.

Zum Einsatz kommen hier erstmals ausschließlich elektrisch betriebenen Baumaschinen, die ihren Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien beziehen. Das sei gerade jetzt bei den hohen Spritpreisen wettbewerbsfähig, meint Bürgermeister Andreas Krigelstein (CSU). Sollte das hier gelingen, plant die Stadt, diese Bauweise künftig immer wieder anzuwenden und möglicherweise zum Standard zu machen.

Nachbarstadt Erlangen hat es vorgemacht

Ganz neu ist das nicht. Schon im vergangenen Sommer ist dies etwa in der Nachbarstadt Erlangen gelungen. Siemens hat auf seinem Campus nach eigenen Angaben weltweit erstmals Bestandsgebäude vollelektrisch und CO₂-neutral abgerissen. Ziel war es, 70 Tonnen CO₂ einzusparen und die Recyclingquote des Bauschutts auf bis zu 96 Prozent zu steigern.

Rahmenplan für Nürnberger Westpark

Das soll jetzt auch in Nürnberg gelingen. Im Juli will die Stadt die Abbrucharbeiten abschließen. Dann kann auf dem 7.000 Quadratmeter großen Gelände der ehemaligen Gärtnerei frischer Rasen angesät werden.

Die Stadt hat das Grundstück gekauft und möchte es in die Neugestaltung des Westparks integrieren. Die Parkanlage stammt aus den 1970er-Jahren, benötigt dringend eine Erneuerung – sowohl was die Ausstattung als auch das Erscheinungsbild anbelangt. Dafür ist im vergangenen Jahr ein Rahmenplan beschlossen worden, der gerade umgesetzt wird.

Der Umbau des 14 Hektar großen Westparks soll in zwei Jahren abgeschlossen sein. Vielleicht rückt er dann auch etwas stärker ins Bewusstsein der Menschen im ansonsten ziemlich versiegelten Westen der Großstadt, denn er ist eine wichtigste Frischluftschneise für Nürnberg.

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